Damit kath.net nicht nur aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss, gibt es vor allem ein Mittel: Werbebanner. Die werden offenbar an so ziemlich jeden verkauft, der sich meldet – da wird etwa das Buch eines „Fußballpatrons“ angepriesen oder zu einer Reise nach Rom zum „Deutschen Orden“ geraten. Besonders schön war auch ein Banner der kreationistischen Seite origin-of-species.net.

Ein anderer Banner wirbt für outgesourcte Gebete – „Schwestern in Albanien beten für Sie“.

Lange Zeit pries man etwa einmal pro Woche ein ->Buch an, kopierte die Verlagsbeschreibung und unterfütterte das mit einem Bestelllink, der kath.net bei minimalem Aufwand wohl den ein oder anderen Euro generieren konnte. Dieses Verfahren wurde mittlerweile weitestgehend eingestellt. Sympathische Bücher, die so vorgestellt wurden, hießen etwa „Das Dschihadsystem“ und waren inhaltlich fast ausgewogen.

Eine andere, charmantere Werbeidee gestand man Andreas Püttmann zu, der in einem von kath.net abgedruckten offenen Brief an den Springer-Chef Matthias Döpfner sein eigenes Buch erwähnte. Püttmann führte aus, dass Christen toleranter als alle Anderen seien – das wusste er durch eine ziemlich gute Quelle:

(vgl. A. Püttmann: „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands, S. 168f).