Episodenfisch http://episodenfisch.blogsport.de Kath.net-Watchblog Thu, 19 Jun 2014 09:06:39 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Andreas Strg+C Laun http://episodenfisch.blogsport.de/2013/05/03/andreas-strgc-laun/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/05/03/andreas-strgc-laun/#comments Fri, 03 May 2013 13:03:34 +0000 Administrator Allgemein Bischof Andreas Laun Homophobie Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/05/03/andreas-strgc-laun/ Man konnte Andreas Laun bislang, bei allen sachlichen Differenzen, selten mangelnde Kreativität vorwerfen. Die immergleichen Hasstiraden gegen Homosexuelle oder Migranten mit falscher Religion waren in formvollendete Märchen verpackt, seine Beiträge gegen Abtreibung bestanden bisweilen aus leicht veränderten Nazi-Pamphleten.

Doch jetzt bröckelt die Fassade des konservativen Saubermanns: Plagiiert der Salzburger Weihbischof, um sein strammes Pensum erfüllen und die kath.net-Leser Woche für Woche mit gleischsam tiefsinnigen wie scheinheiligen Klartexten nerven versorgen zu können? Ist der Mann, dem auf Fotos schon mal ein Heiligenschein aus dem Kopf wächst, ein Hochstapler? Ein ungeheuerlicher Verdacht.

Launs aktuellster Erguss über „Homosexuelle, eine Gehirnwäsche und die Frage nach der Diskriminierung“, vor einigen Tagen übrigens bereits auf Andreas Unterbergers berühmt-berüchtigtem Blog erschienen, wirkt wie eine Zusammenstellung seiner schönsten Tiraden gegen Schwule und Lesben: „Die Medien“ wollen „uns gute Katholiken“ umerziehen, „die Presse“ bombadiert „uns“ mit dem Thema Homosexualität. Die eigene Fixierung (und Faszination) wird dabei natürlich nicht reflektiert. Stattdessen poltert Laun in altbewährter Manier: Pädophilie und Homosexualität seien eng miteinander verbunden, beschwört Laun da beispielsweise unter Berufung auf freilich ungenannt bleibende „viele Psychologen und Psychiater“. Er erinnert daran, dass Homosexuelle eigentlich gar nicht an einer Heirat interessiert seien. Als Beleg dient ihm dabei ein anonymer Franzose, der offenbar für alle sprechen kann.

Tatsächlich wirkt dieser Klartext nicht nur wie ein Launsches Best of, es ist auch eines. Andreas Laun schreibt von sich selbst ab.

Am 2. April 2013 schrieb Laun auf kath.net:

Homosexuelle Menschen sind eine Minderheit, aber natürlich haben sie im öffentlichen Leben alle Rechte, die ihnen wie jedem anderen Menschen zustehen. Soweit so gut!

Heute schreibt er:

Menschen mit homosexuellen Neigungen sind eine Minderheit. In einem Rechtsstaat haben sie natürlich alle Rechte, die auch jedem anderen Menschen zustehen. Soweit so gut.

Am 2. April 2013 schrieb Laun:

Aber jetzt werden wir Zeugen und Opfer einer Dauer-Gehirnwäsche, an deren Ende stehen soll: Wir müssen „überzeugt“ sein, dass Menschen mit homosexuellen Neigungen diskriminiert werden, und wir Andere sind schuld daran! Ja, sollten wir Heterosexuellen denken, die Neigung sei nicht der Natur entsprechend, sind wir eigentlich geisteskrank und, mehr noch, moralisch schlechte Menschen. Wir sollten uns entweder unterwerfen, oder eine Therapie über uns ergehen lassen oder bestraft werden, je nachdem.

Heute schreibt er:

Aber jetzt werden wir Zeugen und Opfer einer Dauer-Gehirnwäsche für nicht-homosexuelle Menschen, an deren Ende stehen soll: Sie, wir alle, müssten „überzeugt“ sein, dass Menschen mit homosexuellen Neigungen ständig diskriminiert werden und dass wir anderen die Täter sind.

Sollten wir Heterosexuellen auch nur denken, die homosexuelle Neigung sei nicht der Natur entsprechend, machten wir uns bereits der Diskriminierung Homosexueller schuldig, dann sind wir unmoralisch oder geisteskrank. Wir sollten uns entweder dem, was „man im 21. Jahrhundert politisch korrekt zu denken hat“, unterwerfen, eine Therapie über uns ergehen lassen oder bestraft werden, je nachdem.

Am 2. April schrieb Laun:

In den letzten Monaten verging wohl kein Tag, an dem nicht in einem der deutschsprachigen Sender über Adoption durch Homosexuelle „diskutiert“ wurde.

„Diskutiert“? Nein, es waren und sind Propagandaveranstaltungen, Schaukämpfe, bei denen auf Grund einer geschickten Regie die „Sieger“ von vornherein feststehen wie bei einem Stierkampf! Die Gehirne der Zuschauer sollen „gewaschen“ werden: Zuerst gereinigt von ihren „Vorurteilen“, dann neu gefüllt mit der Ideologie, die die homosexuelle Neigung als „normal“, „gesund“, „wünschenswert“ dogmatisieren will. Sachliche Argumente dagegen spielen keine Rolle, weil das Ganze ja auch Unterhaltungswert haben soll und wirkliche Bildung und Suche nach Wahrheit nicht gefragt sind!

Heute schreibt er:

In den letzten Monaten verging wohl kein Tag, an dem nicht in einem der anderen deutschsprachigen Sender über Adoption durch Homosexuelle „diskutiert“ wurde. „Diskutiert“? Nein, es waren und sind Propagandaveranstaltungen; Schaukämpfe, bei denen auf Grund einer geschickten Regie die „Sieger“ von vornherein feststehen wie bei einem Stierkampf der Matador. Und dabei werden die Gehirne der Zuschauer „gewaschen“: Zuerst gereinigt von ihren „Vorurteilen“, dann neu gefüllt mit der Überzeugung auf der politisch richtigen Seite zu stehen, wenn sie die homosexuelle Neigung für „normal“, „gesund“ und sogar „wünschenswert“ halten. Sachliche Argumente dagegen spielen keine Rolle, weil das Ganze ja auch Unterhaltungswert haben soll und wirkliche Bildung und Suche nach Wahrheit nicht gefragt sind.

Am 2. April schrieb Laun:

Zwar sagte ein französischer Homosexueller öffentlich, „wir Homosexuelle“ wollen gar keine Kinder und auch keine dauerhafte Treue. Nun, er mag nur eine Stimme sein, aber wahr bleibt: Es geht offenbar um ein ideologisches Prinzip, nicht um sachgerechtes Urteilen. Denn bei der Adoption geht es um das Wohl der Kinder, nicht darum, kinderlosen Paaren eine Freude zu machen.

Heute schreibt er:

Ein französischer Homosexueller meinte: „Wir Homosexuelle wollen gar keine Kinder und auch keine dauerhafte Treue… […]

Sind das Argumente, die überzeugen? Vielleicht einige, aber vermutlich nur wenige. Denn die Ideologie will man durchsetzen, sachgerechtes Urteil ist nicht gefragt. Darum auch der Kampf um die Adoption von Kindern. Als ob nicht für alle klar sein müsste: Bei der Adoption geht es nicht darum, kinderlosen Paaren eine Freude zu machen, sondern um das Wohl der Kinder und ihre gesunde Entwicklung.

Am 2. April schrieb Laun:

Die Verantwortlichen und dann auch die Medien tun so, als sei die genannte Minderheit und ihre Stellung das Hauptproblem der Welt von heute. Und so vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Sender ein Homosexuellen-Thema abhandelt und zugleich vorgibt, „Was man denken sollte“ und kein Tag, indem nicht ein Printmedium mit einer Schlagzeile in der gleichen Richtung zuschlägt.

Heute schreibt er:

Die Verantwortlichen und auch die Medien tun so, als sei die genannte Minderheit und ihre Stellung das Hauptproblem der Welt von heute. Kein Tag, an dem nicht irgendein Sender ein Homosexuellen-Thema abhandelt und zugleich vorgibt, „was man als anständiger Mensch zu denken hat“ und kein Tag, an dem nicht ein Printmedium in dieser Richtung mit einer Schlagzeile „zuschlägt“ – buchstäblich „schlägt“.

Am 2. April schrieb Laun:

Ja, es ist Menschen mit homosexuellen Neigungen in der Geschichte oft auch schweres Unrecht zugefügt worden! Aber das ist längst vorbei, sie können wie alle Bürger in Frieden leben und das soll so sein und bleiben! Aber sie sollen aufhören, allen anderen einreden zu wollen, sie wären benachteiligt und aufhören mit so mancher mimosenhaften Reaktion.

Heute schreibt er:

Ja, es ist Menschen mit homosexuellen Neigungen in der Geschichte oft auch schweres Unrecht zugefügt worden. Aber das ist längst vorbei, sie können, zumindest in den meisten Ländern der Welt, wie alle Bürger in Frieden leben – und das soll so sein und bleiben. Aber die Homosexuellen sollten aufhören, allen anderen einreden zu wollen, sie, die Homosexuellen, wären benachteiligt und sie sollten auch aufhören mit so mancher mimosenhaften Reaktion.

Am 2. April schrieb Laun:

Unseren lieben homosexuellen Mitbürgern sei gesagt: Man kann Ehe spielen so viel man will, aus der Verbindung zweier Männer oder zweier Frauen wird auch durch langes Spielen keine Ehe, auch nicht durch Umbenennung! Auch wenn man den Mond „Sonne“ nennt, er bleibt Mond und sollte auch so benannt werden. Ihn nicht „Sonne“ zu nennen, ist keine Diskriminierung des Mondes.

Heute schreibt er:

Unseren lieben homosexuellen Mitbürgern sei gesagt: Man kann Ehe spielen so viel man will, aus der Verbindung zweier Männer oder zweier Frauen wird auch durch langes Spielen oder durch Verkleiden keine Ehe, auch nicht durch Umbenennung. Wenn man den Mond „Sonne“ nennt, bleibt er Mond, wird nicht wärmer und nicht heller und sollte weiter Mond und nicht Sonne genannt werden. Eine Diskriminierung des Mondes ist das nicht.

Am 2. April schrieb Laun:

Und bitte: Verlangt vom Staat nicht Leistungen, denen ihr keine Gegenleistung gegenüberstellen könnt. Das ist ja nicht eure Schuld, aber es ist eben so!

Heute schreibt er:

Und bitte: Verlangt vom Staat nicht Leistungen, denen ihr keine Gegenleistung gegenüberstellt. Das ist nicht eure Schuld, aber es ist eben so.

Am 5. Juli 2012 schrieb Laun:

Es gibt Christen, die unter Berufung auf eine unselige Tradition meinen, die „größte Sünde“, also der „worst case“ aller Sünden, bestünde in homosexuellen Akten.

Heute schreibt er:

Unbeschadet davon bleibt wahr, dass homosexuelle Sünden – wieder: Wie alle Sünden – differenziert zu sehen sind und auch nicht pauschal als der „worst case of sin“ zu werten sind.

Ein paar Ausrufezeichen in Punkte umgewandelt, ein Wort pro Absatz verschoben und schon ist ein neuer Klartext fertig. Praktisch, so ein Leben als Weihbischof mit revolutionären Ambitionen. Immerhin: Schöner hätte man das selbstreferentielle Geplauder der Rechtskatholiken kaum illustrieren können.

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Expertenmeinungen zu Claudia Lücking-Michel http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/30/expertenmeinungen-zu-claudia-luecking-michel/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/30/expertenmeinungen-zu-claudia-luecking-michel/#comments Tue, 30 Apr 2013 18:12:56 +0000 Administrator Allgemein Expertenmeinungen Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/30/expertenmeinungen-zu-claudia-luecking-michel/ Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hatte auf der ZdK-Vollversammlung am Samstag behauptet, Benedikt XVI. habe Priestern die Füße mit angezogenen Socken gewaschen. Das war völliger Unfug, was sie am folgenden Tag auf ihrer Facebookseite auch zähneknirschend einräumte, sie entschuldigte sich und damit wäre die Sache eigentlich auch schon aus der Welt.

Wäre da nicht der traditionelle Hass, der dem ZdK von kath.net und Konsorten seit Jahren gewiss ist und sich auch am Wochenende artikulierte: Von „ZdK-Lügen“ war ausgerechnet auf kath.net die Rede, von „Papst Benedikt als Lachnummer des ZdK“ und Bischöfen, die „über den ZdK-Eklat nicht erfreut [waren,] wie kath.net erfahren konnte“. Während sich kath.net in den Tagen zuvor noch über den (im Übrigen teilweise tatsächlich) unhöflichen Diskussionsstil in sozialen Netzwerken empörte, lud man nun die geneigten Leser dazu ein, sich an Lücking-Michel, das ZdK oder gleich die deutsche Bischofskonferenz zu wenden und die liebevoll genährten Emotionen loszuwerden.

Die schönsten Ausfälle:

Hans Georg K. auf Facebook:

Geben Sie Ihren Job auf! Für solch eine uNTAT GIBT ES KEINE ENTSCHULDIGUNG1

Marco Etc. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Naja. Was kurzhaarige, linksverdrehte Frauen mit Doppelnamen halt so von sich geben ;)

Reichelt B. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Man soll sich nicht mit dem Teufel unterhalten

Otfried Schubert auf der kath.net-Facebook-Seite:

Die ganze Propaganda dieses ZK ist offensichtlich auf Lüge aufgebaut. Das hat dieses ZK mit anderen ZK´s der Geschichte und der Gegenwart gemeinsam.

„Suarez“ auf kath.net:

Dass Vertreter des ZDK mittlerweile schon zu völlig plumpe Lügen greifen, um den ihnen verhassten emeritierten Papst Benedikt zu verunglimpfen, spricht Bände über das Selbstverständnis dieser Scheinkatholiken. Man kann hier auch von eindeutigen Dekadenzerscheinung unserer Geselschaft sprechen.

Ufo-Forscher Michael Hesemann alias „mhesemann“ (ebd.):

Sofort zuruecktreten!
Statt dankbar zu sein fuer alles, was dieser grosse Papst fuer unsere Kirche getan hat, auch und gerade als Deutscher, gibt diese zweifelhafte, offenbar vom Thema Sex besessene „Dame“ ihn mit einer Luege der Laecherlichkeit preis – und das nicht etwa auf einer Atheistenversammlung oder vor der Homo-Lobby, sondern beim ZdK, von dem auch ich mich wohl langsam deutlich distanzieren muss. Wenn sie etwas Ehre hat und das ZdK vor weiterem Schaden retten moechte, dann soll sie unverzueglich aus allen damit verbundenen Positionen zuruecktreten. Sonst stellt sie uns deutschen Katholiken ein denkbar schlechtes Zeugnis aus! (aus Buenos Aires)

Und kath.net-Leser „Don Quichotte“ hält sich gleich gar nicht erst mit Kritik oder Alien-Jagd auf, sondern hat ganz andere Träume:

Wollen wir wirklich mit solchen Typen ….
einst die ewige Glückseligkeit im Himmel teilen ?

Wie die Jünger des Herren, bin ich versucht, solche Typen zu verwünschen:

„Herr, laß doch Feuer vom Himmel fallen … um sie zu vernichten!“ (Lk 9,51-62)

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Expertenmeinung zur kommenden Diktatur http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/25/expertenmeinung-zur-kommenden-diktatur/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/25/expertenmeinung-zur-kommenden-diktatur/#comments Thu, 25 Apr 2013 07:55:45 +0000 Administrator Allgemein Homophobie Expertenmeinungen Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/25/expertenmeinung-zur-kommenden-diktatur/ kath.net-Leser „Scotus“ liest von einem nassgemachten Erzbischof und hat eine böse Vorahnung:

Weiters glaube ich, dass künftige Tyrannen weder das Hakenkreuz noch Hammer und Sichel als Symbole verwenden werden. Die kommende Diktatur steht unter dem Symbol der Regenbogenfahne.
(rot, orange, gelb, grün, blau, violett)

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She predicted a riot http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/24/she-predicted-a-riot/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/24/she-predicted-a-riot/#comments Wed, 24 Apr 2013 07:34:43 +0000 Administrator Allgemein Homophobie Gabriele Kuby Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/24/she-predicted-a-riot/ Gabriele Kuby schrieb im Januar diesen Jahres anlässlich einer Großdemonstration gegen die Homo-Ehe in Frankreich, würde Präsident Hollande weiterhin die Proteste ignorieren, „dann schürt er Wut – berechtigte Wut, die sich früher oder später Bahn brechen wird.“

Das klang schon damals als Androhung von Gewalt und fand spätestens gestern Bestätigung: Nachdem es schon in den vorangegangenen Tagen immer wieder zu Scharmützeln konservativer bis rechtsradikaler Gegner der Homo-Ehe gekommen war, lieferten sich die aufrechten Lebensschützer am Dienstag eine Straßenschlacht mit der Polizei. Zuvor hatten u. a. Abgeordnete der konservativen UMP im Parlament Sozialisten handgreiflich attackiert, schon im März taten die Homophoben das, wofür sie Linke gerne schelten: Sie bewarfen die Polizei mit Gegenständen.

Dass kath.net darüber im Zweifel nie berichten und sich stattdessen über die mindestens hauchdünne Mehrheit pro Homo-Ehe im französischen Parlament (331 zu 225 Stimmen) beklagen wird, versteht sich dabei von selbst.

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Lesetipp http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/lesetipp/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/lesetipp/#comments Mon, 22 Apr 2013 19:45:55 +0000 Administrator Allgemein http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/lesetipp/ Zeit.de: Sie nennen ihn Don Reto ]]> Aus der Schweizer Ausgabe der ZEIT: Ein schöner Bericht über Reto Nay, den Chef von Gloria.tv, Autor von kreuz.net und zeitweiligen kath.net-Mitarbeiter. Zur Feier des Tages hat kath.net-Chef Roland Noé sämtliche auf kath.net erschienenen Beiträge von Nay gelöscht, ebenso den entsprechenden Kathpedia-Artikel.

-> Zeit.de: Sie nennen ihn Don Reto

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Anschläge im Wandel der Zeit http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/anschlaege-im-wandel-der-zeit/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/anschlaege-im-wandel-der-zeit/#comments Mon, 22 Apr 2013 08:01:55 +0000 Administrator Allgemein Die Sache mit dem Islam http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/anschlaege-im-wandel-der-zeit/ Es spricht viel dafür, dass die Anschläge beim Boston Marathon islamistisch motiviert waren; Genaueres wird sich aber vermutlich erst im Verhör mit dem 19-jährigen Überlebenden herausstellen. kath.net fragt heute dennoch händereibend: „Boston: Hat der Islam die Attentäter von Boston beeinflusst?“

Vor knapp zwei Jahren, als Anders Breivik in Norwegen Bomben legte, Jagd auf Jugendliche machte und sich in seinem irren Manifest als Christ bezeichnete, reagierte kath.net etwas anders:

25. Juli 2011: Anschläge in Norwegen: Der Täter ist kein frommer Christ

26. Juli 2011: Norwegischer Attentäter definitiv kein gläubiger Christ

26. Juli 2011: ‚Fundamentalistische Christen gibt es nicht!‘

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Otterbeck übt noch http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/otterbeck-uebt-noch/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/otterbeck-uebt-noch/#comments Mon, 22 Apr 2013 07:40:40 +0000 Administrator Allgemein Schlichtes Freimaurerei http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/22/otterbeck-uebt-noch/ Andreas Englisch muss dem kath.net-Team bei einem Vatikanbesuch die letzte Oblate weggeschnappt haben, anders ist der jüngste Ausfall von Franz Norbert Otterbeck kaum zu erklären:

Englisch übt noch
Englisch ist der meistüberschätzte Nichtkenner des Vatikans […] der dürftige Katholik aus Werl […] der kirchlich nur halb-gebildete Schnüffler mit der guten Nase […] der flotte Schreiber […] der sicherlich keinen Zugang zum inneren Zirkel hat, sondern sich die „Fakten“ in Bars und an Hoteltresen zusammenlauschen muss […] der Hektiker […] der Edeldilettant […] die eigentlich religiöse Dimension kann der Wahlrömer vor lauter „Lutherzorn“ kaum empfinden […] der rasende Reporter […] Andreas Englisch – vielleicht doch ein Logenbruder auf Urlaub im Heiligen Bezirk? Ich sage nur: Bertelsmann!

Bemerkenswert ist, dass sich die angedeutete Verschwörungstheorie um Bertelsmann und Freimaurerei fast ausschließlich auf so schrecklichen Seiten wie „DerHonigmannsagt“, „Luebeck-kunterbunt“ oder „die-rote-pille“ findet. Andererseits: Wahrscheinlich war Otterbeck, wie Englisch, gerade in Eile und musste sein Pamphlet fristgerecht abschicken.

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Prioritäten setzen ii http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/14/prioritaeten-setzen-ii/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/14/prioritaeten-setzen-ii/#comments Sun, 14 Apr 2013 11:08:34 +0000 Administrator Allgemein Rechter Rand Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/14/prioritaeten-setzen-ii/ Rückblick, November 2011: Die Taten des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) werden öffentlich bekannt – drei Nazis fuhren jahrelang ungehindert durch die Republik und töteten vornehmlich Migranten. 10 Menschen fielen ihnen zum Opfer, dazu ging ein Nagelbombenattentat in Köln 2004 auf das Konto der Rechtsradikalen.

Besonders schockiert wirkte kath.net damals nicht: Mit einigen Wochen Verspätung wurde am 25. November ein Gastbeitrag des idea-Chefredakteurs Helmut Matthies veröffentlicht, der „Jetzt kann alles nur besser werden!“ jauchzte, schließlich sinke „die Zahl Rechtsextremer seit Jahren“. Matthies relativierte damals die Gefahr von rechts, indem er sich die Bildung einer kirchlichen Arbeitsgemeinschaft gegen „Linksextremismus“ wünschte, die „besonders schlimme Fremdenfeindlichkeit“ namens Abtreibung anprangerte und rhetorisch fragte: „Haben „Rechte“ keine Menschenwürde?“

Einen Tag später prangerte Wolfgang Polzer die „Sehbehinderung“ der evangelischen Kirche an: Sie müsse angesichts der NSU-Mordserie „bitte gegen jeden […] menschenverachtenden Extremismus“ vorgehen, wobei auch er triumphierend die „Gewalt von linken Anarchisten“ hervorhob.

Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit braunem Gedankengut fand freilich weder in diesen beiden noch in anderen kath.net-Beiträgen statt – wie auch, hielt doch die Redaktion die Gastkommentare eines Neonazis nur wenige Monate zuvor noch für unbedenklich.

Während sich die Betroffenheit damals also in recht engen Grenzen hielt, gibt man sich heute bestürzt: Im Gerichtssaal, wo das Verfahren gegen Beate Zschäpe ab dem 17. April stattfinden soll, wurde das Kreuz abgehängt, „in vorauseilendem Gehorsam“, wie kath.net pikiert feststellt. Die Leser halten das in souveräner Empörung für „Verrat“ (macie“), beschimpfen die Verhandlung als „Schauprozess“ (Prophylaxe) oder fordern gleich „OLG absetzen statt Kreuz abhängen!“ (rosengarten1997).
Womit das ganze Elend, das sich auf kath.net seit Jahren abspielt, anschaulich beschrieben wäre.

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All the news, all the time ii http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/11/all-the-news-all-the-time-ii/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/11/all-the-news-all-the-time-ii/#comments Thu, 11 Apr 2013 19:33:35 +0000 Administrator Allgemein Schlichtes http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/11/all-the-news-all-the-time-ii/ 9. April, 7:50 Uhr in der kath.net-Redaktion, es wird händeringend nach einem Artikel für einen guten Start in den Tag gesucht: Gähnen allseits, es ist früh, man will zurück ins Bett (allein). Aber, wirft da ein Redakteur schließlich ein, war nicht neulich irgendein Typ von den Evangelen beim Papst? Nach kurzer Recherche fällt den müden Recken ein KNA-Beitrag auf, der am Tag zuvor auf katholisch.de erschien und den Vatikanbesuch des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider behandelt – besser als nichts. Schnell die beiden goldenen Regeln des Onlinejournalismus (Strg+C, Strg+V) beherzigt, dann gibts endlich Kaffee. Mhm, Kaffee.

Weil die weiteren Nachrichten des Vormittags aber nur wenig Substanz bieten, surft ein gelangweilter Redakteur nach dem ausgiebigen Frühstück noch einmal auf den KNA-Artikel – und erschrickt. „Unter Brüdern“ heißt der und berichtet davon, wie begeistert Schneider vom Treffen gewesen sei. Man habe gemeinsam das Vaterunser gebetet und auch wenn nicht alle Fragen geklärt wurden, verspreche sich Schneider nun einen „ökumenischen Frühling“, da Franziskus in diesem Punkt nicht in der Tradition Benedikts stehe und außerdem Hölderlin liebe, einen „einstigen Studenten der evangelischen Theologie“ – – -
[Die alte Version des kath.net-Artikels lässt sich über die Google Cache-Funktion finden]

Aufgelöst macht der Redakteur den Inhalt des Artikels bekannt, durch die ausgeklügelte Rohrpostanlage sind binnen 20 Minuten alle Redaktionsmitglieder informiert. In einer Krisensitzung entscheidet man sich zur einzig richtigen Notlösung: Der KNA-Artikel wird ersatzlos gestrichen, an seine Stelle kommt ein Gemeinschaftswerk aus kath.net, KNA, KAP und Idea, die alte URL wird übernommen. Statt „Unter Brüdern“ heißt es nun ein wenig nüchterner „Deutscher evangelischer Ratsvorsitzender trifft Papst“, Schneiders Schwärmerei wird ebenso gestrichen wie eine Schilderung seiner Berührungspunkte mit Franziskus.

Stattdessen werden die Ereignisse in Rom in aller Kürze und betont humorlos geschildert, ehe es dann endlich lustig wird: In drei Absätzen kommt der Publizist Hubert Windisch zu Wort, der alle Hoffnungen auf Ökumene ausschlägt: „Die Zahl der Fehlentwicklungen in der evangelischen Kirche sei zu groß“, klatscht kath.net Beifall und zitiert genüsslich Windischs Diagnose: „gravierende theologische und ethische Defekte“ seien in der evangelischen Kirche festzustellen. Außerdem informiert er die geneigten Leser, dass Luther Antisemit war – und weil in der Katholischen Kirche judenfeindliche Bestrebungen zweifellos zu keiner Zeit festzustellen waren, führt er den Punkt dann auch nicht weiter aus.

Um alle Zweifel auszuräumen, dass es sich beim vorliegenden Text tatsächlich um einen echten kath.net-Artikel handelt, werden noch einige Reizworte eingebaut: In der evangelischen Kirche werde „die sogenannte „Homoehe“" anerkannt; und als sei das noch nicht genug, wird an das „Pfarrdienstgesetz, das schwulen und lesbischen Pfarrern und Pfarrerinnen das Zusammenleben und Wirken in einem evangelischen Pfarrhaus ermöglicht“, erinnert. Schrecklich, das. Die Redakteure schütteln sich und nicken anschließend anerkennd: Jetzt können sie guten Gewissens zu Mittag essen. Mhm, Mittagessen.

Danke für die Hinweise an Heinrich und seine Unheiligkeit.

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Mit Heraklit und Holey gegen den Klimawandel http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/06/mit-heraklit-und-holey-gegen-den-klimawandel/ http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/06/mit-heraklit-und-holey-gegen-den-klimawandel/#comments Sat, 06 Apr 2013 13:36:02 +0000 Administrator Allgemein Irres http://episodenfisch.blogsport.de/2013/04/06/mit-heraklit-und-holey-gegen-den-klimawandel/ Es ist Frühling, zumindest theoretisch. Die Krokusse könnten bereits in voller Blüte stehen, die Seen zum Anbaden einladen, die Tauben im Park fröhliche Lieder schmetternd vergiftet werden.

Wäre da nicht der Schnee, der kath.net Jahr für Jahr zu mäßig klugen Artikeln inspiriert, in denen der Klimawandel geleugnet wird. 2008 wurde „die quasi-religiöse Sicht des Klimawandels“ kritisiert, 2009 dazu aufgerufen, „einen kühlen Kopf“ zu bewahren. 2011 stellte idea-Chef Helmut Matthies fest: „Klimawandel: Aber der Herr lachet ihrer…“, einige Monate später wurde die „Überraschung“ publiziert, dass „die Sonne […] in den Winterschlaf“ gehe.

Auch in diesem Jahr ist es ein Text von idea, der die bewusst offene Frage „Gibt es den von Menschen gemachten Klimawandel gar nicht?“ erörtern soll und der, um es mit den Worten von kath.net-Chef Roland Noé alias „Gandalf“ zu sagen, „aus „pro“ und „contra“" besteht: „Zum Thema „Klimawandel“ etc.“ gäbe „es inbes. in der Fachwelt auch immer pro und contra“, weshalb die Rolle des Klimawandelskeptikers dann auch von Wolfgang Thüne gespielt wird.

Der Text von Thüne, der als ehemaliger „Fernseh-Meteorologe beim ZDF“ beworben wird, ist weniger bemerkenswert als das Medienleben des Autors – mehr dazu gleich. Thüne schreibt, der Klimawandel sei „ein Werk des Schöpfers“, zieht Pythagoras und Aristoteles heran und nennt abschließend Heraklit, der sicher kein dummer Mann war, zur Erderwärmung im 20. und 21. Jahrhundert allerdings nur bedingt zitierfähig ist.

Tatsächlich war Wolfgang Thüne von 1971 bis 1986 Meteorologe im ZDF, bekam aber bereits 1988 schlechte Presse, als sich die ZEIT mit der Vergabe von Doktortiteln in Würzburg beschäftigte. Thüne hatte dort gerade promoviert und problematische Quellen benutzt: Er habe sich in der Arbeit, so die ZEIT, auf den Rassenkundler und NS-Minister Wilhelm Frick bezogen und eine Publikation aus einem Neonazi-Verlag genutzt, um zu beweisen, „daß Politik „ein Kampf um Raum“ ist.“ Während er diese Quellen direkt angab, habe er bei Zitaten von Hesse und Hemingway auf eine „längst verschollene „Kleine Geschichte der modernen Weltliteratur“ von 1950″ zurückgegriffen, bei Fontane auf ein Werk des „einstigen NS-Barden Karl Götz“.

Seit den 1990er Jahren tritt Thüne, wie Psiram (ehemals Esowatch) notiert, als Gegner des Klimawandels auf und nutzte nicht nur semi-seriöse Portale wie kath.net zur Verbreitung seiner Thesen:
2004 soll Thüne laut Psiram beim sogenannten „Regentreff“, einer Konferenz von Verschwörungstheoretikern, aufgetreten sein. Tatsächlich werben die Seiten des „Regentreffs“ noch heute für DVDs von Thüne, zu seinem Vortrag lässt sich allerdings nichts Genaues finden. Das ZDF-Magazin „Aspekte“ soll damals folgendermaßen berichtet haben:

Regelmäßig treffen sich überall in Deutschland esoterische Verschwörungstheoretiker, auch im Städtchen Regen. Letzten Samstag waren dort knapp 200 Besucher anwesend. Von Rechtsextremismus distanziert man sich. Zumindest offiziell.

Hier in Regen zirkuliert das neueste Werk Jan van Helsings. Ganz offen werden daneben auch Bücher bekannter Rechtsextremer vertrieben. Auch der braune UFO-Wahn wird hier vermarktet. Und bereits am Eingang findet sich sogar Werbung für verfassungsfeindliche Bücher, die den Massenmord an Juden leugnen. Zynisch heißt es in einem Prospekt: „Wussten Sie schon – dass die SS in den Konzentrationslagern mit teuerster High Tech versuchte, das Leben der dortigen Häftlinge zu retten?“

Der auf pseudowissenschaftliche Medien spezialisierte Schild Verlag vertreibt ein Video mit Thüne namens „Die Klima-Lüge“ – direkt neben DVDs mit formschönen Titeln wie „ChemTrails – Griff nach der Weltherrschaft?“, „Kann man Seelen wiegen?“ oder „HAARP – eine Erdbeben- und Tsunamiwaffe?“. 2012 veröffentlichte Thüne, mittlerweile im Präsidium des Bundes der Vertriebenen, den Aufsatz „Zum Mysterium und Martyrium Ostpreußens“ in den Eckartschriften der Österreichischen Landsmannschaft, wo 2005 eines Nazi-Kriegsverbrecher gedacht wurde. Ein aus der Berliner Zeitung kopierter Leserbrief Thünes findet sich auf einer Seite namens neue-medizin.com, auf der die unwissenschaftliche und braun angehauchte sog. „Germanische neue Medizin“ propagiert wird.

Ob Thünes Leserbrief dort mit seiner Erlaubnis auftauchte, ist unklar; und auch sein vermeintlicher Auftritt beim „Regentreff“ macht ihn nicht notwendigerweise zum Antisemiten oder Revisionisten. Offenbar wird allerdings eine Nähe zu der komplett realitätsfremden Szene der Esoteriker und Verschwörungstheoretiker – und die Erkenntnis, dass Thüne mit der von Noé erwähnten „Fachwelt“ nicht viel am Hut haben kann.

Bei Youtube gibt es Videos von Thüne, die für den Internetsender „Secret TV“ produziert wurden. „Secret TV“ wurde 2007 von Jan Udo Holey und Familienmitgliedern ins Leben gerufen – Holey ist Autor von „durchgängig antisemitischen Schrift[en]“ (Staatsanwaltschaft Mannheim, 1996), in denen von einer jüdischen Weltherrschaft fabuliert wird. Holey wehrte sich damals, sein Buch richte sich weniger gegen Juden als „vielmehr ausschließlich gegen die Hintergrundmächte, Weltverschwörer, Freimaurer, Rotarier“. Eine Rhetorik, die auch aus kath.net- und Kathpedia-Artikeln über Freimaurer nicht völlig unbekannt ist.

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