Archiv der Kategorie 'PI-News'

Interreligiöser Dialog mit kath.net-Lesern ii

kath.net-Leser, PI-Autor und Realitätsfan Herbert Klupp wünscht sich unter einem Artikel zum Thema Kirchenaustritte einen zünftigen Bürgerkrieg gegen eine herbeifantasierte muslimische Mehrheit:

Schrumpfen und wieder wachsen
Solange Deutschland ein ausgesprochener Wohlfahrtsstaat ist, werden die Austritte andauern und / oder noch zunehmen. Die Wahrheit ist wohl, daß „nur wenige“ berufen sind, nur wenige aus innerstem Erleben klar im Glauben sind, bewußte Christen, mutig im Bekennen, nur wenige die (katholische) Vollform des Glaubens praktizieren – seien es Priester oder Laien.

Wenn aber eine neue Notzeit kommt, wenn (in 80 Jahren?) ein deutscher (und europäischer) Bürgerkrieg sich anbahnt, wo die dann vorhandene Islammehrheit eine gewalttätige Antwort erfährt (was kein Christ sich wünscht !)
- dann wird auch die katholische Kirche einen RIESENZULAUF erfahren, einen Zulauf der „lauen“. Ist das wünschenswert ? Ja ! Ist es aber wichtig ??
Wir müssen das Richten Gott überlassen !!!

Danke für den Hinweis an Diskordianerpapst.

Eine Schlammschlacht zum Ausdrucken ii

Die Liste der Personen, gegen die kath.net im Zuge des Donaukurier-Artikels rechtliche Schritte prüfen lässt, wächst und wächst: Neben dem Sprecher des Augsburger Bistums und dem Freiburger BDKJ-Sprecher scheint kath.net nun auch gegen die Autorin des Artikels vorgehen zu wollen.

Einer der Hauptgründe für das Unbehagen scheint darin zu liegen, dass kath.net die eigenen Kommentatoren nicht im rechtsextremistischen Bereich verortet sehen möchte. Unter dem kath.net-Artikel drücken viele Leser ihre Freude über die angekündigten Schritte aus. „Matthäus 5″ etwa fühlt sich vom Beitrag im Donaukurier „verleumdet bzw diskriminiert“ und „Tisserant“ fragt: „Wo leben wir eigentlich? Muß ich mich von jedem dahergelaufenen Zweitklassigen Schreiberling denunzieren und beleidigen lassen?

Während die Einordnung der kath.net-Autoren in den rechtsradikalen Bereich tatsächlich fragwürdig erscheint und nur im Falle Marcus B. zweifelsfrei feststeht, sei mindestens an Stefan Ullrich erinnert, der nicht nur auf kath.net einen Gastkommentar veröffentlichte, sondern auch auf dem rassistischen Blog PI-News.

Bei den Lesern, die ihre Kommentare auf kath.net hinterlassen, ist die Sache schon eindeutiger: Neben vielen gemäßigten und rechter Umtriebe unverdächtigen Personen schreiben dort, in der Regel unter Pseudonym, viele Anhänger rechten Gedankenguts. Beispielhaft sei auf die Kommentarspalte zu einem Artikel aus dem Mai hingewiesen, als mehrere User die rechte Partei Pro NRW in Schutz nahmen. Pro NRW ist laut Verfassungsbericht eine rechtsextreme und verfassungsfeindliche Partei, die aus der Bürgerbewegung Pro Köln hervorging, deren Wurzeln wiederum bei der laut Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern rechtsextremistischen Partei Deutsche Liga für Volk und Heimat liegen.

Unter dem fraglichen Artikel verteidigen einige User die Partei vehement. „Marcus“ beispielsweise schreibt:

Noch einmal: PRO NRW ist NICHT „rechtsextrem“!
Es handelt sich um eine Bürgerbewegung, die gegen die Schariatisierung Deutschlands und für Bürgerrechte eintritt!

Das sollte jetzt echt bekannt sein.

„BergKarmel“ stimmt zu:

Schließe mich…
…Marcus und Bastet an: ProNRW ist nicht rechtsextrem!
Ich bitte in diesen Dingen um einen sorgfältigen Sprachgebrauch. In vielen Medien sind gewalttätige Nazischläger auf einmal „Rechte“, dafür sind demokratische antiislamistische Bürgerbewegungen wie „ProNRW“ auf einmal „rechtsextrem“. Da wird durcheinandergeworfen, was absolut nicht zusammengehört.

„Dismas“ ergänzt:

Ich wehre mich auch dagegen „Pro NRW“
als „rechtsextrem“ einzustufen. Es ist immer wieder ärgerlich zu sehen, welche Macht die SPD, Linke. GRÜNE mit Ihrer Ideologie haben. Sie bestimmen den Mainstream und jeder der Ihnen nicht folgen will, der den Islam kritisch sieht, ist gleich „rechtsextrem“ oder „rechtspopulistisch“. Schlimm, das auch Kath.Net hier mitmacht.

Preisfrage: Wie soll man Personen – oder zumindest ihre virtuellen Abbilder, die auf kath.net vermutlich (/hoffentlich) weiter gehen als im analogen Leben – bezeichnen, die eine laut Verfassungsbericht rechtsextreme Partei verteidigen und deren Standpunkte ganz offensichtlich teilen?

Weder die Augsburger Pressesprecher noch die Autorin des Artikels im Donaukurier-Artikel behaupteten, dass alle kath.net-Autoren und -Kommentatoren eindeutig rechts stehen. Ihnen ist bestenfalls mangelnde Differenzierung vorzuwerfen, die allerdings verständlicherweise schwer fällt, wenn unter einzelnen kath.net-Berichten wie dem eben verlinkten der rechte Mob dominiert.

(Den verlinkten Artikel habe ich im kreuts.net-Forum gefunden, weitere schöne Belege gibt es u.a. hier)

News gegen die Menschenwürde

Wie heißt der Blog, auf dem das Verbot einer Religion und die Abschiebung aller Anhänger derselben gefordert wird? Wo die Verbrechen der Nationalsozialisten und die Ansichten heutiger Rechtsradikaler u.a. mit der Behauptung, Hitler sei ja eigentlich Linksradikaler gewesen, relativiert werden? Wo die Taten des fundamentalistisch-christlichen und islamhassenden Terroristen Breivik eigentlich nur wegen der verheerenden Auswirkungen auf die islamophoben Bestrebungen verurteilt werden? Wo die Morde der Nazi-Terroristen der NSU immer wieder bezweifelt und lächerlich gemacht werden?

Wo Volker Beck in bestem NS-Sprech als ‚Umvolker‘ verhöhnt wird, wo der wildgewordene anonyme Blogger „kewil“ missliebige Medien als ‚linksversifft‘ bezeichnet, wo evangelikale Kinderprügelfantasien veröffentlicht werden, die Linke im Zweifel für schlimmer als die NPD gehalten wird, wo Sinti und Roma blanker Hass entgegen schlägt, Muslime ‚Muselmanen‘, ‚Mohammedaner‘, ‚Südländer‘ oder ‚Kulturbereicherer‘ genannt werden, und wo ‚linksgrüne Gutmenschen‘ vor ein Gericht namens Nürnberg 2.0 gestellt werden sollen?

Richtig, dieser Blog heißt Politically Incorrect (PI) und ist laut Eigenbezeichnung der meistgelesene politische Blog Europas. Die Artikel und Kommentare sind rechtsradikal. Sie strotzen vor rassistischem Gedankengut, sind reaktionär, fremdenfeindlich, hasserfüllt, antidemokratisch und angesichts der zelebrierten Verachtung gegenüber Andersdenkenden vor allem eines: brandgefährlich.
Das sah der Verfassungsschutz jahrelang anders und verwies groteskerweise darauf, dass sich echte Rechtsradikale durch Antisemitismus und explizite NS-Verherrlichung auszeichnen müssten. Gut, was soll man auch von einem Bundesamt erwarten, das zwar völlig harmlose Linkspartei-Abgeordnete wie Bodo Ramelow überwacht und im Gegenzug die Terrorserie von Neonazis offenbar finanziell und mit zugedrückten Augen förderte.

PI und andere islamophobe Blogs jedenfalls umgingen die vorgegebene Definition elegant. Sie gaben sich („News gegen den Mainstream. Proamerikanisch. Proisraelisch. […] Für Grundgesetz und Menschenrechte“) gutbürgerlich, inszenierten sich als Philosemiten und setzten sich so von allzu offensichtlichen Rechtsaußen ab. Freilich täuscht die Selbstbezeichnung, der positive Bezug auf Israel ergibt sich nicht aus Sympathie für das Judentum, sondern aus rein taktischen Gründen. So hatte der Nahostkonflikt immerhin einen Profiteur – die „bürgerlichen“ Rassisten, die aus der Bedrohung Israels durch Islamisten Kapital schlagen konnten und breit grinsend ihre Solidarität mit dem jüdischen Volk bekannt gaben.
Natürlich war und ist den PI-Bloggern Israel eigentlich egal. Ebenso interessiert sie die Rolle der Frau im Islam überhaupt nicht. Auch das Schächten von Tieren oder die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in islamischen Staaten wäre für sie komplett irrelevant (sie würden, einmal an die Macht gelangt, vieles vermutlich ähnlich wie ihre islamistischen Feindbilder machen). Doch diese Themen eigneten sich perfekt, um ihren eigentlichen Hass auf die Nicht-Deutschen zu verschleiern.

PI gab und gibt sich den Anstrich seriöser Islamkritik, die sich jedoch schon beim ersten Betrachten als plumper Rassismus entpuppt. Menschen mit Migrationshintergrund gelten aufgrund ihrer Herkunft pauschal als Muslime, aufgrund dessen ebenso pauschal als Islamisten. Unterschiede zwischen gemäßigten und fundamentalistischen Muslimen werden nicht gemacht, stattdessen werden diese Menschen als Belastung für die „Bio-Deutschen“ dargestellt: Muslime sind, so lernen PI-Leser schnell, allesamt Verbrecher, potenzielle Mörder, Asylanten sind „Wirtschaftsflüchtlinge“, die das deutsche Sozialsystem ausnutzen und die hart arbeitende deutsche Bevölkerung ausbeuten wollen. Rassismus existiert angeblich nur in Form der sog. „Deutschenfeindlichkeit“.
Auf diese Art und Weise konnte man das zu offensichtliche „Ausländer raus!“ schön verpacken: Die Muslime bedrohten, so heißt es, Deutschland mit einem „Geburtendschihad“, eine Islamisierung Europas stehe kurz bevor. Das alte rechte Feindbild der verabscheuungswürdigen Ausländer wurde verengt auf die angeblich mehrheitlich gefährlichen und schmarotzenden Muslime; dies alles unter dem Deckmantel der Kritik an der Religion Islam.

Kein Wunder also, dass die Seite auf diese Weise viele Leser gewinnen konnte. Auch kath.net wollte vom raschen Aufstieg PIs profitieren und führte 2007 ein Interview mit dem Gründer des Portals, Stefan Herre. Als bekannt wurde, dass der Gastkommentator Marcus B. ein deutscher Neonazi war/ist, wurde es vermutlich aus Angst vor recherchefreudigen Journalisten gelöscht. Stefan Ullrich, der auf kath.net eine ZDF-Sendung über den Islam zerriss, trat bereits zusammen mit dem mittlerweile wegen Volksverhetzung angezeigten Michael Stürzenberger auf PI in Erscheinung. Und auch kath.net-Kommentaren wie Herbert Klupp schrieben bei PI bereits Gastbeiträge.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich ist nicht jeder PI-Leser automatisch rechtsradikal. Es dürfte genug Atheisten geben, die die Hetze gegen Muslime tatsächlich für Islamkritik halten, viele Juden und antideutsche Linke, die auf den vordergründigen Philosemitismus reinfallen. Christen, die den vermeintlichen Einsatz PIs gegen ihre Glaubensbrüder und -schwestern goutieren; Konservative, die die dort geäußerten Meinungen fälschlicherweise noch für demokratisch halten.
Das Anlocken solcher Leser spricht allerdings weniger dafür, dass es sich bei PI tatsächlich um eine akzeptable Seite handelt, sondern eher dafür, dass die Strategie der „sanften Xenophobie“ vielerorts auf Zustimmung trifft oder nicht erkannt wird. Auch das überrascht nicht in einem Land, in dem eine angeblich linke Partei wie die SPD elitäre Rassisten wie Thilo Sarrazin nicht rausschmeißen mag.

Die deutschen Behörden indes haben mittlerweile erkannt, welche Gefahr von Hassblogs wie PI ausgeht. kath.net berichtete dazu gestern:

Die Verfassungsschutzämter der Bundesländer arbeiten nach einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» derzeit an einer systematischen Beobachtung der islamfeindlichen Szene in Deutschland. Der Chef der Hamburger Verfassungsschutzbehörde, Manfred Murck, sagte dem Blatt und der «Berliner Zeitung» (Mittwoch), es gebe Anhaltspunkte, dass etwa die Betreiber antimuslimischer Internetseiten ein gestörtes Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat hätten.

Insgesamt habe sich die islamfeindliche Szene weiter radikalisiert, so die FR. Dies reiche bis zu der Forderung, die Religionsfreiheit abzuschaffen, und der Androhung organisierter Gewalt. Auf einschlägigen Internetseiten fänden sich häufig Angriffe auf die vom Grundgesetz geschützten Menschenrechte. Die Staatsanwaltschaft in München bestätigte der «Frankfurter Rundschau», dass sie gegen die muslimfeindliche Website «Politically Incorrect» wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittle.

Das ist, da es sich um eine Agenturmeldung handelt, erstaunlich sachlich, wenngleich die erhobenen Vorwürfe natürlich nur sehr verkürzt wiedergegeben werden. Ausführlicher lässt sich die aktuelle Entwicklung u.a. hier nachlesen.

Während es am Artikel selbst also zumindest inhaltlich wenig auszusetzen gibt, fallen natürlich wieder die Kommentare der kath.net-Leser ins Auge, offenbar (nicht dass ich angesichts des täglichen Kommentarwahnsinns überrascht wäre) rekrutiert sich ein großer Teil dieser aus großen PI-Fans. „BergKamel“ etwa:

Wenn sich die Behörden…
…um Menschenrechtsverletzungen in den Herrschaftsbereichen des Islam kümmern würden, hätten sie genug zu tun. Es ist schlichtweg lächerlich, dass jetzt Islamkritik zum „verfassungsfeindlichen“ Akt erklärt wird. Denn zu nichts anderem führt der hier angekündigte Weg!

Oder „Smaragdos“:

Wer hat ein gestörtes Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat: die Betreiber antimuslimischer Internetseiten oder die radikalen Moslems?

„Cosinus“ dreht den Spieß kurzerhand um:

Werden auch Christenfeinde beobachtet?

Auch an „Dismas“ sind die vielen Berichte über vom Verfassungsschutz beobachtete Islamisten offenbar vorbei gegangen:

Seltsam, kümmert sich
der Verfassungsschutz auch um christenfeindliche, ja „christianophobe“ Umtriebe? NEIN, da ist so gut wie alles erlaubt. Macht Euch keine Sorgen, der Islam wird seinen „Siegeszug“ im Westen fortsetzen und die „Umma“ erreichen, dann wird auf Demokratie gepfiffen und die Scharia eingeführt…..
Es ist wieder mal die Gesinnungsdiktatur, dass Islamkritik als „Islamfeindliche Untriebe“ eingestuft werden – und dann „Volksvehetzung“?!. Dann schauen Sie dochmal manche Sendungen im TV gegen welche Religion wirklich „gehetzt“ wird. Was haben wir nicht alles erlebt im Zusammenhang mit dem Besuch des Hl.Vaters. Wir werden von einer Heucheldemokratie für dumm verkauft!

„Matthäus 5″ zitiert Sarrazin:

Deutschland schafft sich ab!
Liebe Mitchristen,
wie tief Deutschland gesunken ist, wird nunmehr mehr als deutlich. Da werden diejenigen kriminalisiert, die sich um unseren Staat und unser Volk Sorgen machen, und denjenigen, die uns an Rand drängen und kolonisieren wollen, noch der rote Teppich ausgerollt.
Matthäus 5

„Llokab“ warnt vor ‚dem Sprachgebrauch der Feinde‘, weil es ja keine ‚antimuslimische Szene‘ gebe:

Es ist nur zu begrüßen, daß der Verfassungsschutz dort mitliest. Vielleicht kommen so die Verfassungsschützer wieder drauf, daß sie unsere Verfassung schützen sollen, und nicht den regierenden Parteienklüngel! Ansonsten ist eine solche Meldung obsolet, es sei denn, sie soll, wie es in diktatorischen Regimen nach dem Modus „man schlage den Sack“ als WARNUNG aufgefasst werden. Daran erkennt man sicher, wie sehr demokratisch unser Demokratie ist, und wie sehr sie die Meinungsfreiheit respektiert. Naja, kein Wunder, der Wulf macht ja auch offen Druck bei der Bildzeitung. Warum soll’s woanders anders sein. Wahr ist: eine Demokratie kann man nur mit Demokraten machen.
An die Redaktion: es gibt eine Antiislamische Szene, keine antimuslimische Szene. Warum übernimmt Kath-net den Sprachgebrauch der Feinde?

„Prophylaxe“, braun angehauchter ‚Verteidiger von Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und Demokratie‘:

Wehret den
Anfängen der Überwachung, nun auch im Internet.
Gesinnungsjustiz haben wir ja längst.
Denn: Hassprediger dürfen hier auf Marktplätzen ungestraft gegen Ungläubige hetzen, aber
Islamkritiker dürfen nicht sagen, wie die Religionsverteilung vor 50 Jahren in Europa war und sie diesen Zustand wieder herstellen wollen.
Wehret den Anfängen bei diesem Staat !
Als nächsten Schritt darf kath.net nicht mehr christliche Botschaften verbreiten: Diese könnten andere beleidigen.
Hinzu kommt: In ALLEN islamischen Ländern ginge die Ermittlung genau in die andere Richtung.
An drei Fingern kann man daher abzählen,. welches System aufgrund der Demographie als erstes untergehen wird.
Daher mein Kommentar als Verteidiger von Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und Demokratie.

„ulmi“ stellt fest:

Internetseiten wie politically incorrect
tun nichts anderes als das, was die Politik mit ihrem unsäglichen Appeasement sträflich versäumt bzw. vorsätzlich verschweigt und zurechtbiegt. Sie klären über den Islam auf und wehren sich gegen die schleichende Islamisierung unserer Gesellschaft. Würden die Politiker ihrer ureigensten Aufgabe, dem Wohle des Volkes zu dienen, gerecht werden und ein realistisches Bild vom Islam zeichnen und auch vermitteln, bedürfte es keiner Internetseiten wie PI.

„Matthäus 5″ noch einmal:

PI ist wichtig
Liebe Mitchristen,
wer sich mit der Unterwanderung Deutschlands durch den politischen Islam auseinandersetzt, kommt nicht umhin, political incorrect zu unterstützen. Wie auch jede andere islamkritische Plattform sollte diese unseren Respekt und unsere Achtung genießen.
Gruß
Matthäus 5

Der besagte PI-Autor „Herbert Klupp“ meldet sich zu Wort:

Zweierlei Maß
Wird die Kirche kritisiert, oder der Papst, oder das Christentum – mischt sich der Staat nicht ein. Warum auch ?

Wird die Kirche (der Papst, Jesus Christus) sogar verhöhnt – oft genug im Rahmen einer angeblichen „Kunst“ – wird man allein gelassen in seinem Schmerz. Sämtliche Großkommentatoren (in ARD ZDF usw) salbadern mit sonorer Stimme, das müsse man eben „aushalten in einer Demokratie“.

Wird aber Kritik an einem System geäußert, das hier und heute Menschen millionenfach verfolgt, erniedriugt usw, dann kommt der Verfassungsschutz ! (?)

Ja, wo sind wir denn ?

„Fink“ kritisiert währenddessen die Begrifflichkeiten:

„Islamkritisch“ oder „Islamfeindlich“ ?
Es ist schon interessant, wie unsere Medien mit der Verwendung des Begriffs „islamfeindlich“ Stimmung machen.
(die zutreffende Bezeichnung wäre natürlich „islamkritisch“)

„Matthäus 5″ mit dem mittlerweile dritten Kommentar:

Rechtsstaat Deutschland?
Liebe Mitchristen,
Es verwundert sehr, dass gegen die Islamkritikerszene gehetzt wird, wenn man bedenkt, dass eine große Anzahl der hiesigen Moscheen von Extremisten betrieben werden. Vor kurzem traf der Chef der Terrororganisation Hamas mit Erdogan zusammen. Was die beiden besprochen haben, weiß ich nicht. Erdogan bezeichnet allerdings die Hamas als Widerstandskämpfer. Und eben diese türkische Regierung betreibt über die DITIB zahlreichen Moscheen. Über diese und andere Skandale berichtet die Islamkritikerszene und diese will man mundtot machen?
Gruß
Matthäus 5

„Paul.P“ kritisiert die ‚Political Correctness‘:

Meinungsfreiheit
Unter Meinungsfreiheit verstehe ich die Möglichkeit seine Ansichten zu äußern, ohne mit gravierenden Konsequenzen rechnen zu müssen. Um so materiell abhängiger ein Mensch ist, desto weniger hat er sie – in jeder Gesellschaft. Darum ist der Vorschlag in Foren Klarnamen zu verwenden, bereits ein Schritt zur Unterdrückung der freine Meinung der weniger gut Betuchten.
Die political correctness ist klarer Weise ein formales Instrument um Leute zu unterdrücken. Sucht ein Betrieb einen ‚Geschäftsfürer‘ kann er sich eine Geldstrafe einhandeln, die imehr als 10.000€(!) beträgt. Grund:Geschlechterdiskriminierung. Dabei nimmt sich die Rechtssprechung heraus, dass die Funktionsbeschreibung ‚Geschäftsführer‘ nicht(!) geschlechtsneutral wäre. Eigentlich kann keine Gruppe mit abweichenden Ansichten ein Freund des aufgezwungen ‚Neusprech‘ sein. Auch die Kirche nicht, siehe die ‚Bibel in gerechter Sprache‘.

„Claudia Cecilia“ plappert unreflektiert rassistische Vorurteile nach:

Das Problem ist, dass leider auch viele Muslime ein gestörtes Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat haben.
Multikulti scheint logischerweise nicht zu funktionieren, aber das kommt bei unseren Politikern nicht an.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich respektiere jeden Menschen und Gewalt ist gegen niemanden gerechtfertigt, aber es kann doch nicht sein, dass wieder vom Thema Christenverfolgung abgelenkt wird.

„uwato“ schießt schließlich den Vogel ab: Wer Islam und Nationalsozialismus gleichsetzt, dem ist halt nicht mehr zu helfen:

Ich kann mich noch gut daran erinnern, das die Kritik am Nationalsozialismus immer gefährlicher wurde, und, wie bekannt, auch lebensgefährlich. Wir sind wieder auf dem besten Weg, das BERECHTIGTE Kritik ein Straftatbestand wird, in einer Demokratie, wo die Meinungsfreiheit im Grundgesetz verankert ist. Ja, wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

Hochinteressant ist diesmal in der Kommentarspalte der vergleichsweise große Gegenwind, der den rechten Holzköpfen entgegenweht. Nicht nur der omnipräsente „Wolfgang63″ glänzt mit vernünftigen Einwürfen, auch bis dato eher unbekannte Leser wie „Olfen“, „Gebetskreis“, „Jose“ oder „Tilda“ werfen sich dem islamophoben Mob entgegen. Natürlich gehen sie trotzdem unter neben all dem PI-affinen Geplauder.
Es liegt auf der Hand, dass kath.net hier versucht, alte Fehler zu vermeiden. Durch die vermeintliche Ausgewogenheit der Meinungen soll eine sonst de facto nicht vorhandene Meinungspluralität vorgetäuscht werden, um die Medien bei diesem sensiblen Thema nicht erneut aufhorchen zu lassen. Die kritischen Kommentare würden unter anderen Islam-Artikeln, die bei Beobachtern weniger Aufsehen erregen, natürlich nicht freigeschaltet.

Und das ist zumindest eine etwas versöhnliche Lehre, die man aus der Affäre um Marcus B. ziehen kann: kath.net muss subtiler agieren und kann nicht mehr (oder: nicht nur) hetzende Artikel und Kommentare veröffentlichen. PI geht es hoffentlich demnächst ähnlich.

fyi

Falls sich jemand wundern sollte, wieso sich hier auf einmal so viele tendenziell rechte Kommentare finden lassen: PI hat den Fall Marcus B. kommentiert und dabei auf diesen Blog verlinkt.

Und, weil ich eben doch ein wenig Wert auf die Wahrheit lege: Dieser Satz ist nicht ganz korrekt:

Die Denunziation bezog der ORF vermutlich vom Marburger Antifanten Philip Saß, der im “Kampf gegen Rechts” herumzappelt und dieses Blog hier betreibt!

Blenden wir aus, dass „Antifant“ ein in der gesamten rechten bis rechtsradikalen Szene üblicher, wenig höflicher Ausdruck für linke Menschen ist: Ich war nie bei der Antifa, ich bin nicht bei der Antifa, und ich werde mutmaßlich auch nie bei der Antifa sein.
Die einzige Organisation, die mich in ihren Reihen weiß, ist die Partei Die PARTEI. Sie ist sehr gut.