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Religionsfreiheit mit kath.net

Ach, wo soll das noch hinführen?! Erst holt Deutschland Muslime zum Wiederaufbau, dann erdreisten die sich zum Bleiben – und nun wollen sie auch noch politische Mitbestimmung!
kath.net notiert, illustriert von einem Bild einer Frau mit Kopftuch (implizite Warnung: Achtung, Fundamentalisten!):

Eine islamische Partei tritt in Osnabrück erstmals bei der Kommunalwahl am 11. September an. Die Muslimisch Demokratische Union (MDU) hat 14 Bewerber in sechs der acht Wahlbereiche aufgestellt. Wie die Gründer Erhat Toka und Shamzad Qammar in Zeitungsinterviews mitteilten, seien auch Christen unter den bisher 120 Mitgliedern.

Die im April gegründete Partei setzt sich in erster Linie für eine Stärkung der Rechte der Muslime ein.

Man muss kein Fan von Religionen sein, um zu erkennen, dass allen die gleichen Rechte zukommen sollten. Und solange Religionen privilegiert werden, sollte das natürlich auch nicht nur dem Christentum, sondern auch dem Islam, dem Buddhismus, dem Hinduismus oder der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters zugestanden werden.
Und auch wenn Politik und Religion nichts miteinander zu tun haben sollten und sich in muslimische Partei gern der ein oder andere Fundamentalist verirrt: Da es nicht nur CDU/CSU mit explizit christlichen Zielen gibt, sondern auch die Partei Bibeltreuer Christen, die Zentrumspartei oder AUF, spricht eigentlich nichts gegen eine muslimische Partei.

Sollte man meinen – kath.net-Leser sehen das anders.
„chronotech“ findet:

Goodbye Deutschland !!!

„dalet“ ist sich nicht ganz sicher, ob seine Beobachtung stimmt, aber irgendwie hat er den Eindruck, dass die Moslems seit dem 11.9.2001 auf dem Vormarsch sind:

Ich bin nicht ganz sicher, ob meine Beobachtung stimmt, aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass die Moslems seit dem 11.9.2001 auf dem Vormarsch sind.

„Johannes_Maria“ formuliert die rechtskatholischen Befürchtungen:

Der Anfang vom Ende
Langsam aber sicher tritt das ein, was sich viele insgeheim dachten aber es nie gewagt hätten auszusprechen…

Der Islam braucht eig. Ihren „hl. Krieg“ in Europa nicht aktiv führen… durch des dass z.B. die Deutschen in der Mehrheit keine Kinder mehr wollen und lieber noch sogar abtreiben… wird der Islam irgendwann uns eh überbevölkern…
Dann kommt der Machtwechsel irgendwann ganz voll alleine…

Armes Deutschland, Mein Jesus Verzeihung und Barmherzigkeit

„Noemi“ erklärt „Multikultilogik“:

Außerdem sind sie damit ja genau nach ihrer Marschtabelle unterwegs- nach der es erstens gar keine vom Christentum geprägte abendländische Kultur gibt, diese aber dennoch schnellstmöglich planiert und abgeschafft werden muß ( Multikultilogik).Die Relativisten unter ihnen hoffen, mit Hilfe der Moslems ihren Atheorelativismus herbeizwingen zu können und ahnen dabei nicht einmal ansatzweise, daß diese Geisteshaltung der Scharia anheimfallen wird. Wenn wir nicht im selben Boot säßen, könnten wir diesem sich anbahnenden Trauerspiel, dem geplanten und organisierten Selbstmord einer alten Kultur, ja gelassen zusehen.

„kaiserin“ hält nicht viel davon, dass Muslime Mitreden wollen:

Blind oder DUMM?
Nun ist Deutschland (…und Europa sowieso!) wirklich GANZ unter den Teppich, am Boden geklebt und zertreten!

„ulmi“ weiß:

Der Name Muslimisch Demokratische Union ist ein Paradoxon, da Islam und Demokratie sich ausschließen. Das Erstarken des Islam einerseits führt auf der anderen Seite zwingend zum Abbau von Demokratie. Würde hingegen die Demokratie gestärkt, müsste der Islam säkularisiert werden, und genau das ist nicht möglich.

Da diese Partei sich aber für die Stärkung der Rechte von Muslimen einsetzt, ist klar, wohin die Reise geht. Der Name dieser Partei ist also nichts anderes als eine Nebelgranate, die unters Volk gestreut wird, um die beabsichtigte Islamisierung zu verschleiern.

„harryfrank37″ verzweifelt mit den bösen Linken:

Die Linken werden es nie begreifen
Diese Multikulti-Jünger glauben den Islam benutzen zu können, um das ihnen verhasste Christentum zu „brechen“. Ein Grüner hat zu mir einmal gesagt, „wir benutzen den Islam um das Christliche zu brechen“ und auf Hinweise dazu meinte er „Wir werden die Moslem dann schon beherrschen.“ Nur wer die Geschichte des Islam nur etwas kennt, weiß, dass am Ende die Linken und die Atheisten, die „Gelackten“ sein werden. Aber dann ist es zu spät. Aber es ist eine alte Tatsache, dass selbst die Akademiker unter den Grünen/Linken diesbezüglich eine geistige Engführung und auch eine Selbstüberschätzung haben, dass sie sich etwas anderes gar nicht vorstellen können.

„Ingeborgia“ appelliert in einer Art und Weise, die frappierend an Breivik erinnert:

Mit aller Macht dies beginnende Macht verhindern!!!
Die deutsche Bevölkerung muss mit aller Macht dagegen angehen.
Die Scharia darf nicht in unserem Lande angewendet werden.
Mohamed ist der falsche Prophet.
Die Islamisierung muss mit aller Macht verhindert werden und Christen müssen in unser Land kommen.
Es ist zu vielen Moslems der Einlas in unser Länd gewehrt worden…
Früher hatten sie den heiligen Krieg mit Schwertern und Pfeilen geführt jetzt versuchen sie es auf anderem Weg…

„Martyria“ übersieht das oben angeführte Reservoir fundamentalistischer christlicher Parteien:

Nur wir Katholiken haben keinen aktiven Gegenpol zu bieten. Wann gründet sich endlich eine Katholische Liga?

„H.Kraft“ weiß:

Diese Veränderungen habe ich schon seit einiger Zeit kommen sehen.
Es ist schlimm, wenn so die Demokratie bei uns langsam untergraben und in Frage gestellt wird. Der Islam ist somit in Deutschland weiter auf dem Vormarsch.
Leider hat die Politik bei uns hier kein richtiges Profil mehr. Auch Muslime sollten hier ihre Grenzen haben und die Demokratie anerkennen. Jedenfalls darf es so nicht weitergehen. Diese Entwicklungen sind sehr
beängstigend.

Genau! Die Muslime haben die gute christliche deutsche Demokratie anzuerkennen, die ihnen keinerlei Gleichberechtigung einräumen. So funktioniert das hier!
„rosengarten1997″ glänzt, bricht aber zum Glück mitten im Satz ab:

Die Konsequenz ist die Kinderlosigkeit eines ganzen Volkes bzw. Europas , das sich nun, nur noch durch Zuwanderung am Leben erhält. Die verschiedenen Kulturen der Einwanderer, bringen eben nun ihren Glauben und ihre Kultur mit in unser Land und nun eben ihre eigene Partei. Unser glaubensschwaches Volk hat nun dieser, zumeist Islamischen Ku

Am schönsten aber: „frajo“ ist sich für einen zünftigen Nazivergleich nicht zu schade:

Das ist nur konsequent!
Ist nicht auch Hitler „demokratisch“ an die Macht gekommen?

Probiers mal mit Gelassenheit

Was musste man da gestern Morgen auf kath.net lesen?

Die spanische Polizei hat gestern einen ausländischen Studenten festgenommen, um ihn an einem Anschlag zu hindern. Der mutmaßliche Attentäter stehe unter dem Verdacht, dass er am heutigen Mittwoch eine Protestdemonstration gegen Papst Benedikt XV. mittels Stickgas und anderen Chemikalien stören wollte.

SpOn schrieb in einem Artikel zum Thema gar, der Festgenommene habe geschrieben, er wolle die protestierenden Papstgegner „erledigen“.

Aber: Entwarnung! Schließlich gibt es ja gar keine christlichen Fundamentalisten, wie wir im Zuge der Berichterstattung über den norwegischen Terroristen Anders Behring Breivik gelernt haben.

Und so orientieren sich dann auch die kath.net-Leser nicht an den Fakten (Katholik kündigt an, Papstgegner vergiften/töten zu wollen), sondern machen eine Medienverschwörung aus. „Martyria“ beispielsweise frohlockt:

„Hurra“
In Norwegen hat’s nicht funktioniert, aber nun hat die Presse endlich ihren christlichen, ja sogar katholischen Attentäter. Eine Million Jugendliche feiern in Madrid friedlich und fröhlich ihren Glauben, und glücklicher Weise ist ein Millionstel (=0,000001= ein Tausendstel Promille) ein Irrer, der einen Anschlag geplant hat. Wartet nur, Brüder und Schwester, wie uns das gerade in Deutschland medial um die Ohren fliegen wird. Denn endlich kann man Katholiken mit Taliban gleichsetzen.

Ja, dass neuerdings auch Christen mit Terroranschlägen oder Plänen zu diesen aufkreuzen, ist wahrlich eine tolle Nachricht. Ob unter den jährlichen Mekka-Pilgern der Anteil an Terroristen höher als das postulierte „ein Millionstel“ liegt, könnte man übrigens auch einmal hinterfragen. Und natürlich den Umstand, dass bei einem festgenommenen Moslem/Atheisten/Linken die Reaktion „Martyrias“ etwas anders ausgefallen wäre.

Auch „Dismas“ dreht den Spieß um: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sind halt die Medien Schuld. Und die Endzeit – aus einem katholischen Terroranschlag wird Christenverfolgung gebastelt. Virtuos:

@Martyria
JA, das nehme ich auch an. Dazu braucht es auch nur Gerüchte oder Verdächtigungen, schon kommt eine neue „Schwarte Legende“. Aber das überrascht nicht, es sind Zeichen der Endzeit. Es steht uns eine rabiater werdende Verfolgung von Katholiken bevor.

Für „Noemi“ klingt das eher wie der Versuch des gescheiterten Zapatero-Regimes auf Biegen und Brechen Störfeuer zu schießen-wenn denn schon Hunderttausende friedliche, fröhliche junge Pilger Christi wegen zusammenströmen:

Für mich klingt das eher wie der Versuch des gescheiterten Zapatero-Regimes auf Biegen und Brechen Störfeuer zu schießen-wenn denn schon Hunderttausende friedliche, fröhliche junge Pilger Christi wegen zusammenströmen.

Ja, die bösen Sozialisten (die im Zuge der aktuellen Demonstrationen nicht müde werden zu erwähnen, dass der Papstbesuch förderlich für Spanien sei) haben einem mexikanischen Studenten Notizblöcke mit Bombenplänen untergeschmuggelt und in seinem Namen im Internet gegen Atheisten gehetzt. Das längst fällige Update zur 9/11-Verschwörung.

„Urselina“ schlägt die virtuelle Hand über dem (allerdings auch nur) virtuellen Kopf zusammen:

Meine Güte,
geht es den laizistischen Atheisten dreckig, dass sie mit solchen primitiven, selbstgestrickten Meldungen Werbung für ihre kümmerliche Gegendämonstration machen müssen.

Auch „Kathole“ hat so seine/ihre Zweifel und sucht andere Schuldige:

Bekommt der Möchtegern-Attentäter noch einen Orden von Zapatero für seine PR-Verdienste?
Aus der Sicht der sozialistischen spanischen Regierung und der mit ihr innigst verbundenen antikatholischen Kräfte dürfte hierzu die Devise gelten: „Wenn es einen solchen bösen gewaltbereiten mutmaßlichen Katholiken nicht gäbe, müßte man ihn unbedingt erfinden.“

Denn das tatsächliche Bild des WJT, bei schon jetzt 1 Million junger Menschen fröhlich und friedlich zusammengeströmt ist, um ihrer Verbundenheit mit Kirche und Papst Ausdruck zu verleihen, während auf der anderen Seite erheblich weniger, dafür aber haßerfüllte, verbitterte und nicht mehr ganz so junge Papstgegner erwartet werden, ist unter PR-Gesichtspunkten das „worst case“-Szenario für die Zapatero-Truppe.

Da muß natürlich unbedingt ein „bad catho“ her, um die eigene Gefolgschaft restlos zu mobilisieren und den geneigten Freunden in den großen Medien auch einen Anlaß oder wenigstens Vorwand für eine Negativ-Schlagzeile zum WJT zu liefern.

„ivanka“ ist sich ebenfalls sicher, dass die Medien die Schuld tragen:

Einige Weltpolitiker / Zeitungen konnen es nicht
ertragen das so viele junge Menschen in die Kirche kommen, ihren Glauben offentlich zeigen,
den Heiligen Vater gut finden, frohlich feiern….

Dann muss man halt etwas negatives schreiben
- positive Kommentare sind denen zu anstrengend.
Die Kosten sind immer ein guter Argument,
wenn das nicht klappt dan sucht man sich ein anderes Thema aus.

Bei fast jedem „Papstbesuch“ hat die Polizei viel zu tun, das war immer so. Was ist da ungewonlich?
Bei so vielen Menschen kann immer was kommen.

„Bei so vielen Menschen kann immer was kommen.“ Ein Satz voll schlichter Schönheit. „Bei so vielen Menschen kann immer was kommen.“ Aber das gilt auch nur für Christen. „Bei so vielen Menschen kann immer was kommen.“ Muslime sind hingegen per se böse, da liegt es an der Religion. „Bei so vielen Menschen kann immer was kommen.“

Dann allerdings wird es endlich investigativ – „Noemi“ präsentiert exklusive Fakten:

man kann dieses Kapitel getrost
schließen- die Meldung war größtenteils eine Presseente. Die spanische Polizei hat bekannt gegeben, er hätte kein Gefahrenpotential gegeben. Festgenommen wurde der junge Mann , weil eine Freundin ihn ob seiner rabiaten Äußerungen zu Papstgegnern angezeigt hatte und eine gewisse Terrorfurcht herrscht- das ist ja auch o.k.. Es wurden keinerlei Chemikalien oder sonstige Zutaten für einen „Gasangriff“ bei ihm gefunden. So weit so gut. Nur weiterhin von einem vereitelten Anschlag zu spechen, wie es unsere dumm-unbelehrbaren ms-Medien tun, das ist dann schon wieder Manipulaiton und gesteuerte Meinungsmache. Aber so richtig geklappt hat das eben doch auch nicht- war mal ein Versuch….

Breivik und die Folgen ii

Nachdem ich mich gestern mit den „offiziellen“ kath.net-Reaktionen zu den Terroranschlägen in Norwegen beschäftigte, soll es nun um die Leserkommentare gehen.

Als kath.net am Samstagvormittag den ersten Artikel zum Thema online stellte – immerhin beteiligte man sich zuvor nicht an Spekulationen über islamistische Hintergründe – konnte man zunächst eine gewisse Ratlosigkeit und (aufrichtigen) Schock wahrnehmen.
„SOMIRNIXDIRNIX“ etwa schrieb ziemlich wirr

UM GOTTES WILLEN
..weiß keiner recht BESCHEID !
A NO(A)R-weg -er solls g‘wesen sein !
ICH habe gebetet und werde noch beten!

„Notam“ wirkt ebenfalls ratlos:

Laut Tagesschaubericht beschreibt sich der 32 jährige Attentäter selber als „konservativ“ und „christlich“.

Ich verstehe das nicht…

„Tina 13″ ruft zum Gebet auf:

Mit Gebeten kann man viel „Ungemach“ abhalten.

Maria ist das reinste Wesen, dass diese Erde je betrat. Ihre Gnade, ihre Tugenden und ihre Reinheit sind von durchsichtigem Glanz und blendender Vollkommenheit, einzigartig, auserlesen. Sie ist die „Virgo Purissama“ die reinste Jungfrau, die Sündenlose, die Immaculata, die Unbefleckte.
[……….]

Und „letloverule“ fragt:

Es ist einfach nur schrecklich, was dort passiert ist.
Wie kann ein Mensch nur sowas tun?? Wie kann man nur so grausam sein?? Ich bin immer noch Fassungslos!

Mit der Zeit verschaffen sich dann aber auch andere Stimmen Gehör. „Siebtel“ etwa mutmaßt:

Dass der Mörder „konservativ“ und „christlich“ sein soll, ist ein Ablenkungsmanöver.

In norwegischen Zeitungen kann man anderes lesen, dass er nämlich aus bestimmten Gründen exkommuniziert war

Eine Exkommunikation hat natürlich nicht zwingend etwas mit mangelndem Christlich- oder Konservativsein zu tun, und so sucht „Wulfspirit“ einen anderen Grund, wieso Breivik kein Christ sein könne:

christlich?
….schaut genau hin Schwestern und Brüder!
In einem Welt-online Artikel sind Bilder des Mannes eingefügt. Eines davon zeigt ihn mit der Schürze eine Freimaurerloge!

Von wegen Christ, er ist einer derjenigen, welcher alles christliche bekämpft! Deshalb wird auch versucht diese mörderischen Taten christlich-fundamentalistisch dar zustellen.

Wer Augen hat, der sehe………

Es ist ein weitverbreiteter Trugschluss unter Katholiken, dass Freimaurer keine gläubigen Christen sein könnten – Ratzinger veröffentlichte 1983 gar eine Erklärung, dass Freimaurer „in schwerer Sünde“ lebten. Die Protestanten, die in Norwegen bekanntlich die Mehrheit stellen und denen auch Breivik zeitweise angehörte, sieht die Verbindung zwischen Freimaurerei und Christentum gelassener – die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge bliebe „dem freien Ermessen des Einzelnen“ überlassen.

„Cindarella01″ zitiert erst Welt.de – und entlarvt dann ihre inhaltliche Sympathie zu Breiviks Gedankenwelt:

Welt Online schreibt:
„Die „Welt am Sonntag“ hat die Internet-Einträge des mutmaßlichen Attentäters von Oslo und Utoya ausgewertet, um sich ein Bild von seiner Gedankenwelt zu machen. In seinen Schriften offenbart Anders B. ein geschlossenes Weltbild, in dem der Islam Europa bedroht und die Linke, der Multikulturalismus und die politische Korrektheit den Kampf gegen diese Gefahr behindern. So gewinnt der Anschlag gegen Norwegens sozialdemokratischen Regierungschef und die Jugendorganisation seiner Partei eine makabre Logik.“
Der Attentäter hat der Meinungsdiktatur und der PC einen großen Dienst erwiesen.

„Thomas71″ empört sich ebenfalls über die Medien:

Christlicher Fundamentalist…
…so nennt man den Mörder in deutschen Medien! Da wird mal wieder ein Bild gezeichnet, das schlichtweg unreflektiert und eine Frechheit ist! Getreu dem Motto: Religion ist böse; Terror machen nicht nur Moslems sondern auch Christen…

„Apfelkuchen“ gelingen noch zwei Kommentare, die stellvertretend für die rechten Reaktionen stehen können. Nicht der Hass auf Migranten und Linke ist zu kritisieren – es sind die Medien und die mal wieder aufgewärmten „Gutmenschen“:

Eines steht fest….
Jedenfalls für mich

Die Medien der BRD sind größtenteils Lügner und tendenziell christenfeindlich.

Ich glaube, wir müssen uns alle dieser bitteren Tatsache stellen

//

Wie kann ein Mensch nur sowas tun??
Wenn sie das fragen, dann müssen sie danach fragen, warum der Mensch so ist, wie er ist.

Zum Guten und Bösen fähig.

Allerdings glauben das Gutmenschen nicht.
Die halten sich ausnahmslos für gut.

Die „Gutmenschen“, die „sich ausnahmslos für gut“ halten, sind im nächsten kath.net-Artikel kein Thema; vielmehr wird der Papst zitiert, der die Anschläge als „sinnlose Gewalt“ verurteilt.
Die Anteilnahme mit den Opfern oder gar die Frage nach Breiviks Motivation wird in der Kommentarspalte nicht mehr behandelt. Dafür setzt sich die Medienschelte fort – „Nummer 10″ etwa fühlt sich und seinesgleichen verfolgt:

Wieso heißt es in den Medien, dieser kriminelle Mörder sei „Christ“ gewesen? Seine Taten zeigen seine zutiefst antichristliche und teuflische Natur! Unmöglich und unerträglich, dass wir Christen uns diese Begriffslästerung wiederholt anhören müssen. Die Taten sind ganz offensichtlich politisch motiviert, da das Regierungsviertel der Mitte-Rechts-Koalition und der Parteinachwuchs der Sozialdemokraten ausgelöscht werden sollte! Das hat rein gar nichts mit „Christ“ zu tun. Offenbar ist hier wieder mal Trittbrettfahrerei der säkularen norwegischen Medien und staatlichen Organe im Spiel, um dem Ansehen der Christen zu schaden. Er war Mitglied einer gewissen Partei in Norwegen. Das dann pauschal dieser Partei anzulasten macht ja auch keiner. Warum also uns Christen in Verruf bringen? Seltsam. Oder besser: Das passt ins Bild des geistigen Kampfes, der in Europa derzeit tobt. Die armen Opfer und ihre Angehörigen. Sie tun mir unendlich leid! Lasst uns alle innig für sie beten.

Fatal, dass „Nummer 10″ einen angeblich tobenden „geistigen Kampf“ in Europa ausmachen will – wie nah er damit Breivik steht, ist dem Kommentator wohl nicht einmal bewusst.
„Meinung“ spricht daraufhin von einem „Infokrieg“ – einer in rechtsradikalen Verschwörerkreisen beliebten Floskel – und lässt ebenfalls problematische Begriffe fallen:

InfoKrieg
Diese bösartige Tat entsetzt und hat nichts mit dem Christentum gemein. Mein Beileid gilt den Angehörigen . Aber die Medien betreiben einen unerklärten Krieg gegen die jüdisch-christliche Werte Gemeinschaft deshalb werden sie diese Gelegenheit nutzen um die Kirche und Konservative zu beschädigen.

„GottesDienerin64″ fühlt sich als Christin beleidigt – weil ein anderer Christ monströse Taten beging und die Medien das nicht verschweigen:

Nach dem Motto :
„Die gewisse“ Konfession der „christlichen“ Glaubensgemeinschaft steht sowieso schon seit Monaten im negativen Blickpunkt der öffentlichen Medien, die gegen „diese gewisse“ Konfession „ständig hetzt“. Da kommt dieser Fall in Oslo nur rechtzeitig. NENNEN WIR IHN „EINFACH“ : „CHRISTLICHER EXTREMIST“. Damit fühle ich mich als Christ beleidigt.

„Christiane-Marianne“ hat dann auch irgendwie Verständnis für Breiviks fatalen Hass auf die Linken und die Muslime:

Die Norweger haben einen extremen Widerstandswillen. Das hat jahrhundertelange Tradition. Nach meinen Erfahrungen in Skandinavien, kann ich nur sagen, dass, so entsetzlich dieses Verbrechen auch ist, ich nicht erstaunt bin. Im deutschsprachigen Raum wird durch die Medien immer noch, sehr unverantwortlich, Skandnavien wie ein nicht enden wollendes „Pippi Langstrumpf-Paradies“ dargestellt. Nichts ist weiter von der Wirklichkeit entfernt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Skandinavier fast immer ihre Siedlungen verlassen, wenn Einwanderer (in der Regel Moslems) einziehen. Dass Breivik also keine Moschee angriff, sondern die jungen Sozialisten folgt einer skandinavischen Erfahrungslogik: die Verantwortlichen (Sozialdemokraten) treffen. Sie werden für die Entwicklung im Land verantwortlich gemacht.

„Noemi“ nutzt den Fall, um munter mit den Begriffen zu jonglieren:

christliche Fundamentalisten
waren die Märtyrer in den Arenen Roms und zu allen Zeiten der Verfolgung, war der Hl. Franziskus , waren alle jene die die Friedfertigkeit auch angesichts eines angedrohten Todes bis zum Äußersten auslebten. […] Ein fanatischer Biobauer, der sich aus Videospielen zusammengeklaubte virtuelle Kreuzritterattribute zugelegt hat, und zum Massenmörder wurde, taugt nicht zum Kampf Christen versus Relativisten/Multikultiideologen/Atheisten, auch wenn dese den makabren Anlass nach Kräften für ihre Propaganda mißbrauchen und instrumentalisieren und das mit einer Begeisterung , die entlarvend ist und einen erschaudern läßt.

„Cindarella01″ versucht noch einmal, Zweifel an der Religionszugehörigkeit zu wecken:

Der Vater des Täters
sagte in einem Interview, das auf „Welt-Online“ nachzulesen ist, dass sowohl er als auch die Mutter des Sohnes Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterpartei waren, die der Sohn jetzt angegriffen hat. Außerdem wurden seine Eltern kurz nach seiner Geburt geschieden. Christlich-fundamentalistisch?

Was genau die Religion Breiviks mit den Parteibüchern seiner Eltern und deren Scheidung zu tun haben soll, erschließt sich wohl auch nur denen, die verzweifelt nach jeden argumentativen Strohhalm greifen. „Cindarella01″ führt ihre These immerhin in einem späteren Kommentar noch aus:

Die SZ
kam heute in einem Kommentar von Herrn Drobinski kam heute zu dem Schluss, dass der Attentäter eine starke Affinität zu der heilen Welt der 50er Jahre entwickelt hatte.
Könnte das vielleicht daran liegen, dass der Attentäter als frühes Scheidungskind aus sozialdemokratischem Elternhaus diese Trennung seiner Eltern nicht verkraftet hat und sich deshalb nach dieser heilen Welt zurücksehnte. Ist es nicht möglich, dass er seine Hassgefühle gegen die liberalen anything goes Sozialdemokraten aus diesem persönlichen Unglück (frühe Trennung seiner Eltern) heraus entwickelte und sich deshalb in diesen Wahn hineinsteigerte. Die Psychologen werden viel zu tun haben.

Am Montag frohlockte kath.net dann: „Der Täter ist kein frommer Christ“ jubilierte die Überschrift. In der Kommentarspalte verschob sich der Fokus immer weiter: Keine Rede mehr von den Opfern, von der Breivik zugrunde liegenden Ideologie. Stattdessen stilisierte man den Täter selber zum Opfer der bösen linken Umwelt.
„Siebtel“ etwa findet:

Politik und Zukunft
In der gottlos konzipierten EU werden die Bürger praktisch nur mehr beherrscht. Fast alle können über die Entwicklung Europas nicht mitbestimmen, die Abstimmungen aller wahlberechtigten Bürger über ihre eigene Zukunft wurden abgeschafft. Die nur zum Schein demokratische Politik in Europa muss sich einmal ehrlich die Frage nach einer Mitverantwortung an solch einer Horror-Entwicklung stellen.

//

Die Gottlosigkeit wird Wirklichkeit
Es ist historisch nichts Neues, dass in einer Gottlosen Verfasstheit eines Allgemeinwesens diese Gottlosigkeit auch Wirklichkeit wird. Das ist etwas, was man in Europa aus der Geschichte lernen hätte können.

„GottesDienerin64″ bekennt erneut:

„Christlicher Extremist“
Damit fühle ich mich beleidigt.

Was wohl die Muslime seit 2001 denken mögen?
So weit denkt „GottesDienerin64″ aber nicht, und gibt im darauf folgenden Kommentar ihr Verständnis von Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten wieder:

Normale juristische Normen …
sind auf einen solchen perfiden Charakter nicht anwendbar.
Er sollte das Gleiche fühlen wie seine Opfer.
Todesangst, Schmerzen.
Aber dazu scheint er nicht in der Lage zu sein.

„st.michael“ ernennt Breivik zum „Produkt der heutigen Gottlosigkeit“ und knüpft daraufhin, natürlich, eine Verbindung zur Abtreibung:

Beten wir für alle unschuldig getöteten Kinder sowohl in Norwegen, als auch dort, wo der Egoismus des Menschen, werdendes Leben abtötet.
Das ist die grauenhafte Konsequenz einer liberalen Selbstbestimmung, die sich an den „Bedürfnissen“ des Menschen und nicht mehr an Gott orientiert.

„Christa“ stimmt ein:

Eine gottlose Welt
fördert solche Verbrechen. Beten wir für die Opfer.

„Gandalf“, also Roland Noé, übt sich mal wieder im Scherzen:

Immer diese Fraumaurer, lauter potentielle Massenmörder [ACHTUNG IRONIE!]

Lustig. „rosengarten1997″ schreibt:

Nein nicht die von Gott abgewandte Gesellschaft ist für solches Massaker mit verantwortlich, sondern die extremen Christen sind das, so die subtile Botschaft der deutschen Presse und Medienwelt. Und keiner widerspricht, keiner weist diese boshafte Lüge und Unterstellung von sich. Wir sollten uns nicht länger belügen lassen, von einer Medienwelt die Gott schon lange verleugnet hat !

„Apfelkuchen“ gibt zu bedenken:

Die Medien bei uns sind teuflische Lügner.

Feinde der Menschheit, denn sie manipulieren und desinformieren die Menschen.

„BrunoH“ ist wohl noch nicht allzu lange auf kath.net aktiv:

Fundamentalist?
Ein Christ kann kein Fundamentaloist sein, weil zum Fundamentalismus die Intoleranz gehört. Ein Christ kann insofern fundamentalistisch sein, indem er sich auf Jesus bezieht, dann ist er aber ein Fundamentalist der Liebe, dies schließt Hass, Gewalt und Intoleranz aber aus!

„Dismas“ ist sich für keinen noch zu dämlichen Vergleich zu schade:

Aber: was passiert den tausendfach in unseren Kliniken: Unschuldige Kinder werden zerstückelt, getötet. Das ist nichts anderes und es geschieht mit Unterstützung von Gerichten…… Darüber erschrickt die Gesellschaft nicht!

Ja, das Abtreiben nicht fühlender, nicht bewusst lebender Wesen ist in der Tat „nichts anderes“ als das Jagen unter Todesangst stehender Jugendlichen.
„Apfelkuchen“ denkt ähnlich:

Dieser Unmensch vergreift sich an den Unschuldigsten, nämlich den Kindern.
Unmenschen vergreifen sich jeden Tag an den Unschuldigsten.

Bei Pro Familia.

Bringen unsere Politiker darüber „Betroffenheit“ zum Ausdruck ?

Sind sie entsetzt darüber, können Sie da mitfühlen, halten sie hier tränenschwangere Reden ?

Nein ?

Dann haben sie dasselbe gesehen wie ich.

„st.michael“ bringt wieder den klugen Begriff mit G ins Spiel:

@Apfelkuchen
Leider haben Sie Recht !
Über die Abtreibung (immerhin 8 Millionen seit den 70er Jahren hierzulande) regt sich niemand mehr auf.
Absurd, aber die Gutmenschen heute entscheiden, ob und über wen man trauern darf oder nicht.
Gleiches Recht für Alle gibt es schon lange nicht mehr, dank der Medien, die uns verwirren.

„Smaragdos“ schießt vorerst den Vogel ab – Embryos sind ihm/ihr zufolge noch schlimmer dran, weil sie sich nicht verstecken können (!):

Tägliches Blutbad in unseren Kliniken
Einverstanden mit Dismas und Apfelkuchen. Abtreibung ist ein noch größeres Übel als dieses in sich schon schreckliche Blutbad von Oslo, denn die Embryos sind total ausgeliefert: sie können sich vor ihren Angreifern weder (hinter Felsen) verstecken noch (übers Wasser) fliehen. Doch da schreit keiner auf. Nur weil die Kleinen eben noch schutzloser sind und keine Stimme haben. Wirklich schizophren, unsere Gesellschaft.

Es ist wohl nicht ganz falsch zu behaupten, dass mein Glaube an die Menschheit ohne den täglichen kath.net-Besuch etwas ausgeprägter wäre.
„Wolpertinger“ plagen indes ganz andere Sorgen:

Ist Norwegen nicht ein Land, wo gerade Heidentum und Satanismus regen Zulauf haben…

Einen Tag später folgte auf kath.net dann der noch exstatischere Freudenschrei: „Norwegischer Attentäter definitiv kein gläubiger Christ“. Weil es an diesem Tag mehrere Artikel zum Thema gab, blieben die Lesermeinungen hierzu überschaubar, „denkmal“s Kommentar sei aber erwähnt:

der „Freimaurerorden“ wäscht sich rein….
um vor der Öffentlichkeit gut dazustehen – und doch zeigen die Ideen Breiviks sehr deutlich das freimaurerische Denken – die Logik des Teufels, wie der Papst es ausgedrückt hat.

Obwohl es ja eigentlich gar nicht mehr nötig gewesen wäre, veröffentlichte kath.net wenige Stunden später noch eine Erklärung, nach der es gar keine fundamentalistischen Christen geben könne – so etwas könnten nur Menschen behaupten, die „ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben“ hätten.
Mit „remigius66″ macht sich in der Kommentarspalte ein ausgesprochener Kenner der Kirchengeschichte ans Werk:

Das ZDF hat am Tag der Bekanntgabe des Verbrechens in Norwegen den Täter als einen „fundamentalistischen“ Christen präsentiert. Dem ist zu erwidern: ein CHRIST war der Täter nicht, auch dann nicht, wenn er sich selbst hunderttausendmal im Internet als Christ bezeichnet hat oder hätte.Die Beachtung des 5. Gebots ist ein Grundmerkmal eines jeden Christen. Wer dieses Gebot nicht beachtet, der kommt aus einer Welt, die dem christlichen Gedanken diametral entgegengesetzt ist. „Fundamentalismus“ ist eine Erfindung der Christenfeinde. Wenn daher Medien Verbrechen dieser Art unreflektiert in die Nähe des Christentums rücken, beweisen sie damit nicht nur ihre unerträgliche Voreingenommenheit und bêtise, sondern machen sie sich auch der Parteilichkeit in einem Kulturkampf schuldig, den zu schüren sie sich gründlich schämen sollten.

„Wolpertinger“ bereichert die Diskussion mit einer höchst zweifelhaften Statistik und daraus folgenden Forderungen:

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann in Germanistan die Initialzündung des Bürgerkrieges erfolgt und ein Durchgeknallter um sich ballert.

Die BERECHTIGTEN Sorgen der EINHEIMISCHEN Bürger nimmt KEINE Partei ernst, die Islamisierung wird im Eiltempo vorangetrieben und der Ausverkauf des eigenen Volkes durch Transfergelder ist gewollt.

Schuld an solch schrelcklichen Taten wie in Norwegen sind nicht böse „Rechtspopulisten“ die auf die miserablen Zustände aufmerksam machen, sondern EINZIG der Täter.

Vielleicht sollten aber sich die Politiker mal um ihr eigenes Volk bemühen und nicht erst bürgerkriegsähnliche Zustände in Großstädten schaffen.

“ In Oslo wurde jetzt bekannt, dass im Jahre 2009 alle Vergewaltigungen durch Moslems und/oder Afrikaner verübt wurden, die Opfer aber in neun von zehn Fällen ethnische Nowegerinnen waren. Darf man das sagen“

http://www.webnews.de/587438/alle-vergewaltigungen-in-oslo-zuwanderer

„goegy“ hat ebenfalls ziemlich eigenartige Zahlen zu bieten – und die Angst, rassistische Einstellungen könnten in Zukunft kritisiert werden:

Bedenklich ist, dass jetzt Grüne und Linke die norwegische Tragödie, auf nicht sehr geschmackvolle Art, für ihre Zwecke medial ausnützen.
Bedenklich ist auch, dass vom Täter thematisierte Tatsachen und echte Probleme – resp. deren seriöse Diskussion – nunmehr negativ besetzt sind. Für gewisse Kreise, welche den Untergang der christlich-abendländischen Gesellschaft voranzutreiben versuchen, kommen die Osloer Attentate wie bestellt.

Tradierten Werten verpflichtete Menschen werden als Rechtspopulisten und noch Schlimmeres kriminalisiert,als geistige Väter der Attentate. Die rasente Islamisierung Westeuropas bleibt ein Problem. Der „schwarze Peter“ wird den kommenden Generationen zugeschoben, Schuld sind nicht die Muslims selbst, sondern unsere Gier nach sog.Selbstverwirklichung, Geburtenrückgang, Konsumerismus und Sittenzerfall . Die Untat von AndersBB ist sehr schlimm, die 15 000 muslimischen Attentate, in den letzten Jahren, aber auch.

„Wolpertinger“ legt nach mit einem höchst PI-verdächtigen Sammelsurium des Schreckens:

In einem Land wo der Krampf gegen rechts von ALLEN Parteien einseitig betrieben wird und die Mitte so weit nach links abgedriftet ist, ist ALLES rechts und radikal, was nicht der sozialistischen Doktrin folgt
Und Wahrheit darf nicht gesagt oder geschrieben werden.
Sarrazin ist ja ein böse böser Nazi
Wenn EIN einzelner getaufter aber nicht praktizierender nomineller Christ einen widerwärtigen Anschlag verübt, wird natürlich das ganze Christentum in Sippenhaft genommen
Wenn tagtäglich unzählige Anschläge von Moslems, die in VOLLEM EINKLANG mit dem Koran und dem Leben des Mohammed stehen verübt werden, dann hat das natürlich nix mit dem Islam zu tun
Weil Islam bedeutet ja Frieden

Und weiter:

Alle Chrsiten sind natürlich Schuld, währedn DER Islam natürlich nie Schuld ist

Daher wurde auch der Anschlag von einem EINZIGEN irregeleiteten in Norwegen verübt

Während bei 9/11 komischerweise 19 -in Worten NEUNZEHN- Attentäter Koran Suren rezitierend, gut islamisch lebend- rekrutiert wurden, während die menschenverachtende Ideologie Islam sofort und überall auf der Welt immer wieder Attentäter hervorruft, die sofort bereit sind sich zu 72 Jungfrauen zu bomben

Kaum notwendig zu erwähnen, wie nah User wie „Wolpertinger“ Breivik im Denken bereits stehen.

Der bis dato letzte Artikel zum Thema ist ein Kommentar eines Bremer Pastors, den kath.net von idea kopiert. Dieser kritisiert den ZDF-Terrorexperten Elmar Theveßen (den er liebevoll und voll ironisch und so „E.T.“ nennt), vorschnell von Islamismus ausgegangen zu sein – und dann von christlichem Fundamentalismus.
Unter diesen Text macht es sich User „Konrad Georg“ bequem – mit einem Kommentar, der das Dilemma der rechten Christen auf den Punkt bringt: ‚Irgendwie ist die Tat ja unschön, aber wir sind nicht schuld, sondern die Anderen!!!!! Und weil ich noch Zeit habe, hetze ich munter weiter.‘

Nur im Christlichen Abendland war die Entstehung von
Aufklärung,
Freimaurerei und
Sozialismus möglich. Aber alle haben Satan als Vater.

Diese furchtbare Gewalttat hat mM nach noch keiner verstanden. Sie ist ein Aufstand, eine Bürgerkriegserklärung gegen die Sozialdemokraten. Sie ist nicht ausdrücklich fremdenfeindlich, sondern eben eine Kriegserklärung gegen die innerstaatlichen Feinde, die den massenhaften Zuzug von ganz fremden, nicht assimilierbaren Menschen betreiben.
>>> Statt fruchtbar zu sein und sich zu mehren, haben die Serben und die Cyprioten zugeschaut, wie Teile ihrer Länder von fremdstämmigen Zuwanderern besiedelt wurden. Beide Bereiche sind deshalb heute eher Kriegsgebiete.
Der „Kampf gegen rechts“ macht die Linken blöd.

Der Fairness halber sei angemerkt, dass es auch vernünftige Stimmen gibt. „Wolfgang63″ oder „Erwache und lache“ schreiben im Rahmen dessen, was der Zensur gerade nicht zum Opfer fällt, sehr vernünftige Kommentare, die die rechten User immer wieder aus der Reserve locken. Der Großteil der kath.net-User scheint aber auch beim Thema Breivik besinnungslos rechtspopulistisch / -radikal zu denken.

Man ahnte es

Kath.net glückte heute ein Artikel, der der Kategorie Nächstenliebe schon etwas näher kommt als das, was ich hier sonst so zitiere. Es ist ein Bericht über die aktuelle Hungerskatastrophe im Osten Afrikas, der, wie zu befürchten steht, tausende Menschen zum Opfer fallen werden:

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft den Regierungen Ostafrikas und der internationalen Gemeinschaft vor, für die Hungersnot am Horn von Afrika mitverantwortlich zu sein. „Nicht nur die anhaltende Dürre, sondern auch mangelndes Interesse an der Lage der Nomaden, eine verfehlte Agrarpolitik, Bürgerkriege und nicht zuletzt fehlendes schnelles Engagement der reichen Industrieländer haben dazu geführt, dass nun mehrere zehntausend Nomaden vom Hungertod bedroht sind“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

[…] diese Wanderungsbewegungen sind eine notwendige Reaktion auf die Folgen des Klimawandels. Zwar betrachten viele Regierungsmitarbeiter die Hirten bis heute abschätzig als „Hinterwäldler“. Doch die Viehherden sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und in vielen Regionen die einzige Chance zu überleben.

Eine große Gefahr für die Nomaden sind auch die anhaltenden Bürgerkriege in Somalia und der Region Ogaden (Äthiopien). Aufgrund der Kämpfe können sich die Hirten oft nicht frei zwischen ihren Weiden bewegen. In Somalia hindern radikal-islamische Milizen Nomaden sogar an der Flucht in das benachbarte Kenia. Kenia schürt den Hunger, in dem es sich weigert, neue Flüchtlinge in einem bereits errichteten Lager aufzunehmen.

Das ist insofern lobenswert, als dass kath.net hiermit keine Menschen diskriminiert, sondern im Gegenteil einmal auf echte Notlagen aufmerksam macht. Außerdem wird der Klimawandel erstaunlicherweise einmal als Tatsache wahrgenommen. Wieso der Vatikan seine Billionen nicht in das Ende des Welthungers investiert, wird im Artikel natürlich nicht hinterfragt, aber das wäre von kath.net wohl auch zu viel verlangt.
Wieso ich den Artikel erwähne? In der Kommentarspalte tut sich User „Marcus“ hervor, die Ursache allen Leides zu lokalisieren. Völker der Welt, hört auf diesen Mann und seine guten Argumente!

Gut, daß das einmal aufgezeigt wird. Viele Katastrophen sind von der Ideologie, die da und dort
herrscht, verursacht oder begünstigt.

Wäre Ostafrika christlich und die „Internationale Gemeinschaft“ auch, würde es dort anders ausschauen.
Was ohnehin evident ist.

Naturkatastrophen würden auch nicht dieselbe verheerende Wirkung haben.

Genau! Die christlichen Industrienationen haben ja keinerlei Einfluss auf den Klimawandel, kriegen aus bestimmt sehr guten Gründen keine ausreichenden Nahrungsmittelhilfen auf die Reihe – Flüchtlinge außerdem nimmt z. B. Italien besonders gerne auf. Und Irlands Hungersnot des 19. Jahrhundert wurde von der (heidnischen!) Kartoffelfäule verursacht.

PS: Den heutigen Homophobie-Artikel werde ich noch bekritteln, habe wegen der Uni aber erst gegen Ende der Woche wieder Zeit dafür.

Ein bisschen Revisionismus

Die Sache mit dem Nationalsozialismus – einerseits sind rechte Katholiken stets darauf bedacht zu betonen, dass vor allem Protestanten Hitler gewählt hätten, und dass der Papst ja sowieso der größte Freund der Juden war (was sich v.a. im Nichtstun äußerte). Andererseits gibt es immer wieder Tendenzen, die Nazizeit zu relativieren – so auch heute.

Passiert war auf kath.net Folgendes: Es wurde eine Feststellung des Regensburger Bischofs Gerhard Müller in Artikelform gegossen; Müller geht dort mit dem Holocaustleugner und Piusbruder Richard Williamson ins Gericht und sagt, Williamson gehöre nicht zur katholischen Kirche. Nun regt sich in der Kommentarspalte aber zarter Unmut über diese Formulierung Müllers:

Richard Williamson, der umstrittene Bischof der Priestergemeinschaft St. Pius X., gehört nicht zur katholischen Kirche und stellt sich mit seiner „unglaublich herzlosen und zynischen Rede über das entsetzlichste Menschheitsverbrechen“ gegen das Recht und gegen die katholische Kirche.

Den Holocaust „das entsetzlichste Menschheitsverbrechen“ zu nennen, ist gerade für einen eher rechten Bischof eine erstaunliche und zu begrüßende Sache – schließlich hätte Müller auch so wie kath.net-Kommentator und Geschichtsfan „Marcus“ verfahren können:

Was hat mit dem „entsetzlichsten Menschheitsverbrechen“ auf sich, das nach traditioneller Lehre die Kreuzigung des Herrn ist? Hat Williamson das geleugnet?

Genau: Der Tod eines einzelnen Menschen ist das schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte, nicht der Massenmord an den Juden (und die Millionen Toten des 2. Weltkrieges).
„Guiseppe“ findet, dass Kirchenkritiker und Holocaustleugner auf eine Stufe zu stellen sind:

Hans Küng und Konsorten …
… gehören auch nicht zu Kirche.

„Hotzenplotz“ schließlich schreibt das, was in einem Sammelbecken rechter Gedanken zum Thema „entsetzlichstes Menschheitsverbrechen“ zu erwarten war:

Habe garnicht mitbekommen, dass Williamson sich jetzt auch zur Abtreibung geäußert hat…
(ca. 42 (!) Millionen Schwangerschaftsabbrüche weltweit jährlich!)

Der (implizit angedeutete Begriff) „Babyholocaust“ ist nicht nur eine unfassbar dumme Erfindung rechter Christen, diese Gleichsetzung ist schlicht gefährlich und bedrohlich. Indem das Abtreiben weder denkender, noch schmerzempfindender „Wesen“, die Menschen höchstens rudimentär ähneln, in einem Atemzug mit dem Vergasen und Erschießen von Juden genannt wird, werden die Opfer des NS-Regimes verhöhnt.

Das ist kath.net-Lesern freilich egal, so dass „Flüeklaus“ es in verräterisch rechtsextremer Argumentation schlimm findet, dass man den Holocaust nicht mal mehr gepflegt leugnen darf:

Unheiliger Zorn
Vielleicht hätte Bischof Müller Hw Williamson einfach
mal den § 130 StGB erklären sollen, anstatt ihn so zor-
nig anzupflaumen. Daß Hw Williamson sich als Brite diesem Paragraphen nicht einfach unterwerfen will – verständlich. Schlimm genug, daß wir es müssen.

Christenverfolgung!