Archiv der Kategorie 'Expertenmeinungen'

Expertenmeinungen zu Claudia Lücking-Michel

Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hatte auf der ZdK-Vollversammlung am Samstag behauptet, Benedikt XVI. habe Priestern die Füße mit angezogenen Socken gewaschen. Das war völliger Unfug, was sie am folgenden Tag auf ihrer Facebookseite auch zähneknirschend einräumte, sie entschuldigte sich und damit wäre die Sache eigentlich auch schon aus der Welt.

Wäre da nicht der traditionelle Hass, der dem ZdK von kath.net und Konsorten seit Jahren gewiss ist und sich auch am Wochenende artikulierte: Von „ZdK-Lügen“ war ausgerechnet auf kath.net die Rede, von „Papst Benedikt als Lachnummer des ZdK“ und Bischöfen, die „über den ZdK-Eklat nicht erfreut [waren,] wie kath.net erfahren konnte“. Während sich kath.net in den Tagen zuvor noch über den (im Übrigen teilweise tatsächlich) unhöflichen Diskussionsstil in sozialen Netzwerken empörte, lud man nun die geneigten Leser dazu ein, sich an Lücking-Michel, das ZdK oder gleich die deutsche Bischofskonferenz zu wenden und die liebevoll genährten Emotionen loszuwerden.

Die schönsten Ausfälle:

Hans Georg K. auf Facebook:

Geben Sie Ihren Job auf! Für solch eine uNTAT GIBT ES KEINE ENTSCHULDIGUNG1

Marco Etc. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Naja. Was kurzhaarige, linksverdrehte Frauen mit Doppelnamen halt so von sich geben ;)

Reichelt B. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Man soll sich nicht mit dem Teufel unterhalten

Otfried Schubert auf der kath.net-Facebook-Seite:

Die ganze Propaganda dieses ZK ist offensichtlich auf Lüge aufgebaut. Das hat dieses ZK mit anderen ZK´s der Geschichte und der Gegenwart gemeinsam.

„Suarez“ auf kath.net:

Dass Vertreter des ZDK mittlerweile schon zu völlig plumpe Lügen greifen, um den ihnen verhassten emeritierten Papst Benedikt zu verunglimpfen, spricht Bände über das Selbstverständnis dieser Scheinkatholiken. Man kann hier auch von eindeutigen Dekadenzerscheinung unserer Geselschaft sprechen.

Ufo-Forscher Michael Hesemann alias „mhesemann“ (ebd.):

Sofort zuruecktreten!
Statt dankbar zu sein fuer alles, was dieser grosse Papst fuer unsere Kirche getan hat, auch und gerade als Deutscher, gibt diese zweifelhafte, offenbar vom Thema Sex besessene „Dame“ ihn mit einer Luege der Laecherlichkeit preis – und das nicht etwa auf einer Atheistenversammlung oder vor der Homo-Lobby, sondern beim ZdK, von dem auch ich mich wohl langsam deutlich distanzieren muss. Wenn sie etwas Ehre hat und das ZdK vor weiterem Schaden retten moechte, dann soll sie unverzueglich aus allen damit verbundenen Positionen zuruecktreten. Sonst stellt sie uns deutschen Katholiken ein denkbar schlechtes Zeugnis aus! (aus Buenos Aires)

Und kath.net-Leser „Don Quichotte“ hält sich gleich gar nicht erst mit Kritik oder Alien-Jagd auf, sondern hat ganz andere Träume:

Wollen wir wirklich mit solchen Typen ….
einst die ewige Glückseligkeit im Himmel teilen ?

Wie die Jünger des Herren, bin ich versucht, solche Typen zu verwünschen:

„Herr, laß doch Feuer vom Himmel fallen … um sie zu vernichten!“ (Lk 9,51-62)

Expertenmeinung zur kommenden Diktatur

kath.net-Leser „Scotus“ liest von einem nassgemachten Erzbischof und hat eine böse Vorahnung:

Weiters glaube ich, dass künftige Tyrannen weder das Hakenkreuz noch Hammer und Sichel als Symbole verwenden werden. Die kommende Diktatur steht unter dem Symbol der Regenbogenfahne.
(rot, orange, gelb, grün, blau, violett)

Expertenmeinung zur Mafia

„johannes.freiburg“ wäre gern Kardinal. Weil er aber – wie die meisten anderen hasserfüllten kath.net-Leser – beim Konklave nicht wahlberechtigt ist, schreit er seine gutgemeinten Ratschläge und Vergleiche in der Kommentarspalte heraus:

Hauptsache wir bekommen keinen liberalen Papst
Ich denke Kardinal Ouellet wäre eine gute Wahl. Ich wünsche mir nur, wir bekommen keinen liberalen Papst, wie z.B. Kardinal Schönborn, der in den letzten Jahren häufig durch Positionen und Entscheidungen aufgefallen ist, die an den Zeitgeit angepasst sind. Z.B. seine Aussage, dass man bei homosexuellen Partnerschaften auch die Stabilität der Beziehung sehen solle. Das ist ungefähr so, wie wenn ich sagen würde, bei der Mafia sollte man doch das Augenmerk auf den familiären Zusammenhalt richten.

Expertenmeinung zum gesunden Volksgeist

kath.net-Chef Roland Noé alias „Gandalf“ im kath.net-Forum, wir schreiben (immer noch) das Jahr 2008:

Und in Europa gibt es keine Homophobie sondern eine widerliche Überwertung und Überhomosexualisierung, die weit schlimmer für den gesunden Volksgeist ist. Diese schwule Gleichmacherei-Ideologie bis zur Homo-Ehe, die hier auch von paar Zeitgeistler anscheinend unterstützt wird, das ist das wirkliche Problem.

Expertenmeinung zu Haftstrafen für Homosexuelle ii

Aus dem kath.net-Forum von 2008: „Guaneri“ antwortet einem User, der seine Homophobie nicht aufgeben möchte:

Ein Bekannter von mir aus Kenia regt sich ständig über unsere „liberale“ Haltung gegenüber der Homosexualität auf. In Kenia würde man Schwule 10 Jahre in den Knast schicken und damit hätte sich die Sache.
Auch in vielen islamischen Ländern kommt es zu schwersten Menschenrechtsverletzungen gegenüber Homosexuellen, teilweise steht sogar die Todestrafe darauf, so zum Beispiel in Libyen.

Und genau aus diesen Gründen muss die weltweite „Ächtung“ Homosexueller irgendwann mal ein Ende finden.

Auf diese Aufzählung – wir wiederholen noch einmal: 10 Jahre Gefängnisstrafe, schwerste Menschenrechtsverletzungen, Todesstrafe – reagiert kath.net-Chef Roland Noé alias „Gandalf“ nur einen Post später folgendermaßen (mutmaßlich fehlt im ersten Teil ein „nicht“):

@Guaneri: Die Afrikaner haben bei solchen Dingen halt noch soviel (mediale) Gehirnwäsche und können dadurch auch noch selbständig den Verstand einsetzen, der jeden normalen Menschen sagt, dass Homosexualität etwas Widernatürliches ist.

Dem ungläubigen Einwurf von „valentina“ entgegnet Noé dann noch:

Ich bin gegen Menschenrechtsverletzungen, ich aber aber auch gegen Gottesrechtsverletzungen und Homosexualität ist etwas Widernatürliches und eine Beleidigung vom Plan Gottes für die Welt. Ein Blick in die Genesis genügt dazu und was Gott zur Homosexualität denkt, steht unter anderem im Römerbrief, Kap. 1.

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