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Fragen, die gestellt werden müssen

Es gibt sie, die berechtigten Fragen von kath.net-Rechtsaußen. Unbequeme Fragen, denen man sich auch als Betreiber eines kath.net-Watchblogs nicht verschließen darf. Fragen, die gestellt werden dürfen, ja: müssen.
kath.net-Leser „Bodmann“ ist so eine Frage gelungen, unter einem Artikel über drei katholische Priester, die auf der Titanic das Angebot, in Rettungsbooten zu flüchten, ausschlugen und stattdessen Seelsorge an Bord betrieben:

Meine Frage : hätten so Atheisten gehandelt oder Zeitgeist infiltrierte Gutmenschen????

Lieber tot als Tanzverbot

Zu den beliebtesten Zeitvertreiben gehörte in den Anfangsjahren des Internet das Erstellen von Homepages mit seltsamen Gesetzen aus aller Welt. So klären beispielsweise Portale mit, das macht die Sache einfacher, fehlendem Literaturverzeichnis darüber auf, dass Männer im US-Bundesstaat Indiana in einer Bar nicht stehen dürften, oder dass das Fangen von Fischen mit der Hand dort verboten sei. In Mississippi wiederum dürfe sich niemand in der Öffentlichkeit rasieren, und in New Jersey ist das Runzeln der Stirn vor einem Polizisten angeblich ebenso strafbar wie das Schlürfen einer Suppe.

Was davon tatsächlich stimmt, und was nur erdichtet wurde, lässt sich kaum nachprüfen. Doch andererseits muss man gar nicht weit reisen, um kuriose Gesetze kennenzulernen. Es reicht im Zweifelsfall der Blick auf Deutschland, wo man je nach Bundesland an bis zu 18 Tagen im Jahr nicht tanzen darf. Baden-Württemberg stellt diesen Rekord auf, in Berlin und Schleswig-Holstein müssen die Beine an 3 Tagen im Jahr ruhen. Betroffen sind neben weltlichen Feiertagen wie Neujahr und dem Volkstrauertag vor allem die christlichen Feiertage. Symbolisch steht dafür der bevorstehende Karfreitag, wo das Tanzverbot bundesweit gilt.

Das Verbot, das aus den 1950er Jahren und damit aus einer Zeit stammt, in der aufkommende Musik wie Rock ‚n‘ Roll oder Beat und die damit verbundenen Tänze als rebellisch und aufrührerisch galten, ist in den letzten Jahren zunehmend umstritten. Es gilt vielen laizistischen Organisationen und Parteien als Symbol für die noch immer nicht vollständige Säkularisierung, und in der Tat ist es kaum verständlich, wieso Atheisten, Muslime und alle anderen Nicht-Kirchgänger an bestimmten (religiösen) Feiertagen nicht tanzen dürfen: Die Mehrzahl der Discos dürften sich kaum in der Nähe von Kirchen befinden, weshalb sich keine Störung religiöser Zeremonien ergibt.

Auch für viele kath.net-Leser und andere Fundamentalisten ist das Tanzverbot ein Symbol, wenngleich mit völlig anderer Bedeutung: An der bloßen Existenz messen sie den Einfluss des Christentums in Deutschland ab; eine Abschaffung wäre für sie katastrophal. Tatsächlich ist das Tanzverbot eines der letzten christlichen Gesetze, das direkten Einfluss auf das Leben von Nicht-Christen in Deutschland hat.

Am 1. April berichtete kath.net erstmals in diesem Jahr über geplante Proteste gegen das Tanzverbot: Mitglieder der Piratenpartei wollten am Karfreitag in Gießen auf dem Kirchenplatz demonstrieren, was kath.net selbstbewusst als „bewusste Provokation der Piratenpartei gegenüber den Christen“ interpretierte. Um das zu unterstreichen wurde der zuständige Propst mit der Einlassung zitiert, die Demo sei ein „intoleranter Akt“, zumal sie „zur Todesstunde Christi“ stattfinde. Am 4. April erschien auf kath.net ein zweiter Teil: Diesmal wurde die Demonstration „Zum Teufel mit dem Tanzverbot“ beworben, die vor dem Kölner Dom stattfinden und folgendermaßen funktionieren solle:

In der Beschreibung der Veranstaltung heißt es: „Schnappt euch MP3-Player samt Kopfhörer oder euer Kofferradio, kommt um 19 Uhr zum Kölner Dom und fangt an zu tanzen!“

In beiden Fällen fiel das Echo der Leser vernichtend aus, die negativen Reaktionen lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: Da sind zum einen die Pöbler, die, angespornt von den Artikeln, endlich mal wieder gegen vermeintliche Linke losledern und parallel sich durch die Demonstrationen in ihrer Religionsfreiheit beschränkt fühlen. Zum zweiten gibt es die übliche Fraktion der „Das würden die sich bei den Moslems nie trauen!!“-Sager.
Zur letzteren Gruppe gehört auch „quer“, der/die sich die Meinung selbst nach Einwürfen anderer Leser nicht verbieten lässt:

Tapferkeit
„…Recht auf individuelle Selbstbestimmung „von einem Gesetz aus längst vergangener Zeit“ eingeschränkt.“

Das ist tapfer! Ob es das wirklich ist, läßt sich dann feststellen, wenn die gleichen Leute an einem Nachmittag im Ramadan vor einer großen Moschee ein öffentliches Grillfest mit Bratwurst und Bier veranstalten, und auf dem Bürgersteig vor dieser Moschee während der Gebetszeit ein Tänzchen veranstalteten.

Dazu wird es aber nie kommen, weil diese guten Leute um ihr Leben fürchten müßten.

Weil das bei Christen nicht zu befürchten ist, ist natürlich eine Veranstaltung vor dem Dom besonders tapfer und überzeugend.

„Dismas“ stimmt zu:

Wenn ich das Geschreibel von „Ramadan“ schon lese
verteidigen wir endlich unsere abendländische christliche Leitkultur. Diese hat soviele Errungenschaften in der Wissenschaft und im sozialen geschaffen…. Sorry, ich will niemandem diese große Kultur aufdrängen, ich ziwnge auch niemanden in mein Heimatland zu kommen. Aber ich möchte mich nicht in meiner angestammten Kultur als Europäer dilskriminieren lassen!

„Dismas“ und anderen Angehörigen seiner „angestammten Kultur als Europäer“ scheint nicht ganz klar zu sein, dass die Muslime wie auch Juden, Hindus, Buddhisten oder Atheisten über keine eigenen Feiertage verfügen, die unnötigerweise Einfluss haben auf das Leben Andersgläubiger.
„Inder“, offenbar auch ein Fan der sog. „abendländischen christlichen Leitkultur“, stellt jedenfalls fest:

Hier sieht man wie weit es in Deutschland mit der Demokratie und der Religionsfreiheit für Christen ist. Stellen Sie sich den Aufschrei vor, wenn Christen jüdische oder muslimische Gottesdienste stören oder ihre höchsten Feiertage verhöhnen würden

Später stellt „Inder“ noch messerscharf fest:

Wenn die religiösen Feiertage abgeschafft werden, dann gibt es nur noch zwei arbeitsfreie Tage im Jahr. Dann ist nur noch der Tag der Arbeit und der der deutschen Eingeit frei. D.h. Wir haben 363 Arbeitstage im Jahr.

Möglich, dass die Piraten an 363 Tagen im Jahr arbeiten möchten. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie die Feiertage an sich nicht abschaffen möchten – oder im Zweifelsfall nur durch weltanschaulich neutrale Anlässe ersetzen würden. Wie wäre es mit einem Goethe-Tag für die Leitkultur-Freunde? Mit einem Beatles-Tag, einem Feiertag zum Ende des 2. Weltkrieges, einem Tag der Gleichberechtigung, der Menschenrechte oder des Friedens?

Mit kath.net-Lesern wie „Martyria“, dem/der schon Begriffe wie „Vielfalt“ sauer aufstoßen, wäre eine Revolution der Feiertagsregelung vermutlich nicht zu machen:

Neusprech
„Hessen sei ein christl.-abendl. geprägtes Land, das durch Zuwanderung zwar vielfältiger und lebendiger geworden sei, …“, so der Ministerpräsident.

Ja, da soll doch gleich der Blitz einschlagen! Der tut ja gerade so, als hätte es vor der (Im-)Migrantenwelle in unseren Landen nur eintöniges, fades und kulturloses Leben gegeben!

Liebe Linkinnnen und Linke, ihr habt es geschafft: Eure verderbte denk- und Sprechweise ist zur politisch korrekten sermo aufgestiegen, die sogar ehemals konservativ-bürgerl. Kreise durchseucht hat. Pfui. Und ich werde mich bis zum letzten Atemzug dagegen wehren, so zu denken und zu sprechen wie ihr.

Noch zu den Piraten: Wir Christen sind mit Paulus konservativ, wenn wir alles prüfen und das Gute behalten. Ihr seid doof, weil ihr nichts prüft, nichts behaltet und keine Alternativen habt. Die Feiertage müssen so bleiben, wie sie sind, weil der Staat das Gemeinwohl im Blick haben muss und diese Tage den Bürgern gut tun – auch wenn sie e

„Tisserant“ diskutiert mit einer Userin namens „Erwache und lache“, deren liberale Meinungen seltsamerweise die Zensur überwinden konnten:

@erwache und lache
Sie sind scheinbar ein Vertreter der sog Partei der „Piraten“?
Denn ihr Nickname besagt ja bereits alles, das was andere wichtig ist, durch den Dreck ziehen, aber bitte nur bei Katholiken! Wie halten Sie es denn bei den muslimsichen Feiertagen?
Ups, sorry, da trauen solche Freibeuter sich nicht ran weil sie wissen was pasiert, da fliegt einem das Laptop und der Mainstream um die Ohren!

Ich kann nur sagen, wer derart provoziert wie die Protest- und Nichtsager“Partei“ der Piraten ist im Grunde ein Einfältiger Feigling!
Aber ich respektiere im Gegensatz zur „Partei“ der Nichtwähler Ihre Meinung und denunziere Sie nicht, ich jedoch bin einmal gespannt ob das abgedroschene Wort der Toleranz auch auf uns Katholiken zutrifft!

Das Gegenüber denunzieren und gleichzeitig betonen, es nicht zu tun. Formvollendet. Apropos; „Prophylaxe“ fällt ein toller Vergleich ein:

Dass man
es hier mit Unzureichnungsfähigen zu tun hat, sieht man daran, dass hier wieder nach Trennung von Kirche und Staat geschrieen wird, während der ( aus christlicher Tradition ) begangene Feiertag ohne Murrens von diesen kulturlosen Banausen gerne in Anspruch genommen wird:
Dann lasst Sie tanzen, aber nicht vor Kirchen, denn das Grundgesetz garantiert die Freiheit der Ausübung religiösen Kults !
Alles andere ist strafbar, oder tanzen diese Heinis auch am Holocaustgedenktag in Berlin ?

„Cosinus“ wirft ein:

Der übliche Linksfaschismus.

Und „speedy“ stimmt zu:

die Piraten sind Kommunisten

Mindestens! „Noemi“ wird es währenddessen mit dem Kommentator „Wolfgang63″ zu bunt, sie löst die Meinungsdifferenzen elegant mit ein wenig Meckern:

aber aber verehrter Wolfgang63 ,
& Atheoprovokateur, so viel Allgemeinbildung , daß Sie wissen, daß Noemi eine Frauenname ( jaja kommt in dem Buch vor, das Sie so fürchten -der Bibel nämlich ) ist, sollten Sie dann schon haben. Besonders weil Sie uns ja immer ( allerdings vergeblich) weismachen wollen, daß Atheisten so viel klüger, wissender und gebildeter sind…..

Und weil oberflächliche und persönliche Anfeindungen eben so viel bequemer sind als das unschöne Raussuchen sachlicher Argumente, beschäftigt sich „Noemi“ auch noch mit den Organisatoren der Kölner Demo:

wenn man das Foto des Ideengebers für die Tanzdemo ansieht- kann man Dir nur Recht geben: unansehnlich& grämlich -und außerhalb einer Demo tanzt wahrscheinlich niemand mit ihm, da erscheint das ganze Gehopse schon in einem ganz anderen Licht.

Dennoch- man stelle sich vor: unsere Amateurtänzer hätten wohl auch am Fuße des Kreuzes, während Jesus starb, zusammen mit dem Pöbel von Jerusalem Hohngesänge auf ihn gesungen und getanzt und wären ganz stolz auf sich gewesen.

Wie wäre es eigentlich einmal statt eines Tanzverbotes mit einem achtzehntägigen Kommentarverbot für besonders dämliche kath.net-Kommentatorinnen?

+++EIL+++

Dass kath.net den atheistischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins nicht mag, dürfte mittlerweile sattsam bekannt sein. Wie man den Briten jetzt aber zu diskreditieren versucht, ist schon arg peinlich:

BBC-Debatte: Dem Darwinisten Dawkins entschlüpft ein „O Gott“

Der Atheist Richard Dawkins (Foto) hat versehentlich Gott um Hilfe angerufen. „O Gott“, brach es aus dem Oxforder Evolutionsbiologen heraus, als er aufgefordert wurde, den vollständigen Titel des Hauptwerks von Charles Darwin (1809-1882) „Die Entstehung der Arten“ zu zitieren. Er lautet: „On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life“ (Über die Entstehung der Arten mittels natürlicher Auslese oder die Erhaltung der bevorzugten Rassen im Daseinskampf).

Mit dieser Meldung konfrontiert äußerten namhafte englische Atheisten Berichten zufolge entgeistert: „Jesus! What did he think for heaven’s sake?“
Und der Jugendverband der Giordano Bruno-Stiftung meldete nur: „OMG!“

Die Sache mit der Hermeneutik

Nach bis dato 5 Kommentaren und keiner kritischen Stellungnahme kommt man als Watchblogger nicht mehr umhin, sich zu Wort zu melden, um etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen – Kommentar von Episodenfisch.

Wer den Beitrag von Victoria Fender auf der österreichischen Internetplattform „kath.net“ gelesen hat und ein anschauliches Beispiel für diffuse Atheistenfeindlichkeit erleben will, dem sind die dort folgenden 5 Kommentare und der Artikel von Andreas Laun, publiziert auf ebendieser Seite zu empfehlen.

Um Fragen vorwegzunehmen: Nach ein wenig Recherche auf der Homepage von kath.net wird bald offensichtlich, dass dort zwar für Denk- und Meinungsfreiheit plädiert wird, die anderen Weltanschauungen allerdings – besonders die großen Weltreligionen Judentum und Islam, sowie Atheismus – leider keine Akzeptanz finden. Offensichtlich gilt die „Meinungsfreiheit“ nur für erzkatholische Ansichten.

(Originaltext ähnlich)

Mit anderen Worten: Victoria Fenders Diskussionsbeitrag zum Atheismus krankt nicht nur an den bekannten schlechten Argumenten gegen das religionsfreie Leben, sondern auch an der Fallhöhe: Anderen Weltanschauungen Intoleranz vorwerfen, ok. Aber auf einer Plattform wie kath.net? Wo Atheisten wahlweise als ‚dumm‘ (Bischof Andreas Laun), ‚behindert‘ („sttn“), oder ‚wie Analphabeten‘ („Edgar Ludwig“ in einem der 5 Kommentare) verunglimpft werden?
Mutig.

Hysteria

Wenn es um Nachrichten aus den USA geht, kennt kath.net keine bessere Quelle als Fox News. Zuschauer des rechten Senders sind zwar nachweislich schlechter über das Weltgeschehen informiert als Menschen, die überhaupt keine TV-Nachrichten sehen; weil neben Verschwörungstheorien über Barack Obama aber auch immer wieder fundamentalistisch-christliche Meldungen kolportiert werden, bezieht sich das Linzer Portal gerne auf den von Rupert Murdoch geführten Sender.

Aktuell ins Visier von Fox News und damit auch von kath.net geraten ist die Band Aiden. Die macht ziemlich durchschnittlichen Alternative-Rock und erinnert optisch an die längst vergangen gehofften Tage des Horror-Punks:

Ein Musikvideo, das brennende Kirchen und blutige Kreuze zeigt, wird zur Werbung für ein atheistisches Festival auf der Militärbasis Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina verwendet. Im dazu gehörenden Lied „Hysteria“ kündigt die Gruppe Aiden das „Abbrennen eurer Synagogen“ und „Abfackeln eurer heiligen Bücher“ an.

Das Video ist auf der Internetseite „Rock Beyond Belief“ (dt. „Rock jenseits des Glaubens“) zu sehen, welches das gleichnamige Festival bewirbt, das Ende März diese Jahres stattfinden wird. Neben Aiden werden andere Musikgruppen und atheistische Redner auftreten. Unter letzteren befindet sich auch der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins. Für Kinder ist ein „säkulares Sommercamp“ vorgesehen.

Dank der GEMA lässt sich das Youtube-Video auf der RBB-Seite in Deutschland nicht ansehen, wer sich eine Meinung bilden möchte, kann auf vimeo.com zählen. Plakativ werden Bilder brennender Gotteshäuser, eines Friedhofs und einer Nonne mit Gasmaske gezeigt, dazwischen blickt der in einem Priestergewand gekleidete Sänger an der Kamera vorbei und macht Grimassen. Die Musik ist ziemlicher Durchschnitts-Rock und die von kath.net kritisierten Zeilen sind: nicht enthalten. Zumindest wird nicht „angekündigt“, „eure Synagogen“ und „eure heiligen Bücher“ abzufackeln. Stattdessen wird gesungen:

Love how they burn your synagogues
Love how they torch your holy books

Das ist dämlich und gefährlich, aber nicht aus den von kath.net genannten Gründen. Keinesfalls wird angekündigt, Synagogen anzuzünden und Bibel/Tora/Koran zu verbrennen; und natürlich dürften die fraglichen Zeilen sarkastisch gemeint sein. Wer aber Bilder brennender Synagogen oder Kirchen mit der Zeile „Love how they burn your synagogues“ unterlegt, der muss sich Dummheit vorwerfen lassen; schließlich wird durch die im Song arg verkürzte Religionskritik auch die Judenverfolgung der Nazis relativiert und auf den Faktor Religion reduziert.

Wozu kath.net und vor allem natürlich Fox News diesen dämlichen Song nutzen werden, liegt auf der Hand: Den Atheisten wird pauschal und nicht so ganz wahrheitgemäß vorgeworfen werden, Religionen (und das heißt hier: das Christentum, denn wen interessieren schon die Juden?) vernichten zu wollen. Richard Dawkins, dem Andreas Laun schon einmal unterstellte, sich den Tod eines christlichen Kritikers zu wünschen, kann davon ein (hoffentlich besseres) Lied singen.
Mit der bewussten Provokation, „Hysteria“ als repräsentatives Video für das Festival auf die Homepage zu stellen, ist also immerhin die gewünschte Aufmerksamkeit erzielt worden. John Lennons „Imagine“ hätte wohl kaum diesen Widerspruch provozieren können; hätte die Veranstaltung aber auch in einem wesentlich besseren und intellektuell redlicheren Licht erscheinen lassen.

Leserin „Noemi“ und die erwartbare Reaktion:

jaja
die „Toleranz“ unserer Pseudoaufgeklärten gegenüber Andersdenkenden ist schon legendär. Die Atheismusreligion erweist sich immer wieder als eine der Doktrinärsten ever. Sie träumen von brennenden Gotteshäusern, Hl. Büchern und insgeheim Menschen ( nur das zu sagen, ist derzeit noch nicht opportun)- womit sie natürlich ungewollt einen Hinweis auf die schwache Überzeugungskraft ihrer Ideologie geben.
Was toben die Heiden…. kann man da nur mit dem Psalmisten sagen.

Und „chronotech“ fühlt sich aus einem anderen Grund schlecht behandelt – solange es brennende Moscheen gewesen wären, hätte er/sie kein Problem mit dem Song gehabt:

FEIGHEIT PUR!!!
Warum nicht mit berennenden Synagogen und Moscheen? Warum nicht blutigen David-Sternen und Halbmonden?
Kalte Füßchen bekommen, gell – ihr sog. Atheisten?