Expertenmeinungen zu Claudia Lücking-Michel

Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hatte auf der ZdK-Vollversammlung am Samstag behauptet, Benedikt XVI. habe Priestern die Füße mit angezogenen Socken gewaschen. Das war völliger Unfug, was sie am folgenden Tag auf ihrer Facebookseite auch zähneknirschend einräumte, sie entschuldigte sich und damit wäre die Sache eigentlich auch schon aus der Welt.

Wäre da nicht der traditionelle Hass, der dem ZdK von kath.net und Konsorten seit Jahren gewiss ist und sich auch am Wochenende artikulierte: Von „ZdK-Lügen“ war ausgerechnet auf kath.net die Rede, von „Papst Benedikt als Lachnummer des ZdK“ und Bischöfen, die „über den ZdK-Eklat nicht erfreut [waren,] wie kath.net erfahren konnte“. Während sich kath.net in den Tagen zuvor noch über den (im Übrigen teilweise tatsächlich) unhöflichen Diskussionsstil in sozialen Netzwerken empörte, lud man nun die geneigten Leser dazu ein, sich an Lücking-Michel, das ZdK oder gleich die deutsche Bischofskonferenz zu wenden und die liebevoll genährten Emotionen loszuwerden.

Die schönsten Ausfälle:

Hans Georg K. auf Facebook:

Geben Sie Ihren Job auf! Für solch eine uNTAT GIBT ES KEINE ENTSCHULDIGUNG1

Marco Etc. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Naja. Was kurzhaarige, linksverdrehte Frauen mit Doppelnamen halt so von sich geben ;)

Reichelt B. auf der kath.net-Facebook-Seite:

Man soll sich nicht mit dem Teufel unterhalten

Otfried Schubert auf der kath.net-Facebook-Seite:

Die ganze Propaganda dieses ZK ist offensichtlich auf Lüge aufgebaut. Das hat dieses ZK mit anderen ZK´s der Geschichte und der Gegenwart gemeinsam.

„Suarez“ auf kath.net:

Dass Vertreter des ZDK mittlerweile schon zu völlig plumpe Lügen greifen, um den ihnen verhassten emeritierten Papst Benedikt zu verunglimpfen, spricht Bände über das Selbstverständnis dieser Scheinkatholiken. Man kann hier auch von eindeutigen Dekadenzerscheinung unserer Geselschaft sprechen.

Ufo-Forscher Michael Hesemann alias „mhesemann“ (ebd.):

Sofort zuruecktreten!
Statt dankbar zu sein fuer alles, was dieser grosse Papst fuer unsere Kirche getan hat, auch und gerade als Deutscher, gibt diese zweifelhafte, offenbar vom Thema Sex besessene „Dame“ ihn mit einer Luege der Laecherlichkeit preis – und das nicht etwa auf einer Atheistenversammlung oder vor der Homo-Lobby, sondern beim ZdK, von dem auch ich mich wohl langsam deutlich distanzieren muss. Wenn sie etwas Ehre hat und das ZdK vor weiterem Schaden retten moechte, dann soll sie unverzueglich aus allen damit verbundenen Positionen zuruecktreten. Sonst stellt sie uns deutschen Katholiken ein denkbar schlechtes Zeugnis aus! (aus Buenos Aires)

Und kath.net-Leser „Don Quichotte“ hält sich gleich gar nicht erst mit Kritik oder Alien-Jagd auf, sondern hat ganz andere Träume:

Wollen wir wirklich mit solchen Typen ….
einst die ewige Glückseligkeit im Himmel teilen ?

Wie die Jünger des Herren, bin ich versucht, solche Typen zu verwünschen:

„Herr, laß doch Feuer vom Himmel fallen … um sie zu vernichten!“ (Lk 9,51-62)


14 Antworten auf „Expertenmeinungen zu Claudia Lücking-Michel“


  1. 1 suennerklaas 01. Mai 2013 um 11:18 Uhr

    Zitat:
    Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hatte auf der ZdK-Vollversammlung am Samstag behauptet, Benedikt XVI. habe Priestern die Füße mit angezogenen Socken gewaschen.

    Ich habe köstlich über diese Aussage gelacht. Und nein – so vertrottelt war und ist der Ratzinger nicht. Da ist er nun einmal in Schutz zu nehmen. Aber könnte es sein, dass Frau Lücking-Michel auch nur den Leuten der Generation Benedikt einfach einmal einen ollen ausgelatschten Schuh hinstellen wollte, den die sich dann bereitwillig angezogen haben? Nach den „Skandalen“ um die Schwarzen Schuhe des Papstes, die fehlende Mozetta und der Kniebeuge wissen wir ja, dass es da Leute gibt, die wegen der kleinesten Nebensächlichkeit schon völlig ausrasten. Wenn man aber schon wegen der kleinsten Kleinigkeit quasi explodiert, dann zeigt man seine Armseligkeit: was will man machen, wenn dann wirklich einmal etwas passiert, worüber man sich empören muss? Ich find’s bemerkenswert, dass man nur bestimmte Knöpfe drücken muss und schon startet – zur Belustigung anderer – automatisch das ganz große Geschrei.

    Aber zurück zum Alten Schuh: die Reaktionen zeigen, auf welchem Niveau der sogenannte „Innerkirchliche Dialog“ sich in Teilen befindet. Das gilt sowohl für die Leute aus den Reihen der Dunkelkatholiken, als auch für deren Antipoden. Auf Gloria haben sie komplett alle Hüllen fallen lassen – da wurde in den letzten Tagen auch mal wieder Hakenkreuze gepostet – oder eben auch das große Werk des selbsternannten GRÖFAZ, „Mein Kampf“ veröffentlicht. Dort erlebt man ein beeingruckendes „Schlimmer geht immer“; man mag es kaum glauben, dass Leute, wie Nay und die Doppelbauers nicht nur Abitur, sondern auch noch ein abgeschlossenes geisteswisschaftliches (!) Studium haben. Inzwischen bewegt man sich auf dem Niveau der „Was-Guggst-DU?!-Wolle-eins-in-Fresse-haben?!“Leute, die man aus den großstädtischen Ghettos Westdeutschlands, Österreichs und der Schweiz sattsam kennt.
    Ob man wirklich glaubt, man könne so neu evangelisieren? Man macht sich zum lächerlichen Hanswurst.

  2. 2 suennerklaas 01. Mai 2013 um 13:00 Uhr

    Ein paar Belege zu oben. Ich verlinke sie jedoch hier nicht direkt, sondern nur zur Dokumentation. Beim ersten handelt es sich um eine Verunglimpfung, die die Beteiligten unter sich ausmachen müssen. GTV hat das Bild ja auch inzwischen entfernt – an dieser Stelle habe ich den Cachelink aber zur Dokumentation des „Diskussionsniveaus“ gesetzt. Der zweite Beleg ist da viel heftiger: eine direkte Verlinkung des zweiten Belegs ist in Deutschland und Österreich und auch in der Schweiz strafrechtlich relevant. Mein Dank an dieser Stelle an Diskordianerpapst

    1) Code: tinyurl. com/cy6k4tn
    2) Code: http://de.gloria. tv/?media=428266

  3. 3 Achim Patton 03. Mai 2013 um 9:19 Uhr

    Angela Merkel wird im laufenden Wahlkampf jubeln über den Knieschuß, den ihre CDU-Parteikollegin Frau Dr. Claudia Lücking-Michel mit ihrem Spott auf B16 em. verpaßt hat, „Kritik“ berechtigt hin oder her. Damit dürfte die CDU Stammwähler im Meer der Nichtwähler verloren haben. Gift für die CDU. Mannomann – und solche Frauen gehören zur intellektuellen Speerspitze der Union?

  4. 4 Johannes 03. Mai 2013 um 16:58 Uhr

    „und damit wäre die Sache eigentlich auch schon aus der Welt“

    Nunja, also ganz so fix wär ich da nicht, zumal sich schließlich gerade dieser Blog damit hervortut, anderen ihre früheren Äußerungen oftmals noch jahrelang hinterherzutragen… Im Übrigen hat Kath.net auch die etwas halbherzige Entschuldigung von Frau Lücking-Michel unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung dem angegriffenen Artikel angefügt.

    Für mich stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Frau Lücking_Michel machte (wohl bewusst und vorsätzlich) eine falsche Aussage über Papst Benedikt. Ich ich finde es grundsätzlich noch nicht besonders gewagt, das als Lügen zu bezeichnen.

    Diese Lüge konnte wohl nur einen Sinn haben, nämlich Papst Benedikt irgendwie lächerlich zu machen. Und die Vollversammlung des ZdK reagiert auch wie gewünscht und bricht in schallendem Gelächter aus (so zu hören noch auf dem Audio-File der kurzen Ansprache von Frau Lückin-Michel, das kurze Zeit später wieder klammheimlich aus dem Internet genommen wurde),
    und das, obwohl im Zeitalter von Interneut und Smartphones wohl nahezu jeder Zuhörer binnen kürzester Zeit den Unsinn ihrer Aussage nachprüfen hätte können!
    Das wirft ein sehr fahles Licht auf das ZdK…

    Dass Kath.net Kontaktdaten von Frau Lücking-Michel verlinkte, halte ich nicht in gleichem Maße verwerflich wie Sie. Erstens waren das ihre öffentlichen Kontaktmöglichkeiten, die Frau Lücking-Michel als Bundestagskandidatin und ZdK-Vize selbst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte. Zweitens hätte jeder Mensch mit Internetzugang diese Links (z.B. ihr facebook-Profil) binnen Sekunden auch selbst herausgefunden. Drittens nimmt Frau Lücking-Michel als ZdK-Vize ja gerade für sich in Anspruch, Vertreterin der deutschen Katholiken (zumindest der Laien!) zu sein. Da dieser Verteretungsanspruch bisher nicht demokratisch legitimiert war, will sie außerdem auch noch gewählte Volksvertreterin werden. Ich denke, gerade in dieser
    extrem exponieten Stellung muss sie sich auch die kritischen Anfragen derer gefallen lassen, die sie da eigentlich vertreten will…

    „traditionelle Hass, der dem ZdK von kath.net und Konsorten seit Jahren gewiss“
    Hass ist ein sehr starkes Wort, das auch manchmal in diesem Blog etwas überstrapaziert wird… Meist gelingt es aber nicht so recht, den „Hass“, der von Kath.net angeblich so oft ausgeht, plausibel zu machen. So auch hier:

    „ZdK-Lügen“ halte ich für (noch) gerechtfertigt. Frau Lücking-Michel ist ZdK-Vize. Das ZdK hat sich ihre Äußerungen darum in gewisser Weise auch selbst zuzuschreiben.

    „Papst Benedikt als Lachnummer des ZdK“ kann jeder bestätigen, der das Audio-File gehört hat.

    „Bischöfen, die „über den ZdK-Eklat nicht erfreut [waren,] wie kath.net erfahren konnte“ was daran den „Hass“ von Kaht.net belegen soll, ist mir schleierhaft…

    Wie immer auf diesem Blog: Viel Wind, aber wenig Substantielles dahinter… Und, ebenfalls hier üblich, werden dann noch die schrägsten oder schrillsten Kommentare dazugestellt, um dem eigenen Echauffieren noch etwas Zucker zu geben…

  5. 5 Administrator 04. Mai 2013 um 11:39 Uhr

    Nunja, also ganz so fix wär ich da nicht, zumal sich schließlich gerade dieser Blog damit hervortut, anderen ihre früheren Äußerungen oftmals noch jahrelang hinterherzutragen…

    Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass sich C. Lücking-Michel für ihren Unsinn entschuldigt hat, während die jahrealten Äußerungen von kath.net weiterhin vertreten und immer wieder aufs Neue propagiert werden.

  6. 6 Nike 05. Mai 2013 um 13:01 Uhr

    „… aber es könnte ja sein, dass Frau ..(….) einfach einmal einen ollen ausgelatschten Schuh hinstellen wollte,den die sich dann bereitwillig angezogen haben?“ (suennerklaas)

    Ich würde das nicht unbedingt auf die Generation B. beziehen, da gibt es ja so einige, die tief empört ihr Bestes geben um anzuprangern. Was Michael Schneider-Flagmeyer auf dem Blog Forum deutscher Katholiken zum ZdK und die heilige Katharina von Siena so von sich gibt, ist zwar nicht unbedingt von A-Z lesenswert und auch nicht im Kern seiner bemühten Ausführungen richtig, da er die Weihe zum Diakon nicht von vom Priesteramt unterscheiden kann, zumindest was die Zulassung von Frauen zum diakonischen Amt angeht. It´s a man´s world oder so ähnlich, Frauen und (niedriges!!) diakonisches Weiheamt? Never.
    Wow, da hängt er sich rein, der Gute, und läuft zur Hochform auf…

    Und dann der sog. Gremienkatholizismus und der Lehmann-Katholizismus, m. W. doch heiß geliebtes Thema bei dem abgetauchten, beweinten +net, und: natürlich nie thematisch Schnittstellen zu kath.net/ oder Mammutprogramm diverser KommentatorInnen vorhanden.. das auch, undsowieso!

    Ist inzwischen ja total bereinigt….

    Nicht zum Lesen, aber real:
    http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=811

    Es lebe der Kirchenkampf – nett real auch
    http://www.papsttreue-vereinigungen.de/erklaerungen.php?datum=06.01.2012
    Hier u.a. Matussek at his best.

  7. 7 diskordianerpapst 07. Mai 2013 um 8:37 Uhr

    @Johannes
    Sie unterstellen Frau Lücking-Michel Vorsatz und bezichtigen sie der Lüge.
    Ohne den geringsten Beleg. Ich nehme an Sie haben nichts dagegen wenn man mit Ihnen gleichermassen verfährt.

    „…und das, obwohl im Zeitalter von Interneut und Smartphones wohl nahezu jeder Zuhörer binnen kürzester Zeit den Unsinn ihrer Aussage nachprüfen hätte können!“

    Wie, bitte schön, soll das gehen. Man müsste ja alle jemals von Benedikt durchgeführte Fusswaschungen finden und prüfen. Voraussetzung wäre das alle auch tatsächlich im Internet zugänglich wären und in kompletter Länge als Video oder Fotostrecken mit jedem Fuss vorlägen. Ist also nichts mit „in kürzester Zeit nachprüfen“.
    Aber Ihnen reicht wahrscheinlich schon ein Foto mit Fuss ohne Socke und die Empörung in bestimmten Kreisen als Beweis.
    Aber: Geschenkt, so wie es aussieht hat sie wohl Unsinn erzählt. Es würde mich aber köstlich amüsieren wenn doch noch ein Sockenfoto auftaucht ;-)

    Beschwerdeadressen:
    Bitte nennen Sie mir ein seriöses Medium welches regelmässig Kontaktdaten zwecks Beschwerden unter seine Artikel setzt. Ihre Argumentation die Daten wären für jeden leicht zu finden geht ja wohl vollkommen nach hinten los.
    Was bitteschön soll das denn dann bewirken, wenn nicht den Lesern die Beschwerden zu erleichtern und damit zu maximieren. Das ist kein Journalismus mehr sondern Aufruf zu Spamkampagnen. Ist bei kath.net auch langjährig geübte Praxis.

    Aber was war eigentlich passiert:
    Eine Politikerin sagt etwas das nicht den Tatsachen entspricht. WTF, das ist in etwa so interessant wie nach welcher Seite ein Sack Reis in einem Land ihrer Wahl umkippt. Das sie sich kurzfristig korrigiert, ja sogar entschuldigt ist schon eher eine Erwähnung wert.
    Aber in diesem Fall betraf die falsche Aussage den heissgeliebten Benedikt und das geht ja mal gar nicht, umso besser das sie noch dem ZDK angehört, da kann man dann viel Wind um wenig Sustanzielles draus machen.
    Wie immer wenn man bei kath.net die kleinste Chance sieht den Feindbildern ans Bein zu pinkeln, da wird die Empörungsmaschine angeworfen, diesmal wieder schön koordiniert mit den Bloggern.

    Im übrigen: Kath.net entschuldigt sich nicht, kath.net schreibt meist ohne Vermerk um oder löscht. sie stehen eben nicht zu ihren Fehlern, im Gegensatz zu Frau Lücking-Michel oder auch diesem Blog.
    Dazu kommt das Kritik an der Berichterstattung weder im Kommentarbereich noch im Forum gestattet ist. Es ist eben nur ein klassischer Propagandaoutlet.

    Abschliessend beklagen Sie die „schrägsten oder schrillsten Kommentare“ hier.
    Noch ein Vorwurf ohne Substanz, es waren ja gerade mal 3 da als sie Ihren einstellten. Die ersten zwei sind Beobachtungen die sich belegen lassen, nicht nur an den geposteten links sondern über einen längeren Zeitraum.
    (Die Zusammenhänge zwischen Kath.net und GTV zu erörtern würde jetzt hier den Ramen sprengen)
    Zu der parteipolitischen Sichtweise kann man sicher anderer Meinung sein, ändert aber nichts daran das der Kommetar weder schrill noch schräg vorgetragen wurde.
    Im krassen Gegensatz zu den Kommentarern auf kath.net, auf die zu einem nicht geringen Anteil Ihre Bezeichnungen dann tatsächlich zutreffen.
    Wovon man sich ja leicht überzeugen kann, wenn man es schafft mal ein paar Minuten lang eine neutrale Position einzunehmen.

  8. 8 Jesus Christus 08. Mai 2013 um 13:53 Uhr

    Apropos Altherren-Sex mit Socken: Es geht auch ohne Socken, wie es sehr schön die jungen Leute hier vormachten: http://www.kath.net/news/41218
    Da können die heiligen Greise noch was lernen.

    Voller Sanftmut und Latte:
    Jesus Christus

  9. 9 Johannes 08. Mai 2013 um 23:33 Uhr

    @ Diskordianerpapst

    „Aber Ihnen reicht wahrscheinlich schon ein Foto mit Fuss ohne Socke und die Empörung in bestimmten Kreisen als Beweis.“

    Achten Sie mal genau darauf, was Frau Lücking-Michel wirklich gesagt hat!
    (Da das ZdK die peinliche Ansprache seiner Vize mittlerweile auch im Wortlaut verschwinden ließ, muss ich insofern auf den gescholtenen Kath.net-Artikel zurückgreifen.)

    „Während, wie sie lobend hervorhebt, Papst Franziskus am Gründonnerstag auch weiblichen Strafgefangenen die Füße gewaschen und geküsst habe, hätte in der „gleichen Szene in den Jahren vorher“ Papst Benedikt XVI. „ausgewählten Männern, in der Regel Priestern“, die Füße gewaschen, „die sie ihm mit angezogenen Socken entgegen halten, damit er ihnen einige wenige Tropfen Weihwasser draufsprengen kann“. Es folgte erwartungsgemäßes Gelächter aus dem Publikum. Dass die Geschichte nicht wahr ist, störte beim ZdK offensichtlich niemanden.“

    Nota bene: Frau Lücking-Michel spricht von der „gleichen Szene in den Jahren vorher“. Damit sagt sie, wenn man genau ist (und das sind Sie ja, Diskordianerpapst, wie ich feststellen darf) folgendes: Papst Benedikt habe in den „Jahren vorher“, also in den letzten Jahren seines Pontifikates (also zumindest inklusive der Jahre 2012 und 2011) regelmäßig am Gründonnerstag eine „Sockenwaschung“ durchgeführt, und zwar, weil er sich vor der Berührung mit den nackten Füßte so eckelte.

    Ergo reicht tatsächlich ein einziges Bild aus „den Jahren vorher“, um den Unsinn ihrer Aussage zu beweisen. Dass es wiederum ein Leichtes gewesen wäre, ein einziges Bild im Internet zu finden, welchs Benedikt während seines Pontifikates bei einer Fußwaschung zeigte, habe ich bereits erwähnt.

    „Es würde mich aber köstlich amüsieren wenn doch noch ein Sockenfoto auftaucht.“
    Ich will Ihre Vorfreude nicht verderben, aber ich fürchet das wird nicht passieren…

    „Abschliessend beklagen Sie die „schrägsten oder schrillsten Kommentare“ hier.“
    Tut mir leid, ich habe mich offenbar missverständlich ausgedrückt. Ich habe überhaupt nicht die auf diesem Blog geposteten Kommentare angesprochen, ich habe sie ja noch nicht einmal gelesen. Ich habe die Kommentare auf Kath.net gemeint, die immer wieder hier aufgelistet werden.

  10. 10 diskordianerpapst 09. Mai 2013 um 11:37 Uhr

    @Johannes
    Ok, wenn sie tatsächlich „in den Jahren zuvor“ gesagt hat,
    bräuchte man natürlich mindestens 2 Belege mit Socken, einen
    aus 2012 und einen aus 2011. Das macht natürlich auch das
    Sammeln von Gegenindizien einfacher, wenn auch das
    grundsätzliche Problem bestehen bleibt, die Nichtexistenz
    von etwas zu beweisen. Religionen leben immerhin von dieser
    Tatsache ganz gut ;-)

    Und nein, es reicht nach wie vor nicht ein einziges Bild „…um
    den Unsinn ihrer Aussage zu beweisen.“
    Um die Aussage komplett als Unsinnig einzuordnen müsste man sie
    auch komplett wiederlegen.
    Ansonsten, bei einem einzigen Bild, muss man sie erstmal als
    mindestens ungenau oder teilweise falsch einordnen. Umgekehrt
    müsste man die Aussage aber auch als teilweise richtig einordnen
    wenn ein einziges Sockenwaschfoto von Ratzinger aus der Zeit
    seines Pontifikates auftauchen sollte.

    Aber besondere Vorfreude herrscht da bei mir nicht, es git da
    durchaus ernstere Kritikpunkte am Pontifikat Ratzingers, Frau
    Lücking-Michel hätte sich besser darauf konzentriert.
    Als Politikerin lebt sie aber in einer Welt der Problemlösungssimulation, da sind effekthascherische Statements
    eher die Regel als die Ausnahme.

    Danke für die Richtigstellung bezüglich der Kommenatare, dass
    Sie kath.net meinten war für mich nicht ersichtlich.

  11. 11 Johannes 10. Mai 2013 um 19:01 Uhr

    „Religionen leben immerhin von dieser Tatsache ganz gut“
    Das ist eigentlich ein Niveau, auf dem ich in der Regel nicht mehr weiter diskutiere… Daher habe ich gezögert, ob ich Ihnen überhaupt antworten soll; das Thema ist nämlich tatsächlich totgeritten.

    Nur noch ein letztes: Ich bitte Sie, die Aussage von Frau L.-M. doch noch etwas sorgfältiger zu lesen.
    Frau L.-M. sagt sinngemäß kurz gefasst, BXVI habe regelmäßig gründonnerstags Socken gewaschen (BXVI war zwar knapp acht Jahre lang Papst, hat aber die Gründonnerstagsliturgie insgesamt nur siebenmal als Papst vollzogen, nämlich 2006-2012). Nebenbei gesagt: Wenn jemand Socken wäscht, weil er sich vor nackten Füßen so eckelt, dann wird er wohl auch nicht in einem Jahr Socken und im anderen Jahr doch wieder Füße waschen wollen…
    Ein Beispiel dazu: Wenn ich behaupte, ‚alle Raben sind weiß‘, dann reicht tatsächlich ein einziges Photo eines schwarzen Raben um mich zu widerlegen. Damit ist zwar nicht bewiesen, ob es möglicherweise doch noch andere, weiße Raben gibt. Aber das war ja nicht die ursprüngliche Behauptung.

    Das bedeutet: Wenn ich behaupte ‚BXVI hat gründonnerstags abends immer Socken gewaschen, weil ihm vor nackten Füßen zu sehr graust‘ dann wiederlegt mich ein schon ein einziges Photo, das beweist, dass BXVI nicht nur Socken gewaschen hat.

    ERGO reicht ein Bild (für uns „finstere Katholiken“, die aber immerhin logisch denken können) aus, um zu belegen, dass BXVI nicht regelmäßig Socken gewaschen hat, d.h. dass Frau L.-M. (wissentlich) gelogen hat (und sich nicht etwa nur „ungenau“ ausgedrückt hat).

    Und damit ist zu dem Thema eigentlich endlich auch alles gesagt, jedenfalls von meiner Seite.

    mfg

  12. 12 suennerklaas 10. Mai 2013 um 19:16 Uhr

    Ist die Frage, ob Benedikt XVI. nun Socken anstelle von Füßen gewaschen hat, reichlich albern und kindisch?

  13. 13 Jesus Christus 10. Mai 2013 um 19:18 Uhr

    *pruuuuuuuuuust…

    Tschuldigung.

    J.C.

  14. 14 diskordianerpapst 11. Mai 2013 um 15:37 Uhr

    @Johannes
    Ich hätte dann mal gerne einen Beleg für ihre permanent
    wiederholte Behauptung Lücking-Michel hätte Ratzinger Ekel
    unterstellt.
    Es ist sowieso ein wenig seltsam wie in bestimmten Kreisen
    unisono „Lüge“ geschrien wird ohne das sich auch nur eine(r)
    dieser Leute mal die Mühe gemacht hat ein Transscript von der
    kurzen Rede zu erstellen.
    Ich halte mich daher mal an die Stellen die kath.net
    wiedergibt: Da ist keine Rede von Ekel. Haben Sie das
    dazugedichtet? Vielleicht so ähnlich wie Lücking-Michel die
    Sockenstory? Wenn ja, wie sollte man das dann nennen?

    Womit wir wieder bei den Socken wären. Sie fordern wiederholt
    zur genaueren Lektüre der (nicht mehr im Original vorhandenen)
    Aussagen Lücking-Michels auf, während sie ihr gleichzeitig
    Worte in den Mund legen die sie (laut kath.net) gar nicht
    gesagt hat:
    „Frau L.-M. sagt sinngemäß kurz gefasst, BXVI habe regelmäßig
    gründonnerstags Socken gewaschen“
    Ihre interpretation, das Wort „regelmässig“ kommt nicht vor.
    „Wenn jemand Socken wäscht, weil er sich vor nackten Füßen so eckelt,…“
    Von Ekel ist schonmal gar nicht die Rede, sondern vom
    unverkrampften Umgang mit dem anderen Geschlecht.
    Ist mir schleierhaft wie man da eine Ekel-Unterstellung draus
    basteln kann.
    „Wenn ich behaupte ‚BXVI hat gründonnerstags abends immer Socken gewaschen, weil ihm vor nackten Füßen zu sehr graust“
    Jetzt wird aus „regelmässig“ ein „immer“ und aus Ekel ein
    Grausen.

    Tatsächlich gesagt hat sie (lt. kath.net und wie Sie selbst
    oben schreiben): „…in den Jahren vorher“
    Mir wäre das zu unbestimmt für ein Regelmässig, geschweige denn
    ein Immer. Man kann sich einfach daran halten was sie gesagt
    hat, man muss da nichts steigern oder hinzufügen um den Vorwurf
    der Lüge stichhaltiger erscheinen zu lassen.

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