Lesetipp

Aus der Schweizer Ausgabe der ZEIT: Ein schöner Bericht über Reto Nay, den Chef von Gloria.tv, Autor von kreuz.net und zeitweiligen kath.net-Mitarbeiter. Zur Feier des Tages hat kath.net-Chef Roland Noé sämtliche auf kath.net erschienenen Beiträge von Nay gelöscht, ebenso den entsprechenden Kathpedia-Artikel.

-> Zeit.de: Sie nennen ihn Don Reto


16 Antworten auf „Lesetipp“


  1. 1 Bratwurst 22. April 2013 um 22:11 Uhr

    Vielleicht gibt’s bei Reto auch noch ein „Comming out“?

  2. 2 Jean-Louis 23. April 2013 um 8:42 Uhr

    Sehr interessanter Bericht. Der Typ scheint irgendwie genial zu sein. In der HK-Affäre hätte er sich distanzieren müssen, ohne Frage. Aber sonst? Einfach katholisch. Und man muß bedenken, dass er die Bischöfe zwar übel beleidigen ließ, dass er aber keineswegs mit braunem Gedankengut sympathisierte, im Gegenteil, das HK steht bei Nay für das Böse schlechthin. Natürlich ist er gegen Abtreibung und Homo-Ehe. Das ist der Papst auch. Was soll denn daran rechtsextrem sein? Nein, Reto Nay und Gloria.tv gefallen mir immer besser, und ich habe große Hoffnung, dass sie zur religiösen Erneuerung und Erstarkung einen bedeutenden Beitrag leisten können.

  3. 3 Dr. Arnd 23. April 2013 um 13:46 Uhr

    @ Jean-Louis:
    vielleicht nehmen Sie einmal von Ihrer Vorstellung des Katholizismus als allein politischer Wertegemeinschaft mit liturgischer Ausprägung (gegen Abtreibung, gegen Homo-Ehe, Hakenkreuze nicht als politische Gesinnung sondern als „das Böse“, und „schöne Messen“) abstand und besinnen sich darauf, dass katholisch sein auch und vor allem christlich sein bedeutet.
    Dann erinnern Sie sich weiter daran, dass Einheit der Kirche bedeutet, dass man als Priester seinem Bischof gehorsam sein muss und wenn man bistumsübergreifend (Gloria TV) wirksam wird, den Bischöfen gehorsam sein muss.
    Danach lesen Sie sich Ihren Kommentar noch einmal durch und überlegen, ob Sie in der rkK noch Ihre Heimat haben.

  4. 4 diskordianerpapst 23. April 2013 um 14:22 Uhr

    @ Jean-Louis:
    Wenn der so genial ist, wieso hat er dann nicht erkenen können
    das ihm die Hakenkreuzkiste seine Stellung und somit Geld,
    geräumiges Pfarrhaus und Produktionsort kostet? Immerhin hat
    das die Existenz seines Projektes schon massiv gefährdet, von
    Doina und Markus sieht und hört man dort nichts mehr.
    (Doina und Lucia werden im Artikel wohl nicht unterschieden).

    Spätestens seit Huonder ihn wegen seiner Artikel auf kreuz.net
    öffentlich zurückpfiff muss er gewusst haben wo die Grenze ist.
    Am Rande sei übrigens noch erwähnt das Huonder nicht nur auf
    Gloria immer gut wegkam, sondern auch auf kreuz.net.

    Mit den Berichten der ehemaligen Kommilitonen sollte man auch
    vorsichtig sein, mir ist bisher kein Video bekannt in dem er
    mit besonderen Sprachkenntnissen glänzt, meist predigt er in
    Englisch und lässt dann übersetzen. Und einen Prof kann
    man auch leicht alt aussehen lassen wenn man sich tiefer mit
    einer Materie beschäftigt die der Prof z.B. nur lehrt weil sie
    dazugehört und er sich seit längerem nicht mehr intensiv damit
    auseinandergesetzt hat.
    Da wirkt man dann schnell als Überflieger bei Leuten die noch
    weniger wissen.
    Mal ganz davon abgesehen das ein gewisses Schwurbeltalent in
    bestimmten Kreisen schon als Ausdruck von besonderem Intellekt
    gilt.

    Bergers Anekdote finde ich interessant, sie könnte eine Sache
    erklären die ich bisher nicht so richtig mit Nays
    Persönlichkeit in Einklang bringen konnte: Die seltsamen
    „Gloria-TV Dancers“ Videos von User Holy Cannoli.
    Ich hab mich gefragt warum derartiges (besonders die Halloween
    Versionen) auf Gloria geduldet wird.
    So ganz der schwer-ernste Asket ist Nay dann wohl doch nicht.

  5. 5 Memphis Misraim 23. April 2013 um 15:07 Uhr

    Lieber Jean-Louis,

    na, schon Reto-Nay-Devotionalien bestellt? Das Reto-Kuschelkissen, die wundertätige Retomedaille, den Reto-Wackel-Dackel fürs Armaturenbrett?

    ;-)

  6. 6 suennerklaas 23. April 2013 um 17:24 Uhr

    Mich persönlich hiätte es doch sehr interessiert, ob Biermeier vor zwei, drei Monaten ebenso schnell beim – letztendlich dilletantischen – „Löschen“ bei der Hand gewesen wäre. Vermutlich hätte es eine Randnotiz gegeben und alle von den allgemein Verdächtigen wären in das Verfolgungsgeheul eingestiegen. Inzwischen ist es allerdings nicht mehr opportun, seine Stimme zu erheben – man will Nay am allerliebesten nie nich gekannt haben. Und geschrieben hat der inzwischen zur Persona non grata Nay mutierte Nay erst recht niemals nich auf kath.net. Aber so ist es nun einmal bei Opportunistens zu Hause.

    Ansonsten: bemerkenswert der Hinweis darauf, dass die von Nay von anderen eingeforderten Regeln für ihn ganz offensichtlich nicht gelten. Aber das kennen wir ja schon.

  7. 7 Jean-Louis 24. April 2013 um 8:15 Uhr

    @Dr. Arndt
    Ich verstehe Ihren Einwand nicht. Handeln oder sprachlich kommunizieren aus christlicher Überzeugung ist zwangsläufig immer Wirken in der Polis, also politisch. Die die Kirche ist nun mal wesentlich auch eine Wertegemeinschaft. Und jetzt zählen Sie eins und eins zusammen. Für die eher unpolitische Komponente gibt es ja das was Sie etwas geringschätzig „schöne Messen“ nennen. Beide Aspekte sind komplementär und in ihrer jeweilig eigenen Weise, Ausdruck der Religiosität, also der Beziehung zu Gott, aber eben auch der Mitgliedschaft in der sichtbaren Kirche. Ja, die rkK ist mir Heimat, auch wenn sie mir unter Benedikt mehr Heimat war als unter dem jetzigen Pontifikat. In ihren Grundprinzipien ist die Kirche immer die gleiche, und deshalb auch immer Heimat für den, der diese Prinzipien teilt. Sie, lieber Dr. Arndt, sollten sich besser fragen. ob Sie angesichts Ihrer beharrlichen Verharmlosung der Homo-Ehe samt dem damit verbundenen Adoptionsrecht noch Ihre Heimat in dieser Kirche haben, besonders bei Ihrer engen Auslegung der Zugehörigkeitskriterien und ihrem Gehorsamkeitsfetichismus (wobei ich allerdings nicht bestreite, dass der sehr gute Bischof Huonder gegenüber R. Nay völlig richtig gehandelt hat und auch gar nicht anders handeln konnte).
    @ Diskordianerpapst
    Schon richtig, was Sie sagen. Irgendwie gefällt mir aber auch die unkonventionelle Art des Reto Nay. Die Welt braucht nicht nur Ja-Sager. Und bitte, ziehen Sie doch nicht aus jedem Urlaubsverhalten eine Philosophie.
    @Memphis Misraim
    Wenn ich Devotionalien sammeln würde (tu ich aber nicht), dann eher von der Eva; eine gut aussehende Frau (o, das war jetzt aber arg sexistisch), die vor allem einen tollen Job macht.

  8. 8 Dr. Arnd 24. April 2013 um 9:31 Uhr

    Ich „verhamlose“ die Homo-Ehe in keiner Weise, wenn Sie unseren Austausch noch einmal gründlich nachlesen. Vielmehr habe ich Ihnen mein Verständnis des Wahrheitskerns nach meinem Gewissen dargelegt. Meine Ausführungen zur Einheit der Gläubigen sind ebenfalls Lehre der Kirche.

    Der Unterschied zu Ihnen ist, dass Sie -völlig legitim an sich- eine andere Gewissensentscheidung treffen UND glauben, Sie können zur Propagierung dieser Entscheidung ordentlich gegen Bischöfe und Mitchristen oder Außenstehende holzen. Und das, lieber Jean-Louis, ist nach jeder Lesart des Christentums unchristlich.

  9. 9 diskordianerpapst 24. April 2013 um 19:21 Uhr

    @Jean-Louis
    „…die vor allem einen tollen Job macht.“
    Kein Kunststück, mit dem Mundwerk (Geneeraaalkonsulaaat) ;-)
    Aber im Ernst: Müssen sie eigentlich wirklich jedem aus der
    Truppe mit einer ultimativen Lobhudelei huldigen?
    So toll ist sie wirklich nicht, siehe die seltsame Betonung.
    Entweder bekommt sie gar kein Feedback oder eines von jemand
    mit einer seltsamen Sprachästhetik.
    Vergleiche auch die Videos aus der Anfangszeit, da trat sie
    zwar noch wesentlich unsicherer auf, dafür war die Betonung
    nicht so abstrus.

    Wenn sie jetzt noch den Bruder ob seiner Predigten in den
    Himmel loben bekomme ich langsam (masslose Untertreibung ;-) )
    Zweifel an ihrer Urteilskraft.

    Oder sind Sie einfach nur ein wenig verschossen in die Eva?
    Dann gehts ihnen wahrscheinlich wie „Holy Cannoli“, der hatte
    anscheinend einen Bären an der Doina gefressen (oder doch
    einen Narren?). Aber Obacht! Von dem hört man jetzt auch
    nichts mehr ;-)

  10. 10 Commander Vimes 24. April 2013 um 22:17 Uhr

    Kann mir mal bitte jemand erklären, was die Wörter „Homosexualität“ und „verharmlosen“ zusammen in einem Satz zu suchen haben?

  11. 11 Jean-Louis 25. April 2013 um 8:45 Uhr

    Gehorsam ist eine wichtige Tugend, und es liegt mir fern sie zu geringschätzen. Aber sie bleibt dennoch eine Sekundärtugend. In der Praxis erweisen sich die konservativen Katholiken übrigns als mindestens genau so gehorsam wie die progressiven Laien und Priester. Gehorsam darf aber nie blind sein, uns schon gar nicht Instrument von Unterdrückung. Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern auch notwendig, und die Kirchengeschichte kennt viele Beispiele von Paulus über die Heilige Katharina von Siena bis hin zu Erzbischof Lefebvre. Und Einheit darf sich nicht auf Kosten der Wahrheit etablieren.
    Ähnlich verhält es sich auch mit der Sprachästhetik. Sie ist wichtiger Bestandteil der gesprochenen Nachrichten. Aber der Inhalt ist ungleich wesentlicher, ganz abgesehen davon, dass man froh sein soll, dass es gewisse Nachrichtensendungen (wie gloria.tv) überhaupt gibt.
    Nicht Homosexualität wird in Verbindung gebracht mit dem Wort „verharmlosen“, sondern das Adoptionsrecht durch homosexuelle Paare. Das ist ein grundlegender Unterschied; hier geht es um das Wohl der Kinder.

  12. 12 Volker 25. April 2013 um 9:51 Uhr

    Wer denkt eigentlich an das Wohl der Kinder von Priestern, die als Vater nicht anwesend sind?! Müsste man nicht von ihnen zum Wohl des Kindes fordern, ihren Dienst als Priester aufzugeben? Oder aber man gestattet ihnen zu heiraten und den Dienst fortzuführen. Hier soll die Kirche mal zeigen, wie wichtig ihr das Wohl von Kindern ist, bevor sie behauptet, dass zwei Männer als Eltern eine nicht tragbare Konstruktion sind…

  13. 13 Nike 25. April 2013 um 14:37 Uhr

    @ C.Vimes

    Der em. Papst Benedikt XVI. hat in seiner Botschaft zur Feier des Weltfriedenstag 1. 1. 2013 „Selig die Frieden stiften“ zur Homo-ehe „als radikal andere Form(en) der Lebensgemeinschaft“ u.a. geäußert, sie würde „die Ehe (von Mann und Frau) beschädigen und destabilisieren“. Dazu teilt er mit, dass er hier nicht katholische Glaubenssätze vertrete, sondern das, was uns allen in unserer Natur eingeschrieben sei.
    Das ist nachzulesen bei www. vatican.va unter den Ansprachen von Papst Benedikt (in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang Jan. 2013 des diplomatischen Corps verweist er zudem auch auf „Selig die Frieden stiften“ – ist anclickbar).

    Nun ja. Wie aber eine gesetzlich eingetragene Lebensgemeinschaft eine Ehe zwischen Mann und Frau beschädigen kann, bleibt der Phantasie überlassen. Dazu einiges vom bpb (Bundeszentrale für politische Bildung) www.pbp.de
    Link: nachschlagen Zahlen und Fakten – Eheschließungen und Scheidungsraten in Europa

    Und wie viele Kinder ein verheiratetes Paar dann in die Welt setzen wird, das hängt auch nicht von den sog. Homo-ehe ab.

    Also wieder einmal ein universeller Kampf von Gut und Böse, es würde mich nicht wundern wenn bald auch wieder homo-ehe und satanische Kräfte in´s Spiel gebracht würden…(!)

    Und beim sog. Kindeswohl wird es genauso paradox. Keine Scheidungswaisen mehr, keine Kindsvernachlässigungen usw.usf.-alles heile Welt?

  14. 14 suennerklaas 26. April 2013 um 20:13 Uhr

    @ Jean-Louis

    Das Prinzip des Gehorsams funktioniert jedoch nur so lange, wie sich derjenige, der einem Anderen Gehorsam gelobt hat, sich der bedingungslosen Loyalität seiner Vorgesetzten sicher sein kann. Illoyale Vorgesetzte, die bei Fehlentscheidungen alle Schuld an ihre Untergebenen, die ihnen zu Gehorsam verpflichtet sind, abwälzen, um ihre eigene Haut zu retten, zerstören eine auf diesem Prinzip basierende Institution.

    @Volker
    Das Thema der Priesterkinder ist ein äußerst wichtiges Thema – hier versucht die RKK immer noch, sich herauszukaufen. Und die Zeiten, in denen ein Priester der RKK nach einer Heirat zur evangelisch-lutherischen Kirche konvertieren konnte und dort auch sofort eine Pfarrstelle bekam, sind ja lange, lange vorbei. Es ist mir ehrlich gesagt unbegreiflich, warum die RKK nicht innerhalb ihrer Institution in der Lage ist, eine der Ausbildung der Priester angemessene Beschäftigung im nichtpriesterlichen Dienst zu finden; ebenso ist es mir unbegreiflich, warum man hier nicht nach Einzelfallprüfung Dispenses ausstellt. Man ist ja in Fragen der Priesterehe zuweilen zu Ausnahmen bereit, weil man auf Grund des Priestermangels dazu gezwungen ist.

  15. 15 Dr. Arnd 05. Mai 2013 um 23:28 Uhr

    @jean-louis:
    Zum Gehorsam spricht der Protestant in Ihnen.

    Bei der nächsten Beichte empfehle ich Ihnen hinsichtlich Beleidigungen, Verleumdungen, Beschimpfungen etc. Ihr Sermon zur Sprachästhetik zum Besten zu geben, aber passen Sie bitte auf, dass der Priester nicht aus dem Beichtstuhl fällt.

  16. 16 Natascha 06. Mai 2013 um 21:42 Uhr

    Jean-Louis sorgt sich also um das Wohl der Kinder. Na dann sollte man mal ganz schnell die öffentlich/politsiche Diskussion anschieben, ob turbokonservative Katholiken Kinder adoptieren sollten. Gehirnwäsche und seelische Grausamkeit sind auch nicht gerade förderlich für die Entwicklung.

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


drei × = fünfzehn