#Glashaus ii

kath.net veröffentlicht heute einen Gastkommentar, in dem sich Autor Michael Schäfer Sorgen um die Karriere eines Journalisten macht: Der FAZ-Redakteur Daniel Deckers „dreht durch!“, verspricht die Überschrift. Deckers habe sich in unflätiger Weise über Homosexuelle im Vatikan geäußert, was Schäfer zu einem Rundumschlag nutzt: Schwule seien an allem Schuld, besonders am Missbrauchsskandal. Explizit erwähnt er dabei David Berger, der kreuz.net zu Fall brachte und der „seine Haut (und nicht nur diese) in einschlägigen Gay-Foren im Internet zu Markte getragen“ hätte. Es überrascht in diesem Zusammenhang nicht, dass Schäfer im letzten Dezember einen fast wehmütigen kreuz.net-Nachruf publizierte, in dem er zusammenfasste:

Unverkennbar hat der Feldzug von Berger, Beck und Genossen ein übergreifendes Ziel: die katholische Kirche in Deutschland auf Linie zu bringen und das heißt im konkreten Fall: ihre abweichende Meinung zum Thema „Homosexualität“ endgültig auf den Index der Political Correctness zu setzen.

Das wirklich Komische an Schäfers aktuellem Text ist aber die Scheinheiligkeit, mit der suggeriert wird, FAZ-Autor Deckers setze „seinen journalistischen Ruf aufs Spiel“. Ein solcher Satz auf kath.net, wo der journalistische Ruf mit Gastkommentaren eines deutschen Neonazis, Mordaufrufen in der Kommentarspalte oder von kreuz.net gemopsten Überschriften schon mehr als nur einmal aufs Spiel gesetzt wurde…
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Ich habe dann mal, der Schäferschen Logik folgend, die kath.net-Überschriften der nächsten Wochen gebastelt:
- FDP-Politiker Brüderle prangert Sexismus an – Lob von Kuby
- Gloria.TV-Chef Reto Nay lenkt ein: „Es tut mir alles so entsetzlich leid!“
- Laun konvertiert zu Scientology: „Einfach die besseren Argumente“
- ‚Die Priester‘: Doch nicht die beste Band aller Zeiten?
- ‚JungeChristin‘: „Einige meiner besten Freunde sind homosexuell“
- „Die Kommentarfunktion bleibt dauerhaft deaktiviert, weil ihr, geschätzte Leser und willige Spender, unserem guten journalistischen Ruf schadet.“


55 Antworten auf „#Glashaus ii“


  1. 1 suennerklaas 26. März 2013 um 13:21 Uhr

    Bemerkenswert ist einzig und allein, dass der „Gast“-Kommentar aus dem Circle-Jerk der Blogozese kommt. Ich orakle mal für ein „Vergel(l)t’s Gott!“ Der Text wurde gestern hier von einem „Theodor“ veröffentlicht:

    summa-summarum.blogspot.de/2013/03/daniel-deckers-dreht-durch.html#comment-form

    Ansonsten halte ich die ganze „Homo-Debatte“ für panem et circenses.

  2. 2 Heinrich 26. März 2013 um 15:06 Uhr

    Diese Szene ist hochgradig inzestuös, was sich an den zahlreichen Blogbeiträgen ablesen lässt, die dann durch alle möglichen Foren und Seiten getrieben werden.

    Interssant ist aber auch die Behauptung, Daniel Deckers müsse eine Front der konservativen Ablehnung des neuen Papstes erst konstruieren. Das muss er nicht, sie ist leicht auszumachen. Noch leichter auszumachen ist die etwas billige Strategie, mit der diese Front versucht, ihr Entsetzen und ihre mehr oder weniger manifeste Ablehnung des neuen Papstes zu kaschieren: durch die Flucht nach vorne. Konkreter: In dem man auf jeden schießt und gegen alle hetzt, die die Wahl Bergoglios und seine ersten Auftritte als Papst begrüßen. Nicht nur, dass die Katholiban das ehrlichen Herzens nicht tun können, sie finden auch, die neuen Papstfreunde täten dies aus den falschen Motiven heraus. Also auf sie mit Gebrüll. Und da Daniel Deckers auch noch einige für die Tradis sehr unangenehme Themen sehr offen anspricht, trifft ihn hier der Bannfluch ganz besonders.

  3. 3 Dr. Arnd 26. März 2013 um 15:33 Uhr

    Vor allem aber ist es jetzt schwieriger, den neuen Heiligen Vater für sich zu vereinnahmen. Konnte man wegen einer gewissen Schnittmenge mit Benedikt XVI die moderne Seite dieses Papstes noch ausblenden, fehlt diese Schnittmenge nun weitgehend. Selbst in puncto Homo-Ehe soll Franziskus als Kardinal der Argentinischen Bischofkonferenz die Unterstützung einer Gesetzesinitiative zur Zivilen Lebenspartnerschaft empfohlen haben.

    Würde natürlich kath.net nie bringen…

  4. 4 suennerklaas 26. März 2013 um 16:29 Uhr

    @Heinrich

    Es gibt drei Gruppen: die einen machen keinen Hehl aus ihrer offenen Ablehnung von Bergoglio. Diese Leute findet man bevorzugt bei GTV, in Teilen aber auch bei katholisches.info. Es gibt inzwischen nicht wenige, z.B. bei GTV, die sich bereits zu dem Sedisvakantisten verabschiedet haben.

    Die zweite Gruppe umfasst diejenigen, die gar nichts sagen, bei denen aber zwischen den Zeilen das nackte Entsetzen über die Wahl mit den Händen zu greifen ist: das sind viele aus der Bloggozese. Man erkennt es daran, dass auf nicht wenigen aktuell auch noch betriebenen Blogs immer noch die Benedikt-Bilder prangen.

    Die dritte Gruppe umfasst diejenigen, die aus irgendwelchen Gründen Bergoglio akzeptieren müssen oder auch wollen. Und da fährt man die Strategie, sich die gegenwärtige Situation schön zu schreiben und sich in Hoffnungen und Wunschdenken zu ergehen. Diese Strategie ist v.a. bei kath.net, aber auch bei einigen Bloggern, die möglicherweise in kirchlichen Diensten stehen, zu beobachten. Das Interessante dabei: das Misstrauen, ja die Ablehnung gegenüber Franziskus ist auch hier mit den Händen zu greifen.

  5. 5 Heinrich 26. März 2013 um 17:32 Uhr

    @Heinrich

    Einige Mitglieder der Blogozese haben ja doch recht deutlich ihre Ablehnung zum Audruck gebracht (extrem etwa Exsurge Domine oder Catocon auf den Kreuzfährten). Letzterer ist wohl allerdings schon längst bei der FSSPX anzusiedeln. In der Tat herrscht auf einigen Kanälen eine ‚deafening silence‘, was man nur mit dem Entsetzen und dem inneren Abstand zum neuen Papst erklären kann.

    Die dritte Gruppe, die Sie beschreiben, fährt m. E. eine Doppelstrategie: zum einen das Schönschreiben der Situation – bei kath.net mit dem Bemühen so laut wie möglich herauszuposaunen, es werde unter Papst Franziskus keinen Linksruck und kein Aufweichen der traditionellen Lehre geben. Da sie das Mißtrauen und die Ablehnung des neuen Papstes nicht offen zum Ausdruck bringen können, greifen sie eben zu dem Stellvertreterkrieg, den ich oben beschrieben habe: umso erbitterter hetzen sie gegen jene, die andere Ansichten vertreten und Papst Franziskus aus ‚den falschen Gründen‘ bejubeln. Allerdings ist allerdings auch das ein sprichwörtliches Pfeifen im Walde: denn vor nichts hat diese Gruppe soviel Angst wie dafür, dass die Unterstützer des neuen Papstes in diesen Punkten recht behalten könnten.

  6. 6 Heinrich 26. März 2013 um 17:32 Uhr

    Sorry, musste natürlich heißen: @suennerklaas ;-)

  7. 7 suennerklaas 26. März 2013 um 20:00 Uhr

    @Heinrich

    „Allerdings ist allerdings auch das ein sprichwörtliches Pfeifen im Walde: denn vor nichts hat diese Gruppe soviel Angst wie dafür, dass die Unterstützer des neuen Papstes in diesen Punkten recht behalten könnten.“

    Keine Sorge – nötigenfalls hilft da dann eine hastige Löschung des Archivs, um so alle möglicherweise negativ auslegbaren Äußerungen „verschwinden“ zu lassen. Dummerweise vergisst das Internet nichts so leicht. Wer’s will, findet Wege im Netz, die z.B. die „Leser“-Kommentare von einst immer noch lesbar machen.

    Doch zurück zum „Gast“-Kommentar: auf den ersten Blick ist dies ein einfacher Kommentar auf kath.net. Auf den zweiten Blick wird allerdings hier eine altbekannte Strategie deutlich – wie bei den „Leser“-Kommentaren spricht hier nach außen hin nicht kath.net, sondern jemand anderes, der nichts mit kath.net zu tun hat. Es ist jemand aus der Blogozese: es spricht „Volkes“ Mund. Ggf. kann man sich – so glaubt man offensichtlich – wenn’s Spitz auf Knopf kommt ganz schnell distanzieren. Ist ja nicht die eigene Meinung…

  8. 8 diskordianerpapst 27. März 2013 um 6:29 Uhr

    Einem reicht der Circle-Jerk nicht, der spammt alles mit Hinweisen
    und Links auf jeden neuen Artikel in seinem Blog zu.
    Bei der +Gang schon länger, auch in Blogs, aber jetzt hat er sich
    auch bei kathnews.com angemeldet.
    http://www.kathnews.com/index.php?page=User&userID=12718
    In diesem Fall haben beide Seiten was davon. Besonders das Forum,
    dem schon länger der Geruch des Untoten anhaftet, bekommt etwas
    Traffic.

  9. 9 diskordianerpapst 27. März 2013 um 9:17 Uhr

    Passt leider auch nicht so ganz zum Thema, dafür aber um so
    besser zum Titel: http://www.kath.net/news/40674

    Es ist geadezu lächerlich wie einfach man durch den Austausch
    von ein paar Wörtern den Artikel passend zur RKK machen könnte.

    Traurigerweise gibt es im Gegensatz zu den Untaten die dort
    irgendwelchen Undercover-Satanisten angedichtet werden genug
    Beweise dafür das sie von Mitarbeitern der RKK tatsächlich
    begangen wurden und zwar in einem Ausmass die die paar
    Straftaten mit satanistischem Hintergrund wohl um mindestens
    das Tausendfache übertreffen.

  10. 10 Heinrich 27. März 2013 um 11:29 Uhr

    Dies halte ich doch für zu hart. Natürlich hat es rein von der Menge her vielleicht mehr Fälle von Mißbrauch im Raum der Kirche gegeben, bei einer Kirche von 1.2 Milliarden Mitgliedern ist das aber wohl auch nicht verwunderlich. Auch sind die meisten Katholiken, die ich kenne, ganz vernünftige Leute. Bei Satanisten würde ich das so nicht annehmen.

    Den Vergleich zwischen satanistischen Sekten und der katholischen Kirche halte ich insgesamt für verfehlt.

    Im Kontext der aktuellen Mißbrauchsdebatte finde ich diesen Beitrag auf kath.net nachgeradezu geschmacklos. Was soll denn damit bewirkt werden? Zu zeigen, dass es anderswo ‚noch schlimmer ist‘? Man spürt die Absicht und ist verstimmt.

  11. 11 diskordianerpapst 27. März 2013 um 12:47 Uhr

    Ich halte es schon für äusserst fraglich das es einen Satanismus in der in dem Artikel beschriebenen Form überhaupt gibt.
    Bei den bekannten Kriminalfällen in denen irgendwie ein satanistischer Hintergrund durch die Presse ging war jedenfalls
    nichts Organisiertes dahinter, das waren eher Psychopathen die
    sich eben auch mit Satanismus beschäftigt haben und Elemete
    davon übernommen haben. Von einem sektenartigen Geschehen ist
    jedenfalls weit und breit nichts zu sehen.
    Das was an Symbolik ab und an zu sehen ist, ist meist Ausdruck
    jugendlicher Musik- und Provokationskultur. Ich hab da durchaus
    ein paar Erfahrungen: Das Einzige wovor man da Angst haben muss
    ist ein Hörschaden, die Leute sind auch nicht viel schräger
    drauf als andere. Organisiert ist da hauptsächlich das
    Krachmachen, besonders bei Industrial Konzerten ;-)
    (Oft wird aber kostenlos Gehörschutz verteilt)

  12. 12 diskordianerpapst 27. März 2013 um 13:07 Uhr

    @Heinrich
    Auch noch wichtig:
    Die Gesamtzahl der Katholiken tut bei dem Vergleich übrigens
    nichts zur Sache, bei Missbrauchsfällen in der Bevölkerung wird
    wohl kaum die Religionszugehörigkeit erhoben.
    Und bevor jetzt einer „Sportverein“ schreibt:
    Es geht um die Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen
    und durch Kleriker oder andere Angestellte der RKK und
    insbesondere deren systematische Vertuschung und die teilweise
    systematische Begehung.
    Da gibt es sonst nunmal nichts wirklich Vergleichbares oder
    haben Sie von einer ähnlichen Organisation gehört in der auf
    allen Ebenen eine derartige Vertuschung betrieben wurde?

    Die ganzen Vergleiche mit anderen Fällen oder Zahlen aus
    anderen Bereichen scheitern einfach an diesen Tatsachen und
    drücken nur den Willen aus weiterhin zu relativieren und
    Augenwischerei zu betreiben. Ist also nichts weiter als der
    fortgesetzte Versuch weiter zu vertuschen.

    Und jetzt kommt noch eine und zaubert Satanisten aus dem Hut,
    klar die vertuschen noch besser als die RKK, nur deswegen hört
    man nicht jeden Tag von. Wenn die Frau da Kenntnisse hat soll
    sie zur Polizei gehen und gefälligst solange bis die Täter
    gefasst sind das Maul halten. Erst recht sollte sie das Maul
    halten wenn sie sich den ganzen Kram einfach nur aus dem Hintern
    gezogen hat um vom Missbrauch in der RKK abzulenken, wonach das
    hier mal wieder verschärft und ekelhaft aussieht.

  13. 13 Alice Krauli 27. März 2013 um 14:55 Uhr

    Der so kirchenkritische diskordianerpapst macht seinem Namen alle Ehre. So kritisch er in Bezug auf die katholische Kirche ist, so relativierend und naiv ist er, wenn es um die Gegenseite geht. Da war die Death-Metal-Mucke wohl dauerhalft zu lau eingestellt, was?! ;-)

  14. 14 Heinrich 27. März 2013 um 15:06 Uhr

    @diskordianerpapst

    Ich finde es schon wichtig, dass hier die Perspektive nicht gar zu sehr verrutscht. M. W. gibt es aufs Ganze gesehen keine signifikant höhere Zahl von Mißbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche im Vergleich mit anderen gesellschaftlichen Milieus. Für problematisch halte ich allerdings wirklich den Umgang mit dem Thema und den Unwillen, bestimmte strukturelle Begünstigungen für Mißbrauchstäter nicht offen genug anzugehen. So stellte es sich jedenfalls bisher lange dar.

    Ich kenne mich in satanistischen Kreisen glücklicherweise überhaupt nicht aus, daher kann ich dazu auch keine fundierte Einschätzung abgeben.

  15. 15 Dr. Arnd 27. März 2013 um 15:27 Uhr

    Man hat schon den Eindruck, dass sich die Kirche dazu eignet, das Problem des sexuellen Missbrauchs in der Gesellschaft insgesamt stellvertretend abzuarbeiten. Man muss dann nicht mehr auf das Ganze blicken, sondern in der Missbilligung und dem Abscheu, den man äußert, hat sich das Thema bereits erledigt. Jedenfalls kann ich keine Diskussion in der Gesellschaft oder den Medien sehen, die fragte, wie man denn dem sexuellen Missbrauch in den Familien, dem weit überwiegenden Anteil der Missbrauchsfälle, begegnen kann.
    Das ist eigentlich schade, denn das wichtige Thema reduziert sich dann zu einem weiteren Aufregerthema der Presse, wenn es in der Kirche passiert oder wenn wieder eine junge Frau aus einem Keller befreit wird o. ä.
    Nur um vorzubeugen: die Aufklärungsarbeit der Kirche muss weiter gehen und es gibt dort Defizite und schlimme Schuld. Es bleibt einem nur auch die Luft weg, wenn man erlebt, dass ein so wichtiges und schreckliches Thema zum Kirchenbashing missbraucht wird. Ist auch für die Opfer schlimm.

  16. 16 dl 27. März 2013 um 15:48 Uhr

    Beim Vorwurf des Relativismus sollte man schon den Bezugspunkt mit angeben, ohne den muss der Leser raten in welche Richtung relativiert wird und zu welchem absoluten Ergebnis die Relativierung führt.

    Eine Gegenüberstellung von Missbräuchen durch Geistliche und durch Laien ist noch keine Verharmlosung von Missbrauch an sich.

  17. 17 diskordianerpapst 27. März 2013 um 15:54 Uhr

    @Heinrich
    Eines der Probleme ist ja gerade das von Kirchens Seite,
    abgesehen von einigen durchaus ernst zu nehmenden
    Aufklärungsansätzen und auch in der Sache wohl ehrlich engagierten Leuten, eine umfassende Aufklärung erfolgreich verhindert wird.
    Man kann also noch gar keine Aussage darüber treffen wie die Fallzahlen und Umstände im Vergleich zu den Fällen aus der
    Restbevölkerung sind.
    Die Tatsache das bisher aus keinem anderen Umfeld eine derartig
    systematische Vertuschung und Wegsehen erfolgte, wodurch schon
    auffälig gewordene Täter die Möglichkeit bekamen zu
    Vielfachtätern zu werden lässt aber nichts gutes für eine
    Statistik erwarten.

    Wenn augerechnet die Leute die jahrzehntelang dafür gesorgt
    haben das nichts an die Öffentlichkeit dringt und die Täter
    vor der Strafverfolgung geschützt haben, jetzt die Akten
    herauskramen sollen und sie unabhängigen Gutachtern übergeben
    sollen, kann man sich vorstellen was dabei herauskommt.
    Aber selbst diese Methode war vielen noch zu heiss, daher ist
    dann auch das Vorhaben der DBK erfolgreich torpediert worden,
    an vorderter Front vom NKP, den ehemaligen Werbern für
    kreuz.net.

    Zu den Satanisten:
    Wieviele Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern ausgehend von
    Satanistenkreisen sind ihnen denn so bekannt geworden?

    @Alice
    Welche „Gegenseite“ meinen Sie? Haben Sie Fakten?
    Wenn ja bitte her damit, wenn nicht dürfen Sie auch gerne weiter
    ad hominem rumpampen, mich juckt sowas nicht.

  18. 18 dl 27. März 2013 um 16:18 Uhr

    @Dr. Arnd
    Über die Vorfälle an der Odenwaldschule wurden ausführlich in den Medien berichtet, erst dachte man auch das es Einzeltäter waren, dann wurde klar das alle Betreuer mehr oder weniger davon wussten, dazu gab es mehrere Artikel und einer Doku im Fernsehen.
    Aspekte hat vor kurzem über einen Film zum Thema Männer als Erzieher in KiTas und Missbrauch berichtet, das war zwar ein ausländischer Spielfilm, aber das Problem wird auch in Deutschland disskutiert, in Bezug auf die Forderung mehr Männers in KiTas einzusetzen.
    Auch zu Missbrauch in Ferienlagern und in Sportvereinen gibt es immer wieder Artikel.
    Das es keine große zusammenhängende Diskussion gibt ist sicher kritikwürdig, aber das gibt es bei vielen anderen Themen auch nicht, sondern es werden nur Häppchen veröffentlicht ohne sie ins Gesamtbild einzuordnen.
    Es gibt aber auch ganz konkrete Veränderungen an den Problemstellen, so erfuhr ich das die Mitarbeiter und Freiwillige in einem Jugendclub das erweiterte Führungszeugnis vorlegen mussten.

  19. 19 Alice Krauli 27. März 2013 um 17:58 Uhr
  20. 20 suennerklaas 27. März 2013 um 19:11 Uhr

    @DL
    Die Frage des sexuellen Missbrauchs an Schulen, in Heimen und in Sportvereinen ist m.E. nach abgekoppelt von der Trägerschaft zu sehen. Ich habe bereits anderswo die These aufgestellt, dass die jeweilige Größe eines Trägers hier Beachtung finden muss und ggf. den Blickwinkel verzerrt.

    Ein Beispiel

    1 Promille eines 500 Personen umfassenden Trägers bedeutet rein statistisch, dass 0,5 Personen auffällig werden. Im besten Fall wird hier über Jahre niemand auffällig und es kommt zu keinen Vorfällen.

    1 Promille eines 1,3 Milliarden Personen umfassenden Trägers bedeutet, dass 1,3 Millionen auffällig werden.

    Das bedeutet: Träger 1 kommt nie in die Presse – und wenn es dort einen Vorfall gibt, ist es ein „Einzelfall“. Träger 2 ist andauernd in der Presse, weil es auf Grund seiner Größe andauernd zu Vorfällen kommt. Dies ist aber allein seiner Größe geschuldet.

    Die Folge: gehen Träger 1 und Träger 2 in derselben Art und Weise kontinuierlich gegen Vorfälle vor, wird man Träger 1 großen Respekt hinsichtlich der Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen bescheinigen. Träger 2, der dieselben Maßnahmen ergriffen hat, wird man Versagen und Böswilligkeit vorwerfen, selbst wenn es ihm gelingt, bei 1,3 Milliarden Mitgliedern die Zahl der Vorfälle auf unter 130.000 zu drücken.

    @Alice Krauli
    Abartig. Aber das ist eben dasselbe Pack, wie es die Katholibans und die Islamisten sind.
    Interessant wäre dabei der Hinweis, dass Satanisten gerne und ausschließlich den tridentinischen Meßritus praktizieren. Mit anderen Namen natürlich. Aber ehrlich gesagt: mir ist es vollkommen wumpe, ob man seine Perversitäten nun im Namen von „Gott“, „Allah“ oder „Satan“ auslebt und andere darunter leiden lässt. Ich find’s abartig und krank.

  21. 21 Jean-Louis 27. März 2013 um 20:35 Uhr

    @Suennerklaas
    Was haben denn bitte die „Katholiban“ (gemeint sind wohl banale Traditionalisten) mit den Perversionen der Satanisten zu tun? Diese perfiden Assoziationen sind von einer extremen Hinterhältigkeit. Die Traditionalisten (zu denen ich mich nicht mal zähle) sind kein Freiwild. Was können denn Katholiken dafür, dass ihnen Satanisten ihr heiligstes Gut rauben, um es für ihre abartigen Praktiken zu verwenden? Sogar die Islamisten muss ich in diesem Falle ausnahmswise in Schutz nehmen. Ihr total verkorkste Antwort an A.K. steht zudem in totalem Widerspruch zu Ihrer hervorragenden Analyse für D.L.

  22. 22 suennerklaas 28. März 2013 um 21:37 Uhr

    @Jean-Louis
    Was ich damit sagen will? Man kann alles pervertieren – und es findet sich überall ein Bodensatz, der für solche Perversionen zugänlich ist. Sexueller Missbrauch und Kindesmisshandlungen sind nun einmal Straftaten und sind – um es klar und deutlich zu sagen – kriminelle Handlungen. Und solche Handlungen gehören nun einmal mit den Mitteln, die der demokratische Rechtsstaat zur Verfügung stellt, verfolgt und strafrechtlich gewürdigt.

  23. 23 Jean-Louis 29. März 2013 um 9:23 Uhr

    @Sünnerklaas
    Das ist ja ganz richtig, und ich bin dir sehr dankbar, über deine Darstellung, dass kriminelle Missbrauchsfälle überall, und nicht nur in der Kirche möglich sind, und selbstverständlich strafrechtlich verfolgt werden müssen. Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum du die „Katholiban“ (=Traditionalisten) besonders hervorhebst, als Pack bezeichnest, und mit Satanisten in einem Atemzug erwähnst. Sei’s drum. Ich wünsche dir und allen Usern hier gesegnete und frohe Ostern.

  24. 24 Memhis Misraim 29. März 2013 um 18:05 Uhr

    Wer noch in den „Genuss“ kam, kotz.net kennenlernen zu dürfen und darüber hinaus ab und zu Gloria TV liest, kommt nicht umhin, diese Gestalten als Pack zu bezeichnen, das in seiner Perversität kaum von Satanisten zu unterscheiden ist. Manche Dinge muss man einfach auch mal beim Namen nennen.

  25. 25 Jean-Louis 29. März 2013 um 18:53 Uhr

    @Memphis Misraim
    Ja,ja. Wenn Sie den Unterschied zwischen einem Satanisten und einem traditionsorientierten Christen nicht checken, ist jede Diskussion sinnlos. Nur soviel: wir lassen uns von Leuten Ihrer Sorte nicht beirren.

  26. 26 Memphis Misraim 29. März 2013 um 19:06 Uhr

    Und zum Glück lassen wir uns von Leuten Ihrer Sorte nicht beirren. Glücklicherweise kommt hinzu, dass wir am längeren Hebel und in den führenden Positionen sitzen. :-)

  27. 27 Memphis Misraim 29. März 2013 um 19:08 Uhr

    Satanisten opfern ebenso wie Ultra-Katholiken ihre Kinder. Ich erinnere mich da an Anneliese Michel, die ja auch von ihren gestörten Eltern und einem Pfaffen systematisch in den Tod getrieben wurde. Dabei hätten ihr Medikamente und eine gute Psychotherapie helfen können. Noch heute sterben Menschen durch „Exorzismus“. Erschütternd! Die Dämonen sitzen vor allem in den Köpfen der dem religiösen Wahn verfallenen.

  28. 28 Administrator 29. März 2013 um 19:30 Uhr

    @Jean: Ich glaube, Memphis geht es nicht um Durchschnittsfundis wie dich oder die kath.net-Betreiber, sondern jene, die offen zum Mord aufrufen. Etwa die Army of God. Und denen hat kreuz.net ein Forum gegeben, ebenso tut das mittlerweile Gloria.tv. Solche Menschen sind genauso „durchgeknallt“ wie Satanisten (auch wenn der Begriff reichlich unscharf ist. Für kreuz.net-Verhältnisse ist wohl jedes 13-jährige Mädchen, das sich die Fingernägel schwarz lackiert und The Cure hört, eine Satanistin).

  29. 29 Jean-Louis 29. März 2013 um 19:47 Uhr

    @Administrator
    Einverstanden. Mit dieser Erklärung sollte sich jeder vernünftige Mensch identifizieren können. Die Fanatiker, die Sie ansprechen sind zwar auch bei gloria.tv, beziehungsweise waren bei kreuz.net extrem minoritär; aber solche Leute sind gefährlich und man muß alles tun, damit sie ihren kranken Ungeist nicht verbreiten können.

  30. 30 Memphis Misraim 29. März 2013 um 19:55 Uhr

    Wenn Sie tatsächlich so denken, Jean, dann wundert es mich, warum Sie bis heute so lautstark kotz.net hinterher trauern. Ein Katholik mit Würde sollte sich voll und ganz von einem Forum distanzieren, in dem Leuten solcher Art ein Parkett geboten wird. Kotz.net hat denen nicht nur Parkett geboten, es hat sie sogar noch hofiert. So sieht’s aus.

  31. 31 suennerklaas 29. März 2013 um 22:15 Uhr

    @Jean-Louis
    Du willst mir doch nicht erzählen, dass soetwas hier:

    //en.gloria.tv/?media=420744

    Auch nur in Ansätzen zu tolerieren ist. Auch eine genauere Betrachtung des Bildes ist zu empfehlen.

    Ich habe die Seite hier bewusst nicht direkt verlinkt.

  32. 32 Memphis Misraim 30. März 2013 um 12:33 Uhr

    Schon die aktuellen Schlagzeilen gelesen? Der Papst erneuert die „Freundschaft zu muslimischen Brüdern“. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAAAA! Das ist der Papst, den ich den Fundis aus tiefstem Herzen gönne. Das wird ihnen den Rest geben. :-D DDDDD

  33. 33 Heinrich 30. März 2013 um 14:35 Uhr

    @suennerklaas

    Ich habe mir das angesehen. Schon die Tatsache, dass g.tv ein Team nach Deutschland entsendet, um hier zu intervieren, ist ein schlechter Witz. Das Bild vom Erzengel Michael dazu geschmacklos.

    Erst dann habe ich das Bild angeklickt und den Rest gesehen. Das ist in der Tat unfassbar.

    @Memphis
    Ich gebe zu: Auch ich empfinde so etwas wie Schadenfreude, wenn ich sehe, wie der neue Papst den Tradis das Blut in den Adern gefrieren lässt. Allerdings ‚gönne‘ ich den Papst nicht nur den Tradis, sondern uns allen. Ich freue mich über das, was er bisher in den ersten Tagen seiner Amtszeit schon angestoßen hat. Ich denke, dieses Pontifikat wird allen Katholiken und Christen gut tun, wenn er so weiter macht.

  34. 34 Jean-Louis 30. März 2013 um 14:59 Uhr

    @sünnerklaas
    Also, ich sehe da nicht wirklich das Problem. Ausser, dass das H….k…. bei mir stets eine Kotz- Würg-Reaktion hervorruft. Aber hier ist die Pose ja eindeutig: das Böse liegt zerstört am Boden. Die Abbildung der Bischöfe in Assoziation mit dem H….k…. hingegen war unterste Schublade, ja regelrecht kriminell. Übrigens müssen auch Lebensschützer sich regelmÄßig solche Assoziationen gefallen lassen. Derartige Darstellungen wären auf kreuz.net einfach undenkbar gewesen, trotz aller verbalen Entgleisungen. Zuständig für die Veröffentlichung der Skandalbilder war allerdings nicht die Mannschaft um Doppelbauer und Nay. Die Nachrichten auf gloria.tv finde ich prinzipiell gut gemacht. Oder störst du dich an der „geplanten“ (Anführungsstrichen, denn ich glaube nicht dass da irgendetwas geplant ist)Aktion. Eine solche Aktion wäre in der Tat dumm und peinlich, aber andererseits auch keiner besonderen Entrüstung würdig.
    @Memphis Misraim
    So, so, hat der Papst das gesagt, oder besser das Band erneuert, denn schon seine Vorgänger, auch mein Lieblingspapst Benedikt, haben Gleiches verlauten lassen. Diese Aussage freut mich, und hätten Sie kreuz.net gekannt, wäre Ihnen bewusst, dass auch kreuz.net alles andere als islamophob war. Man wusste da, wie auf anderen Gebieten, zwischen gut und verwerflich zu unterscheiden. Und für Christen sind sowieso alle Menschen Brüder. Also auch hier: ich sehe nicht das Problem.

  35. 35 Heinrich 31. März 2013 um 9:26 Uhr

    @Jean-Louis

    Aber hier ist die Pose ja eindeutig: das Böse liegt zerstört am Boden. Die Abbildung der Bischöfe in Assoziation mit dem H….k…. hingegen war unterste Schublade, ja regelrecht kriminell.

    Mit dem ‚Bösen‘, das da besiegt am Boden liegt, sind hier eindeutig die deutschen Bischöfe gemeint. Mit Hakenkreuz. Das ist ebenso unterste Schublade und regelrecht kriminell. Mir ist unverständlich, dass Du das nicht siehst.

    Und ja: k.net war nicht besonders islamophob. Die totalitären islamischen Regime erschienen den k.nettern als Verbündete in ihrer Frauenfeindlichkeit, Homophobie und besonders in ihrem Antisemitismus.

  36. 36 Dr. Arnd 02. April 2013 um 10:17 Uhr

    Seit einigen Tagen fehlt der Hinweis auf der kath.net-Site, dass die Kommentarfunktion wegen technischer Umbauten nicht mehr aktiv sei. Wenn dies nicht nur geschieht, weil es mittlerweile jeder mitbekommen haben sollte, könnte es sein, dass die Funktion inaktiv bleibt. Damit wäre ein großes Ärgernis, nämlich Zensur auf einer sich katholisch nennenden Site beseitigt.

  37. 37 suennerklaas 03. April 2013 um 7:48 Uhr

    @Dr. Arndt

    Offenbahr hat Noe jetzt eingesehen, dass die einstigen „Leser“-Kommentare ihm u.U. gefährlich werden können. Und es waren ja nicht allein die dort vertretenen Meinungen allein, die problematisch waren, sondern der Umstand, dass irgendwann jeder wusste, dass auf seiner Seite eine strenge Zensur herrschte: es wurden nur von der Redaktion handverlesene „Leser“-Kommentare freigeschaltet – und die folgten stets einer bestimmten Linie. Aus diesem Grunde konnte man sich nicht herausreden, man wäre für die in den Kommentaren vertretenen Meinungen nicht verantwortlich. Und an Reto Nay und Markus Doppelbauer sind ja in den letzten Wochen eindrucksvolle Exzempel statuiert worden, nachdem diese sämtliche Roten Linien überschritten haben. Selbst ein Laun nimmt inzwischen sehr viel Schärfe aus seinen Worten heraus. Das macht zwar seine Positionen nicht weniger kritikwürdig, aber man kann sie inzwischen so als seine eigene Meinung stehen lassen.

    Ansonsten: Gebrüll und Gejammer gibt’s natürlich immer noch. Aber das findet zur Zeit auf katholisches. info statt.

  38. 38 Anonymous 03. April 2013 um 8:41 Uhr

    Würde die Kommentarfunktion bei kath.net dauerhaft ausgeblendet bleiben, wäre das ein erheblicher Rückschritt. Ohne diese ist kat.net ein simples Nachichtenportal, wie die vielen Bistumsseiten, die nur von Insidern gelesen werden. Es hätte so gut wie wie jede Attraktivität verloren. Wer spricht denn z.B. von kreuz.net info, obwohl die Seite nicht schlecht gemacht ist? Es ist mir ein Rätsel, wie man sich so von aussen beeinflussen lassen kann. Hoffentlich bleiben gloria.tv und katholiches.info standhaft, und lassen sich nicht beeindrucken. Und hoffentlich stockt der Betreiber von kreuz.net info seine Mannshaft auf, damit er eine Kommentarfunktion anbieten und auch eine grössere Anzahl von Artikeln publizieren kann. Der Kampf gegen eine gleichgeschaltete Information ist im Interesse aller.

  39. 39 Anonymous 03. April 2013 um 9:34 Uhr

    Der Punkt ist gekommen, an dem man noch deutlich intensiver gegen die Katholiban vorgehen sollte. Bergers „Kopfgeld“ war schon ein Geniestreich, der sich jederzeit wiederholen lässt. Sollte die Stimme der Faschokatholiken wieder lauter werden, muss man ihnen den Maulkorb verpassen. Mitleidslos und nachhaltig.

  40. 40 suennerklaas 03. April 2013 um 10:03 Uhr

    Anonymous (08:41)

    Das hat durchaus juristische Gründe: in D ist es so, dass bei moderierten Leserkommentaren das Presserecht gültig ist; für A und CH dürfte dasselbe gelten. Das bedeutet, die Online-Redaktion ist für die in den Kommentaren vertretene Meinung verantwortlich. Eine alleinige Distanzierung durch die Formulierung, die in den Kommentaren geäußerten Meinungen stellten nicht die Meinung der Redaktion und des Herausgebers dar, reicht nicht aus. Dies gilt ganz besonders für den Fall, dass die eingereichten Kommentare einer strengen Zensur und einer händischen Freischaltung durch die Redaktion unterliegen.
    Werthaltig waren die Kommentare allerdings bis auf ein paar wenige Ausnahmen nicht. In den allermeisten Fällen handelte es sich lediglich um Schimpfereien und Jammereien.

  41. 41 Dr. Arnd 03. April 2013 um 10:27 Uhr

    @Anonymous:
    auch wenn ich die Inhalte der Artikel und Lesermeinungen bei kath.net zu einem guten Teil kritikwürdig fand, war dies nicht mein Hauptpunkt. Ich durfte meine Kritik dort nicht äußern und durch die Zensur entstand für Leser der Eindruck, dass die Leserschaft insgesamt zustimme. Ein verheerendes Signal für Interessierte am katholischen Glauben und die Verkündigung des Evangeliums.

    Es ist also das Gegenteil von dem praktiziert worden, was Sie beklagen: Es wurde die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt. Insofern kann man nur sagen: Wer Wind säht, wird Sturm ernten.

  42. 42 Dr. Arnd 03. April 2013 um 10:30 Uhr

    @anonymous2
    na Sie scheinen auch nicht besser zu sein…

  43. 43 suennerklaas 03. April 2013 um 10:41 Uhr

    „(…) durch die Zensur entstand für Leser der Eindruck, dass die Leserschaft insgesamt zustimme.“

    Das Problem ist, dass man „Volkes Mund“ aka den „Gesunden Menschenverstand“ als zweifelhaftes „journalistisches“ Kunstmittel eingesetzt hat. Diese Form des „Volkes Mund“ gibt es aber nicht, es ist auch innerhalb der RKK die Meinung einiger Weniger.

    Eines finde ich allerdings bemerkenswert: wie schnell hat sich nur Biermeier von dieser Community getrennt… Anderswo werden die, die sich noch vor wenigen Wochen als Inbegriff der „Rom- und Papstreuen“ bezeichnen, in einem immer zunehmenderen Maße nicht müde, einseitig die Sedisvakanz auszurufen. Ich find’s besonders eindrucksvoll, wie sich manche als Patchwork-Katholiken herausstellen, die nur dann katholisch sein wollen, wenn’s ihnen persönlich in den Kram passt. Auch der Gang durch die Blogozöse ist sehr interessant – und zum Teil entlarvend. Im Grunde zeigen sie jetzt, dass sie nichts verstanden haben; das Kreuz haben sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit in die Ecke gefeuert.

  44. 44 Bratwurst 03. April 2013 um 12:22 Uhr

    Aus Herrn Deckers Artikel:
    “Keine Gruppe wird von der Ästhetik der alten Messe stärker angezogen, als Männer die Männer lieben.“
    Interpretiere ich diesen Satz dahingehend richtig, das die meisten homosexuellen Männer begeisterte Anhänger der „alten“ katholischen Liturgie sind?

  45. 45 suennerklaas 03. April 2013 um 12:32 Uhr

    @Bratwurst

    Es gibt eine alte Weisheit, die lautet

    „Die schlimmsten Kritiker der Elche
    sind meist selber welche“.

    …das gilt für fast alle Lebenslagen und trifft auf die allermeisten Pharisäer zu.

  46. 46 Anonymous 03. April 2013 um 13:15 Uhr

    @Bratwurst
    Glauben Sie doch nicht alles was irgendein Journalist in die Welt setzt. Da geht es doch nur darum Stimmung gegen die Anhänger der alten Messe zu machen. Tatsache ist: nirgends gibt es so viele kinderreiche Familien wie dort.

  47. 47 Jean-Louis 03. April 2013 um 13:17 Uhr

    Der Anonymus von 13.15 bin ich.

  48. 48 Bratwurst 03. April 2013 um 13:27 Uhr

    Ich hätte jetzt eher mit Protesten aus der Schwulenbewegung heraus gerechnet…

  49. 49 Abdul 03. April 2013 um 13:48 Uhr

    @Jean-Louis

    Sie sollten konvertieren, die kinderreichsten Familien gibt es mit großem Abstand bei den Moslems!

  50. 50 Jean-Louis 03. April 2013 um 14:06 Uhr

    @Abdul
    Es geht hier nicht um mein Lieblingsfamilienbild (ich bin da tolerant, und es liegt mir fern irgendjemandem reinreden zu wollen), sondern um die Widerlegung einer abstrusen These, die, so glaub ich, ursprünglich auf den „genialen“ (dixit Anonymous 9:34) David Berger zurückgeht.

  51. 51 Heinrich 03. April 2013 um 17:29 Uhr

    @Jean-Louis

    „Glauben Sie doch nicht alles was irgendein Journalist in die Welt setzt. Da geht es doch nur darum Stimmung gegen die Anhänger der alten Messe zu machen.“

    Wieder einmal wundere ich mich über die Naivität. Jeder, der einmal die traditionalistischen Kreise genauer in Augenschein genommen hat, weiß ganz genau, dass Daniel Deckers vollkommen recht hat. In den Gruppen und Grüppchen, die der sog. ‚alten‘ Messe nahestehen, gibt es eine auffallend große Anzahl homosexueller Männer.

  52. 52 Nike 03. April 2013 um 19:22 Uhr

    „Damit wäre ein großes Ärgernis, nämlich die Zensur auf einer sich katholisch nennenden Site beseitigt“ (Dr. Arnd)

    Zensur findet in der Regel bevor sie sich sprachlich manifestiert im Kopf, bei der Kath.net-Redaktion also in den Köpfen statt und sie ist m. E. dort lebendig wie eh und je zugange! Seit gestern ist dort aufschlussreicherweise ein Artikel zum Interview von Robert Spaemann in der Jungen Freiheit veröffentlicht: „Papst Franziskus verteidigt katholische Tradition und Rechtgläubigkeit“.Es werden die bei kath.net altbekannten Kirchenfeinde aufgelistet und effektvoll der Begriff „Modernisten“ inszeniert. Und dies alles läuft kaschiert darauf hinaus, den neuen Papst fiktiv an die bisherige Linie des Hauses anzudocken, in repräsentativer personaler Verpackung, die etwas hermacht.

    Dafür ist meiner Einschätzung derzeit insgesamt die Einschaltung der Kommentarfunktion der Redaktion nicht gerade zweckdienlich. Zumal dem Papst zuzutrauen ist, dass er selber Internetrecherchen bewerkstelligen kann und wird. Da würde es dann schon mal sehr peinlich.. den christlichen Umgang miteinander betreffend.

  53. 53 uboot 04. April 2013 um 7:42 Uhr

    @Admin 29.3.

    „Smith wurde katholisch erzogen und ging zur Notre Dame High School und St. Wilfrid’s Comprehensive School in Crawley.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Smith_(Musiker)

    come closer and see :-)

  54. 54 Dr. Arnd 04. April 2013 um 9:56 Uhr

    @Nike
    Ich glaube Sie überschätzen das Interesse des Heiligen Vaters an deutschen katholischen Internetseiten. Wenn die Kommentarfunktion aus bleiben sollte, dann wohl eher aus rechtlichen Gründen (Tradis sollen keinen Anlass für Strafabzeigen geben) oder weil man doch zu viele Ärger erwartet (s. kreuz.net und gloria.tv).

    Ich habe überlegt, ob die Wahl Franziskus´nicht einfach zunächst auch ein Schock war und man keine Lust hatte, die ablehnenden Kommentare der Tradis auszusieben und sich auch selbst erst mal auf die neue Situation einstellen musste. Strategie derzeit: wir hatten natürlich immer recht, der neue Papst ist im Wesentlichen der Alte.

  55. 55 Nike 04. April 2013 um 11:07 Uhr

    Strategie derzeit: wir hatten natürlich immer recht, der neue Papst ist im Wesentlichen der Alte“.

    Dies lässt sich tendenziös besonders bei den konservativen katholischen Milieus ausmachen, die bislang erkennbar deutlich mit kath.net korrespondierten und dort veröffentlichten: Erst kürzlich hat ein Diözesanbischof den Papst in einer Ansprache belobigt, auch der Benediktusregel nahezustehen bzw. diese zu praktizieren. (Nachzulesen im Internet). Das wirft m.E. ein bezeichnendes Licht darauf, wie wenig es bislang verdaut sein muss, dass ein Jesuit auf dem Stuhl Petri sitzt.

    Als Internetmagazin hatte sich Kath.net zumal bei Benedikt einen Namen gemacht – sich tragende Seilschaften aufgebaut. Es muss im Interesse von Kath.net liegen sich so optimal als möglich beim Papst in´s Bild zu setzen. Was der Redaktion beim Internetportal der Jesuiten kath.de nicht gelungen ist, das sich explizit sehr kritisch mit kath.net auseinandergesetzt hat.

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