Expertenmeinung zum gesunden Volksgeist

kath.net-Chef Roland Noé alias „Gandalf“ im kath.net-Forum, wir schreiben (immer noch) das Jahr 2008:

Und in Europa gibt es keine Homophobie sondern eine widerliche Überwertung und Überhomosexualisierung, die weit schlimmer für den gesunden Volksgeist ist. Diese schwule Gleichmacherei-Ideologie bis zur Homo-Ehe, die hier auch von paar Zeitgeistler anscheinend unterstützt wird, das ist das wirkliche Problem.


19 Antworten auf „Expertenmeinung zum gesunden Volksgeist“


  1. 1 Jean-Louis 04. März 2013 um 9:30 Uhr

    Ich will ja nicht meckern, aber wenn jetzt dauernd Zitate von vor fünf Jahren hervorgekramt werden, heisst das doch, dass es an kath.net, so wie es sich heute präsentiert, kaum etwas auszusetzen gibt. Inofern hat sich Ihre Arbeit also gelohnt. Persönlich würde ich mich der damaligen Aussage von Gandalf allerdings auch heute noch bedingungslos anschliessen. Gäbe es diese „Überhomosexualisierung“ nämlich nicht, wäre Homosexualität überhaupt kein Streitthema.

  2. 2 Dr. Arnd 04. März 2013 um 11:12 Uhr

    @ Jean-Louis:
    da möchte ich Ihnen ausdrücklich widersprechen. Es kann in einem demokratischen Diskurs eine gesellschaftliche Minderheit durchaus einen überrepräsentierten Aufmerksamkeitsgrad erhalten, manchmal muss sie das sogar (denken Sie nur an Flüchtlinge, aber durchaus auch Homosexuelle). Aus katholischer Sicht denke ich, dass der Bogen etwas weiter gespannt werden muss. Die herkömmliche Familie spielt im Diskurs nach meiner Auffassung nur noch dann eine Rolle, wenn es darum geht Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Wir haben eine Kommerzialisierung unseres Familienbildes. Dies trägt zu dessen Auflösung bei. Daher gibt es immer weniger Ehen und immer weniger Kinder. Da fällt es doch schwer, den Unterschied gleichgeschlechtlicher und verschiedengeschlechtlicher Verbindungen herauszustellen, da er im Bezug auf die Gründung einer Familie tatsächlich geringer wird. Das Problem ist also nicht Homosexualität, sondern die Verwirtschaftlichung aller unserer Lebensbereiche. Ehen ohne Kinder und homosexuelle Verbindungen passen sich in den Wirtschaftskreislauf bestens ein und werden daher als sehr gutes Beispiel für die Gesellschaft präsentiert.

    Die traditionellen Katholiken sind in diesem Diskurs bis in den Vatikan hinein überhaupt keine Hilfe, da man in den Stellungnahmen wenig Sachliches vernehmen kann, sondern vornehmlich überkommene und dann natürlich diskriminierende Abscheu vor der homosexuellen Lebens- und Sexualform zum Ausdruck kommt. Das ist übrigens auch sündhaftes Verhalten.

  3. 3 suennnerklaas 04. März 2013 um 11:40 Uhr

    Es geht um 2 bis 3% der Gesamtbevölkerung. Ich verstehe überhaupt nicht, was für ein Geschrei da die relgiösen da Hardliner machen. Wenn sie sich einmal um ihren eigenen Kram kümmern würden, wären sie voll und ganz ausgelastet

    Ich orakle einmal, dass hier eher die alte Weisheit

    „Die schlimmsten Kritiker der Elche sind meist selber welche“

    zutreffend ist.

    Ansonsten hilft hier auch der Hinweis auf Matth. 7. Es stehen halt auch kluge und beachtenswerte Dinge in der Bibel.

  4. 4 Jean-Louis 04. März 2013 um 12:53 Uhr

    @Dr Arndt
    Mit Ihrer Analyse bin ich diesmal überhaupt nicht einverstanden, wobei der letzte Abschnitt das natürliche Wertevertändnis auf unerträgliche Weise pervertiert. Nicht die widernatürlichen Akte seien Sünde, sondern die Abscheu davor. Bei der Lektüre solcher Sätze wird mir bewusst, dass die Christen mittlerweile in zwei gegensätzliche Lager gespalten sind, aus denen sie nach menschlichem Ermessen nicht wieder zusammen finden können. Ich darf hier nicht schreiben wie ich Homosexualität einschätze und was in der Bibel dazu gesagt wird. Aber glauben Sie mir: die Relativierung, um nicht zu sagen Gutheissung aus chistlichem Mund ist nicht nur schwer zu verstehen, sie tut auch weh. Homosexualität ist eben keine Sünde wie andere „sexuelle“ Sünden, die wegen der menschlichen Schwachheit, vielleicht als nicht so schlimm einzuschätzen sind. Mann und Frau sind schon rein anatomisch aufeinander angelegt, das muss doch auch ein Agnostiker verstehen. Zwei gleiche Pole stossen sich in der Regel ab.
    Auch vom wirtschaftlichen Aspekt her sind es doch die Familien mit Kindern, die den Betrieb am Laufen halten.
    Es ist schon eine schwierige Gratwanderung, einerseits, die in West-Euopa immer mehr verdunkelte Wahrheit aufzupolieren, ohne andererseits nicht diskriminierend zu vorzugehen. Persönlich finde ich, dass die Kirche hier vorbildlich agiert hat getreu dem Motto(auch wenn es etwas abgedroschen klingt) „Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder“. Und es ist zugegebenerweise in diesem Falle nicht leicht ohne Konzessionen auszukommen, weil eben Sexualität, auch die fehlgeleitete, etwas zutiefst Persönliches ist.

  5. 5 Dr. Arnd 04. März 2013 um 13:05 Uhr

    @ jean-louis:
    Ich gebe Ihrem Hinweis, dass ich in einem anderen „Lager“ als Sie, wie Sie politisierend feststellen, bin, im Ergebnis vollkommen recht und lege großen Wert darauf. Sie argumentieren nämlich rein emotional und versuchen diese Emotion mit der Bibel zu rationalisieren.

    Sie haben dennoch meine Argumentation vielleicht nicht recht verstanden. Es gibt in der Lehre der Kirche häufig Zeitgebundenes, so dass man stets nach dem Wahrheitskern suchen muss. Diesen Kern habe ich, so wie ich ihn verstehe, versucht darzustellen. Es geht um die Familie mit eigenen Kindern als idealer katholischer Lebensform. Wie Sie die Bibel interpretieren, sind Sie eigentlich Lutheraner, Sie gehen nach dem Buchstaben.

  6. 6 Jean-Louis 04. März 2013 um 14:35 Uhr

    @Dr Arndt
    Zugegeben, meine Reaktion war etwas emotional. Ich versuche dennoch nicht mit der Bibel zu rationalisieren (nicht alles in der Bibel lässt sich nämlich mit Vernunft rechtfertigen), sondern mit meinem Hinweis auf die menschliche Anatomie und der Feststellung, dass zwei Pole um sich anzuziehen, gegensätzlich, oder besser komplementar, sein müssen. Völlig einverstanden bin ich mit der Aussage, dass es in der Lehre der Kirche häufig Zeitgebundenes gibt, nur, Homosexualität gehört für mich sicher nicht zu den Punkten, wo sich diese Lehre grundsätzlich (z.B. aus Sünde wird Nicht-Sünde) verändern könnte. Eine so gravierende Modifizierung der Schöpfungsordnung Gottes ist meiner Ansicht nach nicht zulässig. Alle anderen Lebensformen (Zölibat, kinderlose Ehen) schätze ich gleichermaßen hoch ein wie Familie mit eigenen Kindern. Diese können alle „ideale katholische Lebensformen“ sein. Eine solche Pluralität ist vom Guten. Wenn ich vorher etwas heftig reagiert habe, so ist es nicht wegen abweichender Meinung über Homosexualität, sondern, weil ich mich weigere alle möglichen und unmöglichen neuen „Sünden“ zu akzeptieren, zumal die, welche im Namen einer abstrakten und verheerenden Anti-Diskriminationsreligion mit ihrem eigenen Puritanismus, ihren eigenen Oppressions- und Einschüchterungsmethoden, und ihren eigenen Zeloten (ich meine dabei nicht Sie), begangen werden. Was mir zum Beispiel an kreuz.net gefiel, war nicht so sehr ihre Ablehnung der Homosexualität, und schon gar nicht die Art und Weise wie mit diesen Mitbürgern dort umgegangen wurde. Nein, es war ihr entschiedenes Eintreten gegen die Gleichmacherei, ihr „non serviam“ gegenüber einer falsch verstandenen Antidiskriminations-und Gendermentalität, die uns noch alle in die Katastophe führen wird, wenn wir nicht reagieren. Man kann dieser Entwicklung natürlich auch stoisch entgegensehen getreu dem Motto: alle Zivilisationen sind vergänglich, warum also solte West-Europa eine Ausnahme sein? Es kommt wie es kommen muss.

  7. 7 Bratwurst 04. März 2013 um 15:35 Uhr

    Hhmm… wird jetzt 2008 „aufgearbeitet“?
    Zum Thema:
    Was der Katholische Katechismus zur Homosexualität unter den Nrn. 2357 – 2359 sagt, erscheint mir nicht völlig in der Ecke „gesundes Volksempfinden“ zu sein.
    Als Beispiel die Nr. 2358:
    „Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“

    Und wenn sie keine Christen sind, mögen sie’s ausleben – genauso, wie verheiratete Heteros Spaß am Fremdgehen haben. Leider sind u. U, die Folgen wie z.B. die bitteren seelischen Verletzungen, Scheidungskinder – zerrissen zwischen den Elternteilen – usw. auch nicht immer lustig.

  8. 8 Dr. Arnd 04. März 2013 um 15:44 Uhr

    @ jean-louis:
    ich kann Ihrer Argumentation wirklich nicht folgen. Es geht mir überhaupt nicht darum, einem Zeitgeist hinterherzulaufen, noch, ihm entgegenzustehen.
    Wenn Sie sagen, es ist gegen die Schöpfungsordnung dann gebe ich Ihnen inosfern, aber auch nur insofern Recht, dass die „Normalität“ im Sinne von, was ist der Regelfall, der zum Weiterbestand der Schöpfung vorgesehen ist -und so für Religiöse also gottgewollt ist- die Heterosexualität ist. Dann verstehe ich aber nicht, warum die kinderlose Ehe für Sie, wenn Sie sie zum Prinzip erhöben, nicht gegen die Schöpfungsordnung sein soll. Nur weil hier ein Mann und eine Frau sich dem Plan Gottes widersetzen und nicht zwei Männer oder zwei Frauen ?

  9. 9 Dr. Arnd 04. März 2013 um 16:06 Uhr

    @ Bratwurst: Sie haben völlig Recht mit dem Katechismus. Das ist ja das Hanebüchene. Die „Romtreuen“ haben kein Problem, vom Katechismus abzuweichen. Mit letzterem haben Sie leider ebenfalls Recht.

  10. 10 Commander Vimes 04. März 2013 um 17:39 Uhr

    Seit wann ist Homosexualität etwas „Widernatürliches“? Das Phänomen kommt überall in der Natur vor bei zahreichen Tierarten und natürlich beim Homo Sapiens. „Widernatürlich“ wäre es, wenn ein Homosexueller eine heterosexuelle beziehung eingehen würde (oder umgekehrt), nur um irgendwelchen Moralvorstellungen gerecht zu werden. Dann nämlich handelte er wider seine Natur.

  11. 11 Jean-Louis 04. März 2013 um 17:41 Uhr

    Zölibat und kinderlose Ehe können sich sehr gut in in die Schöpfungsordnung einordnen. Der Fortbestand der Schöpfung wird zur Genüge gewahrt durch Paare, die Kinder kriegen. Aber es ist falsch den letzten Sinn des Daseins exklusiv an der Zeugungsfrage auszumachen (obschon dieser Aspekt auch sehr wichtig ist). Der „Plan Gottes“ sieht auch andere Lebensentwürfe vor, allerdings nur solche, wo der Mensch konkret auf Gott, den Dienst an der Allgemeinheit oder einzelnen Personen (Zölibat), respektiv auf einen Parner des anderen Geschlechts hingeordnet ist (kinderlose Ehe). Die modernen Vordenker der Gendertheorie wollen die Unterschiede zwischen Mann und Frau einfach wegrationalisieren. Dieses Sich-der-Natur-Widersetzen geht aber nicht. Wenn ein Mann eine Frau küsst oder liebt, finden wir das romantisch, wenn zwei Männer sich inteniv küssen oder zärtlich zu einander sind, ruft das doch bei den meisten ein ungutes Gefühl hervor. Ist das nur anerzogen oder doch gesundes (Volks-)Empfinden, unabhängig jeden religiösen Denkens. Ich plädiere für Letzteres. Ich finde auch, dass gleichgeschlechtlihe Paare vom Staat Untertützung und Sicherheiten bekommen sollten, niemals aber das Adoptionsrecht. Ein allein lebender homosexueller Mann oder eine allein stehende lesbische Frau könnten meinetwegen adoptieren dürfen, aber die Vergabe eines Kindes an ein gleichgeschlechtliches Paar ist wegen der Unnatürlichkeit und Verkehrtheit eines solchen Zusammenlebens ein fundamentaler Fehler und eine fundamentale Ungerechigkeit am Kind.

  12. 12 Dr. Arnd 04. März 2013 um 18:08 Uhr

    @ jean-louis: eine kinderlose Ehe gesunder Ehepartner widersetzt sich genauso oder genausowenig der Schöpfungsordnung wie das Zusammenleben Homosexueller.

    Für Kinder geht es nach dem Kindeswohl. Wenn ein gleichgeschlechtliches Paar nicht gut ist, ist auch ein Alleinerziehender Homosexueller nicht gut, Ihr Problem ist der emotionale Abscheu, der die Logik außer Kraft setzt.

  13. 13 Volker 04. März 2013 um 19:34 Uhr

    Meiner Meinung nach gehört die sogenannte Schöpfungsordnung einmal überdacht! Was soll das denn sein. Es sind menschliche Deutungen in die Schöpfung hinein. Fressen und gefressen werden, ist das die Schöpfungsordnung? Der Stärkere soll über den Schwächeren herrschen? Das lehrt uns die Schöpfung und davon versucht sich der Mensch in seiner Kultur- und Religionsgeschichte zu emanzipieren.

    Wenn Paulus die urchristliche Taufformel Gal 3,28 zitiert, dann besagt diese doch, dass selbst die in der Schöpfungsordnung angelegten und von Gott im alten Bund mit dem auserwählten Volk getroffenen Unterscheidungen für das Christentum nicht mehr gelten. Da ist nicht mehr Jude und Heide, da ist nicht mehr Mann und Frau, ihr seid alle einer in Christus.

    Schluss mit Schöpfungsordnung, jetzt gilt die Gottesordnung! Die Schöpfung ist nämlich erlösungsbedürftig.

  14. 14 suennerklaas 04. März 2013 um 19:37 Uhr

    @Dr.Arndt & @jean-louis

    Im Grunde ist es vollkommen wumpe, in welchen Beziehungen Menschen – ob nun hetero- oder homosexuell – leben. Das zentrale Problem ist, dass sich immer mehr Menschen GEGEN Kinder entscheiden. Und an die Ursache dieses Übels muss man heran.

    Ich persönlich halte die hochemotionalisiert geführte Debatte zum Thema „Homo-Ehe“ und über „Angriffe“ einer „Homo“-Lobby auf die Kirche lediglich für ein Scheingefecht. Mit diesem Scheingefecht will man davon ablenken, dass man vielerorts sozialpolitisch keine Antworten auf die gesellschaftlichen Fragen des 21. Jahrhunderts hat – und sich mit der Thematik auch nicht auseinandersetzen will. Das ist nämlich unbequem und man könnte zwischenzeitlich hin und wieder finanzielle Probleme bekommen, weil man irgendwelche „Leistungsträger“ verärgert und nicht mehr spenden…

  15. 15 Administrator 04. März 2013 um 20:14 Uhr

    @Jean-Louis & Bratwurst: Ich bin durch Zufall (Google-Suche nach einem homophoben PI-Kommentar) auf den kathnews-Thread und Noés Äußerungen gestoßen. Ich wüsste nicht, wieso ich die Zitate nicht veröffentlichen sollte, sie erklären schließlich manches.

  16. 16 Bratwurst 05. März 2013 um 10:59 Uhr

    @ Administrator:
    Danke für die Erläuterung.
    Was zu diesem Thema in den letzten 2000 Jahren – ob elektronisch, handgeschrieben oder gedruckt – geschrieben wurde, dürfte aber zu Speicherproblemen führen ;-)

  17. 17 Dr. Arnd 05. März 2013 um 11:30 Uhr

    @sünnerklaas: Das ist glaube ich zu sehr politisch gedacht. Es geht hier um theologische Wahrheiten, Sie haben aber nach m. E. intuitiv trotzdem den Kern erfasst. Es geht hier um eine Vielzahl von Lebensentwürfen und -arten(Ehe mit Kindern, Ehe ohne Kinder, Zusammenleben Heterosexueller, Patchwork-Familien, Homosexuelle Lebensgemeinschaften, Sex vor der Ehe, Sex in der Ehe usw.), die gegenüber dem katholischen Ideal der sakramentalen Ehe, in der regelmäßig Kinder entstehen, nur Annäherungen darstellen. So ist es zwar nicht egal, wenn man das Ideal nicht erreicht, aber es ist kein Ausschlusskriterium. So verstehe ich den Kern der Lehre der Kirche zu diesem Thema.

    Für die Kirche ist danach, soweit ich es verstehe, nur ein Problem, wenn gesagt wird, es ist für das Gelingen eines christlichen Lebens alles als total gleichwertig zu sehen. Also -auf das Thema Homosexualität gewendet- die vollkommene Emanzipation der Homosexuellen. Also gesetzliche Regelungen wie Lebenspartnerschaften in Deutschland dürften kein Problem sein. Homo-Ehe wohl eher ein Problem, auch wenn die Unterschiede hier graduell sind. Da es sich nur um zivile Ehen handeln würde, könnte man vielleicht auch vertreten, dass ausreichend ist, eben keine kirchliche Ehe homosexueller zuzulassen, sondern diese Beziehungen zu segnen, wie es nach meiner Kenntnis in Wien gelegentlich (wie auch Zweiteheschließungen) geschieht.

    Wenn der Vatikan hier derzeit strenger formuliert, dann verlangt er nach m. E. mehr als der Wahrheitskern aussagt. Deswegen nannte ich das oben „zeitgebunden“. Ich denke, sollte für künftige Generationen das Thema gleich wichtig sein, so könnte sich da im Lehramt der Kirche etwas ändern.

  18. 18 Jean-Louis 05. März 2013 um 12:24 Uhr

    @Dr Arndt
    Sie begreifen einfach nicht, dass homosexuelle Partnerschaften per se niemals von der Kirche anerkannt werden können. Sie unterscheiden sich fundamental von allen anderen hier aufgelisteten Lebensentwürfen. Im Gegensatz zur Homopartnerschaft sind diese ja nicht von ihrem Wesen her schlecht, sie erreichen eben bloss das christliche Ideal nicht, was aber auch in vielen anderen Lebensbereichen nicht der Fall ist, ohne dass diese Approximation da ständig im Zentrum der Diskussionen steht. Die Art aber wie Sie das Thema angehen, kann für die katholische Kirche nur eine absolut unzulässige Relativierung darstellen.

  19. 19 Dr. Arnd 05. März 2013 um 12:41 Uhr

    @ jean-louis:
    eine Behauptung ist noch keine Erklärung oder Begründung. Ich habe Ihnen mein Verständnis versucht darzulegen. Mehr kann ich nicht tun.

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