Andreas Laun und der Stein der Weisen

Es gibt drei Dinge, die man über Andreas Laun wissen sollte: Der Salzburger Weihbischof hat erstens (möglicherweise) einen Heiligenschein, der seinen Kopf auf ausgewählten Fotos krönt; er schreibt zweitens gerne rassistische Märchen und publiziert diese drittens, wenn die rechte Zeitschrift ‚Zur Zeit‘ keinen Platz für sie hat, auf kath.net.

Heute fischt Laun wieder in den trüben Gewässern, in denen Rechtspopulisten so gern ihre Köder auswerfen: Die EU zeige, empört sich Laun, „autodestruktive Tendenzen, eine Tendenz in die Richtung eines totalitären Unrechts-Staates“. Er kontrastiert die Europäische Union mit dem liebsten autoritären Regime der kath.net-Redaktion, Ungarn:

Ungarn hingegen ist viel eher ein Asyl für jene, die die Rechtsstaatlichkeit einfordern und darum verfolgt werden.

Ungarn unter der Fidesz-Regierung, ein Land, in dem Milch und Honig braune Soße fließt: Handlangern der Nazis werden Statuen errichtet, Theaterintendanten durch rechtsradikale Hetzer ersetzt, militante Bürgerwehren gestärkt, die Sinti und Roma einschüchtern und im Notfall wohl gewaltsam zum Schweigen bringen sollen. Zsolt Bayer, Mitbegründer der Fidesz-Partei, ist, wie Die Presse notierte, für seine „beispiellosen Hasstiraden gegen Juden“ bekannt: Missliebige Gremien stellt Bayer als „entartet“ oder „jüdisch unterwandert“ dar, eine Antisemitismusforscherin bezeichnete er als „Mistkäfer“. Bayer, ein Freund von Regierungschef Orban, schimpfte vor einigen Jahren in einem Artikel über linke Politiker und Künstler, man hätte sie im Wald von Orgovany verscharren sollen – dort fand nach dem 1. Weltkrieg tatsächlich ein Massaker statt.

Andreas Laun indes, der noch nie durch übermäßige Recherche aufgefallen ist, lenkt ein:

Ungarn ist wie ein rettendes Rückzugsgebiet, in dem das wahre Europa überleben könnte. Das heißt nicht, dass alle Gesetze im heutigen Ungarn ideal oder auch nur gut wären. Um das zu beurteilen, müsste man viele Einzelheiten wissen.

Weil Laun aber viele Einzelheiten tatsächlich nicht weiß, poltert er weiter. Die EU müsse sich auf ihre christlichen Wurzeln besinnen, sich von der verhassten „politischen Korrektheit“ distanzieren und endlich begreifen, dass Hitler nicht schlimmer als Stalin war. Bzw.:

Drittens bräuchte die EU den Mut zu sehen, wie und wo der Geist Hitlers und Stalins im heutigen Europa wirklich überlebt und von ihr, der angeblich so hochmoralischen EU, sogar gefördert wird.

Dass er damit natürlich nicht nur „die Euthanasiedebatte“ meint, sondern auch die Homo-Ehe – geschenkt, für kluge Gedanken war Laun schließlich noch nie besonders empfänglich. Immerhin ist er stets für einen guten Scherz zu haben:

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, formulierte B. Brecht

Mit dem Sozialisten Brecht gegen den Sozialismus argumentieren, das hat Stil.

Während die Betrachtung seines Kopfschmuckes für Launs aktuellsten Erguss keine besondere Relevanz hat, lohnt es durchaus, sich das eingangs zitierte Märchen vor Augen zu halten. Laun stilisierte damals in einem wirren Brunnengleichnis Migranten zu salzigem, ergo unbrauchbaren Wasser, das in Konkurrenz zu den guten einheimischen Brunnen steht. Auch seine Veröffentlichung im FPÖ-Magazin ‚Zur Zeit‘, in dem (nicht von Laun stammende) Artikel schon mal mit „Deutschland erwache!“ beendet werden, kommt nicht von ungefähr.

Laun versucht sich in Zeiten des zunehmenden Vertrauensverlustes in die katholische Kirche als „einer von uns“, der „endlich mal ausspricht, was alle denken, sich aber niemand zu sagen traut“, denn „armes Deutschland!“, bzw. Österreich. Ein durchaus erfolgsversprechender Versuch, politisch ungebildete PI-Leser zu binden; ein Gegenentwurf zu den von kath.net verabscheuten „Kartoffelsackbischöfen“ (O-Ton Reto Nay, ebenda). Während sich kath.net von der FPÖ distanziert, hat man den eigenen kleinen Rechtspopulisten in Salzburg sitzen, wo er seinen KLARTEXT in die Tastatur kippt.

Laun wirft mit Begriffen um sich, zu denen jedeR eine Meinung hat – wer wollte schon bezweifeln, dass die EU eine Diktatur plant, bei den ganzen absurden Gurkenrichtlinien, unchristlichen Schulkalendern, der vermaledeiten Bürokratie und Edmund Stoiber. Europäische Wurzeln sind ebenfalls ein Muss, auch wenn man, wie Laun, ganze Epochen am liebsten aus dem kollektiven Gedächtnis streichen möchte. Und wo die „vielen Einzelheiten“ fehlen, müssen eben mächtige Worte folgen: Stilblüten wie „autodestruktive Tendenzen“, „totalitärer Unrechts-Staat“ oder „Verbrechen der Nazis“, von denen man im Zusammenhang der Parole ‚Niemals vergessen‘ „eigenartigerweise […] fast nur“ rede, sprechen für sich.

Es ist bizarr: kath.net braucht keine ehrenamtlichen Beiträge von Laien, keine skandalträchtigen Gastkommentatoren aus der rechten Szene und keine peinlichen Rechtstreitigkeiten mit Kritikern: Den größten Schaden für das Image des Portals – und in diesem Fall auch und besonders für die katholische Kirche insgesamt, den schafft Weihbischof Andreas Laun immer noch selbst.


109 Antworten auf „Andreas Laun und der Stein der Weisen“


  1. 1 Dr. Arnd 20. Februar 2013 um 11:46 Uhr

    Es ist wirklich ein Kreuz mit Weihbischof Laun. Verbindlich im Ton teilt er trotzdem die Welt nach seinem Freund-Feindschema ein. Der Feind, das sind die Liberalen. Er denkt also nicht, wie es die Aufgabe eines oberen Hirten wäre, seelsorgerisch, sondern dezidiert politisch. Nach den Worten Jesu im neuen Testament kann man für die eigene Haltung „Wer nicht gegen uns ist ist für uns“ und „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ übernehmen. Beides findet sich dort zumindest sinngemäß. Danach kann man nach m. E. die christliche Einstellung der Katholiken sehr gut einteilen. Weihbischof Laun hat sich leider für Letzteres entschieden.

  2. 2 Jean-Louis 20. Februar 2013 um 12:10 Uhr

    Es ist gut und wichtig, dass es auch „Lautsprecher“ wie Bischof Laun oder früher Bischof Krenn gibt, die Wahrheiten manchmal ab und zu etwas populistisch zu formulieren versuchen. Wenn Feuer im Haus ist, darf man auch schon auf weniger dipomatische Arten der Meinungsäusserung zurückgreifen. Beschämend und erschreckend ist nur, wenn jetz der Gesinnungsterror wieder los geht. Auf anderen Foren haben sie schon losgelegt: „ob das wohl für eine Indizierung der der Seite reichen würde (Sünnerklaas),“kalte Füsse bekommen“, „rauswerfen“ (Commander Vimes). Man wird sich in linkskatholischen und atheistischen Kreisen damit abfinden müssen, dass nicht jeder deren Meinung vorbehaltos nahplappert. Den kreuz.net-Coup machen sie uns nicht noch einmal. Das garantier ich ihnen.

  3. 3 Dr. Arnd 20. Februar 2013 um 12:25 Uhr

    @jean-louis:
    Das Problem ist, dass es bei Weihbischof Laun in der Tiefe überhaupt nicht um Atheismus, Glauben und so weiter geht, sondern letztlich um Politik. Links ist dann, wenn man Gott instrumentalisiert, gottlos, rechts ist christlich (geht umgekehrt bei den von Ihnen so verhassten Linkskatrholiken, oder soll ich sagen die „Liberalen“, genauso). Dabei sind die rechten „Christen“ dann meist nur „Kulturchristen“, die die gesellschaftsordnende Wirkung des Glaubens schätzen. Das geht dann mit dem Katholizismus am besten. Diese Wirkung gibt es tatsächlich, jedoch ist sie nicht das Spezifische des Christlichen. Da können sie auch gut Moslems oder anderes sein oder sich Konfuzius zuwenden. Der Niedergang des Christentums in moralischer Hinsicht begann mit der „Übernahme“ der Christen durch den römischen Staat. Letzteres wünschen sich die Rechtsnationalen für ihr jeweiliges Land auch. Das ist nicht weniger gefährlich für den Glauben, als das entgegengesetzte politische Spektrum.

  4. 4 Cartello 20. Februar 2013 um 13:09 Uhr

    Der Clown von Laun wieder in Geberlaune ….. na mal sehen wie lange „Er“ mit seinen Weihrauchzirkus durchhält. Stoppline arbeitet ja schon an der Sache …… nur noch eine frage der Zeit.

  5. 5 Cartello 20. Februar 2013 um 13:29 Uhr

    Die Lüge hat Rechte bekommen und wird bis in die Schulen hinein staatlich gefördert.

    :D :D Schlimm wenn Katholen niemanden mehr lügen einreden dürfen oder diese niemand mehr glaubt !

  6. 6 Jean-Louis 20. Februar 2013 um 13:41 Uhr

    @Dr. Arndt
    Teilweise stimme ich Ihrer Analyse über die „Kulturchristen“ gerne zu. Sie gilt aber für beide Seiten. Nur frag ich mich, ob sich, wenn es um grundlegende Werte, auch christliche Werte, wie Lebensrecht oder Meinungsfreiheit geht, die religiösen Werte nicht mit den politischen übereinstimmen. Und: die Liberalen oder Linkskatholiken sind doch nicht meine Feinde. Höchstens dann, wenn sie uns den Mund verbieten wollen, aber nicht wegen ihrer Auffassung von Religion.

  7. 7 Dr. Arnd 20. Februar 2013 um 13:57 Uhr

    @Jean-Louis:

    Wie ich sagte, auf beiden Seiten.

    Es gibt immer dann, wenn die kirchliche Lehre durch eine politische Forderung übernommen wird, eine Übereinstimmung. Das Problem ist, dass die (recht wenig umfangreiche unfehlbare) Lehre von keiner Partei und keinem Politiker / Publizisten übernommen wird, ohne die Überzeugungen rechts oder links, die er ohnehin schon hat, damit zu vermischen und den Glauben damit zu instrumentalisieren und zu missbrauchen. Siehe Weihbischof Laun.
    Siehe USA: das Lebensrecht der Tea Party ist ohne Turbokapitalismus, soziale Unbarmherzigkeit und Rüstung / Krieg pp. nicht zu haben.
    Siehe Deutschland: Kirchenlob ohne Rassismus, Homophobie und Antisemitismus bekommen Sie in der JF nicht. usw. usw.

  8. 8 diskordianerpapst 20. Februar 2013 um 14:15 Uhr

    Arrrgh schon wieder so einer der versucht die Errungenschaften
    der Aufklärung den Christen auf die Fahnen zu schreiben.
    „christliche Werte, wie Lebensrecht oder Meinungsfreiheit“

    Mit Meinungsfreiheit haben die christlichen Kirchen aber so gar
    nichts am Hut, nie gehabt. Erst als sie gezwungen wurden, haben
    sie diese akzeptiert und heute wo sie fest in der Gesellschaft
    verankert ist, tun sie so als hätten sie sie erfunden.
    Genauso wie mit vielen anderen Errungenschaften.
    Wenn man genau hinsieht erkennt man aber eine Menge Leute
    die immer noch dagegen arbeiten oder darunter etwas anderes
    Verstehen.
    Auch mit dem Lebensrecht ist das so eine Sache, da hat sich die
    Meinung der Kirche immer mal wieder gewandelt. Kann man ja auch
    in der Bibel nachlesen was der christliche Gott denn so vom
    Lebensrecht hält.
    Oder allgemein Thema Menschenrechte. Der Vatikan hat da seine
    eigene Definition und ist daher auch nie einer Konvention
    beigetreten.
    Die RKKler schwafeln nur gerne davon und geben vor all das
    erfunden zu haben. Das Gegenteil ist der Fall und wenn die
    rechten Kräfte in der Kirche noch die Macht hätten wäre ganz
    schnell Feierabend, übrigens auch mit Ihrer Meinungsfreiheit,
    sofern Sie nicht voll auf Linie liegen.

    Wie kann überhaupt jemand der sich im Besitz der Wahrheit wähnt,
    Meinungsfreiheit positiv sehen? Katholiken ist nunmal
    vorgeschrieben was sie zu glauben haben. Auch wenn sich in der
    Realität dann doch jeder seinen Privatglauben zusammenbastelt,
    sind ja auch genug Bauteile in der Spielkiste.

  9. 9 Dr. Arnd 20. Februar 2013 um 15:08 Uhr

    @diskordianerpapst:
    Sie setzen den Begriff christlich mit amtskirchlich gleich, trennen lebensfremd die Urheber der Aufklärung, die überwiegend Christen oder zumindest christlich erzogen waren, von deren Produkt. Außerdem gehen Sie davon aus, dass Rechte, die Bürger gegenüber Staaten haben sollten, per se auf die Beziehung zwischen Gläubigem und Kirche übertragbar sind.

  10. 10 Cartello 20. Februar 2013 um 15:53 Uhr

    Meinungsfreiheit … :D …. Abgesehen von den fast täglichen Beleidigungen von Homosexuellen, AIDS-Kranken, Atheisten, Humanisten, Frauen, Lesben und Andersdenkenden durch die Oberen Klerikalen……würden diese sonst stumm sein.

  11. 11 Dr. Arnd 20. Februar 2013 um 17:21 Uhr

    Ach Cartello.

  12. 12 Cartello 20. Februar 2013 um 17:27 Uhr

    Meinungsfreiheit vs. Vatikan

    Mit scharfen Worten verwahrt sich die Vatikanzeitung „L`Osservatore Romano“ gegen die Papstkritik eines Moderators auf dem traditionellen Rockkonzert in Rom zum 1. Mai. In einem Leitartikel heißt es, auch solche Angriffe gegen die Kirche und gegen den Papst seien eine Form von „Terrorismus“. Ein Moderator des Konzerts vor der Basilika San Giovanni in Laterano hatte vor den Besuchern und etwa 400.000 Fernsehzuschauern die Haltung des Papstes zur Evolutionstheorie und beim Lebensschutz kritisiert.

    Quelle http://storico.radiovaticana.va/ted/storico/2007-05/131433_osservatore_romano_gegen_1_mai_angriffe_auf_papst.html

    Soviel zur Meinungsfreiheit Demokratie uvm. :D

  13. 13 Volker 20. Februar 2013 um 17:53 Uhr

    Da hat offensichtlich weder der Moderator des Rockkonzertes noch Cartello verstanden, wogegen sich die Kirche wehrt. Die Evolutionstheorie wird von der Kirche anerkannt. Und auch wegen ihrer Haltung zum Schutz des Lebens wird man dir Kirche doch wohl nicht wirklich kritisieren, oder? Oder sollte sich der Papst nach den beiden Experten gegen die Evolutionstheorie und gegen den Lebensschutz engagieren? Dann wäre die Kritik tatsächlich berechtigt. So ist es nur billiger Polemikterror.

  14. 14 Cartello 20. Februar 2013 um 18:02 Uhr

    Ach Dr Arnd

    Wenn ich mir die täglichen Meisterleistungen der klerikalen so ansehe , inkl den Gehirn Clown aus Salzburg , wundert es mich nicht das sie sich bis zu einen gewissen punkt gesetzlich schützen lassen . Quasi eine Gesetzlich geschützte Narrenfreiheit mit Blasphemieschutz Garantie. Jeder andere ohne Konkordat im rücken hätte Prozesse am hals bis zum St. Nimmerleinstag .
    So mancher wie ein Laun sollte man einen Orden verleihen , wegen Selbstversenkung der Katholischen Kirche .

  15. 15 Nike 20. Februar 2013 um 19:20 Uhr

    Ich möchte mich jetzt nicht auf einzelne Posts beziehen (da gäb´s so einiges zu sagen).. mal kurz zu Laun: für mich der große Trickser. Papst Benedikt hat im September 2011 in seiner Rede im Deutschen Bundestag von seiner internationalen Verantwortung her – er spricht von der Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner der Völker-und Staatengemeinschaft zukommt – einige Gedeanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorgelegt. In meiner Formulierung lehne ich mich eng an seine Worte an.
    Damit ertrickst sich Laun seine!! Antwort auf die Frage „was ist Rechtsstaatlichkeit?“ – eine Scheinfrage somit wie auch eine Scheinantwort.
    In seinen weiteren Ausführungen operiert er mit „man-Sätzen“ und erzeugt hier die (räumliche) Illusion von Subjekt-Objekt-Abgrenzung. Real formuliert er jedoch lediglich seine statements. Er inszeniert monologisch.
    Zurecht kritisiert dieser Artikel isbs. Launs aufgeblasene Auslassungen über Ungarn, abgesehen von seinen unsäglichen Worten über Nazis kontra realer Sozialismus. Offensichtlich muss!! er das Naziregime und die Shoa relativieren – aus welchen Gründen auch immer.
    Man sieht: bei Laun nichts Neues.

  16. 16 Jesus Christus 20. Februar 2013 um 19:44 Uhr

    Volker: „Die Evolutionstheorie wird von der Kirche anerkannt.“

    Dazu zitiere ich mal Alan Posener:

    „Galileo Galilei, (…) fasste den Widerspruch, den Petrus mit seinem missglückten Spaziergang offenbarte, in dem Bonmot zusammen, die Kirche solle den Menschen zeigen, wie sie in den Himmel kommen – nicht, wie die Himmel beschaffen seien.
    Und mit dem Galileischen Kompromiss haben Kirche und Naturwissenschaft gut leben können. Der amerikanische Evolutionsbiologe Stephen Jay Gould fasste ihn im Grundsatz der „Non-Overlapping Magisterials“ (NOMA): Die Religionen haben Gebiete, auf denen sie das Sagen haben, und die Naturwissenschaften andere. Sie berühren einander nicht und schließen einander nicht aus.

    Leider ist dieser Grundsatz der friedlichen Koexistenz in der letzten Zeit aufgehoben worden. Zunächst von fundamentalistischen Protestanten in den USA, dann aber auch von Joseph Ratzinger der schon mit der Rehabilitierung Galileis nicht einverstanden war. Einmal Papst geworden, stiftete er seinen Schüler Christoph Kardinal Schönborn an, einen Essay für die „New York Times“ zu schreiben, in dem der Wiener Kardinal den Darwinismus für unvereinbar mit der katholischen Lehre erklärte und gegen den „Evolutionismus“ die von radikalen Protestanten entwickelte und von allen ernst zu nehmenden Wissenschaftlern abgelehnte Theorie des „Intelligent Design“ vertrat. Bei einem Treffen seines „Schülerkreises“ im September 2006 bekräftigte Benedikt seinen Standpunkt, der ganze Kosmos sei ein „intelligentes Projekt“ und nur so zu verstehen.

    Gegen diesen Standpunkt seines Dienstherrn wagte der langjährige und hoch angesehene Hofastronom des Vatikans einen Protest. Die Wissenschaft „brauche Gott nicht“, um natürliche Phänomen zu erklären, so der Jesuitenpater George F. Coyne, und das sei auch gut so, denn Gott sei „nicht die Antwort auf ein menschliches Bedürfnis“. Gott so verstehen, hieße ihn verkleinern und damit verneinen. Seinen Galilei’schen Bekennermut – gut naturwissenschaftlich und gut christlich – bezahlte Coyne, wie so viele, die es wagten, Joseph Ratzinger zu widersprechen, mit dem Verlust seines Jobs. Der Papst brauchte einen willfährigen Hofastronom.“

    Quelle: http://www.welt.de/kultur/article113580140/Ratzinger-widersprechen-hiess-den-Job-riskieren.html

    Und wer wirklich starke Nerven hat, kann sich auch gerne die unsäglich bescheuerten Auswürfe Launs über die Evolutionstheorie anschauen:

    http://www.kathtube.com/player.php?id=29298
    http://www.kathtube.com/player.php?id=29370

    Jesus

  17. 17 Roland 20. Februar 2013 um 20:21 Uhr

    Herr Jesus, dass dein treuer Diener auf dem Petrusstuhl davon ausgeht, dass dein Vater, bei dem du ja schon vor aller Schöpfung warst, ursprünglicher Beweger aller Entstehung und Entwicklung ist, das wirst du ihm wohl nicht übel nehmen wollen. Darüber hinaus scheint mir die Kirche ihre Position zur Evolutionstheorie nicht verändert zu haben.

    Warum, Herr Jesus, du uns allerdings mit diesem unsäglichen Bischof Laun auf die Probe stellst, das erschließt sich mir wirklich nicht. Aber ich versuche die Herausforderung in Demut anzunehmen.

  18. 18 Administrator 20. Februar 2013 um 21:17 Uhr

    @Volker: Wirst du bestimmt schon kennen, aber als Entgegnung auf deinen Einwand zur Evolution und weil es personell so schön passt: http://stjosef.at/dokumente/evo_laun.htm

  19. 19 Commander Vimes 21. Februar 2013 um 1:09 Uhr

    Danke für diese aufschlussreichen „Erkenntnisse“ Launs zur Evolutionstheorie. Lange nicht mehr so gelacht. Unglaublich, dass ein studierter Mann derart ungebildet sein kann.

  20. 20 suennerklaas 21. Februar 2013 um 8:03 Uhr

    @Jesus Christus & @ Administrator

    Was mich eher sehr erschreckt: Schaut Euch das Publikum an, vor dem Laun als „Autorität“ seinen Vortrag hält. Erschreckend auch sein Ton, der für mich ein Zeugnis maßloser Eitelkeit und maßloser Arroganz ist. Eigentlich von meinem Gefühl her und für Mich eine Inkarnation des Bösen, der sich das Mäntelchen irgendeiner behaupteten „Christlichkeit“ nur umgehängt hat.
    Pfui Teufel.

  21. 21 Volker 21. Februar 2013 um 9:04 Uhr

    Die deutsche Bischofskonferenz zur Fragestellung:

    Darwin Charles

    Das Jahr 2009 stand im Zeichen des Doppeljubiläums, das zu Ehren von Charles Darwins 200. Geburtstag und der Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie vor 150 Jahren begangen wird. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Position der katholischen Kirche.

    Das Jahr 2009 stand im Zeichen des Doppeljubiläums, das zu Ehren von Charles Darwins 200. Geburtstag und der Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie vor 150 Jahren begangen wird. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Position der katholischen Kirche.

    Darwin-Jahr, Evolutionstheorie und katholische Kirche

    Evolutionstheorie und christlicher Glaube – zwei Sichtweisen auf ein Geschehen

    Die Evolutionstheorie ist grundsätzlich mit der Bibel und der kirchlichen Lehre vereinbar, da es sich dabei um zwei Sichtweisen auf ein Geschehen handelt: einerseits um die naturwissenschaftliche Erklärung, andererseits um die theologische Deutung der Weltentstehung. Zwar wurde immer wieder versucht, theologische Schöpfungsaussagen unmittelbar an die Weltbeschreibungen der Evolutionstheorie anzuschließen und ihnen so zu einer größeren, dem naturwissenschaftlichen Denken entliehenen Wirklichkeitsnähe zu verhelfen. Derartige Versuche übersehen jedoch etwas ganz Grundlegendes: Der biblische Schöpfungsglaube beansprucht Wahrheit und objektive Geltung auf eine andere Art, eben in der Form des religiösen Bekenntnisses und der theologischen Reflexion, ohne dass er damit den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen einbüßen würde.

    Evolutionstheorie und persönlicher Glaube

    Der persönliche Glaube muss durch die Erkenntnisse der Evolutionstheorie nicht in Frage gestellt werden, da es sich um zwei unterschiedliche Erkenntniswege handelt. Sie bereichern sich gegenseitig. Wichtig und ausschlaggebend ist ein vorurteilsfreier und ideologiefreier Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie, da es sich bei der Evolutionstheorie und dem Glauben um zwei Sichtweisen auf dieselbe Wirklichkeit handelt.

    Die unterschiedlichen Kompetenzbereiche von Naturwissenschaften auf der einen Seite und von Theologie und Kirche auf der anderen Seite
    Es fällt in die Kompetenz der Naturwissenschaften zu erklären, wie die Welt entstanden ist; auf dieser Ebene lassen sich aus dem biblischen Schöpfungsglauben und dem theologischen Schöpfungsbegriff keine Aussagen ableiten, die in Konkurrenz zu ihnen treten könnten. Die theologische Schöpfungslehre fragt dagegen, warum überhaupt etwas ist; den Schöpfungsaussagen der Bibel geht es nicht um eine Beschreibung des Wie, sondern um ein grundlegendes Verständnis für das Dass des Seins.

    Wichtig ist die für das Verstehen wichtige Unterscheidung von bleibendem Glaubensinhalt und kontingenter, also einer durch die zeitlichen Umstände bedingten Darstellungsform des biblischen Schöpfungsglaubens. Eine historisch-kritische Anwendung von Auslegungsregeln auf biblische Texte relativiert nicht deren Glaubensbotschaft, sondern schafft überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass die Botschaft der biblischen Texte nicht mit einem vormodernen, durch die naturwissenschaftliche Erkenntnis überholten Weltbild verwechselt wird.

    Es geht also um die die wichtige Unterscheidung von bleibendem Glaubensinhalt und der jeweils der Zeit entspringenden Darstellungsform. Jede Erkenntnisform – die naturwissenschaftliche sowie die theologische und kirchliche – bleibt innerhalb ihres Kompetenzbereichs: Eine gegenseitige Erhellung ist aber deswegen nicht ausgeschlossen.

    Evolutionstheorie und Kreationismus – eine Gegenüberstellung

    Der Kreationismus ist die Auffassung, dass die wörtliche Interpretation der Heiligen Schrift die tatsächliche Entstehung von Leben und Universum beschreibt. Beides wird hier durch den unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes in natürliche Vorgänge erklärt. Dass daraus die Ansicht hervorgeht, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse im Widerspruch stehen zu einer wörtlichen Interpretation der Bibel und somit mit dem Glauben unvereinbar sind, ergibt sich daraus beinahe von selbst. Aber es geht doch vielmehr darum zu verstehen, dass biblische Schöpfungsaussagen keine protokollartigen Berichte über den Entstehungsvorgang der Welt sind, sondern ursächliche Sinndeutungen.

    Das Verhältnis von katholischer Kirche und Naturwissenschaften heute

    Glaube und Lehramt begeben sich gegenüber den Naturwissenschaften nicht in eine Verteidigungshaltung. Es zeigt sich vielmehr Bescheidenheit und vielleicht auch Demut im Blick auf die eigenen Grenzen. Naturwissenschaftler wiederum sehen den Glauben nicht als eine „intellektuelle Altsteinzeit“ an.
    Statt Konfrontation ist in der Beziehung zwischen Naturwissenschaft und akademisch geprägter Theologie, bzw. kirchlichem Lehramt zunehmend die Suche nach einem gedanklichen Ausgleich getreten, gerade auch zwischen Schöpfungsglauben und Evolutionslehre. Ein solch offen gestalteter Dialog und die (natur-)wissenschaftliche Neugier scheinen immer wieder auf – so hat beispielsweise die Päpstliche Akademie der Wissenschaften im Jahr 2003 ihr 400-jähriges Bestehen gefeiert.

  22. 22 Nike 21. Februar 2013 um 9:24 Uhr

    @ Suennerklaas Ja, was Laun in diesem Artikel von sich gibt, ist nur mehr sehr bedenklich.
    „Man sagt es nicht mehr so, aber denkt wie damals die Nazis: Gewissen? Eine jüdische Erfindung, was gut und böse ist bestimmen wir selbst!“
    Und sinngemäß nach seinen Worten: Staaten glauben, sie könnten durch Parlamentsbeschlüsse die Wirklichkeit verändern. Er bezeichnet dies als rechtspositivistischen Wahnsinn und eine Ideologie, die er vormals Hitler und Stalin zuschreibt.
    Stoßrichtung dieser Schreibe ist es seinerseits, dadurch Abtreibungsgesetzgebung, Homoehe,Gender u.a. an den Pranger zu stellen und dergestalt zu kommentieren. Dabei schreibt er sich seinen Kampf umd die „Heilige Freiheit“ auf die Fahne, er überhöht sich zum Freiheitskämpfer der wahren Rechtsstaatlichkeit.
    Er nivelliert und ebnet mit seiner „Man“-Schreibe Unterschiedlichkeiten grandios platt. Da wächst dann auch wirklich kein Gras mehr, um das mal so zu umschreiben. Ist der Mann ein Hasser?

  23. 23 Cartello 21. Februar 2013 um 14:22 Uhr

    Laun ist einer der vielen klone von Ratziger , wer Uta R. Heinemann Bücher kennt, wird das sofort bestätigen. Die auswürfe Launs sind teil des katholischen Programm das Ratziger nicht so von sich geben kann ohne ein negatives echo zu erhalten. Da bekommt der Hilfs-Bischof dann halt eine Verwarnung und die Sache ist gefressen ohne Schafe zu verlieren. Was ja beim Papst nicht so einfach geht.

  24. 24 Dr. Arnd 21. Februar 2013 um 15:01 Uhr

    Ach Cartello…

  25. 25 Memphis Misraim 21. Februar 2013 um 15:24 Uhr

    So langsam wirds Zeit, auch gloria.tv und kath.net den finalen (Dolch-)Stoß zu versetzen. Die Portale entwickeln sich immer mehr Richtung kotz.net.

  26. 26 Jean-Louis 21. Februar 2013 um 16:11 Uhr

    @Memphis Misraim
    Für solch eine diktatorische Gesinnung sollten Sie sich in Grund und Boden schämen. Pfui!! Wir werden uns den Mund nicht verbieten lassen.
    Übrigens, so langsam wird es Zeit, dass kreuz.net den Betrieb wieder aufnimmt. Wir brauchen seine starke Stimme in dieser turbulenten Zeit.

  27. 27 Jesus Christus 21. Februar 2013 um 16:50 Uhr

    „Wir brauchen seine starke Stimme in dieser turbulenten Zeit. “

    Sehr ähnlich hat es meine Omma auch immer formuliert, wenn sie dem Führer nachtrauerte. Sie brauchte sie halt, die starke Stimme des starken Mannes mit den starken Ansichten – sie liebte diese „Stärke“, die von aussen kam. :)

  28. 28 Nike 21. Februar 2013 um 17:18 Uhr

    Da steht die Omma nicht alleine da. Sowas ist mir auch mal zu Ohren gekommen. (….) aber das mit de Judn hät er halt nicht machn dürfn.

    @Memphis Misraim

    gloria tv hat die Deutsche Bischofskonferenz inzwischen in Rage gebracht und TV-Zulieferungen werden eingestellt.

    Aktuell:
    wwww.kath.net/detail.php?id=40210

  29. 29 diskordianerpapst 21. Februar 2013 um 17:49 Uhr

    Turbulente Zeiten? Lächerlich, noch nie ist es einem so hohen Anteil der Menschheit so gut gegangen wie heute, noch wesentlich
    besser wird die Bilanz wenn man allein Westeuropa betrachtet.

    Und dann kommen so ein paar ewig gestrige und wollen die Uhr
    zurückdrehen. Da möchte man ausrufen: Ohne mich, ihr einarmigen
    Karussellbremser ;-)

  30. 30 Memphis Misraim 21. Februar 2013 um 18:54 Uhr

    Wow, Jean-Louis, Sie sind ja richtig sexy, wenn Sie so herb männlich-kämpferisch auftreten! ;-)
    Eine starke Stimme? Ja, eine starke Stimme ist immer gefragt. Insbesondere dann, wenn es um die Missstände in der katholischen Kirche geht. Erheben Sie ihre „STARKE STIMME“ dagegen, dass man den Tod unliebsamer Menschen feiert. Erheben Sie Ihre „STARKE STIMME“ gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, Frauen und Andersgläubigen. Erheben Sie Ihre „STARKE STIMME“ gegen Geldwäsche, Waffen- und Drogengeschäfe der Vatikanbank. Erheben Sie Ihre „STARKE STIMME“ gegen die Verstrickungen mit der Mafia und P2-Loge. Wenn Sie das tun, werden Sie Ihre Stimmbänder anschließend erst einmal für ein paar Wochen schonen können, denn da gibt’s wirklich einiges zu brüllen. ANSCHLIESSEND, nachdem man durch die „STARKE STIMME“ in den eigenen Reihen aufgeräumt hat, ist man dann auch in der gerechten Position, die STARKE STIMME gegen andere zu erheben.

  31. 31 Memphis Misraim 21. Februar 2013 um 19:11 Uhr

    Und ganz nebenbei, Jean-Louis, Ihr wart Euch in Eurer Anonymität und gerade auf kotz.net sowas von sicher. Niemals hättet Ihr gedacht, dass „Gottes hauseigenes Forum“ mal sein Leben aushauchen könnte. Offenbar hat der Allmächtige dann aber doch nicht seiner schützende Hand über kotz.net gehalten. Zu dumm aber auch!

    Ihr wart noch nie gute Verlierer. Gewöhnt Euch aber schon besser mal dran!

  32. 32 Jesus Christus 21. Februar 2013 um 19:20 Uhr

    Hoi diskordianerpapst :)

    „Turbulente Zeiten“ ist ein echt witziges Synonym für „mit der Kompexität der Welt nicht mehr klarkommen“. Da freut man sich über die „starke Stimme“, die die Welt wieder einfach macht, so dass man darin wieder eine Rolle spielen kann, die dem eigenen Narzismus zuträglicher ist.

    „noch nie ist es einem so hohen Anteil der Menschheit so gut gegangen wie heute“

    Ja, aber um die anderen geht dem Kollegen Jean-Louis scheinbar nicht (es fällt mir jedenfalls schwer, das zu glauben), sondern um die eigene gekränkte Eitelkeit, wenn man einer Welt gegenübersteht, die zwar besser, aber auch unübersichtlicher wird – und einen mehr Grips abfordert.
    Besser gehts dann scheinbar nur den Anderen, die sich Grips erarbeitet haben – aber eben dadurch nicht dem gekränkten Selbstbild. Und das wiegt bei diesen Sympathlingen schwerer.

    Das sieht man auch ganz schön an Laun, dem eitlen Gockel, dem die Aggressionen aus jeder Barthaarspitze purzeln, wenn er sein dümmlich-schlichtes Weltmodell gönnerhaft-aggressiv in die Kinderköpfe schwafelt (das beunruhigt dich, suennerklaas, zu recht). Mangelde Schulbildung als Weisheit verkaufen – das kann der eitle Laun recht lustig, er sollte nur lernen seine Aggressionen besser zu verstecken, sonst wird der Ekel grösser als der unfreiwillige Unterhaltungswert. ;)

    LG, Jesus

  33. 33 Jean-Louis 21. Februar 2013 um 19:20 Uhr

    @Diskordianerpapst
    Eigentlich wollte ich mich zum Thema Gesinnungsdiktatur nicht mehr äussern, weil wir uns da im Kreis drehen. Wenn Sie aber behaupten „noch nie ist es einem hohen Anteil der Menschheit so gut gegangen wie heute“, muss ich aber fragen: auf welchem Planeten leben Sie denn? Das Leid der Welt würde Seiten füllen. Zugegeben, das war früher auch nicht besser, vielleicht nicht ganz so krass, weil viele Menschen mehr im Einklang mit der Natur lebten. Westeuropa kennt einen gewissen Wohlstand, und die staatliche Fürsorge ist gut. Es gibt aber auch Armut, Arbeitslosigkeit, Drogen, Zivilisationskrankheiten, eine hohe Suizidrate usw. Moralisch vor allem sind wir am Ende: hohe Selbstmordrate, Burnout, zerrüttete Familien, die Werte werden auf den Kopf gestellt, usw. Mit „starker Stimme“ meine ich eine Stimme, die Missstände beim Namen nennt, eine Stimme die sich nicht vor den Mächtigen fürchtet, eine Stimme, die gehört wird. Das sollte man so und nicht anders interpretieren. Kath.net und gloria.tv sind gut, aber viel zu ängstlich, besonders das ansonsten hervorragend gemachte kath.net. Es ist sicher falsch die Vergangenheit zu glorifizieren, aber genau so wenig angebracht ist eine Idealisierung der Gegenwart.

  34. 34 Memphis Misraim 21. Februar 2013 um 19:29 Uhr

    Sogar der gute Papst hat die Flinte ins Korn geschmissen, weil der die Sex- und Korruptionsskandale in den eigenen Reihen nicht mehr ertragen konnte. Und solch eine kriminelle Organisation will die „STARKE STIMME“ erheben. Unfreiwillig komisch.

  35. 35 suennerklaas 21. Februar 2013 um 19:30 Uhr

    @Volker:

    Herzlichen Dank für Dein ausführliches und sehr differenziertes Posting!

  36. 36 Nike 21. Februar 2013 um 20:32 Uhr

    Aber ich bleibe dabei, Laun ernst zu nehmen, die Seilschaften, die ihn mittragen und die teils bis in einzelnen Diözesanen reichen,nicht aus den Augen zu verlieren! Und wenn möglich deutlich zu benennen! Er schreibt sich zwischendrin mit jeder Zeile politisch einen rechts-klerikalen Umbruch herbei und eine dem entsprechende restaurative strafrechtliche Gesetzeslage isbs. zur Abtreibung,Homoehe, künstlichen Befruchtung und und und

    Von daher macht es auch Sinn, ein Szenarium totalen Wertezerfalls zu propagieren wie er es macht und die Sündenböcke deutlich zu benennen.Der weiß genau was er macht und was er damit bewirken will.

  37. 37 Jesus Christus 22. Februar 2013 um 9:36 Uhr

    „Aber ich bleibe dabei, Laun ernst zu nehmen“

    Absolut. Nicht nur aufgrund seiner Seilschaften, sondern weil er anscheinend (wie im Video zu sehen) mit seinem hanebüchenden Ideologie-Quark problemlos einem Haufen Kindern und Jugentlichen zugemutet wird. Bedenklich find ich das.

    Jesus

  38. 38 diskordianerpapst 22. Februar 2013 um 10:52 Uhr

    Ich glaube ja der weiss ganz genau was er für einen Schwachsinn
    erzählt (Katze die plötzlich Hunde werfen müsste als „Beweis“
    gegen die Evolution), aber er erzählt es trotzdem weil er die
    Leute für wesentlich blöder als sich selbst hält.

    Andere Möglichkeit, falls er den Unsinn wirklich selbst glaubt:
    Fleischgewordener, kompletter Dunning-Kruger Effekt.

  39. 39 Memphis Misraim 22. Februar 2013 um 11:01 Uhr

    Stimmt, diskordianerpapst, die Strategie stammt noch von den alten Kirchenvätern. Das Fundament der Kirche ist auf einem maroden Lügengebilde gebaut, das ganz bewusst auf die Dummheit der Schäfchen und deren Manipulierbarkeit setzt. Wie sagte einst ein Papst? Der Mythos Jesu hat sich ausgezahlt. In der Moderne hat es die Kirche leider nicht mehr ganz so leicht. Und das fuchst die ohne Ende.

  40. 40 Dr. Arnd 22. Februar 2013 um 12:05 Uhr

    Weihbischof Laun ist absolut Ernst zu nehmen, schon weil er neben dem Bischofsamt die Möglichkeit hat, über EWTN und kath.net und andere Publizistik wirksam zu werden.

    Die unwissenschaftlichen Ansichten des Weihbischofs unterscheiden sich in ihrer Qualität allerdings auch nciht wesentlich von wissenschaftlichen Halbwahrheiten, wie sie Otto Normalverbraucher in Wissenschaftssendungen bei n-tv oder ARD und ZDF lernt.

    Dass er sich dennoch äußert, ist eine Nebenwirkung der (als Staatsform alternativlosen) Demokratie. Niemand muss seine Behauptungen mehr belegen, alle Ansichten sind gleich viel (Un-)Wert. Steigert das Selbstwertgefühl ungemein. Sieht man in jedem Internetforum.

    @Memphis Misraim: haben Sie einen Beleg für Ihre Aussage ?

  41. 41 Nike 22. Februar 2013 um 12:22 Uhr

    Ja, aber davon abgesehen: Ungarn hat in seiner Verfassung den „Schutz des Lebens eines Fötus von der Empfängnis an“ und nur die Ehe von Mann und Frau als Familie festgeschrieben,was ja auch schon Alleinerziehende ausgrenzt.

    Dem steht dem EU-Mitglied Ungarn die EU-Charta für gleiche Rechte und Minderheitenschutz dagegen.

    Das ist der politische Hintergrund für die Auslassungen des frommen Kirchenmanns pro Ungarn und gegen EU-Rechtsstaatlichkeit.
    Zudem: erst am 12. 2. brachten die hier sehr rührigen Salzburger Nachrichten einen Artikel von Susanne Scholl zum „Tag der Ehre“ am 11. 2. in Budapest, Klartext: „Europas Ultrarechte marschiert in Budapest“.
    Und – gut ausgedacht – lenkt der Bischof davon ab und bringt die vergleichbar grauenhaften Verbrechen des „realen Sozialismus“ ins Spiel, die „man“ eigenartigerweise so ignoriere…

    Ach ja
    Wir wissen´s doch: eine verbrecherisch geschwängerte Frau hat dieser Ethik zufolge ihr Kind auszutragen. Die Pille danach darf keine abtreibende Wirkung haben.So muß es in einer wahren Rechtsstaatlichkeit zugehen – das ist die Moral von der Geschicht!

  42. 42 Cartello 22. Februar 2013 um 14:30 Uhr

    ….wissenschaftlichen Halbwahrheiten, wie sie Otto Normalverbraucher in Wissenschaftssendungen bei n-tv oder ARD und ZDF lernt.

    Schmunzl****

  43. 43 Commander Vimes 22. Februar 2013 um 14:51 Uhr

    „Die unwissenschaftlichen Ansichten des Weihbischofs unterscheiden sich in ihrer Qualität allerdings auch nciht wesentlich von wissenschaftlichen Halbwahrheiten, wie sie Otto Normalverbraucher in Wissenschaftssendungen bei n-tv oder ARD und ZDF lernt.“

    Das sehe ich etwas anders. Dass ein Fernsehbeitrag Sachverhalte nur vereinfacht bzw. verkürzt darstellt, liegt in der Natur der Sache, dass man dem Publikum nur mundgerechte Häppchen servieren will. Das kann natürlich nicht wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Eine vereinfachte Darstellung ist aber nicht grundsätzlich falsch, sie berücksichtigt nur nicht alle Einzelfälle angemessen. Was Laun da aber von sich gibt, ist kompletter Unsinn. Das ist ebeb nicht nur eine Vereinfachung oder Verkürzung, das ist schlicht falsch und offenbart eine erschreckende Unkenntnis über simple Zusammenhänge, die jeder Oberschüler versteht.

  44. 44 Dr. Arnd 22. Februar 2013 um 14:57 Uhr

    @Commander Vimes:
    na dann darf ich Sie recht herzlich zur Mitgliedschaft in der Kirche der öffentlich-rechtlichen und privaten Medienanstalten beglückwünschen…

  45. 45 Cartello 22. Februar 2013 um 15:57 Uhr

    Scheinbar glaubt Doctore Arnt wie Wagner od Amann …. :D

  46. 46 Nike 22. Februar 2013 um 15:57 Uhr

    Was ich bei letzteren Argumentationen nicht verstehen kann ist inwieweit Laun überhaupt einen Anspruch von Wissenschaftlichkeit für sich in Anspruch nimmt oder geltend machen sollte. Beispielsweise:
    Er argumentiert eng und autoritär lehramtlich-dogmatisch und ich kann es nachvollziehen, dass @cartello ihn zugespitzt und sarkastisch als „Ratzingerklon“ apostrophiert hat.Mit dem Naziregime und dem Nationalsozialismus geht er opportunistisch mit erschreckender Kälte und frei von jeglicher Empathie um.
    Vielleicht könnten Sie@Dr. Arnd hier einmal die vermeintlichen Schnittstellen zum wie Sie meinen halbgebildeten Otto Normalverbraucher deutlicher klären?

  47. 47 Nike 22. Februar 2013 um 16:06 Uhr

    sorry: „halbwissenschaftlichen Otto Normalverbraucher …“ ist gemeint und soll es heissen.

  48. 48 Dr. Arnd 22. Februar 2013 um 16:19 Uhr

    @Nike:
    dass die meisten Leute (ich eingeschlossen) keine wirkliche wissenschaftliche eigene Kenntnis der Entstehung der Welt haben und das nachplappern, was ihnen plausibel erscheint, sei das nun was die Leute in „planetopia“ gesehen haben oder was sie sich aus anderen Quellen, die Weihbischof Laun vielleicht benutzt hat, heraussuchen.

    Mich würde mal interessieren, wo die Vorgabe von Benedikt XVI. sein soll (als Quellenangabe), die Weihbischof Laun zu seinem Klon macht. Ich würde nämlich vermuten, dass man von ersterem so einen Unsinn nicht lesen könnte.

  49. 49 Cartello 22. Februar 2013 um 16:26 Uhr

    Vergleiche zwischen den Andi Clown und Ratziger sind nicht schwer, http://www.welt.de/politik/ausland/article9686756/Britische-Atheisten-kritisieren-Nazi-Vergleich.html deshalb mein klon Kommentar,… das Internet ist voll davon . Andererseits muss man aber auch bedenken das der Ratzinger keine an den Schädel bekommt, wenn er Blödheiten von sich gibt wie beim Salzburger http://salzburg.orf.at/news/stories/2511933/ da sein Chef seit 2000 Jahren schweigt. Na ja warum ist ja klar. Ich würde mich mit der Sippschaft auch nicht abgeben. Aber …zur Verteidigung des Salzburger …ganz ernst darf man den auch nicht nehmen. http://derstandard.at/2607176?seite=1

  50. 50 Commander Vimes 22. Februar 2013 um 17:03 Uhr

    Man kann Ratzinger ja viel vorwerfen, aber dumm ist er nicht. Und so einen Schwachsinn wie den von Laun hätte man von Ratzinger nicht gehört.

    @ Dr. Arndt: Was soll der Blödsinn mit der „Kirche der Senderanstalten“? Ich vermute mal, dass Sie den Kern meines vorherigen Beitrags nicht verstanden haben.

  51. 51 Cartello 22. Februar 2013 um 17:11 Uhr

    …… das funkt aber nicht nur bei Andi Clown

    Benedikt XVI. hatte auf dem Flug nach Kamerun vor Journalisten gesagt, die Verteilung von Kondomen sei nicht die richtige Lösung im Kampf gegen Aids. „Im Gegenteil, es vergrößert das Problem“, so der Heilige Vater.

    vs. Klon

    Der im vergangenen Jahr verstorbene Kardinal Alfonso Lopez Trujillo hatte im Jahr 2003 für Schlagzeilen gesorgt, als er erklärte, der Gebrauch von Kondomen könne die Verbreitung von Aids fördern, weil sich die Menschen dadurch in falscher Sicherheit wiegen würden.
    Quelle SpOn 18.03.2009
    Zja der Flak Papa hatte ja 30 Jahre Zeit seine Klone zu verteilen .

  52. 52 Cartello 22. Februar 2013 um 17:26 Uhr

    Und so einen Schwachsinn wie den von Laun hätte man von Ratzinger nicht gehört.

    …..unsensible anti-muslimische Zitat eines byzantinischen Kaisers

    ….Schwule sind keine vollwertigen Menschen usw….

    …stimmt @Commander hat man nie gehört .

  53. 53 Nike 22. Februar 2013 um 17:28 Uhr

    @Dr. Arnd Nun, Ihre Annahme lässt sich genausowenig beweisen wie das Gegenteil.
    Was Laun betrifft, so tritt er als kirchliche Amtsperson auf und somit wird und ist ihm dafür der Orientierungs- und Bezugsrahmen vorgegeben.Freilich von seiner „Handschrift“ ganz persönlich geprägt und verantwortet. Klar doch, dass er artig nichtsdestotrotz beteuert wie sehr er das Naziregime und den Holocaust verurteilt.

    Und

    Anhängiges Beispiel: Benedikt hatte durchaus warme Worte zum Antritt für die Fidesz-Regierung übrig (dürfte zu googlen sein), allerdings im gehobenen Stil. Und als Staatsoberhaupt eines kleinen Staats von Vatikanstadt nicht ungebührlich…

    Zum Ratzinger-Schüler bringt Laun es allerdings wirklich nicht…

    Ich lese es gerade zum“ Ratzingerklon“: Cartello antwortet selber.

  54. 54 earendil 22. Februar 2013 um 18:28 Uhr

    Anscheinend ist der Laun schlicht ein Vertreter des Austrofaschismus in nur unwesentlich aktualisierter Form. Kein Wunder, dass ihm das Ungarn von Fidesz und Jobbik so gut gefällt.

  55. 55 Commander Vimes 22. Februar 2013 um 19:09 Uhr

    @ Cartello: von Ratzinger hat man schon jede Menge Unfug gehört. Aber was Laun da von sich gibt, ist dermaßen peinlich, dass ich mich nicht mal mehr aufrege. Würde er behaupten, die Erde sei eine Scheibe, wäre das nicht weniger dämlich.

  56. 56 Cartello 23. Februar 2013 um 18:57 Uhr

    @Commander
    Auch wenn die Verpackung nicht die selbe ist aber der Inhalt ist es. Ich will nicht schon wieder beispiele Posten müssen dafür gibt es genug. Nicht nur mit Laun sondern auch bei andere. Das mit der flachen Welt lass ich mal dahingestellt, aber das einige glauben das die erde Zentrum im Universum ist und besonders der Vatikan ………. lässt zw schon den verdacht aufkommen.

  57. 57 Gandalf 24. Februar 2013 um 20:45 Uhr

    Es ist unerträglich, wie hier versucht wird, seine Exzellenz den Titularbischof von Libertina und Weihbischof für Salzburg Andreas Laun in eine „rechte“ Ecke zu rücken. Scheinbar hat sich keiner der hier kommentierenden Personen die Mühe gemacht, seinen Artikel – dessen Verständnis sicherlich eine gewisse intellektuelle Begabung voraussetzt- vollständig zu lesen. Lieber lässt man sich von aus dem Kontext gerissenen Zitaten anstacheln – wird genau solch ein Vorgehen in diesem „Blog“ nicht immer kath.net vorgeworfen? Anstatt sich auf Seiten, die nicht seiner Weltanschauung entsprechen, herum zutreiben, sollte der „verehrte Herr Blogger“ lieber mehr Energie darauf verwenden, Kommentare, die von Inhaltslosigkeit nur so strotzen, zu löschen; vielleicht könnte er so diesem „Blog“ zumindest den Anschein von Seriosität verleihen.

  58. 58 Administrator 24. Februar 2013 um 21:09 Uhr

    Ok, nehmen wir an, Sie sind der echte „Gandalf“ und kein Troll (wobei sich das nicht unbedingt ausschließen muss), dann: finde ich die Bitte um die Zensur von inhaltslosen Kommentaren schon deshalb problematisch, weil dann auch der Ihre hätte gelöscht werden müssen. Ferner ist das ein starkes Wort aus der Tastatur eines Mannes, der bekanntlich Aufrufe zum Mord ebenso stehen lässt begeistert durch die Zensur winkt wie Links auf Holocaustleugnende Seiten, aber hey, diese Leserbeiträge sind dann immerhin tatsächlich ziemlich inhaltsschwanger.

  59. 59 n3o 24. Februar 2013 um 21:48 Uhr

    @Gandalf: Noro lim palan, adan bardog!

  60. 60 Administrator 24. Februar 2013 um 21:58 Uhr

    Nur mal prophylaktisch: Bitte keine Beschimpfungen. Elbisch hat in dem Fall Stil, aber sonst bitte sachlich bleiben, danke.

  61. 61 Cartello 24. Februar 2013 um 23:07 Uhr
  62. 62 Nike 24. Februar 2013 um 23:26 Uhr

    @Gandalf Ach ja?

    0-Ton Herr Titularbischof und Weihbischof Laun:
    Niemals vergessen, ruft man und zählt wieder und wieder die Verbrechen der Nazis auf, beschreibt und zeigt im Film all das Grauenhafte, das geschehen ist.
    Eigenartigerweise redet man dabei fast nur von den Verbrechen der Nazis, kaum von denen des „realen Sozialismus“, als ob dieser nicht vergleichbar grauenhaft gewesen wäre und seine Opfer nicht genauso gelitten hätten.

    Um dann diese zeitgeschichtlichen Fakten fluggs mit einem metaphysischen Manöver in zwei kriegerische Höllenreiche zu projezieren.

    Na ja.

    In Budapest machten sie´s besser: Da gibt es für den realen Sozialismus den „Memento Park“ mit typisch heroisch-momumentalen Skulpturen dieser Kunst, dazu auch das geschichtliche Zeitfenster. Und das Naziregime in Ungarn sowie die Shoa und weitere Naziopfer ist.u.a. anbei der Großen Synagoge dokumentiert, dort auch im Hof die Trauerweide mit den Namen der Opfer auf den Blättern als Kunstwerk.
    War mehrmals selber dort.

    Nettes Spielchen mit der Phantasie….., was er also da macht, der Herr Bischof,
    und das ist auch schon alles.
    Außer seinen unsäglichen Bemerkungen über die vermeintliche Vergleichbarkeit des Grauens (…).

    Es ist nicht vergleichbar grauenhaft gewesen. Es sei denn, einer ist noch gar nicht im Naziregime und der Shoa angekommen!

    Nehmen Sie sich bitte eine Auszeit, Herr Bischof. Klösterliche Tage. Seien Sie bitte endlich ruhig.

  63. 63 Julius 25. Februar 2013 um 0:00 Uhr

    @Gandalf Auch wenn es für die großartige Arbeit des Herrn Noé spricht, dass Sie sich seinen Forums-Namen zu eigen machen, gerade in diesem „Blog“ sollten Sie so etwas unterlassen. Ich glaube nicht, dass Herr Noé es nötig hat, sich hier zu rechtfertigen (dem möglichen Eigentor bin ich mir sehr wohl bewusst).

    Sicherlich mag man die Worte seiner Exzellenz für grenzwertig halten. Doch wer würde im Angesicht millionenfachen Mordes nicht extrem emotional reagieren? Nur weil viele Abtreibung nicht als Mord ansehen – für den Herrn Bischof ist es das sehr wohl.

    @Jesus Christus Meinen tiefen Respekt für die Achtung dem Sie dem Glauben anderer Menschen entgegenbringen! Nennen Sie sich doch mal Allah oder Mohammed und setzen Ihren echten Namen nebst Anschrift darunter.

  64. 64 Administrator 25. Februar 2013 um 7:58 Uhr

    @Gandalf & Julius:
    Wenn Sie schon Selbstgespräche führen müssen, dann legen Sie sich doch für den zweiten Nick wenigstens eine andere IP-Adresse zu.

  65. 65 Jean-Louis 25. Februar 2013 um 9:46 Uhr

    Typisch wie Kothgasser seinem Weihbischof mal wieder in den Rücken fällt. „Ein Haus, das in ich uneins ist, wird zerfallen“, so oder ähnlich steht es in der Bibel. Es ist wirklich eine Erleichterung, dass dieser Salzburger Bischof endlich in Pension geh.

  66. 66 Dr. Arnd 25. Februar 2013 um 11:06 Uhr

    Typisch wie Laun seinem Bischof ständig in den Rücken fällt. „Ein Haus, das in ich uneins ist, wird zerfallen“, so oder ähnlich steht es in der Bibel. Es ist wirklich eine Erleichterung, dass dieser Salzburger Weihbischof in wenigen Jahren in Pension geht.

  67. 67 Cartello 25. Februar 2013 um 11:19 Uhr

    Arnd und Louis auf den spuren von Dr. Jekyll und Mr. Hyde ??
    :D

  68. 68 Cartello 25. Februar 2013 um 11:20 Uhr

    Zur aussage …. „Wenn man die Auschwitz-Lüge unter Gefängnisstrafe stelle, müsse man auch darüber reden, wer entscheidet, was gutes und was gefährliches Gedankengut sei“,….das haben die Gesetzgeber entschieden, die Gesetzgeber entscheiden darüber, was als gefährliches Gedankengut zu betrachten ist. In Deutschland steht das im § 130 Abs. 3 StGB, in Österreich im NS-Verbotsgesetz §3g und 3h.

    Also braucht man hier niemanden stellen, er rollt von selber in das besagte rechte Eck

  69. 69 Cartello 25. Februar 2013 um 11:58 Uhr

    Ob laun auch eine Ahnung hat das die Jobbik Ansprüche auf das Burgenland stellt und mit entsprechenden Aufkleber an den Auto durch die Gegend fährt …?
    Ob er eine Ahnung davon hat das man einen katholische Bischof Ottokár Prohászka Initiator der Judengesetze 1920 Buchtitel: “Mein Antisemitismus” in Bronze, Budakalász; öffentlich ehrt ??
    …und dann semmlen von wegen rechten Eck od. Ungarn hingegen ist viel eher ein Asyl für jene……. ?
    Das ist dann echt eine Satire.

  70. 70 Jesus Christus 25. Februar 2013 um 14:18 Uhr

    @Gandalf & Julius: „@Jesus Christus Meinen tiefen Respekt für die Achtung dem Sie dem Glauben anderer Menschen entgegenbringen! Nennen Sie sich doch mal Allah oder Mohammed und setzen Ihren echten Namen nebst Anschrift darunter.“

    Diese reflexhaft wiedergekäute und saudumm-schlecht versteckte, dafür aber peinlich durchsichtig dargebotene, selbstmitleidige Bedauern der eigenen „(Zwangs-)Friedfertigkeit“ finde ich nur noch widerlich.

    Dann kaufen Sie sich halt einen Sprengstoffgürtel, statt grün vor Neid zum „Islam“ rüberzuschielen. Sie können ja schon mal an Ihrem Goldhamster üben.

    Jesus Christus

  71. 71 Cartello 25. Februar 2013 um 15:11 Uhr
  72. 72 Dr. Arnd 26. Februar 2013 um 11:37 Uhr

    Cartello, Sie wissen schon dass dies hier ein kath.net-Watchblog ist und kein Katholiken-Watchblog, gelle ? Oder muss ich mich im Sinne Ihrer Verlinkungs-Recherchen immer persönlich schuldig fühlen ?

  73. 73 suennerklaas 26. Februar 2013 um 17:01 Uhr

    @Dr.Arnd
    Ich vermute einmal, dass Cartello nur einmal ein Beispiel dafür ins Felde führen wollte, wozu Ultra-Religiöse in ihrem Wahn fähig sein können. Hilfsweise sei hier aber meinerseits auch auf die Rolle protestantischer Spinner im Nordirland-Konflikt verwiesen.

    Ich persönlich habe allerdings mit dem Beispiel Nordirland so meine Bauchschmerzen, denn ich halte ihn hier nicht für sonderlich hilfreich. Bei dem Konflikt ging es um die Frage der britischen Fremdherrschaft in Irland und nach dessen Unabhängigkeit in Nordirland. Die protestantischen Briten übten dort eine Gewaltherrschaft aus und drangsalierten und diskriminierten nach Strich und Faden die katholische Bevölkerung.

    Aber: der Bürgerkrieg in Nordirland war letztendlich kein primär relgiös motivierter Krieg, sondern ein Befreiungskrieg, bei dem es um die Einforderung der Bürgerrechte für die katholische Bevölkerung ging. Und er war – während des Kalten Krieges – einer der vielen Stellvertreterkriege, bei dem die katholische Seite interessanter Weise von der Sowjetunion unterstützt wurde – also von Leuten, mit denen man im Vatikan ansonsten absolut nichts zu tun haben wollte.

    Das alles soll jetzt hier die im Nordirland-Konflikt begangenen Verbrechen nicht relativieren. Aber: da haben beide Seiten schwere Schuld auf sich geladen und beide Seiten haben schwerste Verbrechen begangen.

  74. 74 Memphis Misraim 26. Februar 2013 um 20:44 Uhr

    Naja, Dr. Arndt, ein „Katholik“, der kotz.net hinterher trauert, sollte sich in der Tat schuldig fühlen. Gell, Jean-Louis? Und zu Ihrem Doppelspiel: Mal angenommen, Jesus hätte im digitalen Zeitalter gelebt. Hätte er dann auch ein Alter Ego gebraucht, um ein bisschen Meinung zu unterstreichen?

  75. 75 Rolli 26. Februar 2013 um 20:54 Uhr

    Jaycee. Wat fuer perverse Gedanken!! Nee! Kennste net? Dosenbier macht schlau? Guckse bei youtube!!

  76. 76 Rolli 26. Februar 2013 um 20:58 Uhr

    Ups. Wohl falscher post. Naja, der Auserwaehlte wirds schon lesen. Prost…

  77. 77 Dr.Arnd 26. Februar 2013 um 21:20 Uhr

    @ M & M
    Sie liegen -wie eigentlich fast immer- falsch . Solche Ranküne ist mir fremd.
    Wer ist Ihr alter ego ?

  78. 78 Memphis Misraim 26. Februar 2013 um 21:48 Uhr

    Entschuldigung @ Dr. Arnd, ich merke gerade, dass ich da was falsch gelesen/interpretiert habe.

  79. 79 Cartello 27. Februar 2013 um 10:06 Uhr

    Doctore Arnd

    Zwecks anregungen und schulung ………und jetzt nachdenken was ich da gemeint haben … ! Viel spass bei der arbeit :D

  80. 80 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 10:42 Uhr

    @ MM nichts für ungut
    @ Cartello ???

  81. 81 Cartello 27. Februar 2013 um 10:52 Uhr

    Ach Doctore Arnd ……! Wiedermal keinen durchblick ….

  82. 82 Cartello 27. Februar 2013 um 11:04 Uhr

    Kleine Hilfe , mein Posting 25. Februar 2013 um 15:11 Uhr war auf das Posting von Jesus bezogen 25. Februar 2013 um 15:11 Uhr….. Stichwort Bombengürtel . Und zum Stichwort Katholiken-Watchblog ……… also das der Biermeier kein Katholik ist war mir schon länger klar deswegen die Abkürzung kath.net . *Feix …….

  83. 83 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 11:15 Uhr

    @Cartello: dann habe ich es ja doch richtig verstanden…warum beantworten Sie denn dann meine Frage nicht ?

  84. 84 Cartello 27. Februar 2013 um 11:28 Uhr

    Naja schuldig fühlen………. wenn ich mir so überlegen was die Goodis an Katholen in den letzten zwanzig Jahren …… aber Ok ihre Sache, nicht meine .

  85. 85 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 11:52 Uhr

    Sie beurteilen Menschen also pauschal nach Gruppenzugehörigkeit. Darf man denn dann die Verantwortung der Goodis durch 1,2 Milliarden teilen ?

    Sie sind ja Österreicher. Wie stehen Sie denn zu den Verfehlungen der Österreicher in den letzten 20 Jahren ? Wenn ich etwas Zeit hätte, könnte ich vielleicht ein paar Verlinkungen angeben.

  86. 86 Cartello 27. Februar 2013 um 12:21 Uhr

    Dr. Arnd

    Meine Beurteilung richtet sich nach den was er macht und was er nicht macht . Bei Laun fällt das sehr leicht . Da er immer wieder auffällig gegen die Staatsmacht opponiert . Und das zw so extrem das er unter den §§ VB fällt. Auch wenn er glaubt zu glauben er ist im recht mit den Katechismus der Katholischen Kirche Lehrsatz Nr. 2242 falls sie diesen kennen sollten. Er ist es nicht. Übrigens, handvoll Katholiken mit den restlich Staatsbürger zu vergleichen …….. na ja zeigt nicht gerade einen hohen IQ
    Kurz zu den 1,2 mill , wo sind den die meisten Katholiken ? In Ländern wo die Bildung untern Hund ist . Da kann man halt noch frei weg von der Leber Semmeln und das wird auch noch geglaubt . Wo werden sie weniger ……? In Europa wo mündige Menschen überzuckert haben was hinter den ganzen hokuspokus steckt. Und sie werden im laufe den nächsten Jahre laufend weniger werden. Dank Laun , Müller und Co.

  87. 87 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 12:40 Uhr

    Da habe ich eine ganz andere Wahrnehmung. Der Bildungshöhepunkt in Deutschland als Beispiel ist seit den 80er Jahren überschritten. Die Bürger lechzen wie in der Antike nach Brot und Spielen, Reflexion ist nicht angesagt. Der Glaube an „hokuspokus“ ist durch den Glauben an das eigene Bankkonto und an das, was die Bildzeitung und das Privatfernsehen berichten, abgelöst worden.

    So hält man die Leute ruhig, so dass sie schön arbeiten gehen und ihr Geld verkonsumieren. Ist doch egal wie es den Leuten außerhalb der Industrieländer und der Umwelt geht. Kinder müssen wir doch nicht mehr bekommen, es gibt doch schon Überbevölkerung und Urlaub, Freunde und Hobbies sind eh viel wichtiger. Und solange es so weitergeht, muss ich mir über den Sinn des Lebens auch keine Gedanken machen, mir tut ja nichts weh und ich habe keinen Hunger oder andere Leiden, da kann man Gedanken darüber schön weit in die Zukunft schieben.

    Sehr mündige Menschen.

  88. 88 Cartello 27. Februar 2013 um 12:41 Uhr

    Kurz nochmal zu Laun……

    Seit dem Vorjahr ist es in Österreich aufgrund des novellierten § 283 StGB eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu ahnden ist, wenn jemand für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar u. a. gegen eine aufgrund ihrer sexuellen Orientierung definierte Gruppe von Personen zu Gewalt auffordert, aufreizt, hetzt oder sie in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft. ( Österr. Verfassungsgesetz )

    Ich verstehe nicht warum dieser Typ immernoch unter Artenschutz steht.

  89. 89 Volker 27. Februar 2013 um 12:52 Uhr

    @Dr. Arnd

    Das haben Sie sehr schön auf den Punkt gebracht. Eine präzise Beschreibung der Situation in den westlichen Industrieländern (wenn man sie noch so bezeichnen möchte).

    Leider halten Figuren wie Laun die Kirche davon ab, wirklich mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Das ist das eigentlich Tragische…

  90. 90 Memphis Misraim 27. Februar 2013 um 12:57 Uhr

    @Dr. Arnd: Brot & Spiele à la Privatsender und Bild ist doch an eine sehr sehr spezielle Klientel adressiert. Und bei denen ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

    Ein anderes Thema ist die Überbevölkerung, deren Zuwachs in der Tat durch und durch erschreckend ist. Ich verstehe bis heute nicht, warum Katholike dieses Problem bagatellisieren und offen zu noch mehr Menschen aufrufen. Darf ich fragen, wo die Grenze sein soll? Nix wie hin zu 8 Mrd., oder vielleicht doch besser 80 Mrd.? Oder sollte es über kurz oder lang sogar in die Trillionen gehen?

    Weniger Kinder in die Welt zu setzen, kann angesichts der Überbevölkerung auch was mit Verantwortungsbewußtsein zu tun haben.

  91. 91 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 13:11 Uhr

    @ Cartello: dann stellen Sie doch Strafanzeige.

    @ Volker: das sehe ich genauso

    @ M.M.: Nun, es gilt nach m.E. für den einen mehr und für den anderen weniger. Und verlorengeben sollte man auch niemanden. Es zeigt aber, dass der Glaubensschwund etwas mit dem Sattsein und der Ablenkung von den wichtigen Fragen zu tun hat, nicht mit Mündigkeit. Auch sinkt die Geburtenrate in den Industrieländern nicht, um die Überbevölkerung zu bekämpfen, sondern, weil es Rente gibt und sie ist in den Entwicklungsländern so hoch, weil es keine Rente gibt. Hat nichts mit Religion zu tun, sondern wirtschaftliche Gründe.
    Die Kirche verharmlost das Problem auch nicht, sie vertritt die Position der verantworteten Elternschaft. Nur sagen Sie das mal jemandem, der für die Altersversorgung auf die Arbeit seiner Kinder angewiesen ist.

  92. 92 Cartello 27. Februar 2013 um 13:15 Uhr

    Zja die katholische Kirche macht eben nicht satt da muss man eben auf sein Bankkonto sehen . Mit 1 Euronen Jobs kommt man eben nicht weit und erst recht nicht mit katholischen Hungerlöhne . Falls man den richtigen glauben hat . Wenn nicht hat man dann eben katholisches Pech . Und zu der immer kleiner werdenden Kath kann man ja schnell paar schuldige suchen , sehr beliebt sind dann die Moslem, die Medien , die gottlosen linkslinken, die Kirchenhasser usw. nur nicht die Katholiken , nein die sind unschuldig. Absolut . Sie mischen sich auch nicht in Angelegenheit anderer die nicht zu den Katholiken gehören sondern geben nur Ratschläge ihren 30% starken Vereinsmitglieder. Nicht Katholiken lassen sie ja brav in ruhe und zwingen sie auch nicht was zu tun was mit glauben zu tun hat . Ja stimmt , hab ich fast vergessen das auch die Behandlung in katholischen Krankenhäuser absolut wert frei ist wie es in Gesetz steht .

    Zu Laun …… die läuft schon !!!

  93. 93 Cartello 27. Februar 2013 um 13:30 Uhr

    Und Doctore hat auch den Stein der weisen gefunden … die anderen sind schuld am Elend …!
    Die Katholen sudern über Verhütung, das Kirchenvolk sieht darin wie vorgesungen Teufelswerk, also noch mal eine handvoll Kinder und wie die zu füttern sind ……..daran sind wieder die anderen schuld.
    …und nun singen wir das lied von der Pippi Langstrumpf …

  94. 94 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 13:45 Uhr

    Sie haben natürlich völlig recht Cartello, die Überbevölkerung in Indien, China und ganz Asien den Katholiken zu überantworten. Und in Afrika bekommen auch nur die Katholiken Kinder, logisch.
    Die Moslems sind in der Sexualmoral natürlich auch dem Papst direkt unterstellt !

    Konsumieren Sie nur fröhlich weiter, Sie sind schon am Elend der Welt nicht schuld, das macht schon die Kirche allein.

  95. 95 Memphis Misraim 27. Februar 2013 um 13:47 Uhr

    @Dr. Arnd: Aber was heißt schon Glaubensschwund?! Auch jenseits der Kirchengemeinschaft ist der Glaube an Gott verbreitet. Zum Glück kann man die Gesellschaft ja nicht nur am RTL-Dschungel und drittklassigen Primitivformaten festmachen. Es soll auch Leute jenseits der Kirche geben, denen Werte und Ehthik was bedeuten. Verantwortungsvolle Elternschaft? Gerne! Aber dann bitte auch in diesem Sinne verantwortungsvoll, nicht bald die 10-Mrd-Hürde zu knacken.

    Auch wenn Sie ein anderes Bild von mir haben: Ich bin kein Kirchenhasser und es liegt mir fern, grundlos auf der Kirche rumzuhacken. Aber haben Sie tatsächlich das Gefühl, dass die Kirche das Thema Überbevölkerung nicht bagatellisiert? Hat sich j e m a l s ein katholischer Würdenträger dazu geäußert?

  96. 96 Memphis Misraim 27. Februar 2013 um 13:58 Uhr

    Jedenfalls haben wir ein Zeitalter erreicht, in dem der Spruch „Seid fruchtbar und mehret Euch!“ nun doch mal überdacht werden sollte. Nicht im Sinne von Abtreibung, aber durchaus im Sinne von zuverlässiger Verhütung. Und zwar weltweit.

  97. 97 Cartello 27. Februar 2013 um 13:59 Uhr

    Doctore

    ….und wertkonservative Bischöfe verbrennen in Afrika öffentlich auch keine Kondome ! Jetzt bekommt das wort Schaf echt zur geltung !

  98. 98 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 13:59 Uhr

    Die verantwortete Elternschaft umfasst doch genau dies. Man soll sich Gedanken machen, wie viele Kinder man in die Welt setzt.
    Die Kirche sieht das ganze darüber hinaus nach meiner Kenntnis vor allem als Verteilungsproblem. Natürlich ist unser Wohlstand inkl. Energieverbrauch nicht auf 10 Mrd. Menschen übertragbar. Aber ist unser Lebensstil erstens richtig und zweitens Maßstab für alle anderen in der Welt ? Im Grunde sagen wir im Westen doch, also Leute, unser Wohlstand ist der Maßstab, also wenn Ihr den genauso haben wollt, dann kriegt gefälligst weniger Kinder, wir geben jedenfalls nichts ab. Man kann natürlich versuchen, arme Menschen davon zu überzeugen, weniger Kinder zu bekommen (die sie nicht wegen der Kirche bekommen, sondern aus o. g. wirtschaftlichen Gründen), aber ohne ein wirtschaftliches Teilen als Vorleistung werden sie das nicht übernhemen.

    Aber es ist fürs eigene Gewissen natürlich am einfachsten zu denken, würde die Kirche nur Verhütungmittel erlauben oder am besten gleich verteilen, dann wäre das Problem gelöst und ich selbst kann in Europa so weitermachen wie bisher.

  99. 99 Cartello 27. Februar 2013 um 14:17 Uhr

    Blöde frage Doctore ……. wenn zuwenig Kinder in Deutschland sind und große sorge gibt um die Pension , warum schnaxeln die Katholen nicht etwas mehr ? Wird doch sicher zu machen sein das die Dunkelkatholiken so an die 10…12 Kinder zusammen bringen . oder hängt das mit den rumhängen in den div. Foren zusammen das hier Flaute ist ?

  100. 100 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 14:42 Uhr

    @ Cartello: Es gibt gar nicht zu wenig Kinder in Deutschland. Gemessen an den Einwohnern pro qkm ist Deutschland (übrigens auch Ö) überbevölkert.

    Die zweite Frage würde ich gerne an Sie als Dunkelforist zurückgeben.

  101. 101 Cartello 27. Februar 2013 um 15:24 Uhr

    …… ich hab 4 und wenn es soviele gibt warum das semmeln ???

  102. 102 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 15:42 Uhr

    na da kann ich Sie nur beglückwünschen, dann wissen Sie ja, was für ein Geschenk Kinder sind und deswegen das semmeln.

    Sie sind am Ende nicht sogar katholisch ?

  103. 103 suennerklaas 27. Februar 2013 um 16:22 Uhr

    @Dr. Arndt

    „Der Bildungshöhepunkt in Deutschland als Beispiel ist seit den 80er Jahren überschritten. Die Bürger lechzen wie in der Antike nach Brot und Spielen, Reflexion ist nicht angesagt. Der Glaube an „hokuspokus“ ist durch den Glauben an das eigene Bankkonto und an das, was die Bildzeitung und das Privatfernsehen berichten, abgelöst worden.“

    Das ist interessant – zu genau demselben Schluß komme auch ich. Und das ganze lief zeitig deckungsgleich mit der „Geistig-Moralischen Wende“ des Bismarcks aus Oggersheim ab. Auf dem Klavier des „Panem et circensis“ wusste der nämlich bestens zu spielen. Es waren Kohl&Konsorten, die so vehement auf der Einführung des Privatfernsehens bestanden – ursprünglich mit dem Hintergedanken, ein mediales Gegenstück zu den öffentlich-rechtlichen Medien zu erhalten; und vielleicht wollten sie auch „Förderern“, wie Springer und Kirch einen kleinen Gefallen tun. Nur hatten Kohl&Co. dabei ganz vergessen, dass Privatfernsehen ganz anders funktioniert, als das öffentlich-rechtliche. Das Privatfernsehen macht sein Geld mit dem Verkauf von kommerzieller Werbung. Filme, Talk- und Gerichtshows etc. dienen einzig und allein der Zuschauergenerierung.
    Nun ist es aber so, dass Politik und religiöse Themen für viele Leute ganz einfach viel zu langweilig sind. „Sex sells“ eben – und mit Sex&Crime und richtig Krawall, am besten noch „Tabulos“ holt man eben die allermeisten Zuschauer, die dann wiederum die Einnahmen bei der Werbung steigern: je mehr zugucken, umso teurer, weil ja dann auch umso mehr Leute die beworbenen Produkte kaufen. Und je unpolitischer die Leute sind, umso besser.

  104. 104 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 17:17 Uhr

    @suennerclaas: Sie beschreiben es schon richtig, wobei diese Entwicklung wohl weniger einzelnen Personen (die ich gar nicht in Schutz nehmen möchte), sondern der wirtschaftlichen Entwicklung geschuldet ist. Privatfernsehen ist eben Werbung mit Programm drumrum. Die Werbezeiten wurden von der Wirtschaft gefordert und sie haben sie erhalten. Keine Regierung hätte dies mehr als kurzfristig aufhalten können.

  105. 105 suennerklaas 27. Februar 2013 um 17:44 Uhr

    @Dr.Arndt
    Da könnte man politischerseits durchaus etwas grundlegendes ändern: indem man nicht nur sehr viel stärker auf den Bildungsauftrag der Medien pocht, sondern das auch dann durchsetzt. Ich habe das ja noch miterlebt, als ein beleidigter Gerhard Stoltenberg zusammen mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Ernst Albrecht den NDR-Rundfunkstaatsvertrag gekündigt hat. Danach wurde das Programm regionalisiert und banalisiert.

    Und es muss ja nicht zwangsläufig intellektuell schwere Kost sein, die man im Rahmen eines Bildungsauftrags sendet. Die ganz große Kunst ist es ja, komplexe Sachverhalte in allgemeinverständlicher Form zu präsentieren – und zwar ohne, dass es dann banal wird. Und in so einem Bildungsauftrag haben dann natürlich nicht nur natur- und kulturwissenschaftliche, sondern auch sozialwissenschaftliche und theologische Themen ihren Platz.

    Was ich allerdings auch für sehr fatal halte, ist das sogenannte „Format-Fernsehen“ bzw. „Format-Radio“ – also Spartensender, die nur auf eine ganz bestimmte Zuschauergruppe zugeschnitten sind, denen man dann eine ganz bestimmte Werbung verkauft. Das mag zwar heute Geld bringen, auf die Dauer kostet das ganze aber nur – und ist ein wesentlicher Aspekt bei der Zerstörung der Werte einer Gesellschaft und letztendlich der Gesellschaft als ganzes.

  106. 106 suennerklaas 27. Februar 2013 um 17:51 Uhr

    @cartello

    Ehrlich gesagt dürften auch 10 bis 12, ja sogar mehr als 4 Kinder bei Dunkelkatholiken heute die ganz große Ausnahme sein.
    Du weißt doch, wie das ist bei den Frömmlern: es ist eine herausragende Eigenschaft von Pharisäern, dass deren „Regeln“ immer nur für die Anderen gelten – niemals für sie selbst.

  107. 107 Dr. Arnd 27. Februar 2013 um 18:01 Uhr

    Wobei es auch Menschen geben soll, die gegen Überbevölkerung poltern und sich dann selbst nicht nur reproduzieren, sondern doppelt reproduzieren…

  108. 108 Cartello 27. Februar 2013 um 18:10 Uhr

    Dann gibt’s die Eiertollah Kampfklasse die um jeden Samenspritzer einen Aufmarsch macht. Auch wenn er kriminell zustande gekommen ist.

  109. 109 Administrator 27. Februar 2013 um 18:39 Uhr

    Ich schließe den Kommentarstrang an dieser Stelle und weise noch einmal darauf hin, dass die Kommentare gern kritisch und zynisch ausfallen dürfen, aber nicht beleidigend. Deshalb bitte ich die Beteiligten, sich etwas zurückzuhalten und Beschimpfungen aus dem Wortschatz zu streichen. Es ist recht unglaubwürdig, Fundis für ihren Quatsch zu kritisieren und dann selbst ähnlich unschöne Ausdrücke zu verwenden. Das gilt u. a. für Worte wie „Seelenpuff“ als Synonym für die Katholische Kirche im jüngsten Kommentar vom Heiland – ich war so frei, ihn zu löschen. Der Tadel bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Mehrheit der Menschen hier, die erfreulicherweise mit sachlichem Vokabular auskommen.

    Ja, Bischöfe wie Andreas Laun sind auch mir unsympathisch, aber sie sind nicht repräsentativ für 1,5 Milliarden Gläubige. Ich habe im Laufe der bald 3 Jahre Episodenfisch sehr viele nette Katholiken kennenlernen dürfen, die ein wenig mehr Respekt verdienen (und ja, auch Laun muss man nicht beschimpfen). Wer seine Vorurteile abladen will, kann das auf diversen anderen Seiten tun, hier bitte nicht mehr. Ich verstehe es, wenn mal bei einer besonders irren Äußerung der Kragen platzt. Trotzdem sollte alles im Rahmen bleiben.

    Wer darüber diskutieren möchte, darf sich vertrauensvoll per Email melden. Danke.

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