Wie wir schreiben wollen

Wer Angst und Zwietracht innerhalb der Kirche sät? kath.net-Chefredakteur Roland Noé würde da wohl den „‚totalitäre[n] Meinungsterror‘ der Homo-Bewegung“ anführen, knapp gefolgt von der allgemeiner gehaltenen „Hetzjagd“ auf den Vatikan.

Dabei können sich sowohl die imaginäre „Homo-Lobby“ wie auch die linkslinksgrünen Medien einige Kniffe von Noé abschauen. Im März 2009 stellte er der Community des hauseigenen Forums die folgende Frage:

Mal sehen, ob kath.net noch mehr Priester „outen“ wird. ;)

Frage an euch: Soll man als katholisches Medium Priester mit Frauen outen. Bis jetzt haben wir es ja nicht getan. Die Frage ist, ob man hier das aber in Zukunft machen sollte. Es gäbe da ein paar Kandidaten.

Anlass für die Diskussion war der Fall eines österreichischen Priesters, der, wie in einem „KATH.NET-Exklusiv“-Artikel berichtet wurde, sich zu seiner Freundin bekannt haben soll. In dem Fall kam erschwerend hinzu, dass der Geistliche von kath.net schon im Voraus als „umstritten“ gebrandmarkt wurde, „zu den 31 „Anti-Rom-Dechanten“ gehört und gar an „einer illegalen Dechantenversammlung“ teilgenommen haben soll.

Mit dem im Thread zur Diözese Linz geposteten Beitrag offenbart Noé nicht nur ein eigenwilliges Verständnis von Journalismus, sondern macht auch die mitunter perfide Arbeitsweise von kath.net deutlich. Er sendet an die „paar Kandidaten“ – unabhängig davon, ob er sie wirklich kennt, oder ob es sich nur um eine leere Drohung handelt – die Botschaft: Kooperiert, sonst verpfeifen wir euch. Dass dabei Existenzen aufs Spiel gesetzt werden, nimmt er dabei augenscheinlich billigend in Kauf.

Danke an Jörg für die Hinweise.


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