Das Dagegen-Portal ii

Martin Werlen sollte sich einmal an eine größere Zeitung wenden und darum bitten, mit Lobeshymnen auf wahlweise Jesus, Maria oder Papst Benedikt zitiert zu werden. Es wäre keine große Überraschung, wenn kath.net auch diesen Äußerungen vehement widersprechen und einen Skandal daraus basteln würde – schließlich nimmt kath.net „Brandstifter“ Werlen jeden einzelnen Satz übel, seit er dem Linzer Portal Interview und Gastkommentar verweigerte. Alles Nötige zum aktuellen Fall steht bei Volker, an dieser Stelle nur kurz zu zwei Begriffsklärungen:

umstritten, wie in „in der katholischen Kirche selbst ist das Engagement von Abt Martin Werlen umstritten“, bedeutet auf kath.net: kath.net ist mit dem Engagement von Abt Martin Werlen nicht einverstanden, da er sich für so menschenverachtende Dinge wie die innerkirchliche Gleichberechtigung von Frauen einsetzt.

beliebt, wie in „der bekannte und bei vielen Gläubigen sehr beliebte polnische Priester Andreas Skoblicki“ bedeutet auf kath.net: Dieser Geistliche ist tatsächlich umstritten, weil er Schüler als ‚Schande und Bedrohung Gottes‘ beschimpft haben soll. Den linkslinkslinkslinksgrünen Medien zum Trotz entfacht kath.net in einem solchen Fall keinen Shitstorm, sondern gibt den betreffenden Priestern Rückendeckung und fährt mit ihnen gern in den Urlaub nach Polen.


10 Antworten auf „Das Dagegen-Portal ii“


  1. 1 Dr. Arnd 11. Januar 2013 um 13:15 Uhr

    Der Artikel auf kath.net ist wirklich sensationell ! Er lässt einen fassungslos zurück. Der bislang für mich einschlägigste Beweis, dass es bei kath.net nur nach dem Freund-Feind-Schema läuft. Abt Werlen meint, dass man den Sonntag heiligen solle ? Der Schuft… Bezeichnend auch der Kommentar von Gandalf / Herrn Noé, der meint, man könne den Sonntag mit der richtigen Einstellung auch arbeitend heiligen. Der Zweck des Innehaltens wenigstens einen Tag die Woche ist bei aller Wut auf Abt Werlen leider vergessen. Das wirklich erschütternde aber ist, dass dieser so offensichtliche Widerspruch des Artikels zu den vertretenen Werten bei kath.net niemandem aufgefallen zu sein scheint. Vielleicht sind sie nicht wirklich sehr böse, sondern nur wirklich sehr einfältig ?

  2. 2 Jean-Louis 11. Januar 2013 um 15:04 Uhr

    Dieser Abt Werlen ist eigentlich eine Katastrophe und widersetzt sich seit Jahren, den Reformbestrebungen Roms, zu denen er in konstantem Widerspruch steht. Und doch: in diesem Falle muss ich ihm uneingeschränkt Recht geben. Der Mensch steht vor den wirtschaftlichen Interessen. Darin geht er diesmal mit Papst Benedikt konform, und das sollte man anerkennen. Was kath.net anbelangt, ist die Seite bei verschiedenen Themen tatsächlich im etymologischen Sinne einfältig: Abt Werlen macht alles falsch (vieles ja, aber nicht alles), Erzbischof Müller macht alles richtig (na ja) und Medjugorje ist sowieso das grösste Wunder auF Erden seit der Auferstehung Jesu (wer’s glaubt wird nicht unbedingt selig)

  3. 3 Johnny 11. Januar 2013 um 17:44 Uhr

    Jean-Louis: „Reformbestrebungen Roms“ ?????

    Über den Gag habe ich schon bei kath.net lachen müssen….

  4. 4 diskordianerpapst 11. Januar 2013 um 17:55 Uhr

    Er hat sich nur verschrieben, er meint Restaurationsbestrebungen ;-)

  5. 5 suennerklaas 11. Januar 2013 um 18:51 Uhr

    @Dr. Arndt

    ….Nein, das hat etwas mit dem wirtschaftspolitischen Verständnis zu tun. Das ist nämlich NICHT konservativ, sondern fast schon als libertär im Sinne des Anarchokapitalismus zu verstehen. Wer sich mit Leuten, wie Noe auseinandersetzt, kommt sehr schnell bei Hans-Hermann Hoppe heraus:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Hermann_Hoppe

  6. 6 suennerklaas 11. Januar 2013 um 18:58 Uhr

    Bemerkenswert ist, dass auch auf katholisches punkt info gegen Werlen kräftig geholzt wird:

    katholisches. info/2013/01/10/einsiedler-nachtgesprache-abt-werlens-antiromischer-dauerzustand/

    Hinweis: ich zitiere die seite nur in nicht-klickbarer Form, da sie in Teilen verfassungswidrig und nach meiner Auffassung auch jugendgefährden ist.

  7. 7 Jesus Christus 11. Januar 2013 um 22:23 Uhr

    „und widersetzt sich seit Jahren, den Reformbestrebungen Roms“

    Segen, Jean-Louis.

    Darf ich mir obrigen Satz von Maria von Magdala in meine Wanderlatschen sticken lassen?

    Denn er hat höchstes Humorpotential.

    Lieben Dank, Heiland

  8. 8 Jean-Louis 11. Januar 2013 um 23:17 Uhr

    katholisches.info soll jugendgefährdend sein. DIESE Aussage hat „höchstes Humorpotenzial“. Oder werden da neuerdings Pornoseiten verlinkt, respektiv wird da Gewalt verherrlicht oder werden Nazis hofiert?! Nüchterner, sachlicher, als auf katholisches Info kann man nun wirklich nicht schreiben. Sogar von Polemik keine Spur.

  9. 9 Administrator 12. Januar 2013 um 1:35 Uhr

    Die Leute hinter katholisches.info werden sich schon etwas dabei gedacht haben, ihre Seite aus Deutschland in die USA zu verlagern, um etwaigen Klagen zu entgehen. Vgl. etwa den Artikel über einen angeblichen „Deutschen Holocaust-Narzißmus“…

  10. 10 Jean-Louis 12. Januar 2013 um 7:30 Uhr

    @Administrator
    Einverstanden. Ich kenne katholisches.info erst seit etwa einem Monat und habe mich bei meiner Einschätzung aud die in dieser Zeit publizierten Artikel bezogen.

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