Expertenmeinung zu Bischof Ackermann

Stephan Ackermann, Bischof von Trier, hat den 31. Dezember dazu genutzt, es sich mit den katholischen Fundis zu vermasseln: In seiner Silvesterpredigt erklärte er, kreuz.net sei „nur ein besonders abstoßendes Beispiel“ für Gruppen gewesen, die „sich trotzig […] gegenüber der feindlichen Welt“ abzugrenzen versuchten. Das führte etwa dazu, dass er im kreuzgang-Forum als „Charakterschwein“ und „Opportunist ohne eigenes Profil“ beschimpft wurde.

kath.net verschweigt Ackermanns Worte über kreuz.net und ärgert sich stattdessen über seine Aussagen zur Wirtschaft. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am 31. Dezember ein Interview, in dem Ackermann einen Mindestlohn forderte und eine Gehaltsobergrenze anregte. Derlei Gedanken sind mittlerweile zwar selbst in konservativen Parteien nicht mehr tabu, doch kath.net-Leserin „Evalyne“ findet daran keinen Gefallen: Kann es ein Zufall sein, dass sich der Bischof der Geburtsstadt von Karl Marx zum Thema Wirtschaft äußert? Es muss wohl an der Luft liegen:

Trier scheint weiterhin
mit kommunistischem Gedankengut zu infizieren.


14 Antworten auf „Expertenmeinung zu Bischof Ackermann“


  1. 1 Memphis Misraim 03. Januar 2013 um 22:21 Uhr

    Auch daher hat sich die Zerschlagung von kotz.net gelohnt. Jetzt werden die ganzen kleinen Grüppchen in weitere Splittergrüppchen aufgeteilt und besitzen damit noch weniger Schlagkraft als zuvor.

  2. 2 Jean-Louis 03. Januar 2013 um 23:00 Uhr

    @ Memphis Misraim
    Niemand weiss warum kreuz.net momentan offline ist. Wer sollte denn für die Zerschlagung verantwortlich sein? Anonymous? Finanzielle Schwierigkeiten?Jedenfalls nicht der Gmünder-Verlag, der sich brüstet, aber nichts weiss. Schade, dass auch Bischof Ackermann, nur das Negative sieht. Mit der Meute heulen, ist kein Zeichen von Profil. Er hätte zumindest schweigen können. Auch wenn kreuz.net nicht wieder online geht, wird es immer Wege und Mittel geben, unbequeme Wahrheiten zu verkünden, Internet sei Dank.

  3. 3 Administrator 04. Januar 2013 um 0:59 Uhr

    Verzeihen Sie mir, dass ich so direkt frage, aber: Kommen Sie sich nicht wenigstens ein klein wenig blöd dabei vor, kreuz.net ständig nachzutrauern? Einer Seite, deren redaktioneller Teil an Abscheulichkeit kaum zu überbieten war und in deren Kommentarspalte (z.B. von „al-Muschrik“) gefordert werden durfte, dass Homosexuelle in Vernichtungslager interniert werden sollten. Meinen Sie, das alles könnten selbst halbwegs vernünftige konservative Menschen einfach ausblenden, nur weil kreuz.net drei mal pro Monat einen Artikel publiziert hat, der ohne Hetze auskam und nur „traditionalistisch“ war? War ja nicht alles schlecht unterm Führer.

  4. 4 Memphis Misraim 04. Januar 2013 um 10:10 Uhr

    Das sehe ich auch so wie der Admin. Rund um die Uhr wurde auf kotz.net rumgeheult vonwegen Kirchenhass. Da wundert ihr euch noch? Wer rund um die Uhr nur Hass in die Welt ruft, muss sich nicht wundern, selbst mit Hass konfrontiert zu werden.

    Du schreibst: „Auch wenn kreuz.net nicht wieder online geht, wird es immer Wege und Mittel geben, unbequeme Wahrheiten zu verkünden, Internet sei Dank.“

    Welche Wahrheiten? Die „Wahrheiten“ eines von Menschen geschriebenen alten Romans? Die „Wahrheiten“ von Geisteskranken der Moderne wie al-Muschrik & Friends?

    Ja, wahrlich, dem Internet sei Dank! Dem Internet sei Dank hinterlassen Hassprediger Spuren, so dass man sie über kurz oder lang dingfest machen kann.

  5. 5 Jean-Louis 04. Januar 2013 um 12:24 Uhr

    @Administrator und Memphis Misraim
    Das sehe ich fundamental anders, aber es macht wohl keinen Sinn, das hier diskutieren zu wollen, schon gar nicht mit Leuten, die Begriffe wie „dingfest machen“ verwenden. In dieser Sache muss wohl jede Seite ihren eigenen Weg gehen.

  6. 6 Memphis Misraim 04. Januar 2013 um 13:01 Uhr

    Ob es dir jetzt passt, oder nicht: Die Welt wird niemals wieder nach euren Regeln spielen. Da hilft/helfen auch ein, zwei, zehn oder zwanzig Hetzportale nichts, in denen ihr eure „Wahrheiten“ verkündet. Lebt eure „Wahrheiten“ halt selbst, wenn es euch glücklich macht, aber belästigt andere Leute nicht damit.

  7. 7 Memphis Misraim 04. Januar 2013 um 13:14 Uhr

    Zur Formulierung „dingfest machen“. Mal angenommen, es würde sich plötzlich eine Internetseite etablieren, auf der man zur Jagd auf Katholiken aufrufen würde. Inklusive der Forderung, sie öffentlich zu diskriminieren, ihnen Job und Girokonto zu verweigern bzw. sie nach Möglichkeit direkt ins KZ zu stecken. Wäre es dann nicht auch in ihrem Interesse, lieber Jean-Louis, die Hintermänner eines solchen Portals dingfest zu machen? Aber schon klar, das wäre dann ja natürlich gaaaanz was anderes, gell?

  8. 8 diskordianerpapst 04. Januar 2013 um 13:32 Uhr

    @Jean-Louis
    „Niemand weiss warum kreuz.net momentan offline ist. Wer sollte
    denn für die Zerschlagung verantwortlich sein? Anonymous?“

    Vor ein paar Tagen wussten Sie das noch ganz genau:
    „Dass diese Seite das Opfer eines fatalen Hacker-Angriffs
    wurde, ist weder das Verdienst von Berger noch des Gmünder-
    Verlags.“

    „…wird es immer Wege und Mittel geben, unbequeme Wahrheiten
    zu verkünden…“
    Klar, besonders für Ihre Art von (täglich wechselnden?)
    selbstgedengelten „Wahrheiten“ ist immer ein Plätzchen frei
    im Netz.

    Zu +net: Ist eigentlich relativ einfach. Da gingen Leute
    konspirativ hin und setzen einen Server ausserhalb der
    Gerichtsbarkeit deutschsprachiger Länder auf, ausschliesslich
    mit deutschen Inhalten und in einem Land in dem insbesondere
    Holocaustleugnung nicht verfolgt wird.
    Anonymität der Betreiber hatte und hat höchste Priorität.
    Es war also von vornherein klar das gegen Gesetze verstossen
    werden sollte.
    Gesetze von Länden in denen die Betreiber ansässig sind oder
    sich immer mal wieder aufhalten.
    Genau das haben sie dann auch getan, immer wieder. Es brauchte
    allerdings noch die grosse öffentliche Empörung damit auch die
    Behörden enrsthaft tätig wurden und ganau diese Massenempörung
    haben die Betreiber selbst bewusst herbeigeführt.
    Über die genauen Gründe kann man spekulieren, Tatsache bleibt
    das sie selbst die Motivation sie dingfest zu machen extrem
    angeheizt haben.
    Vor der Dirk Bach Aktion haben sie sogar längere Zeit förmlich
    nach einem Hackerangriff gebettelt, auch hier kann man über
    die Gründe dahinter nur spekulieren. Tatsache bleibt:
    Eine Gruppe hat sich konspirativ gebildet mit dem Ziel bestehende Gesetze zu brechen. Von diesen kriminellen Handlungen Betroffene sind dagegen vorgegangen, öffentlich und
    nicht anonym um die kriminellen Betreiber DINGFEST zu machen.

    Das ist legitim.
    Wer sich bei dieser Faktenlage über das Wort „Dingfest“
    aufregt hat ein gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat.

  9. 9 Administrator 04. Januar 2013 um 15:26 Uhr

    @Jean-Louis: Sieht aus, als wären Ihre Helden wieder online: kreuz-net.info. Allerdings weicht der Satzbau deutlich vom großen Vorbild ab, statt den typischen simplen Hauptsätzen wird ab und an das Wagnis der Nebensätze eingegangen.
    Und die kreuz.net-Redaktion wäre ziemlich blöd noch blöder als erwartet, wenn sie da jetzt tatsächlich ein richtiges Impressum angibt und der Staatsanwaltschaft Tipps gibt.

  10. 10 suennerklaas 04. Januar 2013 um 16:50 Uhr

    @Administrator

    Tja – und auf dem „anderen“ Board spricht man ja Klartext, WARUM man den Server in die USA verlegt hat: man war und ist mit der deutschen Rechtsprechung nicht einverstanden und ist nicht bereit, sie zu akzeptieren. Dass einer der Protagonisten der Seite laut SPIEGEL direkten Zugang zum Umfeld des Papstes hat, gibt der Angelegenheit zusätzliche – auch diplomatische – Brisanz. Allerdings können wir sicher sein: im Zweifelsfall wird man dort von allem nichts gewusst haben – es wären ein paar „Verrückte Einzeltäter“ und alles „nicht katholisch“. Im Grunde dasselbe „Argument“, das Imame und andere islamische „Geistliche“ in perpetuo mobile von sich geben, wenn es mal wieder einen Anschlag gegeben hat. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich eben.

  11. 11 Nike 04. Januar 2013 um 19:10 Uhr

    Doch ja! Der/die Neuen liefern einen Namen:
    Mag. G. Schneeweiß-Arnoldstein. Zum Impressum: Derselbe Herr aus 1010 Wien weist sich auch im Impressum „Das Cartell“ aus.
    www.couleurstudent.at

  12. 12 Jean-Louis 04. Januar 2013 um 19:47 Uhr

    Das alles hat mit dem echten kreuz.net, das hauptsächlich von Klerikern (nach eigenen Angaben „Leute aus dem kirchlichen Dienst“) betrieben wurde, wenig zu tun, und entspricht leider eher dem Zerrbild, welches von kreuz.net kolportiert wird. Alles was aus der Burschenschaftsecke kommt, ist nicht mein Ding. Dazu: ein (1) Arikel pro Tag, und keine Kommentarfunktion: da brauchen Sie sich wirklich keine Sorgen zu machen.

  13. 13 Jean-Louis 04. Januar 2013 um 21:22 Uhr

    Ich denke einmal,Jean-Louis hat recht mit seiner Einschätzung. Was das „neue“ +net betrifft – den Initiatoren halte ich eher für einen Rechtsaußen-Trittbrettfahrer auf der Suche nach „Ruhm“ und „Berühmtheit“.

    Davon habe ich allerdings nicht gesprochen – bei den Freigeistern hatten wir ein ganz anderes Board beim Wickel – nämlich katholisches.info. Das ist eine ganz andere Nummer.

  14. 14 Alexander Felden 05. Januar 2013 um 16:54 Uhr

    Jean-Lois gibt Jean-Louis Recht – na siehste, bist ja doch nicht allein mit deiner Meinung, hmm? ;)

    In einem Punkt gebe aber sogar ich unserem frankophilen Legionär der „wahren“ katholischen Weltanschauung Recht:

    Der zur Genüge für seine homophobe, rassistische und vor allem antisemitische Weltanschauung bekannte Herr Schneewittchen-Armesschwein (oder so ähnlich, na der Betreiber von krass.net.info halt…) stellt keine Gefahr dar, denn er verbreitet jetzt „nur“ auf einer weiteren Seite „seine Wahrheit“. Dabei hat er selbst allerdings immerhin den Anstand (oder das Geltungsbedürfnis), sich per Impressum verantwortlich zu zeigen, wodurch er rechtlich zur Rechenschaft gezogen würde, wenn die Jean-Lois-Fraktion dort offen kommentieren dürften.

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