Expertenmeinungen zu einer verwüsteten Kirche

In der Grazer Pfarrkirche St. Peter wurde, wie kath.net berichtet, wild randaliert. Obwohl bisher jede Spur von den Tätern fehlt, spekulieren die kath.net-LeserInnen munter drauflos.
„Silvio“ etwa stellt den naheliegendsten Vergleich an:

Wäre eine Moschee
oder eine Synagoge in vergleichbarer Weise geschändet worden, so käme diese Nachricht an erster Stelle in „Heute“ oder der Tagesschau und man hätte längst Tatverdächtige festgenommen, wetten…?
Aber es handelt sich ja nur um ein Gebetshaus der Katholischen Kirche, die ja sowieso Freiwild ist im der Rot-Links-Grün-Öffentlich-Rechtlichen Medienapparat.

„Antares“ bewirbt sich bei den kreuz.net-Betreibern für einen Praktikumsplatz:

Das ist der Dank für die Abschaffung des § 175

Christen wurden mehrmals in der Geschichte verfolgt.
Christen werden noch heute in einigen Erdteilen verfolgt.
Christen können auch hier jederzeit wieder verfolgt werden.

Es wird Zeit, der Homolobby offensiver entgegenzutreten! Wie lange wollen wir uns das alles noch bieten lassen?

Und weil von der kath.net-Redaktion tolerierter Geschichtsrevisionismus nicht fehlen darf, wird das Geschehen zum Auftakt einer neuen, selbstverständlich auf Katholiken abzielenden, Reichskristallnacht umgedeutet. „Waldi“ merkt dazu an:

Mit der Reichskristallnacht hat auch niemand gerechnet – und doch wurde sie in ihrer ganzen Schrecklichkeit Realität und gleichzeitig zum Startschuss für alle ihr folgenden Verbrechen ungeahnten Ausmaßes!

„Pamir“ sieht das ähnlich und setzt einem beschwichtigenden Kommentar entgegen:

Woher wissen Sie, dass es kein Vorbote einer Art „Reichskristallnacht gegen Katholiken“ ist. Können Sie in die Zukunft schauen?
Wenn Sie sich informieren und erkennen müssen, dass sich derartige Vorkommnisse immer öfters wiederholen, dann ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Dass es die „giftige Saat der Medien“ wohl sein wird, wie „Waldi“ es formuliert, scheint mir auf jeden Fall unbestreitbar. Das Ende ist nicht sichtbar.


3 Antworten auf „Expertenmeinungen zu einer verwüsteten Kirche“


  1. 1 Alice 12. Dezember 2012 um 7:19 Uhr

    Lustig ist ja, dass die genannte Zeitung „Heute“ ja eher für ihren Rassismus etc bekannt ist, als für links linkes Homogutmenschentum…

  2. 2 suennerklaas 12. Dezember 2012 um 13:34 Uhr

    Dass solche Zerstörungen inakzeptabel sind, versteht sich von selbst. Daraus allerdings gleich auf das dünne Brett einer „Christenverfolgung“ zu kommen ist allerdings sehr problematisch.

    Einbrüche und Vandalismus in Kirchen ist kein neues Phänomen, es gibt es schon so lange es Kirchen gibt. Und nicht ohne Grund sind viele Kirchen ganz einfach abgeschlossen, wenn keine Aufsichtsperson zur Stelle ist. Den Schlüssel kann man sich dann im Pfarrhaus oder beim Küster holen.

    Und leider sind es oft Drogenabhängige, die auf der Suche nach Geld in Kirchen und andere Gebäude einbrechen und, wenn sie dort nichts finden, dort aus Wut herumrandalieren. Ich gehe einmal davon aus, dass der Grund für das Zerstören zutiefst unpolitisch ist.

  3. 3 diskordianerpapst 12. Dezember 2012 um 15:24 Uhr

    Jo, ich kannte mal einen Junkie der ist dafür eingefahren.
    Da war schon etwas in der „Pipeline“, wenn auch vergleichsweise wenig, aber einen Opferstock aufbrechen und der Versuch den Inhalt zu klauen, da ist es dem Richter zu bunt geworden.

    Ein Teil wird auch auf das Konto von jugendlichem Vandalismus gehen, das Ziel ist denen meist vollkommen egal und langeweile und Frust reicht als Motiv aus.

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