Strategische Frühverdummung

Gabriele Kuby ist eine ausgewiesene Expertin für problematische Gedankengänge. Sie hält „die globale sexuelle Revolution“ für ein „gewaltiges gesellschaftliches Umerziehungsprogramm“ und erkennt darin wiederum „lebensgefährlichen Kulturzerfall“. Dahinter vermutet sie, was ihre Thesen für ausgewiesene Verschwörungstheoretiker interessant macht, keine komplexen gesellschaftlichen Prozesse, sondern „UN und EU“.

Sie wettert gegen den „sexuellen Totalitarismus“, der nicht nur den „Kondom-Mythos vom ’safe sex‘“, sondern auch Homosexualität propagiere. Und das könne nun wirklich niemand wollen, schließlich stelle Homosexualität „einen Gebrauch des Körpers dar[…], der seinem Design nicht entspricht (gesunder Menschenverstand)“. Außerdem missachteten Homosexuelle neben dem göttlichen Schöpfungsplan auch Kants kategorischen Imperativ und gingen „ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko“ ein. Ohnehin sei Homosexualität „veränderbar“, habe „ihre Ursache in einer Störung der Geschlechtsidentität“ und würde „von manchen Betroffenen […] leidvoll erfahren“.

In einem Aufsatz namens „Vergiftung durch Bilder“ erdichtete Kuby zukünftige Dialoge zwischen den Generationen, die auf die Frage „Wie konnte das geschehen?“ hinauslaufen:

Wenn spätere Generationen, die wieder zu einer Kultur des Lebens zurückgefunden haben, auf diese Zivilisation zurückblicken und die Gründe beleuchten, warum sie untergegangen ist, dann werden sie in ihren Schulbüchern lesen:
- Frauen wollten keine Kinder mehr bekommen. Sie nahmen eine Pille ein, die Kinder „verhütete“.
- Millionen Mütter töteten die Babys in ihrem Bauch.
- Aus Embryos wurden Medikamente und Kosmetika gemacht.
- Homosexuelle Paare durften heiraten und Kinder adoptieren.
- Alte Menschen wurden getötet, wenn sie nicht mehr arbeiten konnten, weil es viel mehr alte als junge Menschen gab.

Darauf, seufzte Kuby, könne es „so wenig eine Antwort geben wie angesichts der Leichenberge von Auschwitz“.

Nun hat Gabriele Kuby einen Artikel zur „strategische[n] Frühsexualisierung von Kindern“ geschrieben, den kath.net gestern veröffentlichte. In diesem Beitrag fügt Kuby ihrem Œuvre keine neuen Gedanken hinzu, empört sich lediglich über Sexualkundeunterricht und erfindet den originellen Neologismus „Kommententar“. Sie bezieht sich, wie kürzlich bereits Gudrun Kugler, auf eine österreichische Broschüre, die nicht altersgerecht sei und die Kinder im Zweifelsfall verderbe. Ihre Ausführungen bewegen sich in den bekannten engen Grenzen aus Verschwörungstheorie und „Kritik“ an Homosexualität, sie warnt vor der „Auflösung der sexuellen Normen“ und demonstriert das in der rechtskatholischen Szene bekannte ahistorische Familienbild.

Wie wenig Kuby von der Materie versteht, wird in einem Satz deutlich, in dem sie fürchtet, Kinder könnten zukünftig „jede Form der Sexualität […] als gleichwertig empfinden“: „schwul, lesbisch, bi-, trans-, metro-sexuell“. Der Begriff Metrosexualität mag Fachleute wie Gabriele Kuby verwirren, bezeichnet aber keine sexuelle Vorliebe für die U-Bahn, sondern beschreibt einen Kleidungs- und Lebensstil.

Von Kubys Ausführungen in Rage versetzt, ruft kath.net-LeserIn „Passero“ unter dem Artikel auf:

Jagt sie fort!!!
Ihr „Sexualpädagogen“, die Ihr für dieses Machwerk verantwortlich seid, packt Eure Sachen und verschwindet, aber sofort! Ihr seid keine Pädagogen, sondern Verführer! Vor nicht allzu langer Zeit hätte man Euch eingesperrt, heute meint Ihr noch, alle Freiheiten zu haben, und schon bald werdet Ihr vor DEM stehen, der mit äußerst ernsten Worten vor dem Ärgernisgeben und Verführen gewarnt hat! Hoffentlich finden sich in Österreich viele Personen, die die Verantwortlichen vor den Kadi bringen!

Danke an Franz für den Hinweis.


21 Antworten auf „Strategische Frühverdummung“


  1. 1 Jean-Louis 04. Dezember 2012 um 15:01 Uhr

    Gabriele Kuby hat doch völlig recht. Damit auch dieses Meinungsspektrum abgedeckt ist, sind eben Seiten wie kath.net und kreuz.net so wichtig. Auf Dauer werden Sie die nicht klein kriegen. Die Meinungsfreiheit hat ein dickes Fell.

  2. 2 diskordianerpapst 04. Dezember 2012 um 15:33 Uhr

    Natürlich hat Kuby nicht recht, sondern drückt nur ihre unfundierte und teilweise wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechende und diskriminierende Meinung aus.
    Dieser Meinung wird hier widersprochen und gezeigt das Kuby nicht mal die Bedeutung mancher Begriffe verstanden hat die sie verwendet.
    Es geht nicht darum irgendjemanden „klein“ zu „kriegen“ sondern die Fehler deutlich zu machen. Möglicherweise gehen Sie aber bei Ihrer Unterstellung eher von sich selber aus.

    Natürlich hat „die Meinungsfreiheit“ ein dickes Fell, ich habe aber auch die Erfahrung gemacht das die unfundiertesten Meinungen oft von den dickfelligsten Zeitgenossen vertreten werden, die ausserdem dem Trugschluss unterliegen jede Meinung sei gleich viel Wert.
    Das trifft aber nur an einem Ort zu: An der Wahlurne in freien, gleichen und geheimen Wahlen.

  3. 3 Nike 04. Dezember 2012 um 16:12 Uhr

    Frau Kuby und dem damit abgedeckten Meinungsspektrum: kath.net net und kreuz.net einträchtig nebeneinander! Eine deutliche Sprache von einem überzeugten Poster!

  4. 4 Administrator 04. Dezember 2012 um 18:03 Uhr

    @Jesus Christus: Ich habe deinen Kommentar jetzt mal nicht zugelassen. Grundsätzlich steht es dir und allen anderen frei, hier zu schreiben, was ihr wollt. Ich sehe aber keine Notwendigkeit darin, über das Sexualleben von Frau Kuby oder von deinem Namenvetter zu spekulieren. Außerdem habe ich nur bedingt Lust auf juristische Auseinandersetzungen wegen so einem Quatsch.

  5. 5 Jean-Louis 04. Dezember 2012 um 18:13 Uhr

    Die Meinungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut, gleichgeschaltetes Denken, oder gar Gesinnungsterror ein großes Übel. Darum finde ich, dass auch konservative (kat.net, kreuz.net) oder sogar reaktionäre (kreuz.net) Ideen das Recht auf Veröffentlichung haben. Natürlich ergibt sich dabei bei beiden Blogs eine gewisse Schnittmenge identischer Sichtweisen, nämlich genau dort, wo sie die Lehre der katholischen Kirche und Papst Benedikts verteten. Das ist bei kathnet stets der Fall,bei kreuz.net nicht immer. Ich finde es auch nicht schlimm, dass divergente Ansichten diskutiert werden. Unerträglich, und nicht zu rechtfertigen, war der oft menschenverachtende Ton bei kreuz.net. Es gab bei kreuz.net aber auch viele gute und wertvolle Beiträge und anregende Diskussionsrunden, die ich ehrlich gesagt vemissen werde, falls die Seite nicht doch wieder online geht. Licht und Schatten eben. Ich finde es aber unfair, wenn man jetzt aus meinem ersten Beitrag schließt, dass die Anhänger beider Blogs identisch sind. Das mag bei mir ansatzweise so sein (aber menschenverachende Verunglimpfungen verurteile ich aufs schärfste). Bei den meisten Usern ist nicht mal das der Fall. Dazu brauchen sie nur die Kommentare auf kathnet zu lesen, sowie die Stellungnahme des Moderators. Das sollte fairerweise gesagt sein.

  6. 6 Fg68at 04. Dezember 2012 um 18:18 Uhr

    Kuby bezeichnet nicht nur Homosexualität als Geschlechtsidentitätsstörung (womit in der Sexualwissenschaft vor allem Transsexualität gemeint ist), sondern auch Transsexualität als sexuelle Orientierung (womit in der Sexualwissenschaft Hetero- bis Homosexualität gemeint ist). Diese Vermischung ist in ihrem Umfeld und in der Ex-Gay-Bewegung durchaus üblich, aber eben nur dort.

    Die Definitionsmäßige Trennung von Homo- und Transsexualität wurde von Hirschfeld in den 1920ern/1930ern eingeleitet und in den 1950ern dann aus den USA fortgesetzt und durchgezogen. Es ist definitionsmäßig getrennt, wenn es auch Korrelationen gibt. zB im Iran ist Homosexualität mit dem Tode bedroht, Transsexualität wird als behandelbare Krankheit gesehen. Es gibt dort nach Thailand (viele Ausländer, da günstig und gut) die meisten geschlechtsangleichenden Operationen. Ein Großteil davon würde bei uns wahrscheinlich mit Ichdystoner Sexualorientierung diagnostiziert werden.

    Metrosexuell entstand als Kritik an der Werbeindustrie der Bereiche Mode und Kosmetik. Er wurde zu einem bezeichnenden Begriff. Durch die Kurzdefinition „wie schwul, aber hetero“ scheint er vor allem in UK auch anderweitig dahingehend gesehen zu werden, oder gar den weg bereitet zu haben. Ein Sozialwissenschaftler hat unter weißen Studenten beobachtet, dass man heute durchaus auch als Männer Personen des gleichen Geschlechts die man mag – insbesondere Freunde – und wenn man will umarmen und auch (nichtsexuell) küssen kann, ohne dass es als verpönt angesehen werde. Quasi die Normalisierung nach Wegfall der Homophobie. Das Metrosexuelle und der Begriff haben bei der Verbreitung geholfen.

  7. 7 suennerklaas 04. Dezember 2012 um 20:20 Uhr

    @Jean-Louis
    Niemand spricht hier kath.net und seinen Mitarbeitern das Recht auf Freie Meinungsäußerung ab. Es tritt auch niemand hier für ein Verbot der Website ein oder fordert den Betreiber auf, seinen Mund zu halten – oder tritt gar für eine „Christenverfolgung“ ein.

    Aber: wer kritisiert, muss auch selbst Kritik aushalten können. Und wer austeilt muss auch einstecken können – das sind nun einmal Grundvoraussetzungen einer Diskussion. Es gilt der Grundsatz, so sauber zu argumentieren, wie es eben möglich ist.

  8. 8 Nike 04. Dezember 2012 um 20:58 Uhr

    +net agierte nicht nur in einem menschenverachtenden verunglimpfenden Ton, sondern depersonalisierte gezielt und vorsätzlich Menschen zum Freiwild, um diesen massiv zu schaden. All dies feig, denn anonym betrieben.

  9. 9 suennerklaas 05. Dezember 2012 um 11:03 Uhr

    @Nike
    Wenn es dann in Richtung Verunglimpfung und Bedrohung geht, wenn ein menschenverachtender Ton und eine menschenverachtende Einstellung an den Tag gelegt wird, dann ist Einschreiten Bürgerpflicht. Meinungsfreiheit hört da auf, wo es an die verbrieften Grundrechte eines anderen Menschen geht – oder wo Straftatbestände erfüllt sind. Über letzteres besteht ein Grundkonsens. Auf +net tauchten nicht nur Kommentare, sondern auch redaktionelle Beiträge auf, die aus meiner Sicht nicht nur ekelerregende, sondern auch Straftatbestände waren. Ich erinnere hier nur an die zweifelhaften Beiträge von Pater Lingen, der dafür nicht nur Widerspruch, sondern auch unverholenen Beifall erhielt. Es spricht schon für sich, dass Lingens ekelhafter Kram von der Redaktion von +net als offizieller Beitrag veröffentlicht wurde.

  10. 10 suennerklaas 05. Dezember 2012 um 14:13 Uhr

    Ansonsten: warum erinnern mich Kuby’s Theorien ein wenig an die zweifelhaften und ekelhaften Einlassungen eines gewissen „Paters“ auf +net? Die Behauptung, aus Embryonen würden Kosmetika hergestellt, lassen doch tief, tief blicken.

  11. 11 Nike 05. Dezember 2012 um 16:35 Uhr

    Ich habe Frau Kuby´s Buch nicht gelesen, die hier verlinkten Beiträge ( „der böse Schoss der Frau“ und weitere thematische Metaphern zu ihrem offensichtlich dualistischem Weltbild der guten und der bösen Mächte) aber teils durchgesehen. In unserer sehr gut sortierten öffentlichen Bibliothek gibt es nichts von ihr.., werde mich aber einmal bei der Fernleihe dazu umsehen. Mal sehe wie weit es dann mit der Wissenschaftlichkeit her ist, die sie ja für sich beansprucht.
    +net: nach der Geschichte mit dem Holocaust-Leugner ende Januar 2009 (vorher die Aufhebung der Exkommunikation der Piusse durch den Papst)habe ich mich über den Herrn im Internet schlau gemacht und mit wenigen clicks war ich schon bei +net angelandet. Dort tummelte sich eine Mengelage aus ultrakonservativen Frommen und antisemitischen Rechten, in Anlehnung von Roland Noés Vokabular müsste ich eigentlich sagen: rechtsrechtsrechtsRechten…! Mit Grundrechten und Meinungsfreiheit hatte dieses Portal auch damals erkennbar nix am Hut. Ich beliess es bei einem kurzen Zeitfenster und habe erstmals wieder anlässlich dieses Priesters dort einen Beitrag gelesen. Und was lese ich da Schönes nach ein paar Absätzen im Kommentarbereich: Gaystapo. Und ich stimme da völlig zu: Dagegenhalten und den Mund aufmachen!!

  12. 12 Jesus Christus 08. Dezember 2012 um 18:19 Uhr

    „Ich sehe aber keine Notwendigkeit darin, über das Sexualleben von Frau Kuby oder von deinem Namenvetter zu spekulieren.“

    Lieber Administrator ♥♥♥

    Ich habe nie behauptet, dass Frau Kuby ein Sexualleben besäße.
    Allein die Vorstellung einer diese Frage klärene Recherche überstrapaziert mein dahingehend eher zu dünnes Nervenkostüm.
    Helloween war dieses Jahr ja schon. Zudem ist mein eigenes Sexualleben eher infantil geblieben, höre ich doch zur libidonösen Erbauung immer noch gerne die Stimme von Alfred Jodokus Quak (Plätscher-plätscher Feder, Wasser mag doch jeder, geh schon mal nach Haus, ich komm ein Tröpfchen später.)

    Liebe Grüße, dein Jesus ♥♥♥

  13. 13 suennerklaas 09. Dezember 2012 um 20:11 Uhr

    Das Sexualleben von Frau Kuby ist ihre Privatangelegenheit. Ebenso Deines und das Anderer. Solange jemand keine Sexualstraftaten – also Vergewaltigung und sexuelle Nötigung – begeht, geht sein Sexualleben niemanden etwas an. Es ist seine Privatangelegenheit.
    Und was Deine weiteren Ausführungen angeht, so interessiert mich Dein Sexualleben z.B. nicht die Bohne. Und ehrlich gesagt finde ich ungefragte Auskünfte eher ekelhaft und distanzlos. Deshalb ein kleiner Tipp: behalte Deine voyeuristischen Gelüste einfach mal für Dich.

  14. 14 Jesus Christus 10. Dezember 2012 um 19:51 Uhr

    Lieber suennerklaas, erst mal seien sie gesegnet. ♥

    So und nun Tacheles:

    Zitat: „Solange jemand keine Sexualstraftaten – also Vergewaltigung und sexuelle Nötigung – begeht, geht sein Sexualleben niemanden etwas an. Es ist seine Privatangelegenheit.“

    Da muss ich widersprechen. Mein sexualleben geht zumindest der Person etwas an, die ich grade durchpimper. Sonst kann diese Person ja die ganze Pimperei mit mir auch sein lassen und zuhause stattdessen ein Heft mit Fix und Foxy lesen.

    Zitat: „so interessiert mich Dein Sexualleben z.B. nicht die Bohne.“

    Das macht garnichts. Wahrscheinlich haben sie andere und nicht minder schöne Hobbies, wie z.B. Makrameeulen werfen, kleine Schiffe in Flaschen stecken oder Buchstaben in Kommentarspalten tippen. Da sind sie ein freier Mensch, Sie kleiner Tunichtgut *zwinker-zwinker-bis-das Augenlied schmerzt*

    Zitat „Und ehrlich gesagt finde ich ungefragte Auskünfte eher ekelhaft und distanzlos.“

    Ich bin einfach schlecht erzogen, mir fehlt einfach die Dehmut und die Angst, den Mund aufzumachen, ohne vorher die Erlaubnis bekommen zu haben. Daher geh ich auch nie in die Kirche, weil ich bei der Wandlung immer ungefragt laut aus meinen Fix und Foxy Heften vorzulesen.

    Was mich allerdings voll die Bohne interessiert, ist mein eigenes Sexualleben, welches ein ganz besonderes ist, da ich auf kleine, gelbe Comic-Enten mit einer Frauenstimme stehe. Da gehts bei mir libidonös ab wie Schmitz seine Katze.

    Kussi links, rechts und oben auf die Stirn – und noch ne fette Segnung hinterher! ♥♥♥

    Dein Jesus und knattergeiles Erlöserle ♥

  15. 15 Björn 17. Dezember 2012 um 17:35 Uhr

    Ich denke, es ist immer das Maß, welches man bei der Sexualaufklärung anlegt und beachten muss. Wenn ich das richtig verstanden habe, besagt die Broschüre kein konkretes Alter, sondern nur nennt nur die Spanne zwischen 6-12 Jahren. Für Sechsjährige sind einige Inhalte verfrüht und unangebracht. Aus diesem Grund sollte die Broschüre noch einmal überarbeitet werden. Zudem sollte man auch noch die Aufklärung über Pornographie ( http://harri-wettstein.de/pornoforschung )siehe behandeln, aber das ist ein anderer Punkt.

  16. 16 suennerklaas 18. Dezember 2012 um 23:07 Uhr

    Worüber ich mich immer wundere, ist die Tatsache, dass es die besonders Frommen nicht vom Thema Sex lassen können…

  17. 17 Dr. Arnd 19. Dezember 2012 um 13:03 Uhr

    Ich würde mal bezweifeln, dass Frau Kuby besonders fromm ist. Sie ist besonders linientreu, was man bei Katholiken gerne „romtreu“ nennt. Keine Seltenheit vor allem bei Konvertiten. Der ´nicht besonders fromme Pfarrer Jolie ist (wie Frau Kuby) auch einer.

    Fromme Christen werden wohl in der Tat nicht viel über Sex sprechen, da sie ihn in ihrer Beziehung ausleben und das ist dann eher intim.

    Was allerdings auch wahr ist, dass Sex auch die nicht besonders Frommen (vor allem auch die Medien) sehr interessiert und ewig lange Reden des Papstes gerne mal auf die zwei Sätze, die sich damit beschäftigen reduziert werden.

  18. 18 diskordianerpapst 19. Dezember 2012 um 16:35 Uhr

    Naja, es scheint da schon gewisse Zusammenhänge zu geben,
    zumindest in USA:
    http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Konservative-kaufen-mehr-Pornos/story/29712199

    Was dort allerdings nicht beleuchtet wird:
    Vielleicht sind die genannten Gruppen mit erhöhtem PornoKAUF
    einfach nur zu blöde (oder zu ehrlich ;-) ) den Schweinkram im
    Internet für lau zu finden/konsumieren.
    Das würde auch mit einigen anderen Untersuchungen zusammenpassen, so z.B. (vereinfacht): Konservative neigen eher
    zu einfachem Denken, oder Fox News Konsum macht dumm.

    Kath.net bezieht sich auch öfter auf Fox News, wie z.B. letztens
    die Sintflut-Story in der eine recht alte Hyphotese als neu
    dargestellt wurde (nicht nur die neuesten Ergebnisse dazu).

  19. 19 Nike 19. Dezember 2012 um 21:23 Uhr

    Worüber Frau Kuby (stellvertretend für ….) sehr wahrscheinlich nicht sprechen wird, das ist das Begehren. Das – und nicht das Thema Sex – scheint mir das religiöse Tabu Nr. 1zu sein.

  20. 20 diskordianerpapst 19. Dezember 2012 um 21:56 Uhr

    Aber nicht bei den Piussen, da ist das durchaus Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=a0YIrqOGOTY

    Wenn auch die „Zielgruppe“ etwas seltsam ausgesucht ist ;-)

    Aber die haben auch ein Problem, neue Mitglieder sind schwer und
    wohl nur teuer zu werben, nachdem man einmal ein vorhandenes
    Potential in der Bevölkerung ausgeschöpft hat.
    Da ist es billiger und erfolgversprechender das man auf „seid
    fruchtbar und mehret euch“ setzt, denn die im Pius-Sinn
    Erzogenen sind ja quasi automatisch neue Anhänger.
    Die etablierten Konfessionen haben es da viel einfacher,
    gerade auch finanziell.

  1. 1 Was 1000 Kreuze mit Werne zu tun haben « Antifaschistische Aktion Werne Pingback am 11. April 2014 um 3:57 Uhr

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