Noch mehr Expertenmeinungen zu kreuz.net

Die Frankfurter Rundschau schreibt heute in einem Artikel über kreuz.net, dass sie über Informationen verfüge, die angeblich kath.net-Chef Roland Noé belasten sollen. Nachtrag, 3. Dezember: kath.net stellt klar, dass die Behauptung falsch sei.

Noé alias „Gandalf“ distanziert sich unterdessen in der Kommentarspalte zum aktuellsten kath.net-Artikel von kreuz.net und wünscht sich, dass „die Hintermänner […] ausgeforscht und vor einem Gericht für den Schaden zur Verantwortung gezogen“ würden. Viele LeserInnen setzen in ihren Kommentaren, die von der Redaktion freigeschaltet werden müssen, andere Prioritäten. „dalet“ weist darauf hin, dass „ungehorsame“ Gruppierungen milder behandelt würden, und auch „Vergilius“ mahnt zur Vorsicht:

Die Piusbruderschaft wird in diesem
„erfreulichen“ Beitrag als verrückte esoterische Gruppe bezeichnet. Wo bleibt der Aufschrei? Wo bleibt der Aufschrei gegen so manches Standard-Forum, wo bleibt der Aufschrei gegen den Auftritt sog. Staatskünstler in einem Dom? Schweigen im Walde …

„Don Quichotte“ ereifert sich über den „voreilende[n] Gehorsam der E[rz]D[iözese]-Wien“, die kreuz.net-Autoren bestrafen will und „Joy“ findet es spannend, dass von Seiten des Wiener Bistums „mit schärfsten Waffen geschossen [würde], während „von links“ alles kommen kann und ganau nichts passiert.“ Derweil seufzt „Kurti“:

Immer dann, wenn die Medien Druck machen,
reagiert die Kirche. Sonst kann geschehen was will, vieles wird akzeptiert.

„Alter Fuchs“ probiert es mit einer anderen Herangehensweise:

Man setzte sogar ein Kopfgeld gegen kreuz.net aus
Auffallend ist, dass David Berger und die ED Wien hier diesselben Standpunkte einnehmen.

Auch „Catholicus Thuringius“ nutzt die Gelegenheit nicht nur zur Kritik an kreuz.net, sondern auch und besonders zur Schelte der „Homolobby“:

Sehr schade finde ich, dass sich inzwischen herausgestellt hat, dass Pfarrer Hendrik Jolie tatsächlich aktiv Beiträge für kreuz.net erstellt hat und auch Kontakt zur Redaktion hatte. Hierdurch hat er der lobenswerten Einrichtung des Priesternetzwerks einen Bärendienst erwiesen und Wasser auf die Mühlen der Berger, Beck & Co geschaufelt

„cheerstom“ bedauert, dass „Mut, Ehrlichkeit und Standfestigkeit“ Fremdwörter seien und stellt fest:

Die Bischöfe, die jetzt durch die gemeinen Lügen von Hr. Berger auf einmal aktiv werden, denen fehlt es an gewissen Tugenden und der Treue zur Wahrheit!

„Aegidius“ schließlich schätzt „diese Hetzseite“ als „völlig irrelevant“ ein und versucht nicht einmal, seinen Hass auf David Berger zu verbergen:

Bitte Obacht! Wenn dieser David Berger seine nicht immer sauberen Finger im Spiel hat, sollte meiner Meinung nach die Erzdiözese Wien – wie die ganze Kirche ganz schnell die eigenen Finger davon lassen. XXX.net wird man auch ohne Herrn Berger kleinbekommen.

„Gambrinus“ stimmt zu:

Dass der unsägliche David Berger mit kreuz.net eine Rechnung offen hat, verwundert nicht
… schliesslich würde er, wenn kreuz.net sein Doppelleben nicht aufgedeckt hätte, weiterhin als „kirchentreuer“ Theologe sein Brot verdienen…

Inwiefern die Vorwürfe der Frankfurter Rundschau zutreffen, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Tatsächlich existieren inhaltliche und personelle Überschneidungen – Hendrick Jolie schrieb beispielsweise für beide Seiten –, es gibt aber auch gute Argumente gegen eine Verbindung zwischen Noé und kreuz.net. Bemerkenswert ist aber die auch jetzt noch zur Schau getragene, freilich nicht offen ausgesprochene, Solidarität vieler kath.net-LeserInnen. Entschuldigend räumen sie ein, dass es auch auf kreuz.net problematische Beiträge gegeben habe – dennoch lassen sie Sympathie für das Portal durchscheinen. Auch „Nada“ findet, dass früher (bis gestern) nicht alles schlecht war:

Wenn die Mauern geschleift werde…
kehrt Friedhofsruhe ein? Man kann über das Portal sicher Kritisches anprangern. Aber wurde nicht dort auch Unsägliches an z.B. liturgischen Missbräuchen aufgezeigt, was man in Kirchenzeitungen nicht lesen würde?


4 Antworten auf „Noch mehr Expertenmeinungen zu kreuz.net“


  1. 1 suennerklaas 03. Dezember 2012 um 11:01 Uhr

    Bemerkenswert:

    09:45 Uhr am 3.12.2012: Jetzt sind urplötzlich sämtliche „Leser“-Kommentare zu dem Artikel verschwunden.

    Entweder hat man kalte Füße bekommen, weil es erste Berichte gibt, es stünde der Staatsanwalt bei kath.net vor der Tür – oder es gab eine kirchliche Intervention.

  2. 2 Hahaha... 03. Dezember 2012 um 11:49 Uhr

    Wieso sollte kath.net kalte Füße bekommen? Es bestätigt sich doch nur, dass man der FR (»Papst soll zu Odenwald Stellung beziehen!«) keine Träne nachweinen braucht. Inhaltlich hatten wir das schon mal: http://kath.net/detail.php?id=36904 Die Anwälte, bei denen jetzt wieder die Kasse klingelt, wird’s freuen; Joachim Frank dagegen ist einmal mehr als Gonzo-Journalist entlarvt.

  3. 3 suennerklaas 03. Dezember 2012 um 12:03 Uhr

    @hahaha

    …wenn sie sich so sicher sind, warum haben sie dann die „Leser“-Kommentare rausgenommen? Schon seltsam.
    Ansonsten fände ich’s sehr interessant, ob man es tatsächlich zu einer Klage kommen lassen würde.

    Allerdings: zur Zeit gibt es nur eine einzige Quelle, die noch nicht bestätigt wurde.

  4. 4 Administrator 03. Dezember 2012 um 12:24 Uhr

    Die Kommentare sind wieder da.

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