Der Ton macht die Musik iii

Christian Spaemann ist der Sohn des Philosophen Robert Spaemann und trat bereits mehrfach auf kath.net in Erscheinung. Dort nahm er 2010 Papst-Interviewer Peter Seewald in Schutz, notierte 2009 einige „Anmerkungen zu den aktuellen Turbulenzen in der Diözese Linz“ und erklärte 2008, Homosexualität sei „nicht genetisch bedingt“ und außerdem, das sei „inzwischen wissenschaftlich mehrfach belegt worden“, heilbar.

Auch zum Thema Weltbild hatte er sich früh (im November bzw. Dezember 2011) positioniert und wissen lassen, dass er kein Fan von „pornografischer Literatur“ oder „Mondkalendern und Lichtreisen“ ist.

In seinem heutigen Beitrag widmet er sich erneut dem Weltbild-Verlag, macht den Fall zu „eine[r] Richtungsentscheidung der katholischen Kirche in Deutschland“ und stellt zusammenfassend fest: „Die Causa „Weltbild“ war nur das Aufplatzen der Eiterbeule.“

Damit steht Spaemann in der guten Tradition Gabriele Kubys, die den Begriff bereits im vergangenen Jahr auf Weltbild bezog. Dass die Metapher der Eiterbeule durch die einschlägige Verwendung in der Zeit des NS-Regimes nicht ganz unproblematisch ist, dürfte den beiden entgangen sein, ist aber hier noch einmal nachzulesen.


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