Keine sachliche Diskussion

Es gibt Sätze, die – zumal von einem CSU-Politiker geäußert, zumal in der Jungen Freiheit veröffentlicht und zumal von kath.net verbreitet – so dämlich sind, dass man nicht weiter auf sie eingehen sollte. Dem Bundestagsabgeordneten Norbert Geis, der u. a. mit Andreas Laun ein Buch gegen die Homo-Ehe schrieb, sind einige schöne Beispiele gelungen, die bei geringfügiger Änderung auch Sinn ergeben:

Original: Die Angriffe auf Gegner der Homoehe zeigten einmal mehr, „daß gerade diejenigen, die am lautesten nach Toleranz schreien, andere Meinungen als ihre eigene nicht ertragen können“, schreibt Geis in einem Kommentar für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Eine sachliche Diskussion sei daher nicht möglich.

Fälschung: Die Angriffe auf Befürworter der Homoehe zeigten einmal mehr, „daß gerade diejenigen, die am lautesten nach Toleranz schreien, andere Meinungen als ihre eigene nicht ertragen können“ […]. Eine sachliche Diskussion sei daher nicht möglich.

Original: Dennoch lasse die „kleine, aber lautstarke Homo-Lobby keine Gelegenheit aus, die Gleichstellung mit Ehe und Familie zu erzwingen“, kritisierte der Rechtsexperte.

Fälschung: Dennoch lasse die „kleine, aber lautstarke Homohasser-Lobby keine Gelegenheit aus, die Gleichstellung mit Ehe und Familie zu verweigern“ […].

Eine besonders interessante Rechtsauffassung zeigt der Jurist und selbstverständlich aufrechte Demokrat Geis dann auch noch: „Diese Tendenz der Gleichmacherei“ würde „leider“ vom Bundesverfassungsgericht unterstützt. Ja, wo um Gottes willen kämen wir bloß hin, wenn nicht mehr die CSU Maß der Dinge ist, sondern Schmiereien der Homo-Lobby – wie zum Beispiel dieses unsägliche linksversiffte Grundgesetz.

Abschließend ein gutgemeinter Rat: Mit dem unkritischen Verbreiten von JF-Artikeln und frisch eingetroffenen neuen JF-Bannern wird kath.net auf absehbare Zeit nicht aus der rechten Schmuddelecke herauskommen.


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