Eine Schlammschlacht zum Ausdrucken

Kritik an kath.net scheint in den vergangenen Monaten in Mode gekommen zu sein: Im Oktober 2011 schrieben bedeutende österreichische Medien wie der ORF über den neonazistischen kath.net-Gastkommentator, es folgte ein Bericht im ORF über Portale für Rechtskatholiken, ein Artikel im Publik-Forum und ein Interview des Standard mit David Berger und Paul Zulehner. Während kath.net eine bestenfalls halbherzige Erklärung über das „lokale Medientheater“, ausgelöst durch einen rechtsradikalen Autor, und eine Klagedrohung gegen Zulehner publizierte, schwieg man sich über den guten Artikel Angelika Strubes aus. Im Thread „Kath.net: Medien-echo“ wurde ein Link zum ORF-Fernsehbeitrag kurzerhand gelöscht – macnews.com-Artikel, die kath.net am Rande erwähnen, scheinen relevanter angenehmer zu sein.

Am vorgestrigen Dienstag veröffentlichte die Zeitung Donaukurier auf ihrer Internetpräsenz einen Artikel namens Anonyme Hetze im Internet von Gabriele Ingenthron, der sich ebenfalls kritisch mit kath.net auseinandersetzt. Dabei weist Ingenthron auf die Rolle von kath.net als Internetpranger hin, erwähnt die engen Kontakte in den Vatikan und lässt eines der Lieblingsopfer von kath.net, den BDKJ, zu Wort kommen. Leider geht sie kaum auf konkrete Vorfälle ein – die menschenverachtenden Beiträge und Kommentare über Homosexuelle, Muslime und Andersdenkende bleiben unerwähnt. Die am Ende als Beweis einer Verbindung zwischen kath.net und kreuz.net angeführten Informationen über technische Gemeinsamkeiten beider Seiten dürften veraltet und/oder schlicht falsch sein.

Es wäre, sollte man meinen, ein leichtes für kath.net, den Beitrag zu ignorieren oder sich wenigstens einigermaßen sachlich mit ihm auseinanderzusetzen. Ein dezenter Hinweis, dass die Server nicht in den USA stehen, und die Sache wäre aus der Welt. Stattdessen tut man alles dafür, sich als die von Gabriele Ingenthron vorgestellte unsympathische Seite zu präsentieren und erteilt Barbara Wenz das Wort. Die nämlich führt die von ihrem Blog „Elsas Nacht(b)revier“ bekannte Polemik fort und entblößt damit dankenswerterweise das Weltbild von kath.net.

Der Artikel will Ingenthron und den Donaukurier schon vor der ersten Zeile der Lächerlichkeit preisgeben: In der Überschrift ist von einer ‚Recherchequeen‘ die Rede, auf dem Begleitbild sind Kinder beim Spielen im Matsch zu sehen. Den Lesern soll suggeriert werden, dass die süddeutsche Regionalzeitung eine Schlammschlacht angefangen habe; dabei ist es der Artikel von Wenz, der selbst PI-Autor kewil die Schamesröte ins Gesicht zaubern würde.

Die Einleitung besteht aus augenscheinlich ausgedachten Zitaten: In einem „sensationellen Artikel“ seien „wertvolle und wichtige Details“ über „das sagenumwobene Nachrichtenportal KATH.NET“ enthüllt worden; die Replik wird als „(nichtanonymer!) kath.net-Kommentar“ angekündigt. Wenz hebt mit einem „Herzlichen Glückwunsch“ an, schließlich sei Ingenthrons „sensationeller“ Beitrag immerhin nicht „anonym“, sondern nur „Hetze“. Auf die im Artikel vom 5.6. aufgestellte Behauptung, kath.net trete die 10 Gebote mit Füßen, entgegnet Wenz scheinheilig, kath.net kümmere sich sehr wohl um Gebote wie Sonntagsheiligung. Dass dabei nicht ganz unbedeutende Regeln wie „Du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten“ in den zahllosen bewusst schlampig recherchierten und diskriminierenden Artikeln unter den Tisch fallen, wird natürlich verschwiegen.

Genüsslich wird sodann Markus Kremser, Pressesprecher des Bistums Augsburg, zitiert. Kremser hatte im Artikel des Donaukuriers gesagt, „regelmäßig“ kommentierten auf kath.net „Leute, die dem rechtsradikalen Spektrum nahe stehen“. Wenz fällt auf, dass dabei der Begriff des Kommentars nicht erklärt wurde, also wendet sie ihn nur auf die Lesermeinungen an. Da „dürfte Herr Kremser, der ja so viele Internetauftritte aus beruflichen Gründen im Blick hat“, doch wohl aufgefallen sein, dass es in den Kommentarspalten dieser Welt nur so wimmle vor lauter „extremen bis extrem lächerlichen“ Meinungen. Überhaupt könne er da ebenso gut die Frankfurter Rundschau kritisieren, dort gebe es doch auch fragwürdige Kommentare.

Großzügig wird hier also darüber hinweggesehen, dass die Kommentarzeilen von FR und anderen seriösen Medien eine völlig andere Funktion hat als die bei kath.net, kreuz.net oder PI: Während FR, SpOn und SZ den Lesern mit der Möglichkeit einer virtuellen Leserbrieffunktion die Illusion von Partizipation vorspielen, spitzen die Lesermeinungen auf kath.net die Position der Redaktion in der Regel zu. Artikel über Homosexuelle, Muslime oder andere Feindbilder können so als Einladung zu gepflegten Hassreden genutzt werden.

Dass Ingenthron einen Vertreter des Freiburger BDKJ als Belastungszeugen anführt, passt Wenz ebenfalls nicht, die damit die von kath.net vorgegebene Abneigung teilt: Dem „offenen und toleranten Kirchenbild“ des BDKJ hält sie ihr eigenes entgegen: „geschlossen, verbindlich und gottergeben“. Sie wirft Ingenthron ferner vor, das Wort „Freiburg“ nicht auf Bistum und Bischof, sondern auf die örtliche und bereits in den Text eingeführte BDKJ-Organisation zu beziehen. Dessen Sprecher Dominik Schäfer nennt Wenz – was wohl lustig sein soll – „seine Exzellenz“ und banalisiert seine Kritik an kath.net schon im Voraus. Eine inhaltliche Diskussion mit seinem Satz, er verstehe den Hass und die Ausgrenzung nicht, die aus den Artikeln der angeblich romtreuen Christen sprechen, findet nicht statt. Stattdessen ulkt Wenz, Schäfer habe wohl ein Salafistenvideo geschaut und nicht kath.net angeklickt. Gut, Neonazi Marcus B. konnte in seinen Artikeln zwar gegen Migranten und „Multi-Kulti-Ideologen“ hetzen und kath.net-Chef Roland Noé das laut ORF überhaupt nicht „rechtsextremistisch“ finden; aber Hass und Ausgrenzung auf kath.net? Neeeiin.

Offenbar sitzt der Frust tief, und so wettert Wenz weiter: Der BDKJ und die „Gesinnungsgenossen“ verjubelten „das Geld des genervten Kirchsteuerzahlers“ für „sinn- und zweckbefreite Witzprojektchen und Luftwürstchen“. Besonders angetan scheint sie von einer Flashmob-Aktion namens CarrotMob, über das sie „via Google-Recherche“ gestolpert sei und das sie erneut zu einem aufrichtigen „Herzlichen Glückwunsch“ inspiriert.

Dass viele kath.net-Artikel anonym veröffentlicht würden, kann Wenz nicht auf sich sitzen lassen. Doch statt ernsthaft auf die Vorwürfe einzugehen, versteigt sie sich einmal mehr in schlechtem Sarkasmus, was in der Vermutung, Ingenthrons Internet sei kaputt, ihren vorläufigen Höhepunkt findet – schließlich stünden doch unter allen kath.net-Artikeln Namen der Autoren. Das ist eine sagenhaft falsche Behauptung: Zwar werden die meisten Artikel als Agenturmeldung kenntlich gemacht, mit dem Namen eines Gastkommentators eingeleitet oder zumindest mit Kürzeln der kath.net-Redaktion bedacht; „unter“ den Texten stehen die Namen jedoch in aller Regel nicht.

Dass die Polemik von Barbara Wenz nur eine sehr schlechte Schutzbehauptung ist, offenbart sich übrigens spätestens dann, wenn man ihren Rat annimmt und „auch nur fünf Minuten durch die Beiträge klickt“: Unweigerlich stößt man dann nämlich auf Artikel wie diesen, die völlig ohne Nennung eines Verantwortlichen auskommen. Zwar sind sie die Ausnahme und bei weitem nicht so verbreitet wie z.B. bei kreuz.net, kommen aber eben sehr wohl vor. Wirklich anonym ist kath.net aber in der Tat insgesamt nicht.

Eine besonders mächtige Waffe im Kampf gegen den Donaukurier scheint ein unbedachtes Wort darzustellen: Gabriele Ingenthron schreibt, nicht jeder Kommentar eines Lesers werde „gedruckt“. Das verleitet Barbara Wenz zu einem launigen Bild, das sowas von 2011 ist:

Nein, es wird überhaupt nichts gedruckt, liebe Frau Ingenthron, es werden Kommentare moderiert oder veröffentlicht, oder auch nicht veröffentlicht. Gehören Sie etwa zu den Leuten, die sich das Internet ausdrucken lassen?

Nachdem noch „kath.net-leaks so to say“ angepriesen wird, widmet sich Wenz mit sicherem Gespür für die Schwachstellen des Gegners der Verbindung zwischen kath.net und kreuz.net. Sie stellt klar, dass der kath.net-Server in Deutschland stehe und dementiert so eines der Hauptargumente des Donaukurier-Artikels. Allerdings kann sie sich einen erneuten Seitenhieb nicht verkneifen – sie wolle lieber „nicht wissen“, wo der Server des Donaukuriers stehe „und was da noch so alles drauf liegt“.

Unter dem Artikel findet sich dann noch ein Zuckerle:

Ein Hinweis in eigener Sache: KATH.NET prüft derzeit rechtliche Schritte gegenüber Markus Kremser und auch Dominik Schäfer.

Nach der örtlichen Autonomen Antifa trifft es jetzt also auch den BDKJ-Sprecher. Nun müssen nur noch Paul Zulehner und der Augsburger Pressesprecher in den Breisgau ziehen und wir können uns auf ein spannendes Duell kath.net vs. Freiburg freuen.

Apropos: In der Kommentarspalte reagiert man nur so mittel begeistert über den Artikel; zunächst wurden auch einige kritische Kommentare zugelassen. „Elija-Paul“ etwa findet:

Warum nicht einfach sachlich?
Ich denke, daß es kath.net mehr dient, wenn in ruhigem klärenden Ton die Dinge richtiggestellt werden. Warum sich auf eine solche Ebene begeben? Sie ist unangenehm!

„Martyria“ schreibt

So unprofessionell
muss man erst einmal sein (

und beschwert sich kurz darauf, dass die restlichen Zeilen seines Posts nicht angekommen seien. „nova creatura“ schlägt schließlich immerhin Mut zur Offenheit vor:

zugeben?
Und weshalb nicht einfach zugeben, dass es auch auf kath.net rechtsextreme Schreiber und Schreiberinnen gibt? Natürlich ist das unangenehm, aber schliesslich gibt es hier auch Feministinnen. Oder nicht? Die Welt versinkt zunehmend im Chaos und kath.net gehört nun mal zu dieser Welt.

Weiterlesen:
Eine Schlammschlacht zum Ausdrucken ii


28 Antworten auf „Eine Schlammschlacht zum Ausdrucken“


  1. 1 Barbara Wenz 07. Juni 2012 um 21:25 Uhr

    Sehr geehrter Herr Bloginhaber,

    Sie haben ein furchtbar wichtiges, grundstürzendes Blog, das habe ich schon mitbekommen und Sie sind jenseits von jeglichem Sarkasmus, sei es auch nur ein schlechter, das ist augenfällig und hierfür darf ich Sie in der Gemeinschaft derjenigen begrüßen, die ich heute schon mehrfach beglückwünscht habe.
    Die Anzahl der Kommentare auf Ihrem wesentlichen Blog spricht für sich selbst – ich schenke Ihnen jetzt auch noch einen.
    Wenn Sie den Eindruck vermitteln wollen, völlig unpolemische und wahnsinnig wertvolle journalistische Arbeit mit Ihrem Blog zu leisten, dann zitieren Sie mich gefälligst richtig,Sie Amateur, bitteschön, wenn Sie mich schon zitieren müssen.
    Da steht nicht: „dass es in den Kommentarspalten dieser Welt nur so wimmle vor lauter „extremen bis extrem dämlichen“ Meinungen. Da steht: „dass im Internet durchaus extreme bis extrem lächerliche Meinungen vorgetragen werden“.
    Copy and Paste kann doch selbst für jemanden wie SIE nicht zu schwer sein?

    Herzlichst!
    Barbara Wenz

  2. 2 Administrator 07. Juni 2012 um 21:45 Uhr

    Vielen Dank für Ihre Zeit und diesen Hinweis. Das war ein unverzeihlicher Fehler, da bin ich ganz auf Ihrer Seite.

  3. 3 Barbara Wenz 07. Juni 2012 um 22:17 Uhr

    Nun, unverzeihlich sicher nicht – das gibt es nicht unter Christen, auch wenn ich nicht genau weiß, ob Sie einer sind.(Keine Unterstellung, ich weiß es wirklich nicht!)
    Dennoch wäre es mir SEHR recht, wenn Sie künftig nicht mehr meine Zeit beanspruchen würden, ich hab Bessres zu tun als Sie zu korrigieren. Dankeschön:-)
    Und viel Erfolg sonst noch ;-)

  4. 4 Jürgen Schober 08. Juni 2012 um 8:25 Uhr

    Liebe Frau Wenz,

    dass ein solch kleiner Fehler sie derart reizt, dass Sie Ihre Zeit einmal für einen sachlichen und kritischen Blog beanspruchen, ist wirklich erfreulich. Es wäre aber wünschenswert, wenn Sie einmal Stellung zur berechtigten Kritik an der „Moderation“ der Kommentare beziehen würden. Warum schaffen es bei kath.net „extreme bis extrem lächerliche Meinungen“ in die Kommentarspalten, sachliche Kritik aber wird rigoros zensiert. Ist das die offene, ehrliche und authentische Welt des Katholizismus? Nein, wenn kath.net diese Hasskommentare, die vor Islamphobie, Homophobie und Kritik an allem Liberalen nur so strotzen, freigeschaltet werden, dann ist die Kritik an dieser rechtslastigen Seite dringend notwendig!! Das ist NICHT katholisch! Das ist beschämend!

  5. 5 Christian 08. Juni 2012 um 10:53 Uhr

    Zum Zuckerle:
    „KATH.NET prüft derzeit rechtliche Schritte gegenüber Markus Kremser und auch Dominik Schäfer“ und auch Gabriele Ingenthron.

    Die Drohung mit rechtlichen Schritten ist bei Herrn Noé fast schon üblich.
    Wenn jemand kritische Meinungen zu Kath.net äußert droht Herr Noé immer wieder mal mit Anwalt und Klage.

    Ich habe eine zeitlang im Kath.net-Forum kritisch gepostet. In einem Email im Anschluss an meinem Forumsabgang hat Herr Noé mir sofort mit Anwalt und Klage gedroht. Das entspricht seiner cholerischen Haltung, für die er bekannt ist.

  6. 6 diskordianerpapst 08. Juni 2012 um 11:22 Uhr

    Frau Wenz, warum nur diese Polemik? Sie können doch auch anders.

    Ich hab da auch noch eine andere Frage:
    Warum haben Sie sich ausgerechnet den MM-Verlag ausgesucht? Nicht dass ich „guilt by association“ bemühen wollte (ist auch gar nicht nötig, siehe unten), aber die Richtung der dort publizierenden macht schon etwas nachdenklich:
    Christa Meves, Zitat:
    „dank Ableistungen für Führer, Volk und Vaterland“ habe sie „in den letzten Kriegsjahren mehr praktische Psychologie und Pädagogik gelernt als später an der Universität“
    Mehr unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Christa_Meves#Rezeption_und_Kritik

    Heinrich Basilius Streithofen, Zitat:
    „Die Juden und Polen sind die größten Ausbeuter des deutschen Steuerzahlers“

    Erik von Kuehnelt-Leddihn, ein Anti-Demokrat:
    „Sich selbst bezeichnete er als „katholischen rechtsradikalen Liberalen“ (Criticón, Nr. 24, Juli/August 1974), wobei zu beachten ist, dass Kuehnelt-Leddihn in der Zuordnung politischer Begriffe kreative Umdefinitionen vornahm. So definierte er zum Beispiel: „Nationalismus und Rassismus sind links, Patriotismus ist rechts“, eine Unterscheidung, die in der Politikwissenschaft bisher von niemandem nachvollzogen wurde.“
    Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_von_Kuehnelt-Leddihn

    Wolfgang Ockenfels, schreibt für die „Junge Freiheit“.

    Aber Sie selbst scheinen gewissen Tendenzen nicht abgeneigt:
    Aus: http://barbara-wenz.de/mein-beitrag-in-liebesbriefe-an-die-kirche.html:
    „Ich liebe die Kirche, weil sie nicht den Aufstand der An-Ständigen inszeniert, sondern jederzeit ihre Knie beugt vor dem, der unermesslich größer ist als sie. Die Kirche mahnt, erinnert, streitet, weint, trauert, jubiliert, psalmodiert und schreitet dabei voller Mut und unablässiger Zuversicht der Wiederkunft ihres Herrn entgegen. Wie könnte ich sie nicht lieben“

    Nun, andere haben den „Aufstand der Anständigen“ organisiert, aus gutem Grund wie ich meine:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_Anständigen

  7. 7 Klaus 08. Juni 2012 um 12:40 Uhr

    @Christian

    Nicht nur mit Anwalt und Klage droht Noé. Im Forum als Gandalf hat er auch schon mit der Polizei gedroht, wenn ihm was nicht passt:

    „Die werden sich nämlich wundern, wie genau man bei dementsprechenden Daten (IPs etc.) den PC orten kann und wie schnell mal eine Polizei dann an der Tür läuten kann und Fragen stellt“

    http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&postID=63812

  8. 8 diskordianerpapst 08. Juni 2012 um 13:49 Uhr

    Der Herr Noé sollte sich vielleicht mal §§164 & 145d StGB, bzw. die vergleichbaren Gesetze in Österreich durchlesen.
    Ohne diese zu tangieren wird er es wohl kaum schaffen „die“ Polizei wegen solch einem Unsinn irgendwo vorbei zu schicken. Die Formulierung „eine Polizei“ wirkt in dem Kontext auch seltsam, die Inquisition z.B. gibts nicht mehr und über eine Privatpolizei wird Herr Noé kaum verfügen. Möglicherweise Beides zu seinem Bedauern ;-)

    In dem verlinkten Zusammenhang hat Herr Noé übrigens wenig bis gar nichts zu melden, angenommen der Tatbestand einer Beleidigung wäre erfüllt gewesen, so kann nur der/die Beleidigte Strafantrag stellen, da kein Offizialdelikt.

    Ganz interessant finde ich übrigens auch folgendes weil es zeigt dass auch Vorgeschichte und Kontext eine Rolle spielen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Beleidigung#Konkludente_Einwilligung_in_eine_Beleidigung
    Wer sich wie die Axt im Walde benimmt sollte also nicht glauben das ihn die Justiz in jedem Falle schützt.

  9. 9 el_vizz 08. Juni 2012 um 14:03 Uhr

    @klaus und christian

    die, die nie ein blatt vor den mund nehmen, können generell nichts einstecken und flennen meist am schnellsten rum.

    dass jegliche klage vor gericht keine chance hätte, weiß herr nö wahrscheinlich selbst am besten. was ihn natürlich nicht davon abhält, um spenden für gerichtsverfahren, die es nie geben wird, zu betteln.

  10. 10 Klaus 08. Juni 2012 um 14:14 Uhr

    @diskordianerpapst und el_vizz

    Herr Noé will Einschüchtern und Angst machen mit solchen Drohungen.

  11. 11 Klaus 08. Juni 2012 um 14:19 Uhr

    „Inquisition z.B. gibts nicht mehr und über eine Privatpolizei wird Herr Noé kaum verfügen. Möglicherweise Beides zu seinem Bedauern“

    Man kann sich lebhaft vorstellen wie ein Typ a la Gandalf handeln würde hätte er inquisitorische Möglichkeiten.

  12. 12 el_vizz 08. Juni 2012 um 14:36 Uhr

    ich stell ihn mir gerade vor, wie er wütend rosenkränze betet, und allen möglichen leuten die pest an den allerwertesten wünscht. xD

  13. 13 Sokrates 08. Juni 2012 um 16:39 Uhr

    Ich finde es höchste Zeit, dass sich die seriösen Medien einmal kritisch mit diesen rückwärtsgewandten Glaubenseiferern vom rechten Rand der katholischen Kirche auseinandersetzt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass diese Auseinandersetzung etwas gehaltvoller stattfindet, als die Frau Ingenthorn das getan hat. Die Behauptung, „kath.net“ sei anonym, zeugt nun wirklich niht von großer Kenntnis der Pressewelt. Kath.net hat ein Impressum, und damit sind nicht namentlich gezeichnete Beiträge automatisch von der Redaktion, in diesem Falle also von Herrn Biermeier verehelichter Noe, verantwortet. Und die BEhauptung, hinter kathnet und kreuznet stünden die selben Köpfe, ist grenzwertig dämlich. Mit 5 Minuten Recherche kann man herausfinden, dass es zwar viele weltanschauliche Gemeinsamkeiten gibt, besonders hervorstechend hierbei der Hass auf alles Schwule, dass es aber auch Unterschiede gibt, die es gemeinsame Hintermänner definitiv ausschließen. Das hervorstechendste Merkmal davon: Die Macher von kreuznet lehnen den Medjugorje Aberglauben vehement ab, Biermeier-Noe dagegen ist so fanatischer Medjugorje-Anhänger, dass jede auch noch so vorsichtige Kritik auf seiner Seite strengstens zensiert wird. Solche journalistische Schlampigkeit ärgert mich, weil ich selbst Partei bin, und meine Sache ungern so schlecht vertreten sehe.

    Umso erfreulicher ist der Umstand, dass die Frau Wenz mit ihrer wütend-hysterischen Replik auf kathnet wenigstens die restlichen Behauptungen des Ingenthornschen Artikels aufs Trefflichste bestätigt hat, wie Episodenfisch hier ja schon zu Genüge dargelegen konnte.

  14. 14 Nike 08. Juni 2012 um 22:31 Uhr

    … ein paar Tage aus privaten Gründen out of Internet, bleibe ich beim Nachlesen hier bei Wend´s Antwort an den Blogbetreiber hängen: „… dann zitieren Sie mich gefälligst richtig, Sie Amateur, bitteschön…“ Ja, es zergeht mir wirklich auf der Zunge, das genüßlich Hingeschriebene, wie das Menschobjekt es gefälligst zu erbringen hat, bitteschön! Reziprok dazu im Kommentarbereich der echte Katholik, der dem Anderen in´s Stammbuch schreibt, dass er dies – also so wie er – in keinster Weise sein kann, aus der logischen Bewandnis, dass dieser Mindere/Andere seinen diesen anderen Standpunkt vertritt und bittesehr gefälligst nicht den echten eigenen.Wenn katholisch auf kath net, dann gefälligst richtig, bitteschön!

  15. 15 diskordianerpapst 09. Juni 2012 um 9:52 Uhr

    @Admin,
    Du hast eine „dishonourable mention“ von Cinderella01 in einem Kommetar auf dem Blog von Frau Wenz:
    http://elsalaska.twoday.net/stories/97051256/#comments
    Sie bloggt seit einiger Zeit auch selbst:
    http://beiboot-petri.blogspot.de/ („Beiboot“? WTF, erinnert mich an die Verballhornung eines Schlagers: „Steig in das Schlauchboot der Liebe“ ;-)

    Aschenputtel ist übrigens bekennende Monarchistin und bayerische Separatistin, siehe Ihre Kommentare:
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/guttenberg-bereit-zu-gespraech-ueber-kandidatur-eine-botschaft-mit-nur-zehn-zeichen-1.1252805
    http://kath.net/detail.php?id=31881
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/gedenkfeier-fuer-ludwig-ii-der-kini-ein-symbol-unerfuellter-traeume-1.1107956

    Schade dass sie kaum noch auf kathnews schreibt, zu Zeiten des Mixa-Skandalas und später auch im Rahmen der Plagiatsaffäre Guttenbergs (immerhin bayerischer Adel, der war qua Geburt unschuldig oder zumindest exculpiert (Erb-Raubrittertum)! ;-) waren ihre Kommentare höchst amüsant.

    Eine einfache google-suche z.B. >Cinderella01 Monarchie

  16. 16 diskordianerpapst 09. Juni 2012 um 10:03 Uhr

    (heul, mein Kommentar ist verstümmelt :-( also weiter:)
    Eine einfache google-suche z.B. ‚Cinderella01 Monarchie‘ fördert schon eine Menge Lulz zu Tage.

    Apropos Gutti, ist hier OT aber vielleicht trotzdem interessant (im Sinne partizipation der Bürger mittels Web), zwei Initiatoren des GuttenPlag-Wikis haben ihre Erfahrungen zusammengefasst und zur Diskussion gestellt:
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Schwarmgedanken

  17. 17 Jürgen Schober 09. Juni 2012 um 10:58 Uhr

    @Nike

    Und natürlich hat der Bischof Laun keine Ahnung vom Buddhismus, nur Sie als Zen-Experte haben den Durchblick! Bitteschön ;-)

  18. 18 Administrator 09. Juni 2012 um 11:32 Uhr

    Haha, da kann Cinderalla01 ja noch lange darüber spekulieren, wer ich bei kath.net gewesen sein soll. Dass man eine Seite auch dann doof finden kann, wenn man nicht persönlich involviert war, scheint sie nicht zu verstehen.

  19. 19 Nike 09. Juni 2012 um 17:56 Uhr

    Schön gesprochen, @Jürgen! Mir fällt dazu nur ein: „I´ve found the door to paradise but I´ve lost the key.“

    Übrigens: anonymer Verfasser.

  20. 20 Jürgen Schober 10. Juni 2012 um 11:26 Uhr

    @Nike

    „Weder gibt es die Türe noch den Schlüssel. Es gibt nur deinen Geist.“ ;-)

  21. 21 Nike 10. Juni 2012 um 11:38 Uhr

    Hm, ja, vielleicht heisst´s auch:

    „I´ve found the key to paradise, but I can´t find the door“:)

    Anonymer Verfasser.

  22. 22 red one 11. Juni 2012 um 22:43 Uhr

    @Barbara Wenz
    Sie bezeichnen den werten episodenfisch als Amateur, dies ist unverzeilich (ich bin kein Christ) deshalb sage ich jetzt:
    Selber Amateurin!

    P.S.Ja ich weiss, nicht sehr sachlich oder inhaltlich, aber das war auch nie mein Anspruch. :)

  23. 23 diskordianerpapst 15. Juni 2012 um 12:48 Uhr

    Gestern, 14.6. erschien auf kreuz.net folgender Artikel:
    http://kreuz.net/article.15358.html unter der Überschrift „Die Heilige Kommunion zum Scherzkeks gemacht“
    Offensichtlich basiert er auf einem Artikel von einer Jenn Giroux der am 7.6. auf ihrer Homepage http://jenngiroux.com/2012/06/07/choose-divine-love/ und wahrscheinlich noch am selben Tage (ohne Datumsangabe, aber heute wird der erste Kommentar mit „one week ago“ getagged) auf CNA eingestellt: http://www.catholicnewsagency.com/cw/post.php?id=659

    Heute zieht Kath.net nach und bringt die Story auch (immerhin ausführlicher und weniger holprig als kreuz.net).

    Das ist sehr wahrscheinlich kein Zufall mehr, zumindest holt sich da jemand aus der Redaktion Anregungen für Artikel beim Nazi-Portal (s.a. http://kreuz.net/article.15184.html).

  24. 24 Administrator 15. Juni 2012 um 20:58 Uhr

    Hm? kath.net schreibt doch sogar, dass die CNA als Vorbild für den Artikel dient (was sonst oft genug nicht der Fall ist, wenn die Texte sogar noch näher am englischen Original sind).

  25. 25 diskordianerpapst 15. Juni 2012 um 22:18 Uhr

    Natürlich könnte es auch Zufall gwesen sein dass Kath.net einen Tag nach Kreuz.net einen Beitrag auswertet der schon eine ganze Woche bei CNA online stand.
    Ich bin kein Journalist, vielleicht ist es ja Usus 7 Tage alte Agenturmeldungen zu verwursten, bezweifle das aber.
    Daher vermute ich eher dass jemand in der Redaktion kreuz.net las, auf den Artikel stiess und da CNA erwähnt ist, sich eben dort bedienen konnte (auf kreuz.net hätten die sich natürlich kaum direkt bezogen).

    Es ist nur ein schwaches Indiz dafür dass sich die kath.net Redaktion dort Anregungen für eigene Artikel holt und in diesem Fall auch nicht besonders verwerflich.

    Man sollte aber auch Linda Noés „Lehne ich ab“ auf das Stchwort kreuz.net im Wordrap beim „Der Standard“-Artikel nicht vergessen ;-)

    Den Link auf den kath.net Artikel hatte ich vergessen:
    http://kath.net/detail.php?id=36919

  26. 26 diskordianerpapst 15. Juni 2012 um 22:37 Uhr

    Wow, die Einschläge nähern sich kreuz.net:
    http://www.kreuts.net/forum/index.php?topic=11444.0
    Da fragt man sich wie die deutschen Behörden es geschafft haben die Thiazi-Seite abzuklemmen, die letzten Berichte haben sie ja nicht besonders kompetent aussehen lassen:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizei-suchte-mit-geisterbeschwoerer-nach-den-nsu-moerdern-a-838795.html

  27. 27 Administrator 16. Juni 2012 um 8:33 Uhr

    Ah, ich hatte mich verlesen und dachte, der CNA-Artikel sei auch erst gestern online gestellt worden. Hm. Ja, mag sein, dass kath.net sich hier etwas Inspiration von kreuz.net geholt hat, aber immerhin wird in dem Artikel gegen niemanden gehetzt ;)

  28. 28 diskordianerpapst 16. Juni 2012 um 11:36 Uhr

    Ja, seltsam dass diese Steilvorlage nicht in üblicher Weise ausgeschlachtet wurde, ich hatte zumindest bei kreuz.net etwas in die Richtung http://de.wikipedia.org/wiki/Hostienschändung erwartet, aber da kam nicht mal eine kreative Wortschöpfung wie „Halbmond-Gestörte“. Auch auf kath.net kommt das harmlos rüber und sogar die Kommentare sind relativ sachlich, selbst der sonst obligatorische Hinweis auf Taqiyya fehlt.

    Insgesamt ein eher schlecht gewähltes Beispiel, ich denke aber ich werde bessere finden.
    Oder sollte die „links-grüne Meinungsdiktatur“ sie schon in die Knie gezwungen haben? ;-)

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