Noch weniger wissen mit Kathpedia

Dass Kathpedia keine annähernd seriöse Quelle darstellt, ist keine neue Erkenntnis. Die laut Impressum von kath.net geführte „freie katholische Enzyklopädie“ verbreitet haarsträubend falsche Behauptungen über die bekannten Feindbilder reaktionärer Christen. Eine Eigenheit katholischer Fundamentalisten ist die Ablehnung von Freimaurerei, die sich wesentlich auf Vorurteile und Lügen wie den sog. Taxil-Schwindel stützt.

Der Kathpedia-Artikel zur Freimaurerei soll im Folgenden genauer beleuchtet werden, besonders inwiefern Tatsachen mit Verschwörungstheorien und Klischees vermengt werden. Dabei sind es aber nicht nur die Inhalte des Artikels, die Fragen aufwerfen. Auch einige der zitierten Autoren schreiben nicht bloß ideologisch gefärbten Unsinn, sondern sind in der Vergangenheit auch durch revisionistische Behauptungen aufgefallen.

Karl Heise etwa, der wie selbstverständlich als Kronzeuge für vermeintliche systematische Lügen der Freimaurer angeführt wird, war ein Anhänger des Nationalsozialismus und Autor verschwörungstheoretischer Bücher. Er behauptete unter anderem, dass der 1. Weltkrieg von den Freimaurern ausgelöst worden sei; begeisterte Leser seiner Werke fand er beispielsweise in NSDAP-Politiker Alfred Rosenberg und Reichsführer-SS Heinrich Himmler.

Ebenfalls wird sich auf Rudolf Graber berufen, laut Kathpedia immerhin „einer der begabtesten Theologen des 20. Jahrhunderts“, ein „eifriger Seelsorger, ein hervorragender Wissenschaftler, Autor und ein frommer Beter“. Mit „einem feinen Gespür für den Pulsschlag der Zeit“ habe er „fruchtbare Beziehungen zu Persönlichkeiten und Bewegungen“ aufgebaut, „die ebenso wie er, aus christlicher Schau die Zeitprobleme zu bewältigen suchten“. Freilich fehlt bei Kathpedia der Hinweis darauf, dass eine dieser Personen, die Zeitprobleme „aus christlicher Schau“ zu bewältigen suchte, Adolf Hitler hieß. Den nannte Graber, ganz Widerstandskämpfer, 1933 „Retter, Vater und irdischer Heiland“, der „die instinktive Abneigung des deutschen Volkes“ mit dem „Kampf gegen das Judentum“ bediene, schließlich solle „das verworfene Israel“ nicht die Welt beherrschen. Graber sah das dritte Reich „als Rettung des Abendlandes vor dem Chaos des Bolschewismus, asiatischer Barbarei“. Kardinal Ratzinger wird übrigens mit der Meinung zitiert, Gruber habe „wie nur ganz wenige“ gegen „den Ungeist des Dritten Reichs“ standgehalten.

Schließlich wird auch Manfred Adler ohne Einordnung zitiert. In seinem Kathpedia-Artikel heißt es, der ehemalige Religionslehrer sei „aufgrund einer Pressekampagne eines Boulevardmagazins“ aus dem Schuldienst suspendiert worden. Seine letzten Jahre habe er damit verbracht, „täglich das Heilige Messopfer im Seniorenheim St. Bonifatius in Limburgerhof“ zu feiern. Mit keinem Wort wird darauf eingegangen, dass Adler mit antisemitischen Verschwörungstheorien aufgefallen war. In seinem im katholischen Miriam-Verlag veröffentlichten Buch „Die Söhne der Finsternis“ sprach er dem Zionismus „brutale und rücksichtslose Machtpolitik“ und „erbarmungslosen Terror“ zu, schwadronierte davon, dass „die Medien“ vorwiegend „von Freimaurern und Zionisten beherrscht“ würden und reproduzierte damit die bekannten Weltverschwörungstheorien. Er zitierte wiederholt Rechtsextremisten und Holocaustleugner und berief sich auf eine angeblich 1933 erklärte jüdische Kriegserklärung.

Eine atheistische neue Weltordnung?

Der Kathpedia-Artikel hebt vielversprechend an: Der „Bund der Freimaurerei“ sei eine „Pseudo-Religion“, die alle „früheren“ Religionen „zu ersetzen und aufzusaugen“ suche. Außerdem sei sie auf eine „permanente atheistische und antichristliche Revolution in allen Gebieten der Kultur ausgerichtet“, ferner sei der (?) „bröckelnde Kommunismus […] ein Abkömmling der Freimaurerei“.
Belege für diese Behauptungen gibt es freilich keine, die hohe Frequenz an Unfug gibt aber die Stoßrichtung vor: Mit Fakten wird sich hier nicht aufgehalten, stattdessen wird den Verschwörungstheorien gefrönt: „Ziel der Freimaurer: Die Neue Weltordnung“ lautet eine Kapitelüberschrift, die nicht zufällig an Werke der neurechten Truther-Bewegung erinnert.

Es sei „das Ziel“ der Freimaurer, eine „einheitliche Regierung“ zu etablieren, einen „ein Welt-Super-Staat“, der auch die Katholische Kirche mit einer „Gegenkirche“ überflüssig machen wolle. Das solle geschehen, indem die bestehenden Institutionen von Freimaurern „unterminiert“ würden, durch „einen Marsch durch die Institutionen“. Dabei wird, eine Abgrenzung von den typischen „Wahrheitsbewegungen“, der Fokus weniger auf angebliche Bevölkerungsdezimierungssysteme gelegt, sondern auf einen „Synkretismus der Religionen“, der eine Voraussetzung für die vermeintliche neue Weltordnung sei. Als Beweise für das Wirken der Logen werden die üblichen lächerlichen „Beweise“ angeführt – die Freimaurer würden ihr Ziel mit einer „Herrschaft des Geldes“ anstreben:

Sie wird bildlich in der „1-Dollar-Note“ mit der Aufschrift: „Novus ordo saeculorum“ dargestellt. In der Mitte steht „In God we trust“ (in den pantheistischen Gott wird Hoffnung gesetzt), links daneben die Pyramide der Iluminaten mit dem freimaurerischen allsehenden Auge Gottes.

„Die Pyramide der Illuminaten“ auf dem US-Dollar hat mit dem Geheimorden freilich ebensowenig zu tun wie das Auge mit den Freimaurern. Vielmehr ist die nicht fertig gestellte Pyramide ein Zeichen für die zum Entstehungszeitpunkt noch unvollendeten USA, das allsehende Auge Gottes ist christlichen Ursprungs. „Novus ordo saeculorum“ bezieht sich auf die Abspaltung der ehemaligen britischen Siedler von ihrer Heimat; und auch „In God we trust“ hat keinerlei Bezug zur Freimaurerei.

Zitiert wird ferner eine Erklärung der Argentinischen Bischofskonferenz von 1959, in der die tendenziell antisemitische Vorstellung einer „Hochfinanz“ bedient wird, die die Welt beherrsche; in diesem Fall wird sie als von Freimaurern beherrscht angesehen.
Ebenfalls haltlos und bekannten Deutungsmustern antiamerikanischen Verschwörungstheorien nachempfunden ist die Behauptung, hinter den Kriegen in Afghanistan und im Irak steckten andere Gründe als die offiziellen:

Es soll ein weltweites finanzielles Kontrollsystem geben, das fähig ist, das politische System jedes Landes und die Wirtschaft der ganzen Welt zu beherrschen. Da das Vorpreschen der Freimaurerei in islamische Staaten verboten ist, kommen manche Staatssituationen wie gerufen, dort „notwendigerweise“ die Demokratie einführen zu müssen, welche ihre Daseinsberechtigung ermöglicht und garantiert.

Während die meisten anderen Behauptungen völlig ohne Quelle auskommen, wird als Kronzeuge für die angestrebte Weltherrschaft der Freimaurer ausgerechnet der oben erwähnte Manfred Adler angegeben.

In dem mit „Programm“ überschriebenen Abschnitt wird erneut ein herbeifantasierter Weg zur neuen Weltordnung genannt: „Das Programm zum Ziel der „Neuen Weltordnung“ ist die Säkularisierung.“ Der „allgemeine Humanitäts- und Toleranzgedanke“, wie es weiterhin heißt, stelle keine Überzeugung der Freimaurer dar, „sondern dient als Täuschungsmanöver ihrer Ziele“. Damit überträgt man die antisemitischen Vorstellungen von lügenden Juden auf die Freimaurer, denen zur Durchsetzung ihrer Absichten jedes Mittel recht sei.

Als Belege werden später aus dem Kontext gerissene Zitate aus hundert Jahre alten Werken vorgezaubert, wobei den Autoren bereits der Titel „Die Entstehung und der wahre Endzweck der Freimaurerei“ als Beweis für die üblen Absichten ausreicht. Der Verfasser dieses Buches, Ferdinand Katsch, sei von einem anderen Schriftsteller als „gewissenhafter, emsiger Forscher“ bezeichnet worden, was in Verbindung mit einem ganz offensichtlich inkorrekten weiteren Buchtitel wohl alle Zweifel beseitigen soll. Auch der oben genannte Karl Heise kommt zu Wort, es wird aus seinem Werk über die wahren Gründe des 1. Weltkrieges zitiert.

Stadtführungen und Radiosendungen statt wissenschaftlichen Quellen

Dass die neue Weltordnung nicht bloß ein Ziel für die ferne Zukunft sei, wird im Artikel ebenfalls nachdrücklich behauptet. So gingen „viel (sic!) politische Umstürze der Neuzeit […] auf das Ideengut der Freimaurerei zurück, und wurde (sic!) von Freimaurern geprägt“, wie es zu Beginn heißt. Als Belege werden „Z.B. Simon Bolivar in Kolumbien, Miranda in Venezuela, Magalhaes in Portugal, Mazzini und Garbaldi in Italien, Bela Kun und Kossuth in Ungarn, Kemal Pascha Atatürk in der Türkei, Jose Rizal auf den Philippinen, Mirabeu, Robespierre, Danton in Frankreich“ genannt. Dabei wird bewusst unklar gelassen, inwiefern die einzelnen „Umstürze“ mit der Freimaurerei zu tun gehabt haben sollen. Quellen fehlen natürlich ebenfalls. In der Kategorie „Ereignisse zur Freimaurerei“ wird dann auch zur Französischen Revolution festgestellt:

1789 Die Französische Revolution wurde im wesentlichen von Freimaurern geplant und durchgeführt. 1/3 der französischen Klerus wurde bestialisch dahingeschlachtet.

Gerne und ausführlich wird sich auf Burkhardt Gorissen gestützt, einen ehemaligen Freimaurer, der seine Mitgliedschaft nicht mit seinem christlichen Glauben vereinbaren konnte und schließlich aus dem Orden austrat. Seine Zitate machen fast ein Drittel der Belege aus, wobei nicht seine Bücher zitiert werden, sondern ein Radioauftritt aus dem Jahr 2001. Gorissen gibt an, dass die Freimaurerei einer der „zerstörendsten und zermürbendsten Einflüsse“ der Moderne sei:

Burkhardt Gorissen meint, dass die Unterwanderung des Christentums durch die Freimaurer einer der zerstörendsten und zermürbensten Einflüsse ist, mit denen wir heute zu kämpfen haben. Der Einfluss der Freimaurerei ist zum Großteil auch am Mangel geistlicher Leiterschaft und am mangelnden geistlichen Unterscheidungsvermögen schuld, unter dem wir heute so sehr leiden.

Weiterhin wird versucht, die Freimaurer mithilfe dreier Sätze einer Frankfurter Loge zur Atomenergie zu diskreditieren:

In den „Thesen bis zum Jahr 2000″ der Großloge A.F. u. A.M. v.D. Frankfurt heisst es in Nr. 12: „Die Kernkraft nutzen heißt die Energieproduktion der Sonne auf die Erde holen. Die Geburt dieser Idee dauert noch an. Die Zeit wird kommen, in der jeder neue Gedanke die Nutzung von Kernenergie auf der Erde bereits so voraussetzt wie jeder im Abendland entstandene Gedanke das Christentum.“

Obwohl (oder gerade weil) die Jahreszahl fehlt und somit die Möglichkeit einer Einordnung in den zeitgeschichtlichen Kontext verunmöglicht wird, werden diese Sätze in allerlei Verschwörerforen umhergereicht.

Die kurioseste Quelle zum angeblichen Einfluss der Freimaurer ist allerdings eine Brüsseler Stadtführung. Das Vorkommen von 30 Freimaurerlogen wird als Grund für die (zu) liberale Gesetzgebung der EU betrachtet:

Bei der Stadtführung in Brüssel wird informiert, dass es 30 Freimaurerlogen gebe. Dort werde die Europäische Politik gemacht. So ist Europa im Jahre 2010 schon fest im Diktatorengriff. Die Schweiz setzt Mitte 2010 die nicht öffentlich diskutierte Gender-Ideologie um, und wird in Zukunft in staatlichen Papieren nicht mehr Vater und Mutter schreiben, sondern Eltern 1 und Eltern 2. Da die staatlichen Organe durch Freimaurer fast weltweit unterwandert sind, wird die Ideologie relativ einfach umgesetzt. Dies ist nicht so zu verstehen, als ob ein Maurer stets der Vorsitzende einer Organisation wäre, sondern dass sie in Arbeitsplätze mit Lenkungsfunktion drängen. So sind sie in der fünffachen Gewaltenteilung des Staates vertreten: der gesetzgebenden, der richterlichen, der ausführenden, der medialen und der wirtschaftlichen Gewalt. Judikative Manipulation wäre z.B., dass ein Richter oder Anwalt (auch Staatsanwalt) ein mildes Urteil für seinen Mauererbruder erwirkt.

Klempner vs. Marienerscheinung

Die Begeisterung für vermeintlich magische und/oder satanistische Rituale wird im Kathpedia-Artikel zur Freimaurerei natürlich auch bedient. So ist etwa von einer Totenbeschwörung die Rede, die zur Erreichung eines Meistergrades innerhalb des Ordens notwendig sei. Webexklusiv berichtet man über jedes angebliche Detail:

Der Kandidat wird auf den Boden gelegt, in manchen Logen in einen Sarg. Dann wird der Kandidat mit einem Tuch bedeckt. Es wird ihm gesagt, dass er den Totenmeister Hiram darstelle. Drei Meister, der Meister vom Stuhl, der erste und zweite Aufseher gehen um den Sarg herum und stellen fest: Hier liegt ein Toter. Ein Zweiter antwortet dann: Das Fleisch lösst sich vom Bein. Daraufhin entgegnet der Stuhlmeister: So will ich ihn mit den fünf Punkten der Meisterschaft erheben. Daraufhin setzt der Meister vom Stuhl, Fuss gegen Fuss, Knie gegen Knie, legt Hand in Hand, Brust an Brust, den linken Arm um den Nacken des Bruders der aufgenommen bzw. erhoben werden soll und sagt ihm das Meisterwort: Mack Binack ins Ohr, was übersetzt heissen soll: „Er lebt im Sohne“. Die Freimaurer bezeichnen diese Ritual offiziell als „Todeserlebnis“. Dieses Ritual wurde früher in der Aufnahmeurkunde mit Blut unterzeichnet. Heute, als eingetragene Vereine, unterlassen die Freimaurer tunlichst, was gegen die gesellschaftlichen Regeln verstösst

Briefen, die ebenfalls nur Kathpedia-Autoren vorliegen, wird „luziferischer Geist“ zugeschrieben, wobei wahrscheinlich bewusst die bekannten, aber längst widerlegten Vorstellungen eines Satans- respektive Baphometkults aufgegriffen werden sollen. Bei den „Ereignissen zur Freimaurerei“ wird die mutmaßlich etwas dramatisierte Fassung eines dem Internet ebenfalls völlig unbekannten Vorkommnisses festgehalten:

Im Oktober 1917 entrollten Freimaurer auf dem Petersplatz in Rom, unter den Fenstern des Vatikans, ein Satansbanner, auf dem in grässlicher Verzerrung der Erzengel Michael dargestellt war, der sich in den Klauen Luzifers befand und von diesem zu Boden geworfen wurde. Auf einem Transparent standen die Worte: „Satan muss herrschen im Vatikan und der Papst muss sein Sklave sein!“ Dabei wurde die Satanshymne Carduccis (vgl. Tiara) gesungen.

Der Einfluss der Freimaurer habe 1917 im Übrigen auch vor der Verspätung einer Marienerscheinung nicht Halt gemacht, wie es direkt davor heißt:

24. Juni 1917: Die Freimaurerei feiert in aller Welt das 200-jährige Bestehen ihres Bundes. Als die Antwort des Himmels gilt Katholiken die Ankündigung des Triumphzuges des Unbefleckten HERZENS MARIENS in Fatima. Hier muss man wissen, dass Portugal 1917 nahezu ganz in den Händen der (30) Loge war und dass diese sich bemühte, als die Erscheinungen in Fatima bekannt wurden, mit allen Mitteln diesen angeblichen religiösen Aberglauben im Keime zu ersticken. Und besonders hatte es der freimaurerische Bezirksvorsitzende der Gegend von Fatima, der sogenannte Klempner, auf die drei Hirten-Seher-Kinder abgesehen. Kurz vor dem 13. August 1917 ließ er die Kinder entführen und einsperren und versuchte ihnen unter Todesandrohungen das Geheimnis zu entreißen, um sie dann als hysterisch oder psychopathisch, psychisch belastet, hinstellen zu können. Aber alles misslang, und wutentbrannt musste er die Kinder zurückbringen lassen. Das war der Grund, warum die Gottesmutter im August nicht am 13., sondern erst am 19. erschien.

Um ziemlich offensichtliche Lügen bei nachprüfbaren Themen ist man auch nicht verlegen: Der Eid zur Aufnahme in einen Orden wird mit „Dann wird damit gedroht, dass die Gurgel abgeschnitten würde, wenn man sich als Verräter erweisen sollte“ nur unzureichend wiedergegeben – diese Form ist seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr in Gebrauch.

Die heutige Bedeutung von Verschwörungstheorien wird am Beispiel dieses Freimaurer-Artikels auf Kathpedia gut sichtbar: In einer zusehends unübersichtlicheren Welt wird auf eine simple und angenehme Erklärung zurückgegriffen. Kritik von der Außenwelt kann damit noch nachdrücklicher als voreingenommen abgewiesen werden. Die völlig irrationale Ablehnung von Freimaurern nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Sie ist von der Katholischen Kirche legitimiert und gebietet geradezu, komplexe Prozesse mit einer von Freimaurern gesteuerten „Hochfinanz“ zu erklären und Revolutionen sowie Kriege auf das Wirken einiger angeblich verschworener Heimlichtuer zurückzuführen.

Der Kathpedia-Artikel bildet übrigens durchaus die Meinung von kath.net ab: Als 2011 Breiviks christliche Motivation bekannt wurde, reagierte man prompt und panisch mit mehreren Beiträgen, die seine Nähe zur Freimaurerei betonten und damit beweisen sollten, dass es sich beim norwegischen Massenmörder keinesfalls um einen Christen handeln könne.
Dass Autoren wie Karl Heise und Manfred Adler auf einer von kath.net geführten Seite derart unkritisch zitiert werden, spricht ebenfalls für sich.


10 Antworten auf „Noch weniger wissen mit Kathpedia“


  1. 1 Nike 01. Juni 2012 um 16:39 Uhr

    Ein aktuelles recht heißes Eisen auch bei dieser Priesterbruderschaft als Artikel

    „Auf dem Weg zur Welteinheitsreligion: (…)“
    www.streitpunkt-fatima.de/

  2. 2 Johnny 02. Juni 2012 um 21:40 Uhr

    Donnerwetter, da hast Du Dir aber ne Menge Arbeit gemacht! Respekt!

  3. 3 Administrator 02. Juni 2012 um 21:59 Uhr

    Danke, hab den Text mal spaßeshalber in Open Office übertragen: Er hat etwa den Umfang einer halben normalen Seminararbeit, dafür aber auch nur Wiki-Quellen ;)

  4. 4 seyss-inquart 24. November 2012 um 19:30 Uhr

    Hallo,

    die Dümmsten der Dummen meinen hier etwas über Kathpedia zu schreiben ohne sich genau zu informieren. Was den Vorfall vom Oktober 1917 betrifft an dem die Freimaurer angeblich ein Transparent auf dem Petersplatz entrollt haben und wünschen, das Satan den Vatikan regiere,

    nun, das werden Sie bald erreicht haben. Das davon nichts im Interent steht, wer will es dem Vatikan verübeln, soll der Vatikan seine ganze Literaturbestände ins Internet stellen um sie perfiden Spottgeistern zur Verfügung zu stellen ?

    Wer wissen will, was es mit der Freimaurerei genau auf sich hat, der solle sich mal die Bücher von Wolfgang Eggert zu Gemüte führen:

    Israels Geheimvatikan Band 1 bis Band 3 viel Spaß beim Lesen

    Ausserdem, wer es mit der Wahrheit genau nehmen möchte, was ich von den Artikelschreibern, oder dem Autor stark bezweifele, der guckt hier nach:

    [Link + Rest gelöscht, A. Administrator]

  5. 5 Administrator 24. November 2012 um 21:39 Uhr

    Lieber „seyss-inquart“, der Sie sich nach einem in Nürnberg hingerichteten Nazi benannten, der von Hitler posthum zum Außenminister erkoren wurde:

    Ihr ausführlicher Kommentar ehrt Sie und ich nehme an, dass Sie nicht verstehen werden, wieso ich ihn weitgehend gelöscht habe, aber ich versichere Ihnen: Ich hatte meine rechtlichen (und moralischen) Gründe.
    Als Orientierungshilfen nur drei Dinge: Sie können gerne auf Personen verweisen, die in Youtube-Videos namens „Infokrieg: Wolfgang Eggert – Der geplante Dritte Weltkrieg“ auftreten. Aber Sie können nicht davon ausgehen, dass ich Ihre Einwände dann noch erst nehme. Links zu einer Seite, auf der u.a. von einer „Holocaust-Religion, Religion des Antichristen“ die Rede ist, verbitte ich mir.
    Und wer die Nürnberger Prozesse für „Lynchjustiz“ hält, sollte lieber niemanden außer sich selbst als „Dümmsten der Dummen“ bezeichnen.

  6. 6 Nike 25. November 2012 um 10:40 Uhr

    Es ist unsäglich, dass im Katholizismus offensichtlich ein Insider-Milieu, eine Art Genre eingehaust ist, das den Holocaust wie auch den Nationalsozialismus verzweckt und instrumentalisiert: als Baustein „Kategorie des Bösen“, beliebig einsetzbar zum Eckstein des Lebensschutzes,als Projektionsfläche unsichtbarer satanischer Kräfte, Weltver-
    schwörungs- und Freimaurertheorien, in der Regel antisemitsch unverstellt eingefärbt.

  7. 7 Konrad 18. Oktober 2013 um 21:45 Uhr

    Na ich weiss aber nicht so recht. mal eine Frage nebst den politischen Querelen, die hier ja auch abgehandelt sind und das leidige der angeblichen Nähe zu Hitler oder dem NS oder die irrige Hypothese Breiwik.

    Kathpedia macht doch auch links und da habe ich aber das

    feimaurerische Edikt gegen die kath. Kirche.)
    MAGNIFICAT MEAL MOVEMENT INTERNATIONAL
    P.O.BOX 353
    TOOWOOMBA – AUSTRALIA 4350″

    Gefunden und ist aus dem Jahr 1993 und ausführlich zu lesen.

    Da steht z.B. die Engel sind deren Feinde …Ermutigt die Frauen, in der Kirche keine Hüte zu tragen. Haare sind sexy. …. Nehmt den Liedern zur Muttergottes und zu St. Joseph den sakralen Charakter. Bezeichnet ihre Verehrung als Götzendienst! ……. verkündet, daß es keine Teufel gibt…. Führt Sexbilder in den Religionsunterricht ein, …Schreibt laufend neue Bibeln,……… Laßt auch alle Statuen und Bilder von Engeln verschwinden. Warum sollen die Statuen unserer Feinde herumstehen?…….

    also wenn schon Streit oder Aussagen in Frage stellen, wem geht es um welche Sache.

    Das sollte nämlich doch ersichtlicher sein. Dieses Freimaureredikt ist ja neu überarbeit und z.B. das Thema des Sex und Sexbilder entspricht doch lediglich nur dem Zeitgeist von heute.

    Die Kirchen oder Amtskirchen zu kritisieren, muss man ja nicht verneinen und ist immer auch eine bedingte Notwendigkeit. Nur ist es eine andere Sache, wenn es u Atheismus geht oder den Glaube von Menschen in Frage zu stellen, die dem lieber den Vorzug geben als dem Atheismus oder Pantheismus usw..

    Oder es gäbe keine Teufel: diese Tatsache tritt aber nicht nur im Christentum auf, dass es den Teufel sehr wohl gibt, nur wird er in anderen Religionen so nicht bezeichnet. Mir ist schon längst ein Rätsel,
    w a s da Kritiker kritisieren wollen, statt der Sache dienlich zu sein oder Falschdarstellungen zu klären, denn so lautet doch der Vorwurf hier, es ginge da nur um Falschdarstellungen und Verschwörungstheorien.

    Oder der Punkt: wieso neue Bibeln schreiben. Denen geht’s da doch nicht um die Kritik, dass unsere Kirchen heute die Bibel falsch darstellen oder sich nicht an das Wort Jesus Christus halten, sondern wovon ist denn die Rede.

    Konrad

  8. 8 Konrad 18. Oktober 2013 um 22:31 Uhr

    Da gibt es das Freimaurer-wiki und dort ist nur in Kürze ein Edikt von 1798 zu finden. Das nur als mein Nachtrag mal. Für mich ist z.B. kein Thema je gewesen, nur wurde das halt massenmedial durch z.B. Herrn Küng wieder beliebt und als Normalgläubiger oder Normalmensch sind da viele Themen sowieso oft nur spanische Dörfer und ich glaube, dass das meist übersehen wird.

    Wenn ich etwa in meine Jugend noch zurückgehe, ist sicher der Kampf um den Glauben für manche ehrenwert gewesen auch mit historischen Rückgriffe(-versuchen), hat aber da den Charakter eben etwa des Jugendbuches o.ähnlichem.

    Mit dem Buch und Film Da-Vinci-Code ist ja auch deutlich geworden, dass da offenbar Vermengungen und Verwässerungen stattfinden von Märchen und auch eine kleine Traum- oder Phantasiewelt haben zu wollen gegenüber der Realität des Lebens.

    Danke und Grüsse
    Konrad

  9. 9 tom 11. Dezember 2013 um 9:15 Uhr

    Lieber Konrad.

    Was auch immer Sie als ¨freimaurerisches Edikt¨ lesen, es wird nicht authentisch sein.

    Da weder der Begriff ¨Freimaurer¨, ¨freemason¨ oder ¨Loge¨ geschützt ist, kann sich jede Privatperson oder Organisation so nennen – selbst wenn Sie aus der australischen ¨Metropole¨ Toowoomba stammt.

    Freimaurer im Sinne der sog. ¨regulären¨ Freimaurerei (Anerkennung durch die britische Großloge), legen hingegen größten Wert auf die Fähigkeit des Einzelnen, sich eine persönliche Meinung zu bilden.

    Das wichtigste Kriterium für die Aufnahme in eine Loge ist, ein ¨freier Mann¨ zu sein. In heutigem Verständnis bedeutet das, ein frei denkender Mann zu sein, der bemüht ist, sich selbst und seine Vorurteile (jeder Mensch hat in meinen Augen Vorurteile – latent oder offen) zu hinterfragen.

    Da daraus ein freies und breites Meinungsspektrum resultiert, sind offizielle Aussagen als ¨Meinung der Freimaurer¨ oder ¨Edikte¨ per se unmöglich. Jeder Freimaurerbruder würde sich ein solches Statement unter Einschluss seiner Person verbieten und bemüht sein, Statements jeweils nur für seine eigene Person abzugeben.

    Herzliche Grüße

    tom

  10. 10 Konrad 08. Juli 2014 um 3:05 Uhr

    Sie wollten wohl meine Zeilen nicht mehr publizieren. Wieso machten sie mir denn Vorwürfe? Ich habe nur eine Linknennung gemacht und auch Ihnen darf doch nicht entgangen sein-unabhängig zu kath.net, Personen oder Inhalte-daß es dazu mit Hans Küng eine Fernsehsendung gab! Genau zu diesem Edikt.

    Sie kenne weder meine Position noch mich und werden vorwurfsvoll mit ihrem Parole: authentisch? Was sollte man da nachvollziehen können. Nun denn.

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