Fernexorzismen gegen Hitler

Eugenio Pacelli (1876-1958), besser bekannt als Pius XII., gilt als einer der kontroversesten Päpste aller Zeiten. In seine von 1939 bis zu seinem Tod dauernde Amtszeit fiel der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus, der Holocaust und der 2. Weltkrieg. Laut vernehmbare Kritik am Holocaust, die vermutlich nicht den Katholiken Hitler selbst, wohl aber viele katholische Mittäter hätte aufhorchen lassen, blieb aus. Stattdessen ging Pius XII. in die Geschichte ein als Papst, der schwieg.

Tatsächlich fiel die Rezeption auf Pacellis Wirken zunächst durchaus neutral bis positiv aus. Erst mit Rolf Hochhuths Theaterstück „Der Stellvertreter“, 1963 in Berlin uraufgeführt, setzte ein Umdenken ein: Pius XII. wurde Untätigkeit vorgeworfen, er habe mutlos agiert und die italienische Juden nicht vor der Deportation in ein Konzentrationslager zu bewahren versucht. Diese Kritik prägt das Bild Pius‘ bis heute – wobei oft vergessen wird, dass seine Untätigkeit gegenüber den Nazis zwar die schwerste, keinesfalls aber die einzige Verfehlung Pacellis darstellte.

Unter seinem Vorgänger Pius XI. diente Eugenio Pacelli ab 1930 als Kardinalstaatssekretär und stieg zu einem wichtigen Berater des Papstes auf. Zuvor lebte er 13 Jahre lang als Nuntius in Deutschland, weshalb besonders sein außenpolitisches Wissen im Vatikan von Interesse war. Nachdem er 1923 den Hitler-Ludendorff-Putsch in München erlebte, stellte er fest, dass der Nationalsozialismus „die vielleicht gefährlichste Häresie unserer Zeit“ sei. Pacelli, der fließend Deutsch sprach, soll 1929 gesagt haben:

„Dieser Mensch ist völlig von sich selbst besessen, alles, was nicht ihm dient, verwirft er, was er sagt und schreibt, trägt den Stempel seiner Selbstsucht, dieser Mensch geht über Leichen und tritt nieder, was ihm im Weg ist – ich kann nur nicht begreifen, dass selbst so viele von den Besten in Deutschland dies nicht sehen oder wenigstens aus dem, was er schreibt und sagt, eine Lehre ziehen. – Wer von all diesen hat überhaupt das haarsträubende Buch ‚Mein Kampf‘ gelesen?“

Als größeres Übel galt Pacelli aber stets der Kommunismus. Wenngleich er zwar Hitler ganz offensichtlich verurteilte und später auch zum Holocaust nicht aus Antisemitismus, sondern Feigheit schwieg, so galt ihm das nationalsozialistische Deutschland doch als Bollwerk gegen die Sowjetunion. Wohl auch deswegen, weil sich seine Ansichten mit denen der Nazis eher deckten, wie der katholische Theologe Hans Küng feststellt:

Er war sich der Affinität bewusst zwischen seinem eigenen, autoritären Kirchenverständnis – es war antiprotestantisch, antimodern, antiliberal und antisozialistisch – und dem faschistischen Staatsverständnis. Mit Blick auf die Begriffe „Einheit“, „Ordnung“, „Disziplin“, „Führerprinzip“ meinte er, in der NS-Ideologie Ähnlichkeiten zu erkennen. Die Nazis wollten auf staatlicher Ebene Ähnliches durchsetzen wie die katholische Kirche auf der religiös-übernatürlichen Ebene.

Dementsprechend handelte der Vatikan in den ersten Monaten und Jahren vor und nach Hitlers Machtergreifung dann auch: So nahm man in Rom etwa Dekrete zurück, in denen die deutschen Bischöfe die Unvereinbarkeit von Katholizismus und Nationalsozialismus betonten. Die katholische Zentrumspartei stimmte dem Ermächtigungsgesetz zu, und der Vatikan erwies Hitlers Regime mit dem am 20. Juli 1933 geschlossenen Reichskonkordat als einer der ersten Staaten außenpolitische Anerkennung. Es wäre zwar verfehlt, Pacelli und der Kirche vorzuwerfen, Hitler stark gemacht zu haben – ernsthafte Bemühungen gegen seinen Aufstieg gab es aber auch nicht.

So wohlgesonnen der Vatikan Deutschland zu Beginn gegenüberstand, so wenig bekleckerte sich Pacelli auch in den Folgejahren mit Ruhm. Gegen die 1935 erlassenen Nürnberger Rassegesetze protestierte er ebensowenig wie gegen die Reichsprogromnacht 1938; gegen die Überfälle des faschistischen Italiens auf Äthiopien und Albanien erhob er ebenfalls nicht das Wort. Eine von seinem Vorgänger Pius XI. 1938 vorbereitete Enzyklika namens Humani generis unitatis (Über die Einheit des Menschengeschlechts), die den Nationalsozialismus scharf kritisierte und die Verfolgung der Juden prophezeite, ließ Pacelli wieder einstampfen. Küng:

Pius war immer für den Frieden, das will ich nicht bestreiten. Man kann ihn auch nicht billig auf die Schiene des Rüstungs- und Finanzprofiteurs schieben, so wie ihn Hochhuth darstellt. Aber er sah den Kampf der Nazis als Abwehr des Kommunismus. Hitler war für ihn im Vergleich zu Stalin das kleinere Übel. Seinen Kampf gegen den Kommunismus führte Pacelli auch nach 1945 fort. Da hat er Katholiken mit kommunistischem Parteibuch weltweit exkommuniziert. Aber vorher hat er es unterlassen, die formalen Katholiken in der NS-Führung – Hitler, Himmler, Goebbels und andere – zu exkommunizieren.

Gerade der heute erhobene Hauptvorwurf, Pius XII. habe sich nicht für die Rettung der Juden eingesetzt, ist mittlerweile Gegenstand erbitterter Widerrede katholischer Historiker, die in den Geheimarchiven des Vatikans nach entlastenden Dokumenten forschen. Ein Hintergrund ist der Wunsch vieler Traditionalisten, Pius erst selig, und dann heilig sprechen zu lassen. Dazu allerdings müssten die ärgsten Vorwürfe entkräftet und zu allem Überfluss noch ein Wunder gefunden werden. Schwer zu beurteilen, was davon schwieriger ist – der u.a. auf kath.net aktive Historiker Michael Hesemann jedenfalls hat sich dafür entschieden, Pius‘ Tat(losigkeit)en während des Holocaust zu beleuchten.

Dabei geht es Hesemann selten um größere Zusammenhänge – er versucht sie freilich zu konstruieren, allerdings stets nur mit Einzelfällen, durch die er aus einem mutlosen einen kühnen, großen Papst zu beschwören versucht.
Die Hauptthese, die sich durch all seine auf kath.net zum Thema erschienenen Artikel zieht, lautet wie folgt: Pius XII. habe sehr wohl gegen Hitler, Holocaust und Krieg Position bezogen, allerdings leise, verdeckt und diplomatisch. Allzu laut geäußerte öffentliche Kritik hätte niemandem geholfen. Deshalb sei Pius ein mutiger Papst gewesen, der den Juden nach seinen Möglichkeiten geholfen habe.

Michael Hesemanns bekanntestes Werk zum Thema ist das 2008 im Sankt Ulrich Verlag erschienene Buch „Der Papst, der Hitler trotzte: Die Wahrheit über Pius XII“. Damit erhielt er nicht nur in der kirchennahen Presse gute Kritiken, auch das eher linke Marburger Internetportal literaturkritik.de lobte Hesemann für dessen neue Erkenntnisse, ohne allerdings auf seine Motive oder Recherchemethoden einzugehen. Auch SpOn berichtete, und unterstrich mit einem aus dem Buch destillierten Kapitel die unselige Mischung aus Realitätsverleugnung und Religiosität: Spätestens ab 1939 sei Pius davon überzeugt gewesen, dass Adolf Hitler vom Teufel besessen sei. Daher habe er den Diktator mit einem Fernexorzismus zu heilen versucht – die beschwörenden Worte „Im Namen Jesu, weiche Satan (…) Du, der du im Roten Meer von Moses besiegt wurdest, der du aus Saul ausgetrieben wurdest dank der von David gesungenen Psalmen, der du verdammt wurdest in der Person des Judas“ führten allerdings nicht zu dem gewünschten Ergebnis.
„Der Papst, der Hitler trotzte“ wurde, mit den bekannten Methoden, auch auf kath.net angepriesen. Statt die jeweiligen Artikel als Werbung für einen mit dem Portal verbundenen Autor kenntlich zu machen, wurde das „aufregende Ergebnis“ bejubelt, demzufolge Pius Hitler als „subtiler Gegenspieler“ getrotzt habe.

Charakteristisch für seine auf kath.net veröffentlichten Artikel sind Länge, Detailverliebtheit und der Verzicht auf vernünftig kenntlich gemachte Quellen. Zwar erwähnt Hesemann dann und wann die Autoren seiner Sekundärliteratur, die jeweiligen Publikationen oder gar Seitenzahlen werden aber meist ausgespart. Oft bezieht er sich auf schwer zugängliche Quellen aus dem vatikanischen Geheimarchiv, für die jede kritische Einordnung fehlt. Die dann aufgestellten Behauptungen stellen das über Jahrzehnte mühsam rekonstruierte Bild Pius‘ XII. oft auf den Kopf – besonders die überaus spektakulären „neuen Erkenntnisse“ sind praktisch nicht nachprüfbar.

Beispielhaft dafür ist ein im Juli 2009 publizierter Artikel namens „Pius XII., Stauffenberg und der Ochsensepp“, in dem Hesemann Pacelli nicht nur zum Mitwisser des gescheiterten Attentats auf Hitler erklärt, sondern ihm auch noch „die selbe Zivilcourage wie [den] Hauptakteure[n] der Verschwörung“ attestiert. In dem Text werden unzählige Menschen aufgezählt, was den geneigten Leser zunächst wohl vor allem verwirren soll. Über viele Ecken hätten die (im Übrigen ebenfalls stramm rechten) Attentäter um Graf Stauffenberg in Kontakt mit dem Papst gestanden. Penibel zählt Hesemann alle beteiligten Personen auf und verweist darauf, dass Widerständler tatsächlich mit Deutschen im Vatikan in Verbindung standen. Daraus wird allerdings eine seltsam detailgenaue Geschichte gebastelt, für die Hesemann jede Quelle schuldig bleibt: Angeblich sei der Papst nicht nur in die Pläne eines Attentats eingeweiht gewesen, sondern quasi zum Anführer der Verschwörer geworden, indem er seine Zustimmung gegeben haben soll:

Als Pius XII. durch Pater Leiber über die Pläne unterrichtet wurde, erbat er sich eine Nacht Bedenkzeit, dann sagte er zu. Es war die riskanteste Entscheidung seines Pontifikats. Nicht nur der Vatikan-Historiker Robert Graham fragte ratlos: „Wie konnte der Papst bei einer solch gefährlichen Aktion mitmachen?“ Selbst für Pater Leiber war es unbegreiflich; seiner Meinung nach sei Pius XII. dabei „viel zu weit gegangen“.

Michael Hesemann beklagt zwar die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust, den bis heute andauernden Schmerz der Juden hingegen versteht er nicht. Als Papst Benedikt XVI. 2010 die römische Synagoge besuchte, um sich eine „große Geste der Versöhnung“ (kath.net) abzuringen, gab es Kritik vom Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Roms: Er hob kath.net zufolge hervor, „das Schweigen von Pius XII. zur Schoah“ schmerze „noch heute als versäumte Tat“. Kategorisch lehnt Hesemann diese Einschätzung ab, schließlich hätte „ein Wort der Solidarität“ den sicheren Tod für die römischen Juden bedeutet. In dem tatsächlich mit „Schweigen ist Gold“ betitelten Text scheint Hesemann erstaunlicherweise zu postulieren, die Macht des Papstes sei extrem begrenzt gewesen – ein beherztes Einschreiten Pacellis hätte Nazis und Faschisten nur noch mehr angespornt und alle kleinen Rettungsaktionen verunmöglicht. Das ist auch deshalb kurios, weil Hesemann offenbar davon ausgeht, Pius XII. habe keinerlei moralische Autorität besessen. Was alles möglich gewesen wäre, hätte er sich unmissverständlich und täglich für den Widerstand aller Katholiken gegen das deutsche und italienische Regime ausgesprochen, will Hesemann nicht beleuchten. Vermutlich, weil dieser Gedanke das positive Bild des tatkräftigen Papstes zerstören könnte.

In einem auf Kathtube veröffentlichten Interview spricht Hesemann von über 800.000 Juden, für deren Rettung Pius verantwortlich gewesen sein soll. Diese Zahlen bemüht er in den auf kath.net veröffentlichten Beiträgen zwar nicht, an der päpstlichen Tatkraft aber wird kein Zweifel gelassen: Da wird Pius zum „Schutzengel“ umgeschrieben, weil er sich um Visa für 200.000 „nicht-arische Katholiken“ bemüht habe. Dass Pius damit nicht, wie in der Forschung angenommen, jüdische Konvertiten meint, schließt er aus dem Halbsatz, in der neuen Unterkunft müssten die „Flüchtlinge die Möglichkeit haben, frei ihre Religion, ihre Sitten und Gebräuche auszuüben“. Eine gewagte These.
In einem anderen Artikel aus dem Februar 2012 widerlegt Hesemann quasi nebenbei die gängige Annahme, Pius habe das Wort „Jude“ nie ausgesprochen. Er beschreibt ein Treffen des Papstes mit einem deutschen Soldaten jüdischen Glaubens, in dem Pius diesem Mut gemacht und ein „Du musst immer stolz darauf sein, dass Du ein Jude bist“ auf den Weg gegeben habe. Auf dessen Bitte habe Pius durch diplomatische Kontakte 500 jüdische Flüchtlinge aus einem griechischen Internierungslager gerettet. Die Freiheit kam allerdings erst mit den vorrückenden Alliierten – das rettende Schiff brachte die Juden nur in ein, wie es bei Hesemann heißt, „komfortableres Lager in Süditalien“.

Die Überlieferungsgeschichte ist auch hier haarsträubend: Hesemann bezieht sich auf den katholischen Historiker William Doino jr., der in der Zeitung Palestine Post über den jüdischen Soldaten Heinz Wisla auf der Papstaudienz las und zu recherchieren begann. Über verschlungene Wege sei er auf den Namen dieses Soldaten, der mittlerweile in den USA lebte und Howard Wisla hieß, gestoßen. Dieser habe ein Buch namens „Long Journey Home“ verfasst, das in „Kleinstauflage“ (Hesemann) erschienen und nur noch in zwei Archiven aufzutreiben gewesen sei. In eben diesem Buch erzählt Wisla seine Lebensgeschichte, bei den entscheidenden Stellen der Rettung ist er sich aber unsicher, wie auch Hesemann konstatieren muss:

„Sie müssen ihren Nuntius in Madrid gebeten haben, sich für mich einzusetzen“, vermutet er in seinem Buch.

Auf einen kritischen Artikel der Frankfurter Rundschau, in der die angeblich von Pius‘ initiierte Rettung jüdischer Römer vor einer SS-Razzia in Zweifel gezogen wurde, reagiert Hesemann auf kath.net allergisch. Die Zeitung „leugne“ eine „historische Wahrheit“ und sei überhaupt „nicht weniger als eine bewusste Verfälschung der historischen Umstände mit dem Ziel, den ebenso mutigen wie umsichtigen Weltkriegs-Papst Pius XII. zu diskreditieren.“

Der Streit über Pacellis Rolle während des 2. Weltkrieges wird von erzkonservativer Seite als ein Stellvertreterkrieg angesehen und auch so geführt: Hier die Katholische Kirche, dort die gottlosen Medien und Historiker. So wird ein nie in der Moderne angekommener Papst zum Opfer böser Presse umgedeutet, entlastende Dokumente zu Beweismitteln gegen die voreingenomme weltliche Geschichtswissenschaft stilisiert.
Nicht zuletzt deswegen wäre es auch ein bedeutender Coup für die traditionalistischen Katholiken, ausgerechnet dem Reaktionär Pius XII. zu der besonderen Ehrung einer Heiligsprechung verhelfen zu können – in einer Zeit, in der die fundamtentalistischen Werte und Träume nicht nur Außenstehenden, sondern auch der Basis kaum mehr zu vermitteln sind.

Unabhängig davon, dass Michael Hesemann sicherlich auch einige korrekte, bis dato unbekannte Fakten über Pius recherchiert und publiziert haben mag, die Absichten seiner Arbeit sind offenkundig. Papst Pius XII. soll auf Gedeih und Verderb reingewaschen werden von all den Vorwürfen, die auf ihm lasten. Die von Hesemann dokumentierten, zu heroischen Taten aufgeblasenen Werke Pacellis belegen zwar den erfüllten Minimalanspruch an einen Papst: Er war kein Unmensch, dem das Leid der Juden völlig egal war, der von persönlichen Begegnungen ungerührt blieb, oder der gar den Holocaust guthieß. Kategorisch schließt Hesemann aber auch aus, dass stärkere Bemühungen genützt hätten – nicht den Juden, nicht dem Vatikan, nicht den Katholiken. Diese Annahme lässt sich kaum belegen und ist vermutlich ein Resultat des Wunsches, zur Selig- und Heiligsprechung Pius‘ Entscheidendes beitragen zu können. Völlig kritiklos widmet sich Hesemann dessen Wirken und lässt den Eindruck aufkommen, Generationen von Historikern hätten umsonst geforscht.

Ob ein heiliger Papst mehr hätte versuchen müssen, um den 2. Weltkrieg und den Holocaust zu verhindern? Hans Küng jedenfalls ist davon überzeugt:

Eine Heiligsprechung von Pius XII. wäre eine vatikanische Farce – und eine Desavouierung der Schuldbekenntnisse von Johannes Paul II.


4 Antworten auf „Fernexorzismen gegen Hitler“


  1. 1 Klaus 12. März 2012 um 16:39 Uhr

    Habe das auch so empfunden wie hier die Hesemann-Darstellungen zu Pius gesehen werden.
    Es ist auffallend wie Pius glorifiziert wird und oft für „Tatsachenbehauptungen“ Belege bzw. Quellen schuldig geblieben werden. Nur zu behaupten aus den Vatikanischen Geheimarchiven, ist billig. Da liegt die Zielsetzung, Pius zu den Ehren der Altäre zu erheben, auf der Hand. Ob das mit historisch-wissenschaftlich zu tun hat bleibe dahingestellt

  2. 2 Volker 14. März 2012 um 18:31 Uhr

    Passt hier gerade so schön. Heute auf Spiegel Online:

    „Coup der Kirche: 1937 ließ der Vatikan einen geheimen Text des Papstes über die Alpen schmuggeln. Die einzige jemals auf Deutsch verfasste Enzyklika wurde von Tausenden Pfarrern zeitgleich im ganzen Reich verlesen. Hitler tobte, das NS-Regime war bloßgestellt – dabei war eine Kopie der Botschaft auch bei der Gestapo gelandet.“

    http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/24521/kirchencoup_gegen_hitler.html

  3. 3 Markus 22. März 2012 um 19:28 Uhr

    Mehr als zweifelhaft ist die Behauptung Hesemanns Pius XII wäre in gewisser Weise der Anführer der Verschwörer vom 20. Juli 1944 gewesen und hätte seine Zustimmung zum Attentat auf Hitler gegeben. Was schon deshalb undenkbar ist, weil durch das geplante Bobenattentat das Leben etlicher anderer („unschuldiger“) Personen gefährdet wurde und tatsächlich einige zu Tode gekommen sind.

  4. 4 Wilhelm 30. März 2012 um 16:00 Uhr

    Ich empfinde das als eine sehr kompakte und ausgewogene Darstellung zu Pius XII und dem heiklem Thema seiner Haltung gegenüber den Juden während der Nazizeit! Sie lässt auch den Vatikanhistoriker Hesemann leben. Ich glaub nicht, dass er dem viel entgegensetzen kann.

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