Breivik und die Folgen ii

Nachdem ich mich gestern mit den „offiziellen“ kath.net-Reaktionen zu den Terroranschlägen in Norwegen beschäftigte, soll es nun um die Leserkommentare gehen.

Als kath.net am Samstagvormittag den ersten Artikel zum Thema online stellte – immerhin beteiligte man sich zuvor nicht an Spekulationen über islamistische Hintergründe – konnte man zunächst eine gewisse Ratlosigkeit und (aufrichtigen) Schock wahrnehmen.
„SOMIRNIXDIRNIX“ etwa schrieb ziemlich wirr

UM GOTTES WILLEN
..weiß keiner recht BESCHEID !
A NO(A)R-weg -er solls g‘wesen sein !
ICH habe gebetet und werde noch beten!

„Notam“ wirkt ebenfalls ratlos:

Laut Tagesschaubericht beschreibt sich der 32 jährige Attentäter selber als „konservativ“ und „christlich“.

Ich verstehe das nicht…

„Tina 13″ ruft zum Gebet auf:

Mit Gebeten kann man viel „Ungemach“ abhalten.

Maria ist das reinste Wesen, dass diese Erde je betrat. Ihre Gnade, ihre Tugenden und ihre Reinheit sind von durchsichtigem Glanz und blendender Vollkommenheit, einzigartig, auserlesen. Sie ist die „Virgo Purissama“ die reinste Jungfrau, die Sündenlose, die Immaculata, die Unbefleckte.
[……….]

Und „letloverule“ fragt:

Es ist einfach nur schrecklich, was dort passiert ist.
Wie kann ein Mensch nur sowas tun?? Wie kann man nur so grausam sein?? Ich bin immer noch Fassungslos!

Mit der Zeit verschaffen sich dann aber auch andere Stimmen Gehör. „Siebtel“ etwa mutmaßt:

Dass der Mörder „konservativ“ und „christlich“ sein soll, ist ein Ablenkungsmanöver.

In norwegischen Zeitungen kann man anderes lesen, dass er nämlich aus bestimmten Gründen exkommuniziert war

Eine Exkommunikation hat natürlich nicht zwingend etwas mit mangelndem Christlich- oder Konservativsein zu tun, und so sucht „Wulfspirit“ einen anderen Grund, wieso Breivik kein Christ sein könne:

christlich?
….schaut genau hin Schwestern und Brüder!
In einem Welt-online Artikel sind Bilder des Mannes eingefügt. Eines davon zeigt ihn mit der Schürze eine Freimaurerloge!

Von wegen Christ, er ist einer derjenigen, welcher alles christliche bekämpft! Deshalb wird auch versucht diese mörderischen Taten christlich-fundamentalistisch dar zustellen.

Wer Augen hat, der sehe………

Es ist ein weitverbreiteter Trugschluss unter Katholiken, dass Freimaurer keine gläubigen Christen sein könnten – Ratzinger veröffentlichte 1983 gar eine Erklärung, dass Freimaurer „in schwerer Sünde“ lebten. Die Protestanten, die in Norwegen bekanntlich die Mehrheit stellen und denen auch Breivik zeitweise angehörte, sieht die Verbindung zwischen Freimaurerei und Christentum gelassener – die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge bliebe „dem freien Ermessen des Einzelnen“ überlassen.

„Cindarella01″ zitiert erst Welt.de – und entlarvt dann ihre inhaltliche Sympathie zu Breiviks Gedankenwelt:

Welt Online schreibt:
„Die „Welt am Sonntag“ hat die Internet-Einträge des mutmaßlichen Attentäters von Oslo und Utoya ausgewertet, um sich ein Bild von seiner Gedankenwelt zu machen. In seinen Schriften offenbart Anders B. ein geschlossenes Weltbild, in dem der Islam Europa bedroht und die Linke, der Multikulturalismus und die politische Korrektheit den Kampf gegen diese Gefahr behindern. So gewinnt der Anschlag gegen Norwegens sozialdemokratischen Regierungschef und die Jugendorganisation seiner Partei eine makabre Logik.“
Der Attentäter hat der Meinungsdiktatur und der PC einen großen Dienst erwiesen.

„Thomas71″ empört sich ebenfalls über die Medien:

Christlicher Fundamentalist…
…so nennt man den Mörder in deutschen Medien! Da wird mal wieder ein Bild gezeichnet, das schlichtweg unreflektiert und eine Frechheit ist! Getreu dem Motto: Religion ist böse; Terror machen nicht nur Moslems sondern auch Christen…

„Apfelkuchen“ gelingen noch zwei Kommentare, die stellvertretend für die rechten Reaktionen stehen können. Nicht der Hass auf Migranten und Linke ist zu kritisieren – es sind die Medien und die mal wieder aufgewärmten „Gutmenschen“:

Eines steht fest….
Jedenfalls für mich

Die Medien der BRD sind größtenteils Lügner und tendenziell christenfeindlich.

Ich glaube, wir müssen uns alle dieser bitteren Tatsache stellen

//

Wie kann ein Mensch nur sowas tun??
Wenn sie das fragen, dann müssen sie danach fragen, warum der Mensch so ist, wie er ist.

Zum Guten und Bösen fähig.

Allerdings glauben das Gutmenschen nicht.
Die halten sich ausnahmslos für gut.

Die „Gutmenschen“, die „sich ausnahmslos für gut“ halten, sind im nächsten kath.net-Artikel kein Thema; vielmehr wird der Papst zitiert, der die Anschläge als „sinnlose Gewalt“ verurteilt.
Die Anteilnahme mit den Opfern oder gar die Frage nach Breiviks Motivation wird in der Kommentarspalte nicht mehr behandelt. Dafür setzt sich die Medienschelte fort – „Nummer 10″ etwa fühlt sich und seinesgleichen verfolgt:

Wieso heißt es in den Medien, dieser kriminelle Mörder sei „Christ“ gewesen? Seine Taten zeigen seine zutiefst antichristliche und teuflische Natur! Unmöglich und unerträglich, dass wir Christen uns diese Begriffslästerung wiederholt anhören müssen. Die Taten sind ganz offensichtlich politisch motiviert, da das Regierungsviertel der Mitte-Rechts-Koalition und der Parteinachwuchs der Sozialdemokraten ausgelöscht werden sollte! Das hat rein gar nichts mit „Christ“ zu tun. Offenbar ist hier wieder mal Trittbrettfahrerei der säkularen norwegischen Medien und staatlichen Organe im Spiel, um dem Ansehen der Christen zu schaden. Er war Mitglied einer gewissen Partei in Norwegen. Das dann pauschal dieser Partei anzulasten macht ja auch keiner. Warum also uns Christen in Verruf bringen? Seltsam. Oder besser: Das passt ins Bild des geistigen Kampfes, der in Europa derzeit tobt. Die armen Opfer und ihre Angehörigen. Sie tun mir unendlich leid! Lasst uns alle innig für sie beten.

Fatal, dass „Nummer 10″ einen angeblich tobenden „geistigen Kampf“ in Europa ausmachen will – wie nah er damit Breivik steht, ist dem Kommentator wohl nicht einmal bewusst.
„Meinung“ spricht daraufhin von einem „Infokrieg“ – einer in rechtsradikalen Verschwörerkreisen beliebten Floskel – und lässt ebenfalls problematische Begriffe fallen:

InfoKrieg
Diese bösartige Tat entsetzt und hat nichts mit dem Christentum gemein. Mein Beileid gilt den Angehörigen . Aber die Medien betreiben einen unerklärten Krieg gegen die jüdisch-christliche Werte Gemeinschaft deshalb werden sie diese Gelegenheit nutzen um die Kirche und Konservative zu beschädigen.

„GottesDienerin64″ fühlt sich als Christin beleidigt – weil ein anderer Christ monströse Taten beging und die Medien das nicht verschweigen:

Nach dem Motto :
„Die gewisse“ Konfession der „christlichen“ Glaubensgemeinschaft steht sowieso schon seit Monaten im negativen Blickpunkt der öffentlichen Medien, die gegen „diese gewisse“ Konfession „ständig hetzt“. Da kommt dieser Fall in Oslo nur rechtzeitig. NENNEN WIR IHN „EINFACH“ : „CHRISTLICHER EXTREMIST“. Damit fühle ich mich als Christ beleidigt.

„Christiane-Marianne“ hat dann auch irgendwie Verständnis für Breiviks fatalen Hass auf die Linken und die Muslime:

Die Norweger haben einen extremen Widerstandswillen. Das hat jahrhundertelange Tradition. Nach meinen Erfahrungen in Skandinavien, kann ich nur sagen, dass, so entsetzlich dieses Verbrechen auch ist, ich nicht erstaunt bin. Im deutschsprachigen Raum wird durch die Medien immer noch, sehr unverantwortlich, Skandnavien wie ein nicht enden wollendes „Pippi Langstrumpf-Paradies“ dargestellt. Nichts ist weiter von der Wirklichkeit entfernt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Skandinavier fast immer ihre Siedlungen verlassen, wenn Einwanderer (in der Regel Moslems) einziehen. Dass Breivik also keine Moschee angriff, sondern die jungen Sozialisten folgt einer skandinavischen Erfahrungslogik: die Verantwortlichen (Sozialdemokraten) treffen. Sie werden für die Entwicklung im Land verantwortlich gemacht.

„Noemi“ nutzt den Fall, um munter mit den Begriffen zu jonglieren:

christliche Fundamentalisten
waren die Märtyrer in den Arenen Roms und zu allen Zeiten der Verfolgung, war der Hl. Franziskus , waren alle jene die die Friedfertigkeit auch angesichts eines angedrohten Todes bis zum Äußersten auslebten. […] Ein fanatischer Biobauer, der sich aus Videospielen zusammengeklaubte virtuelle Kreuzritterattribute zugelegt hat, und zum Massenmörder wurde, taugt nicht zum Kampf Christen versus Relativisten/Multikultiideologen/Atheisten, auch wenn dese den makabren Anlass nach Kräften für ihre Propaganda mißbrauchen und instrumentalisieren und das mit einer Begeisterung , die entlarvend ist und einen erschaudern läßt.

„Cindarella01″ versucht noch einmal, Zweifel an der Religionszugehörigkeit zu wecken:

Der Vater des Täters
sagte in einem Interview, das auf „Welt-Online“ nachzulesen ist, dass sowohl er als auch die Mutter des Sohnes Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterpartei waren, die der Sohn jetzt angegriffen hat. Außerdem wurden seine Eltern kurz nach seiner Geburt geschieden. Christlich-fundamentalistisch?

Was genau die Religion Breiviks mit den Parteibüchern seiner Eltern und deren Scheidung zu tun haben soll, erschließt sich wohl auch nur denen, die verzweifelt nach jeden argumentativen Strohhalm greifen. „Cindarella01″ führt ihre These immerhin in einem späteren Kommentar noch aus:

Die SZ
kam heute in einem Kommentar von Herrn Drobinski kam heute zu dem Schluss, dass der Attentäter eine starke Affinität zu der heilen Welt der 50er Jahre entwickelt hatte.
Könnte das vielleicht daran liegen, dass der Attentäter als frühes Scheidungskind aus sozialdemokratischem Elternhaus diese Trennung seiner Eltern nicht verkraftet hat und sich deshalb nach dieser heilen Welt zurücksehnte. Ist es nicht möglich, dass er seine Hassgefühle gegen die liberalen anything goes Sozialdemokraten aus diesem persönlichen Unglück (frühe Trennung seiner Eltern) heraus entwickelte und sich deshalb in diesen Wahn hineinsteigerte. Die Psychologen werden viel zu tun haben.

Am Montag frohlockte kath.net dann: „Der Täter ist kein frommer Christ“ jubilierte die Überschrift. In der Kommentarspalte verschob sich der Fokus immer weiter: Keine Rede mehr von den Opfern, von der Breivik zugrunde liegenden Ideologie. Stattdessen stilisierte man den Täter selber zum Opfer der bösen linken Umwelt.
„Siebtel“ etwa findet:

Politik und Zukunft
In der gottlos konzipierten EU werden die Bürger praktisch nur mehr beherrscht. Fast alle können über die Entwicklung Europas nicht mitbestimmen, die Abstimmungen aller wahlberechtigten Bürger über ihre eigene Zukunft wurden abgeschafft. Die nur zum Schein demokratische Politik in Europa muss sich einmal ehrlich die Frage nach einer Mitverantwortung an solch einer Horror-Entwicklung stellen.

//

Die Gottlosigkeit wird Wirklichkeit
Es ist historisch nichts Neues, dass in einer Gottlosen Verfasstheit eines Allgemeinwesens diese Gottlosigkeit auch Wirklichkeit wird. Das ist etwas, was man in Europa aus der Geschichte lernen hätte können.

„GottesDienerin64″ bekennt erneut:

„Christlicher Extremist“
Damit fühle ich mich beleidigt.

Was wohl die Muslime seit 2001 denken mögen?
So weit denkt „GottesDienerin64″ aber nicht, und gibt im darauf folgenden Kommentar ihr Verständnis von Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten wieder:

Normale juristische Normen …
sind auf einen solchen perfiden Charakter nicht anwendbar.
Er sollte das Gleiche fühlen wie seine Opfer.
Todesangst, Schmerzen.
Aber dazu scheint er nicht in der Lage zu sein.

„st.michael“ ernennt Breivik zum „Produkt der heutigen Gottlosigkeit“ und knüpft daraufhin, natürlich, eine Verbindung zur Abtreibung:

Beten wir für alle unschuldig getöteten Kinder sowohl in Norwegen, als auch dort, wo der Egoismus des Menschen, werdendes Leben abtötet.
Das ist die grauenhafte Konsequenz einer liberalen Selbstbestimmung, die sich an den „Bedürfnissen“ des Menschen und nicht mehr an Gott orientiert.

„Christa“ stimmt ein:

Eine gottlose Welt
fördert solche Verbrechen. Beten wir für die Opfer.

„Gandalf“, also Roland Noé, übt sich mal wieder im Scherzen:

Immer diese Fraumaurer, lauter potentielle Massenmörder [ACHTUNG IRONIE!]

Lustig. „rosengarten1997″ schreibt:

Nein nicht die von Gott abgewandte Gesellschaft ist für solches Massaker mit verantwortlich, sondern die extremen Christen sind das, so die subtile Botschaft der deutschen Presse und Medienwelt. Und keiner widerspricht, keiner weist diese boshafte Lüge und Unterstellung von sich. Wir sollten uns nicht länger belügen lassen, von einer Medienwelt die Gott schon lange verleugnet hat !

„Apfelkuchen“ gibt zu bedenken:

Die Medien bei uns sind teuflische Lügner.

Feinde der Menschheit, denn sie manipulieren und desinformieren die Menschen.

„BrunoH“ ist wohl noch nicht allzu lange auf kath.net aktiv:

Fundamentalist?
Ein Christ kann kein Fundamentaloist sein, weil zum Fundamentalismus die Intoleranz gehört. Ein Christ kann insofern fundamentalistisch sein, indem er sich auf Jesus bezieht, dann ist er aber ein Fundamentalist der Liebe, dies schließt Hass, Gewalt und Intoleranz aber aus!

„Dismas“ ist sich für keinen noch zu dämlichen Vergleich zu schade:

Aber: was passiert den tausendfach in unseren Kliniken: Unschuldige Kinder werden zerstückelt, getötet. Das ist nichts anderes und es geschieht mit Unterstützung von Gerichten…… Darüber erschrickt die Gesellschaft nicht!

Ja, das Abtreiben nicht fühlender, nicht bewusst lebender Wesen ist in der Tat „nichts anderes“ als das Jagen unter Todesangst stehender Jugendlichen.
„Apfelkuchen“ denkt ähnlich:

Dieser Unmensch vergreift sich an den Unschuldigsten, nämlich den Kindern.
Unmenschen vergreifen sich jeden Tag an den Unschuldigsten.

Bei Pro Familia.

Bringen unsere Politiker darüber „Betroffenheit“ zum Ausdruck ?

Sind sie entsetzt darüber, können Sie da mitfühlen, halten sie hier tränenschwangere Reden ?

Nein ?

Dann haben sie dasselbe gesehen wie ich.

„st.michael“ bringt wieder den klugen Begriff mit G ins Spiel:

@Apfelkuchen
Leider haben Sie Recht !
Über die Abtreibung (immerhin 8 Millionen seit den 70er Jahren hierzulande) regt sich niemand mehr auf.
Absurd, aber die Gutmenschen heute entscheiden, ob und über wen man trauern darf oder nicht.
Gleiches Recht für Alle gibt es schon lange nicht mehr, dank der Medien, die uns verwirren.

„Smaragdos“ schießt vorerst den Vogel ab – Embryos sind ihm/ihr zufolge noch schlimmer dran, weil sie sich nicht verstecken können (!):

Tägliches Blutbad in unseren Kliniken
Einverstanden mit Dismas und Apfelkuchen. Abtreibung ist ein noch größeres Übel als dieses in sich schon schreckliche Blutbad von Oslo, denn die Embryos sind total ausgeliefert: sie können sich vor ihren Angreifern weder (hinter Felsen) verstecken noch (übers Wasser) fliehen. Doch da schreit keiner auf. Nur weil die Kleinen eben noch schutzloser sind und keine Stimme haben. Wirklich schizophren, unsere Gesellschaft.

Es ist wohl nicht ganz falsch zu behaupten, dass mein Glaube an die Menschheit ohne den täglichen kath.net-Besuch etwas ausgeprägter wäre.
„Wolpertinger“ plagen indes ganz andere Sorgen:

Ist Norwegen nicht ein Land, wo gerade Heidentum und Satanismus regen Zulauf haben…

Einen Tag später folgte auf kath.net dann der noch exstatischere Freudenschrei: „Norwegischer Attentäter definitiv kein gläubiger Christ“. Weil es an diesem Tag mehrere Artikel zum Thema gab, blieben die Lesermeinungen hierzu überschaubar, „denkmal“s Kommentar sei aber erwähnt:

der „Freimaurerorden“ wäscht sich rein….
um vor der Öffentlichkeit gut dazustehen – und doch zeigen die Ideen Breiviks sehr deutlich das freimaurerische Denken – die Logik des Teufels, wie der Papst es ausgedrückt hat.

Obwohl es ja eigentlich gar nicht mehr nötig gewesen wäre, veröffentlichte kath.net wenige Stunden später noch eine Erklärung, nach der es gar keine fundamentalistischen Christen geben könne – so etwas könnten nur Menschen behaupten, die „ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben“ hätten.
Mit „remigius66″ macht sich in der Kommentarspalte ein ausgesprochener Kenner der Kirchengeschichte ans Werk:

Das ZDF hat am Tag der Bekanntgabe des Verbrechens in Norwegen den Täter als einen „fundamentalistischen“ Christen präsentiert. Dem ist zu erwidern: ein CHRIST war der Täter nicht, auch dann nicht, wenn er sich selbst hunderttausendmal im Internet als Christ bezeichnet hat oder hätte.Die Beachtung des 5. Gebots ist ein Grundmerkmal eines jeden Christen. Wer dieses Gebot nicht beachtet, der kommt aus einer Welt, die dem christlichen Gedanken diametral entgegengesetzt ist. „Fundamentalismus“ ist eine Erfindung der Christenfeinde. Wenn daher Medien Verbrechen dieser Art unreflektiert in die Nähe des Christentums rücken, beweisen sie damit nicht nur ihre unerträgliche Voreingenommenheit und bêtise, sondern machen sie sich auch der Parteilichkeit in einem Kulturkampf schuldig, den zu schüren sie sich gründlich schämen sollten.

„Wolpertinger“ bereichert die Diskussion mit einer höchst zweifelhaften Statistik und daraus folgenden Forderungen:

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann in Germanistan die Initialzündung des Bürgerkrieges erfolgt und ein Durchgeknallter um sich ballert.

Die BERECHTIGTEN Sorgen der EINHEIMISCHEN Bürger nimmt KEINE Partei ernst, die Islamisierung wird im Eiltempo vorangetrieben und der Ausverkauf des eigenen Volkes durch Transfergelder ist gewollt.

Schuld an solch schrelcklichen Taten wie in Norwegen sind nicht böse „Rechtspopulisten“ die auf die miserablen Zustände aufmerksam machen, sondern EINZIG der Täter.

Vielleicht sollten aber sich die Politiker mal um ihr eigenes Volk bemühen und nicht erst bürgerkriegsähnliche Zustände in Großstädten schaffen.

“ In Oslo wurde jetzt bekannt, dass im Jahre 2009 alle Vergewaltigungen durch Moslems und/oder Afrikaner verübt wurden, die Opfer aber in neun von zehn Fällen ethnische Nowegerinnen waren. Darf man das sagen“

http://www.webnews.de/587438/alle-vergewaltigungen-in-oslo-zuwanderer

„goegy“ hat ebenfalls ziemlich eigenartige Zahlen zu bieten – und die Angst, rassistische Einstellungen könnten in Zukunft kritisiert werden:

Bedenklich ist, dass jetzt Grüne und Linke die norwegische Tragödie, auf nicht sehr geschmackvolle Art, für ihre Zwecke medial ausnützen.
Bedenklich ist auch, dass vom Täter thematisierte Tatsachen und echte Probleme – resp. deren seriöse Diskussion – nunmehr negativ besetzt sind. Für gewisse Kreise, welche den Untergang der christlich-abendländischen Gesellschaft voranzutreiben versuchen, kommen die Osloer Attentate wie bestellt.

Tradierten Werten verpflichtete Menschen werden als Rechtspopulisten und noch Schlimmeres kriminalisiert,als geistige Väter der Attentate. Die rasente Islamisierung Westeuropas bleibt ein Problem. Der „schwarze Peter“ wird den kommenden Generationen zugeschoben, Schuld sind nicht die Muslims selbst, sondern unsere Gier nach sog.Selbstverwirklichung, Geburtenrückgang, Konsumerismus und Sittenzerfall . Die Untat von AndersBB ist sehr schlimm, die 15 000 muslimischen Attentate, in den letzten Jahren, aber auch.

„Wolpertinger“ legt nach mit einem höchst PI-verdächtigen Sammelsurium des Schreckens:

In einem Land wo der Krampf gegen rechts von ALLEN Parteien einseitig betrieben wird und die Mitte so weit nach links abgedriftet ist, ist ALLES rechts und radikal, was nicht der sozialistischen Doktrin folgt
Und Wahrheit darf nicht gesagt oder geschrieben werden.
Sarrazin ist ja ein böse böser Nazi
Wenn EIN einzelner getaufter aber nicht praktizierender nomineller Christ einen widerwärtigen Anschlag verübt, wird natürlich das ganze Christentum in Sippenhaft genommen
Wenn tagtäglich unzählige Anschläge von Moslems, die in VOLLEM EINKLANG mit dem Koran und dem Leben des Mohammed stehen verübt werden, dann hat das natürlich nix mit dem Islam zu tun
Weil Islam bedeutet ja Frieden

Und weiter:

Alle Chrsiten sind natürlich Schuld, währedn DER Islam natürlich nie Schuld ist

Daher wurde auch der Anschlag von einem EINZIGEN irregeleiteten in Norwegen verübt

Während bei 9/11 komischerweise 19 -in Worten NEUNZEHN- Attentäter Koran Suren rezitierend, gut islamisch lebend- rekrutiert wurden, während die menschenverachtende Ideologie Islam sofort und überall auf der Welt immer wieder Attentäter hervorruft, die sofort bereit sind sich zu 72 Jungfrauen zu bomben

Kaum notwendig zu erwähnen, wie nah User wie „Wolpertinger“ Breivik im Denken bereits stehen.

Der bis dato letzte Artikel zum Thema ist ein Kommentar eines Bremer Pastors, den kath.net von idea kopiert. Dieser kritisiert den ZDF-Terrorexperten Elmar Theveßen (den er liebevoll und voll ironisch und so „E.T.“ nennt), vorschnell von Islamismus ausgegangen zu sein – und dann von christlichem Fundamentalismus.
Unter diesen Text macht es sich User „Konrad Georg“ bequem – mit einem Kommentar, der das Dilemma der rechten Christen auf den Punkt bringt: ‚Irgendwie ist die Tat ja unschön, aber wir sind nicht schuld, sondern die Anderen!!!!! Und weil ich noch Zeit habe, hetze ich munter weiter.‘

Nur im Christlichen Abendland war die Entstehung von
Aufklärung,
Freimaurerei und
Sozialismus möglich. Aber alle haben Satan als Vater.

Diese furchtbare Gewalttat hat mM nach noch keiner verstanden. Sie ist ein Aufstand, eine Bürgerkriegserklärung gegen die Sozialdemokraten. Sie ist nicht ausdrücklich fremdenfeindlich, sondern eben eine Kriegserklärung gegen die innerstaatlichen Feinde, die den massenhaften Zuzug von ganz fremden, nicht assimilierbaren Menschen betreiben.
>>> Statt fruchtbar zu sein und sich zu mehren, haben die Serben und die Cyprioten zugeschaut, wie Teile ihrer Länder von fremdstämmigen Zuwanderern besiedelt wurden. Beide Bereiche sind deshalb heute eher Kriegsgebiete.
Der „Kampf gegen rechts“ macht die Linken blöd.

Der Fairness halber sei angemerkt, dass es auch vernünftige Stimmen gibt. „Wolfgang63″ oder „Erwache und lache“ schreiben im Rahmen dessen, was der Zensur gerade nicht zum Opfer fällt, sehr vernünftige Kommentare, die die rechten User immer wieder aus der Reserve locken. Der Großteil der kath.net-User scheint aber auch beim Thema Breivik besinnungslos rechtspopulistisch / -radikal zu denken.


3 Antworten auf „Breivik und die Folgen ii“


  1. 1 Glamypunk 28. Juli 2011 um 1:06 Uhr

    Heftig, heftig. man muss schon leidensfähig sein, sich diese infamen Kommentare reinzuziehen bis zum letzten Geschreibsel.

  2. 2 Administrator 28. Juli 2011 um 1:11 Uhr

    Ach, irgendwann gewöhnt man sich dran. Das ist ja das Schlimme, ich merke, wie ich immer mehr abstumpfe, so ein Kram ist dort allgegenwärtig…

  3. 3 red one 30. Juli 2011 um 16:12 Uhr

    „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Skandinavier fast immer ihre Siedlungen verlassen, wenn Einwanderer (in der Regel Moslems) einziehen.“

    Also dieser Satz mag zwar im Vergleich zu der menschenverachtenden Scheiße die dort sonst noch geschrieben wird relativ harmlos sein. Allerdings stellte ich mir danach vor, wie alle Norweger panisch in „national befreite Zonen“ flüchten wenn sie einen Einwanderer sehen. Scheint dem Mensch der diesen Kommentar verfasst hat normaler zu erscheinen als mir. ;) Auch wenn ich weiss, dass des natürlich Unfug ist.^^

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