Der schönste Kommentar, vielleicht überhaupt

Ok, es ist ja kein Geheimnis, dass kath.net rechtsoffen arbeitet. Man bietet Banner für das rechte Blatt ‚junge freiheit‘ an, die Schreiberlinge überschneiden sich, die Feindbilder teilen sich rechte Katholiken mit sonstigen Rechten sowieso.
Was aber User_in „St.Gabriel“ am 19.05. unter dem Artikel zu Dirk Tänzler gelang, sucht in der jüngeren kath.net-Geschichte seinesgleichen. Ein Pamphlet, ein Aufruf, eine Feier der Tumbheit, der Ignoranz, der Liebe zum blanken Hass. „St.Gabriel“ verdreht sämtliche Fakten, bevor er am Ende auf das nicht eben klügere Portal „eigentümlich frei“ verlinkt. Ein Text, den man sich übers Bett hängen sollte, als Gutenachtgeschichte, als mahnendes Beispiel. Genug des Pathos‘, hier ist das Schmuckstück:

opportun, dumm, links
Beim BDKJ handelt es sich um Vertreter des linksgrünen Spektrums. Daher sind deren Forderungen nicht weiter verwunderlich. So wurde 2009 auch in Mülheim an der Ruhr unter der Bundesvorsitzenden Ursula Fehling der Beschluss verabschiedet:“Für Demokratie, Toleranz und Vielfalt: Rechtsextremismus aus christlicher Überzeugung bekämpfen”. So beteiligt sich der BDKJ auch an der Aktion „Nazis aus dem Takt bringen“. Mit „Vielfalt“ ist hier natürlich die Anbiederung an den Islam gemeint, die „bunte Gesellschaft“, in der die Christen den Muslimen gegenüber „tolerant und demokratisch“ sind (leider ist das umgekehrt überhaupt nicht der Fall). Und aus dem Takt sollen die Islamkritiker gebracht werden, die in den Augen der Linken ja alle „Nazis“ und böse „Rechte“ (lt. Fehling „dringt rechtsextremes Gedankengut immer mehr in die Mitte der Gesellschaft ein“) sind.

Das beweist, dass die Damen und Herren des BDKJ keine Kenntnisse besitzen – weder vom Islam noch vom Nationalsozialismus, dass sie so dumm wie lang sind und sich eigentlich nur selbst entlarven, dass sie gar die Menschen, die sich gegen Totalitarismus, Menschenverachtung und Diskriminierung (z.B. von Christen und Juden und anderen nicht-islamischen Minderheiten) einsetzen, brandmarken. Menschen, die gegen Islamofaschismus sind, werden als Nazis, als Rechtsextreme bezeichnet. Aber Joseph Goebbels ist da ganz anderer Meinung:„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock“ (Dr. Joseph Goebbels, “Der Angriff”, 1931). Ausserdem bekannte sich Goebbels 1926 als „deutscher Kommunist“.

Zudem waren „die Nazis“ doch Freunde der Muslime, also was will dann der BDKJ? Auch der Duce, Benito Mussolini sagte: ”Das faschistische Italien verheißt den muslimischen Völkern Frieden, Gerechtigkeit, Wohlstand, Achtung vor den Gesetzen des Profeten, es will der Welt seine Sympathie für den Islam und die Muslime beweisen!” (Oriana Fallaci in “Kraft der Vernunft”).

Noch ein Zitat von Hitler:“Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden“ (Hitler´s Table Talk 1941-1944, Enigma Books, 2000, S. 607).

Hier ein interessantes Video von Hitler seinem Freund, dem Großmufti von Jerusalem:
http://www.youtube.com/watch?v=yLRTe-lZMB0&NR=1

Offensichtlich unterliegen die Größen des BDKJ auch dem Etikettenschwindel im Hinblick auf die Konnotationen der Begriffe „rechts“ und „links“. Diesen Schwindel gibt es allerdings nur in Deutschland und ist willentlich manipulativ. Aber dessen waren sich die Größen des BDKJ sicher nicht bewusst. Linke lesen auch selten Erik von Kuehnelt-Leddihn, der sich gern als Rechter (rectus = right = richtig) bezeichnet, also als Patriot, als Konservativer, als einen, der demokratisch-freiheitsliebend ist, als „katholisch, rechtsradikal und liberal“.

Demnach sollte der BDKJ nicht den „Kampf gegen Rechts“, sondern besser den „Kampf gegen Links“ führen, aber der wird ja leider nicht staatlich subventioniert und die „Nazikeule“ wird dann gegen den eigenen Holzkopf geschlagen (sorry, auf Neusprech heisst es ja „Betonkopf“, denn Linke beleidigen ja keine Bäume).
Mir wird übel, wenn ich daran denke, dass ich diesen Laden noch durch meine Kirchensteuer finanziere, ein linkes Geflecht, dass sich opportun unserer linken bunten Republik anpasst, das Kirche verweltlichen will, nicht aber die Welt christianisieren will.
Diesen Laden ersatzlos streichen!!!

Hier ein Artikel von André F. Lichtschlag über Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn, der hier in grandioser Weise das Rechts-Links-Konstrukt erklärt:


9 Antworten auf „Der schönste Kommentar, vielleicht überhaupt“


  1. 1 red one 25. Mai 2011 um 17:50 Uhr

    „katholisch, rechtsradikal und liberal“ – ist meine persönliche Lieblingsstelle dieses WTF?-Kommentars.

  2. 2 ben 17. Juni 2011 um 8:11 Uhr

    Die Katholiken haben sich damals gegen die NSDAP gestellt und diese Partei nicht gewählt. Absolut Mehrheitlich!

  3. 3 Administrator 17. Juni 2011 um 10:10 Uhr

    Ja, aber: macht dieser Umstand es besser, wenn ein wildgewordenener Katholik sich selbst als „rechtsradikal“ definiert und dabei wild die Begriffe vermischt, nach denen Rechts (also eine zutiefst selbstsüchtige, fremdenfeindliche Lebensweise) als gut erklärt wird, während das linke Streben nach Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen fast kriminalisiert wird? Bzw. in anderen Kommentaren stets als „Gutmenschentum“ zu entblößen versucht wird.

    Und dass Katholiken früher eher nicht die NSDAP wählten (fun fact: Hitler war Katholik), macht es nicht besser, dass es heute die Affinität zu rechtsaußen stehenden Zeitschriften und Positionen zu geben scheint – zumindest auf kath.net.

  4. 4 Barkai 03. Juli 2011 um 0:18 Uhr

    @Ben
    nee, mit Hilter war nur ein Katholik an der Spitze der Partei, die duch das Zentraum (der Partei des politischen Katholizismus und mehrheitlich von Katholiken unterstützt) gewählt wurde.
    Wenn außerdem die Stimmen der Katholiken nicht auf die NSDAp entfielen, wer soll sie denn gewählt haben, wenn man sich vor uagen führt, dass die damalige Gesellschaft zu 95% Kirchenmitgliedern (evangelisch und katholisch) bestand? Heißt also, dass nur die Protestanten die Bösen gewesen sein sollen, oder wie?

  5. 5 Nome 09. Juli 2011 um 19:37 Uhr

    @ Alle:

    Wikipedia weiß: Wahlergebnisse der NSDAP bei den Reichtstagswahlen ´30 – ´33: insg. 43,9%

    Richtig ist: Eher wurde die NSDAP von Protestanten gewählt, Katholiken wählten statistisch gesehen mehrheitlich die Zentrumspartei.
    Ob und inwiefern Scharnierfunktionen analysiert werden können, lass´ ich hier mal außen vor. http://www.geschichtsatlas.de/~gb21/Projekt/wahlergebnisse/Konfessionellegliederung.htm

    Allerdings muss man auch regionale Diefferenzen ziehen. So wurde die NSDAP in Städten seltener gewählt, als auf dem Land, in ersteren jedoch eher von der Oberschicht, die darin ein „Bollwerk gegen den aufkommenden Kommunismus“ sahen. Insgesamt gesehen war sie jedoch so etwas wie eine „Volkspartei“, da sie die Klassenunterschiede verwischte und in quasi alle möglichen sozialen/ soziologischen Milleus hineinagitieren konnte. http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-55573698.html

    Insgesamt ist jedoch vorsicht geboten, wenn man eine subjektive Schuldzuweisung angeben will. Ohne wissenschaftliche Analysen bezüglich sozioökonomischer Statistika oder soziologischen Rollenverteilung innerhalb der Gesellschaft (Wahlverhalten der Frau, Bettler, ehem. Kommunisten etc.) kommt man in diesem besonderen Falle nur bedingt weiter.

    Insgesamt lässt sich aber ablesen, dass wissenschaftsLOSE Arbeit an dem Thema (rechts-)populistische Missbrauch der Geschichte, bzw. wie hier geschichtsrevisionismus zur folge haben kann und mensch diesen im Grunde nur mit Objektivität bekämpfen kann. Ob das Papsttreue schnallen, wer weiß…

  6. 6 Mark100 12. Juni 2012 um 23:22 Uhr

    Also das ist hier schön ins parteipolitische abgedriftet, wenn auch der NSDAP.
    Ich begreife es überhaupt nicht.
    Gar nicht, kein bißchen.
    Die linken reden immer von „tumb“, von „dumm“, von „unintelligent“ und andere auf den Intelligenzquotienten abzielende Floskeln, dabei kennen sie selbst nicht mal den Unterschied zwischen Rechts und Rechtsradikal, zwischen eigener Verhetzung und anderen Meinungen.
    Am wenigsten aber begreifen sie, daß sie selbst die Undemokraten sind, und niemand anderes.
    Andererseits habe ich auch schon lange niemand mehr von Demokratie reden hören in Deutschland, vielleicht ist sie ja auch nicht mehr so wichtig.

    Der Beweis warum solche „Beiträge“ wie der vom Administrator ganz oben von Undemokraten stammen: Wer Demokratie als Undemokratie bezeichnet, ist selbst außerhalb der Demokratie, weil er die demokratischen Prinzipien nicht begriffen hat oder sie begreifen will.

    Rechts bedeutet: Zuerst wir, dann die anderen. Nichts weiter. Kein Hass, kein Sozialismus, keinen nationalen Sozialismus. Es heißt wir sind uns selbst genug, unsere Kultur ist völlig in Ordnung, wir heben sie nicht in den Himmel, ander Kulturen sind auch interessant, aber wir kommen für uns an erster Stelle.
    Das soll undemokratisch sein ?
    Administrator, hast du eine eigene Wohnung ? Hast du dort Regeln an die sich Besucher zu halten haben ? Und wenn sie das nicht wollen, schimpfen sie dich Nazi ?

    Ihr linken denkt, was ihr wollt, das ist das Problem.
    Nationale Sozialisten sind rechtsradikale, die außerhalb der Demokratie stehen, genauso wie internationale Sozialisten, das sind die, die nichts akzeptieren außer der eigenen Meinung, besser gesagt Doktrin.
    Vor langer Zeit mal gab es eine demokratische Linke, die SPD, die haben andere Meinungen respektiert, freilich Undemokraten nicht, aber das ist schon eine ganze Weile vorüber.
    Dank von Dumpfbacken und Dilettanten wie dem Administrator hier gibts nur noch die Guten(linksradikale) und die Bösen(rechtsradikale). Dazwischen ist nichts mehr.

    Aber das kapiert ihr Mitläufer alles nicht, könnt ja nichts dafür, aber bitte: redet nicht dauernd von Intelligenz, ok ?
    Das könnt ihr nämlich nicht beurteilen. Wer die einfachsten Grundbegriffe der Demokratie nicht leben kann, wer diffamiert und hetzt wie ein böses Weib, der soll sich wirklich bedeckt halten.

  7. 7 diskordianerpapst 13. Juni 2012 um 11:52 Uhr

    Hier reichen als Antwort ein paar Zitate:

    „Die linken reden immer von „tumb“, von „dumm“, von „unintelligent“ und andere auf den Intelligenzquotienten abzielende Floskeln,…“
    versus:
    „Dank von Dumpfbacken und Dilettanten wie dem Administrator hier…“
    „Aber das kapiert ihr Mitläufer alles nicht, könnt ja nichts dafür,…“

    „Der Beweis warum solche „Beiträge“ wie der vom Administrator ganz oben von Undemokraten stammen:…“
    versus:
    „Ihr linken denkt, was ihr wollt, das ist das Problem.“

    Spätestens mit diesem Satz ist auch klar wer hier ein Problem mit Demokratie und Meinungsfreiheit hat. Mich würde aber mal interessieren wie sie das „Problem des freien Denkens der linken“ (im Gegensatz zu den rechten? lol) aus der Welt schaffen wollen.

  1. 1 Das Dagegen-Portal « Episodenfisch Pingback am 30. Juni 2011 um 21:22 Uhr
  2. 2 Angemerkt « Episodenfisch Pingback am 24. Juli 2011 um 21:30 Uhr

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