Dieser Post ist ein Plagiat.

Es sind ziemlich erfreuliche Tage: Erstmals werden selbst BILDleser mit der unbequemen Wahrheit konfrontiert, der Popstar der Bundesregierung könnte ein Blender sein, ein Hochstapler, zumindest kein besserer Politiker als bspw. Guido Westerwelle.
Karl-Theodor von und zu und überhaupt Guttenberg jedenfalls hat ziemlich offensichtlich eine Doktorarbeit abgeliefert, die er aus vielen einzelnen Texten zusammengestückelt hat.
Das hat auch der evangelische Nachrichtendienst ‚idea‘ mitbekommen und einen Text dazu verfasst, der dann an kath.net gelangte. Dort wird der Sunnyboy der deutschen Rechtskonservativen unterstützt, man sammelte flugs wahllos Zitate von CSU-Politikern und Geistlichen. Die Intention ist recht eindeutig: Wo man keine Sachargumente hat, versucht man zu emotionalisieren:

Evangelische Politiker, Theologen und Ethiker warnen davor, den Stab über Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu brechen. Bei der moralischen und geistlichen Bewertung seiner Doktorarbeit mit fehlenden Zitatquellen seien zahlreiche Aspekte zu beachten, zum Beispiel: Hat er wissentlich gehandelt oder sind ihm Fehler unterlaufen? Und: Von welchen Motiven lassen sich die Aufklärer leiten? Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (Nürnberg) hält die möglicherweise mangelhafte Zitierung für einen „Flüchtigkeitsfehler“, dem man dem Minister nicht so „massiv ankreiden“ dürfe. Zwar müsse er sich möglicherweise mangelnde wissenschaftliche Sorgfalt eingestehen, es handele sich aber keinesfalls um ein „Plagiat“, sagte Beckstein der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Ja, „ein Flüchtigkeitsfehler“. Das ist eine nette Umschreibung für, Stand 18.02., 22:18 Uhr, 118 von 475 Seiten, auf denen plump abgeschrieben wird – freilich ohne Quellenangabe oder zumindest Anführungszeichen. Dass dies Versehen sind, darf man mit einiger Sicherheit ausschließen: Teilweise werden einzelne Worte weggelassen oder minimal umformuliert.

Er amtiert auch als Vizepräses der EKD-Synode. Rücktrittsforderungen hält er für „absurd“. Es sei offensichtlich, dass eine Kampagne gegen den beliebten CSU-Politiker laufe. Er halte es auch für „übertrieben“, bis zur Klärung der Vorwürfe durch die Universität Bayreuth vorübergehend auf den Doktortitel zu verzichten. Das hatte der Verteidigungsminister am 18. Februar erklärt. Er räumte zwar Fehler in seiner Dissertation ein; zu keinem Zeitpunkt habe er aber bewusst getäuscht. Er habe die 2006 vorgelegte Arbeit in sieben Jahren neben seiner Tätigkeit als Politiker und seinen Verpflichtungen als junger Familienvater angefertigt.

Das ist drollig: Der arme Gutti verdient eigentlich unser aller Mitleid, weil er ja eigentlich so hart arbeiten muss und nebenbei, ein Zuckerle für die Konservativen, auch noch eine vorbildliche Familie hat (Kinder, Frau, die sich irgendwie gegen Sex engagiert). Dass er wirklich 7 Jahre für seine Doktorarbeit gebraucht hat, erscheint angesichts der vielen „Flüchtigkeitsfehler“ zudem relativ unwahrscheinlich.
Am problematischsten indes ist wohl ein Punkt, der in der aktuellen Diskussion völlig untergeht: Die vielen ungekennzeichneten Zitate Guttenbergs stammen größtenteils aus Tageszeitungen – und haben somit mit wissenschaftlichen Standards absolut gar nichts am Hut. Sogar die Einleitung ist zum überwiegenden Teil nicht von Guttenberg selbst verfasst, was umso erbärmlicher für die Uni Bayreuth ist, soll in der Einleitung der Autor doch eigene Konzepte entwickeln und darlegen und nicht alte Zeitungsartikel zitieren.
Was uns zum interessantesten Teil des Artikels bringt:

Holthaus: Welche Motive haben die Aufklärer?

Ja, welche bloß? Handelt es sich um eine zionistische Verschwörung von ehemaligen SED-Funktionären mit Alt-68ern?

So sei zu fragen, ob hinter fehlenden Quellenangaben eine bewusste Täuschungsabsicht stehe oder ob es „unabsichtliche Schlamperei“ gewesen sei. Holthaus: „Darauf kann man bei einigen Textpassagen schließen, die zwar nicht in den Fußnoten, aber in der Bibliografie belegt werden.“ Man müsse auch die Zusicherung des Ministers hören, dass er nicht willentlich getäuscht habe. Für ethisch bedenklich hält Holthaus „die offensichtliche Jagd der Guttenberg-Gegner, einen erfolgreichen und beliebten Minister zu Fall bringen zu wollen.“ Da müsse man fragen: „Welche Motive stecken dahinter?“

Stephan Holthaus, Ethiker an der Uni Giessen, ehrt immerhin, dass er keine Vermutungen zu den Motiven vom Stapel ließ. Anders als freilich kath.net-User, was folgt, liest sich wie ein Best of der wildesten Paranoiaphantasien.
„Noemi“ lässt sich nicht lange bitten und eröffnet den ziemlich vergnüglichen Reigen:

das Motiv der
Guttenbergjäger – der gesammelten Linken in Medien und Politik ist ja nun allzu offensichtlich. Demontage um jeden Presi -wie ethisch bedenklich er auch immer sei. Das fängt bei dem aufdeckenden Jungprofessor Fischer-Lescano an der Uni Bremen (!) , der ein ausgewiesener Vertreter des extrem-linken Spektrums ist und einen sozialistischen Staat in D herbeisehnt an und hört bei den desolaten Figuren der Grünen , die nie eine Uni von innen gesehen haben , jetzt aber die Dissertationsexperten schlechthin darstellen, nicht auf. Es ist einfach zu durchsichtig. Und man darf sicher sein, daß so manche Dissertation im Bundestag ihren Urhebern schlaflose Nächte bereiten wird, sobald man anfängt sie flächendeckend auf Plagiate, Fehler & Co-autoren zu überprüfen. Und die wenigsten , die jetzt so laut schreien, sind moralisch in der Position dazu.

„Gandalf“ alias Roland Noé weist darauf hin, dass es sich bei Guttenberg entgegen anderslautender Berichte immer noch um einen Menschen handle – und liegt immerhin mit dem Hinweis, dass auch Andere so wie Gutti verfahren sein mögen, mutmaßlich nicht ganz falsch. Was genau das aber damit zu tun haben soll, dass Guttenberg heute vor den Kameras offensichtlich gelogen hat, erschließt sich nicht sofort:

Guttenberg ist ein Mensch :-)
Aus seiner heutigen Erklärung: „Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.“

Ich wette, dass man beim Großteil der Diplom- und Doktorarbeiten, die ja primär für die Ausfüllung von Bibliotheken „produziert“ werden und sowieso kein Mensch liest, ähnliches finden wird. Das weiß doch jeder, der so etwas schreiben musste/durfte.. Die ganze Diskussion ist schon super heuchlerisch.

„camino ignis“ zieht Parallelen:

Wie bei Exzellenz Mixa!
Dieser orgiastische Blutrausch, in den sich die Journaille und die öffentlichen Meinungsmacher immer öfter, immer umfassender und aus immer nichtigeren Anlässen hineinsteigern, trägt schon pathologische Züge. An dieser völlig maßlosen, unverhältnismäßigen Zerstörungslust offenbaren sich die tiefen Verwerfungen unserer kranken Gesellschaft. Noch sind es einzelne, die man lustvoll zerfleischt, weil sie irgendwie aus der Masse herausragen. Wenn alles nivelliert und banal geworden ist, wird sich die Gesellschaft gegen sich selbst wenden und endgültig zerstören.

Mit „st.georg“ immerhin schleicht sich eine Stimme der Vernunft ein:

vorsicht!
mittlerweile sind über 80 (!) textpassagen in dieser dissertation als nicht gekennzeichnetes plagiat nachgewiesen …in koalitionskreisen wird seit dem abend darüber gesprochen ( hinter „vorgehaltener hand“ wie es so schön heißt…), dass ein ghostwriter diese „wissenschaftliche“ arbeit verfasst hat…aber auch bei über 80 nicht gekennzeichneten übernahmen, stellt sich die frage nach der seriösen, wissenschaftlichen arbeit…hier hat jemand, der als verteidigungsminister vorbildfunktion zu erfüllen hat, versucht sich akademische titel zu erschleichen / erschwindeln…unhaltbar!

„kurti“ haut in dieselbe Kerbe:

Wenn es zutrifft, dass von seinen 475 Seiten bereits 70 abgeschrieben wurden ohne das zu kennzeichnen, ist das schon makaber. Wobei ich aber nicht weiß, wie das im Durchschntt bei andern ähnlichen Dr.-Arbeiten ist. Jedenfalls lässt das die Promotionsordnung nicht zu.

Derartige Äußerungen allerdings lässt Noé / „Gandalf“ aber nicht durchgehen, so dass er interveniert:

@Kurti
Du schreibst: „Wenn es zutrifft, dass von seinen 475 Seiten bereits 70 abgeschrieben wurden ohne das zu kennzeichnen, ist das schon makaber.“

Also, sorry, aber hier schreibt jmd. der keine Ahnung von Arbeiten hat… Wie stellst Du Dir das vor. Ich schreib mal 70 von 475 Seiten einfach so ab und hoffe, dass es dem Prof. und den Assistenten, die das event. mitbetreuen, nicht auffällt… Sorry, aber für blöd hältst Du hier Guttenberg? Wie macht man denn dies? Und wie verkauft man dies seinem Prof., der möglicherweise sogar „ein wenig“ Ahnung von der Materie hat und event. sogar and. Arbeiten zu dem Thema kennt. Tja, wie macht man dies, ohne dass es auffällt. Wenn Du schon so einen Unsinn hier in die Welt setzt, dann klär uns bitte darüber auf… Ich bräuchte hier wirklich brauchbare Tipps bei meiner nächsten Arbeit ;-)

Man wünschte sich, Noé hätte sich einmal über die Verdachtsfälle informiert. Ja, offenbar hat Guttenberg 70 Seiten (bzw. noch mehr) abgeschrieben und abgegeben. Oder, wie vermutet wird, hat es ein Ghostwriter für ihn erledigt. So oder so: keine gute Ausgangslage.
„anninici“ hingegen schreibt fromm und frei, was auf der rechten Seele brennt:

Wer steckt denn wirklich dahinter, Leute aus der eigenen
Reihe,( Futterneid), verärgerte Homo und Abtreibungslobby, die verkorkste Schmierenpresse ?
Wer auch immer, der sollte bedenken das die Sonne es an den Tag bringt. Aber auch dies Beispiel zeigt einmal mehr, wohin wir uns bewegen. Menschen sind durch die Erbsünde belastet, aber die schrecklichsten Sünder sind begiert , Fehler der anderen zu entdecken um von ihren eigenen ab zu lenken da diese sonst untragbar für sie sind.

Auch „Anna Katherina“ geht erfreulich erfrischend und unverkrampft an die Sache ran und scheut sich nicht, Klartext zu schreiben:

Anna Katharina vor einer Stunde
Der sozialistischen ARD ist die Hexenjagd gegen den beim Volk beliebtesten Politiker
Karl Theodor zu Guttenberg wichtiger als die erst an zweiter Stelle gebrachte traurige Nachricht, dass von den deutschen Soldaten heute zwei ihr Leben verloren haben und sieben verwundet wurden („Tagesschau“ vom 18.02.2011).

Pünklich zum Wahljahr aus Mücken gemacht, trampeln ARD-Elefanten auf einem jungen, mutigen, christlichen Hoffnungsträger unseres Landes herum.

Arrogante Kamera-Despoten regen sich auf, weil zu Guttenberg nicht – wie von ihnen befohlen – vor ihnen zum Verhörtwerden erschienen ist.

Wozu brauchen wir deren Nachrichten+Kommentar-Gemisch aus ihrem kommunikativen Second-Hand-Shop noch, wenn wir uns per Internet aus erster Hand informieren können?

„Gandalf“ bzw. Noé wendet sich daraufhin erneut gegen „Kurti“, der sich erdreistete, Guttenberg (der völlig sinnvoll und ohne Hintergedanken mit ACDC kokettiert und auf dem Time Square posierte) „eitel“ zu nennen. Ein Unding!

@Kurti
Wieso weißt Du, dass Guttenberg eitel ist? Bist Du der liebe Gott, der in sein Herz sieht? Solche unchristlichen Verurteilungen finde ich schon armselig. Ich weiß nur, dass Guttenberg ein gläubiger Mensch ist und dies auch umzusetzen versucht, etwas, was natürlich die linken Eiferer von hier bis Texas auf den Plan ruft. Und jeder weiß, dass guttenberg bei den Menschen sehr gut ankommt und Umfragen bei BILD und NTV usw. zeigen ja schon jetzt ganz klar, dass die Menschen dieses heuchlerisches Spielchen durchaus durchschaun.

CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber bei BILD: „Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein! Ein Minister sollte vor allem nach seinen politischen Leistungen und Fähigkeiten beurteilt werden. Viele erfolgreiche Politiker in Deutschland mussten schon schwierige Situationen bestehen.“

Auch „Noemi“ hat dazu eine Meinung:

Und Kurti – Sie scheinen ja ein Mensch ohne jeden Fehler zu sein und unterstützen die von Ethikern und Theologen für bedenklich erklärte Hetzjagd augenscheinlich gern und mit viel Haß und Neid auf den Baron. Sind Sie zu kurz gekommen im Leben? Wenn ja, tut mir das leid- aber der Herr zu Guttenberg kann mit Sicherheit nichts dafür. Eines steht mal fest- wir werden es dem Jägerkombinat aus Alt-SED-Seilschaften und politischen Neidern nicht leicht machen, ihr als Ziel der Treibjagd ( war schon sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne eine Lieblingsbeschäftigung von Honecker & co) erkorenes Opfer zur Strecke zu bringen. Einige promovierte Teilnehmer der Jagdgesellschaft sollten sich vor Kollateralschäden an ihren eigenen akademischen Werken in Acht nehmen. Es möchte da zu einem ungeahnten Schwund an Titeln kommen.

Man stelle sich an dieser Stelle einmal vor, einem SPD-Minister würde ein ähnliches Fehlverhalten nachgewiesen (eingedenk der enormen Fallhöhe eines Saubermanns a‘la Gutti) – kath.net und alle Rechtskonservativen des Planeten würden sich erbarmungslos auf ihn stürzen.

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GuttenPlag Wiki weist inzwischen, 18.02., 23.21. Uhr, Plagiate auf insgesamt 176 Seiten nach. Das bedeutet, auf 44,78% Seiten der Doktorarbeit wurde abgeschrieben. Respekt.


6 Antworten auf „Dieser Post ist ein Plagiat.“


  1. 1 Barkai 20. Februar 2011 um 19:43 Uhr

    hat die Uni Bayreuth eigentlich kein Turn-it-in?
    Turn it in software wird in GB, und soweit ich weiß, auch in Rep. Irland so gut wie flächendeckend eingesetzt. Die Software vergleicht Textpassagen der eingereichten Arbeit (Essay, Hausarbeit, Laborberciht, Bachelor-Arbeit, Master-Arbeit, Promotionarbeit) mit verfügbaren Textstücken im INternet. Plumpes Abschreiben fällt demnach gleich auf und die Software errechnet sogar einen ähnlichkeitsindex.

    Ich weiß auch nicht, was die keth.net KOmmentatoren haben: in Wien (ich weiß jetzt nciht, bei welcher Uni in Wien es war) sind doch auch einige Doktoranden ohne Doktortitel gegangen worden wegen erwiesenem Plagiat. Guttenberg wäre nicht der einzige.

    Aber es ist toll, dass laut kath.net-Nutzern, das Abkupfern von mind. 44% des Textes noch als Versehen durchgehen kann. :D

  2. 2 Administrator 20. Februar 2011 um 20:19 Uhr

    Ich bin eigentlich kein Fan von Verschwörungsquatsch, aber ich nehme doch an, dass die Uni bei Guttis Doktorarbeit einfach nicht besonders aufmerksam hinschaute.
    Ganz abgesehen davon aber, dass er ganz offensichtlich fast alles zusammengeklaut hat und die Lüge vor den Kameras noch erbärmlicher war: Ein Dozent an der Uni bei mir hat es auf den Punkt gebracht. Es ist nicht so schlimm, dass seine Arbeit fast nur aus fremdem Zeug besteht, sondern dass diese Teile v.a. aus Zeitungen stammen. Dort wird aber nicht wissenschaftlich geschrieben, was noch schlimmer für den Doktorvater und die Uni ist.

    Und ich bleibe dabei: Wenn das ein Linker oder SPD-Typ gemacht hätte, würde kath.net vor Ärger überkochen. Aber bei einem rechten Sunnyboy kann man die Augen halt schon mal zudrücken.

  3. 3 Barkai 20. Februar 2011 um 21:28 Uhr

    klar sind die Leser bei kath.net sehr parteisch und regen sich jetzt darüber auf, dass es einen C-Politiker erwischt hat.
    Zwar ist jeder tendenziell parteisch, mal angenommen wenn einem Top-Humanisten jetzt anchgewiesen würde, dass er ebenso gemogelt hätte, heiße es bei den Humanisten vermutlich, dass sie geschockt seien oder sowas nicht erwartet hätten, aber ich glaube und hoffe (!), dass sich Humanisten nicht zu einer solchen hirnlosen Pseudo-Verteidigung der eigenen Leute hergeben würden (und sicher reagieren die meisten Linken jetzt mit mehr Schadenfreuse bei Guttenberg als sie es bei einem Linkenpolitiker getan hätten). Bei kath.net stellt man Guttenberg ja jetzt quasi als nächstes medienopfer (nach RKK und E.Hermann) da.
    Da ist bei kath.net schon eine sehr starke Schieflage zu sehen, die Ausfälle die bsplw. gegen Leute wie Schmidt-Salomon oder Dawkins erhoben werden würden,wenn etwas ähnliches im Raum stände möchte ich ncith sehen. (Zur Klarheit bei evtl. Mitlesern keine der von mir als Beispiel benannten Personen sieht sich derzeit Plagiatsvorwürfen ausgesetzt, diese Beispiele sollen nur der Illustartion dienen).
    Die PArteinahme zu Guttenbergs Gunsten ist glasklar, da beißt keine Maus den Faden ab.

    Dein Dozent hat den Nagel auf den Kopf getroffen: für die Uni ist es eine Peinlichkeit hoch 10, dass jemand mit einer solchen „Doktorabreit“ durchgekommen ist, ncoh dazu, mit der Note summa cum laude. Der Doktovater muss auf beiden Augen mit Vorsatz ziemlich blind gewesen sein, ansonsten ist das gar nicht möglich.
    Es ist doch zudem auch noch nötig, die Doktoarbeit mündlich in eienr Debatte oder einem wissenschaftlichen Streitgespräch zu verfechten, oder nicht? Jemand, dersowenig Eigenarbeit eingebracht hat (laut GuttenPlag derzeit 68,7% Plagiat, also mehr als 2/3 der Arbeit!) sollte allerspätestens während der mündlichen Verteidigung auffallen.

    Fällen, in denen der Doktorvater womöglich mit Absicht über Plagiat hinwegsieht (ich sage NICHT, dass dies bei Guttenberg der Fall sit, möchte diese Option aber ncith auschließen) könnte man aber ncihts destotrotz mit Software vorbeugen: da kann sich niemand mehr heruasreden, dass das nicht aufgefallen sei und Doktorvätern und -müttern, die ihre Arbeit ernst und gründlich amchen wollen, wird die Arbeit so sehr erleichtert.

    Besonders bescheuert finde ich von Guttenberg (was kath.net Nutzer naturgemäß nciht stört, da es sich um einen Christen handelt), dass er großzügig den Titel nicht mehr führen möchte, solange die Vorwürfe ncith geklärt worden sind. Was muss bei der Sachlage denn noch abgewaret werden? Es ist nicht so, dass mal die Anführungszeichen oder die Fußnote vergessen worden sind. und selbst wenn es ein Versehen gewesen sein sollte, kann man anhand der Anzahl dieser Versehen deutlich sehen, dass die Leistung zur Führung eines Doktortitels nicht erbracht worden sind.

    Wan werden von kath.net eigentlich die ersten Rufe wegen Christneverflogung in dieser Sache laut?

  4. 4 Administrator 20. Februar 2011 um 21:46 Uhr

    (Ich glaube aber, dass es bei Linken nicht so krasse Ausmaße an Verblendung geben würde. Linke ungleich Mitglieder der Linkspartei, wohlgemerkt ;) )

    Ich finde auch schön, wie die Masche „ich schrieb die Arbeit als junger Familienvater!!!!!11″ bei kath.net zieht. Und wie selbst Noé mittlerweile von einer Schuld Guttis auszugehen scheint, wiewohl er das natürlich dann zu seinen Gunsten wieder klein redet:
    „Ach, Herr Specht, wenn das ein Skandal ist, dann ist in Deutschland schon eine gewaltige Werteverschiebung in Ganz… da werden jedes Jahr in Deutschland hundertausende Kinder im Mutterleib umgebracht, vor ein paar tagen starben wieder deutsche Soldaten in Afghanistan und dann spricht bei irgendwelche Fußnoten von einem „Skandal“. Sorry, da kann ich nur sagen: endlich aufwachen und einen starken „geistigen Kaffee“ trinken und hier nicht das Wort „Skandal“ für so eine künstliche Aufregung missbrauchen!“

  5. 5 Mifune 01. März 2011 um 13:33 Uhr

    Ein vorzügliches Beispiel christlicher Moral.
    Für solche Äußerungen muss man fast dankbar sein.

    Aber nur fast.

    ai Mifune

  1. 1 Kath.net schafft Guttenberg nicht ab « Episodenfisch Pingback am 24. Februar 2011 um 23:06 Uhr

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