Tu einfach dein Bestes und mach dir keine Sorgen

In Großbritannien dürfen homosexuelle Paare nicht in religiösem Rahmen getraut werden. Das ist eigentlich traurig, für kath.net aber aus naheliegenden Gründen eher ein Anlass zur Freude – sind die Briten also scheinbar doch nicht so sehr von allen guten Göttern verlassen.
Aber: Es droht der völlige Einzug der Sünde, wie kath.net sorgenvoll von der Katholischen Presseagentur abschreibt:

Die britische Regierung plant offenbar, sogenannten Homo-Ehen auch in Gotteshäusern zuzulassen. Wie mehrere britische Medien am Wochenende berichten, soll die zivile Zeremonie künftig auch in Kirchen, Moscheen und Synagogen abgehalten werden können. Gleichstellungsbeauftragte Lynne Featherstone wolle dazu in Kürze einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Dieser sehe vor, bei derartigen Gelegenheiten auch Bibellesungen oder geistliche Gesänge zu erlauben.
[…]
Es gehe darum, den Religionsgemeinschaften, die solchen Zeremonien offen gegenüberstünden, eine gesetzliche Grundlage für ihr Handeln zu bieten, zitiert der „Observer“ einen Sprecher der Gleichstellungsbeauftragten. Bislang stellen lediglich religiöse Minderheiten wie Quäker oder liberale Juden ihre Räumlichkeiten für die Zeremonien zur Verfügung.
[…] „Aber ich möchte nicht, dass mir irgendwer erzählt, was die Kirche von England oder die katholische Kirche zu tun hat.“

(Hervorhebungen von mir)

Das Fettgedruckte soll implizieren, dass hier etwas nicht so ganz stimmt. Im ersten Fall geht es darum, dass „religiöse Minderheiten wie Quäker oder liberale Juden ihre Räumlichkeiten für die Zeremonien“ eben nicht zur Verfügung stellen können, sondern es nur beabsichtigen, sobald das Gesetz es ihnen ermöglicht. Das lässt sich beispielsweise in einem Artikel des konservativen ‚Daily Telegraph“ nachlesen:

Currently civil partnership ceremonies, which were introduced in 2005, have to be entirely secular and cannot contain any religious element, even though civil partners have almost exactly the same legal rights as married spouses.

Last year an amendment was added to the former Labour government’s Equalities Act by Lord Alli, the Labour peer, paving the way for civil partnership ceremonies to be held in places of worship if religious groups permitted this.

However, before this arrangement could be fully legal ministers would be compelled to stage a separate consultation and to pass separate legislation. This is the process to be launched by Mrs Featherstone within days.

Was zum nächsten Punkt führt, der ebenfalls auf besagter Nachrichtenseite korrigiert wird: Keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft wird irgendetwas aufgedrängt, besagten „liberalen“ Gemeinden bloß ermöglicht, Homosexuelle zu trauen. Vgl:

The spokesman added: „It will not force any religious group to do anything that is not compatible with their faith.“

Weil kath.net das aber verschweigt, kann in der Kommentarspalte munter gemutmaßt werden, wer bei dieser Gesetzesveränderung Finger im Spiel hat. „Irustdim“ vermutet, Bezug nehmend auf einen anderen User, der den Artikel nur zur Hälfte verstanden hat, dass der Leibhafte himself hinter dem Vorstoß steckt:

@Tokyo
Zitat Anfang: Es ist eine ungeheure Ironie, dass die Muslims, im Vergleich zu denen die katholische Kirche ja linksliberal und freiheitlich ist, in Ruhe gelassen werden. Zitat Ende: es keine Ironie sondern einen Ausdruck des satanischen Willen welche hinter dieser Entscheidung steht. Satan lässt die regierende kosmopolitischen Elite, wegen der Vermehrung des Islams, begrüßen…


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