Weils so schön war

Ich habe schon gestern bemängelt, dass kath.net immer noch auf die Berichterstattung zur Loveparade besteht und hoffte inständig, dass es nun ein paar Tage Ruhe geben würde. Doch so weit kam es natürlich nicht, heute wird ein Bericht namens „Loveparade: Sie hatte zum ersten Mal gebetet…“ beworben. Man erzählt also von einer evangelikalen (!) Gruppe junger Menschen, die auf der Loveparade missionieren wollten und im Zuge der Ereignisse Gottesdienste abhielten.

Diesen Einsatz werden die Teilnehmer der Sommerevangelisation „Summer2Go“ wohl nie vergessen: Gemeinsam mit einem Team von rund 50 jungen Erwachsenen war Werner Nachtigal (Berlin) bei der Loveparade in Duisburg, als bei einer Massenpanik 16 Menschen sterben – fünf weitere erliegen später ihren Verletzungen. Der 48-jährige Leiter des charismatisch geprägten Missionswerks „No Limit“ reiste seit Mitte Juli mit jungen Christen quer durch Deutschland, um die christliche Botschaft zu verbreiten.

Nachtigal: „Wir standen vor dem Tunnel, als wir von dem Unglück erfuhren.“ Schon bald seien ihnen geschockte Menschen entgegen gekommen. „Eine Frau erzählte uns, dass sie in ihrer Verzweiflung mitten im Gedränge zum ersten Mal in ihrem Leben zu Gott gebetet hätte. Plötzlich sei ein kräftiger Mann gekommen und habe ihr rausgeholfen.“

Natürlich fehlen also die typischen evangelikalen alltäglichen Wunder nicht. Oder etwa doch?

Ihre Freundin sei dagegen ums Leben gekommen.

Nunja.

Das Missionswerk „No Limit“ missioniert übrigens nicht nur auf der Loveparade oder einem Gothictreffen in Deutschland, sondern auch in Pakistan. Man hat offenbar ein gutes Gespür für Krisengebiete. Übrigens: Vielleicht war der Grund für die Massenpanik ja, dass die Menschen vor den Fundamentalisten flüchteten? Again: Nur so ein Gedanke.


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