Gegendarstellung I

Leider zeugt Ihr Blog von all dem, was Sie anderen vorwerfen – schlechter Recherche und ideologisch bedingter Blindheit. Daher möchte ich zu obigem Eintrag doch feststellen:
1. Mein 1983 verlegtes Buch „Findet der Weltuntergang statt“ ist eine ironische Abrechnung mit Sektierern und „Weltuntergänglern“, mit der ich der damals ausgebrochenen Endzeitstimmung entgegenzuwirken versuchte. Mein Fazit: Natürlich findet irgendwann der Weltuntergang statt – aber erst in ein paar Milliarden Jahren, wenn die Sonne sich zum „roten Riesen“ aufbläht. Panikmache klingt anders, oder?
2. Da ich nicht nur studierter Historiker, sondern auch Volkskundler bin, habe ich mich seit meinem Studium auch mit modernen Mythen beschäftigt; die UFOs waren einer davon. Dabei habe ich nicht viel mehr gemacht als Berichte von Augenzeugen zu zitieren, von denen die meisten aus amerikanischen und russischen Militärstudien stammten und zu fragen, ob sie tatsächlich etwas Unbekanntes sichteten. Das war vor 15 Jahren. Ist das Thema so tabu, dass man nicht einmal sachlich-objektiv darüber schreiben darf?
3. Der Holocaust-Leugner Jan Udo Holey („Jan van Helsing“) hat nie im Kopp-Verlag publiziert, in dem mein Buch „Das Fatima-Geheimnis“ 2002 erschien. Schon deshalb ist Ihr Versuch, mir geistige oder publizistische Nähe zu einem Rechtsextremisten zu unterstellen, mehr als perfide.
4. Papst Pius XII. hat weder zum Holocaust geschwiegen (er war Thema gleich zweier öffentlicher Ansprachen zu Weihnachten 1942 und im Juni 1943) noch ihn ignoriert. Tatsächlich initiierte er die größte humanitäre Aktion der Geschichte – in deren Verlauf über 850.000 Juden vor den Nazis gerettet wurden. Übrigens vergessen Sie, zu erwähnen, dass ich in Sachen Pius XII. als deutscher Repräsentant der überweigend jüdischen „Pave the Way Foundation“ tätig bin, die sich für die Aussöhnung von Christen und Juden einsetzt.
5. Auf alien.de wurde ich eingeladen, gerade um dem Unsinn entgegenzutreten, den die Fans eines Jan van Helsing verbreiteten. Ihr „Zitat“ ist allerdings so aus dem Zusammenhang gerissen, dass es schon sinnentstellend ist – zumal ich ja gerade auf andere Behauptungen geantwortet und sie teilweise zitiert habe.
So warf ein User dem Heiligen Vater „Massenmord“ vor, weil er nicht in Afrika als Galionsfigur der Kondom-Lobby auftritt. DARAUF bezog sich meine Aussage. Denn AIDS wird nicht durch Kondome verhindert, sondern durch Treue. Kondome gelten nur als Alibi für eben jenen Lebensstil und jene Promiskuität, die Hauptursache für die Verbreitung des HIV-Virus sind.

Michael Hesemann

Anmerkung der Redaktion: Der Mann hat recht. Er hat immer recht.


2 Antworten auf „Gegendarstellung I“


  1. 1 istdochegal 22. Juli 2010 um 15:03 Uhr

    Grandiose Gegengarstellung, also mich hat die völlig überzeugt. :D

  2. 2 Barkai 12. Januar 2011 um 18:38 Uhr

    tatsächlich nennt auch esowatch.com als Verlage, in denen Holey publiziert hat, lediglich den Amadeus-Verlag.

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